Chaos, Unruhen und Randale in Südamerika

Die Nachricht geht herum in der ganzen Welt. Schafsmedien aller Länder berichten zur Zeit über die Rebellionen der südamerikanischen Völker gegen die neoliberalen, hochkorrupten Politiverbrecher an der Machtspitze verschiedenster Nationen des Kontinents; natürlich grösstenteils in gewohnter und gewünschter, systemkonformer Propagandamanier.

Auch das via Zwangsgebühren finanzierte Schweizer Vollschafsmedium SRF berichtete in der Tagesschau vom 1. April – ohne Witz!

Auch das auswärtige Amt Deutschlands hat auf ihrer Internetzseite, seit kurzem einen frischen, aktuellen Hinweis mit viel zu viel Angstmacherei dazu:

Aufgrund aktueller innenpolitischer Entwicklungen kommt es im Stadtgebiet von Asunción zu Demonstrationen. Es wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden.

Da ich zur Zeit auf dem Kontinent bin, viele Infos aus spanischsprachigen Informationsquellen sichte, und die Gegebenheiten in Gesprächen mit Einheimischen bespreche, kann ich versichern, dass die Angelegenheit – primär im schafsemedialen Konserven-Gequassel – grossteils falsch und übertrieben Panik machend behandelt wird.

Was primär unterschlagen wird, ist der Fakt, dass die seit neuerer Zeit erstarkten neoliberalen Politpüppchen bei den Schweinereien die sie wider die hier lebenden Menschen in ihren Machtpositionen professionell abziehen, durchaus zurecht durch wütende Massen, die auch vor Gewaltaktionen nicht zurückschrecken, direkt konfrontiert werden, und sich teilweise nicht mehr ohne zehn oder mehr Bodyguards auf die Strasse wagen dürfen.

Die Leute haben auch hier auf dem Kontinent (mal von Bolivien abgesehen) schon viel zu lange still gehalten, zumal all die korrupten Machenschaften, Regierungsputschs, illegalen Gesetzesänderungen und die Ausbeutung der Menschen mittels fragwürdiger Methoden von Seiten Exekutive (Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) längst auf keine Kuhhaut mehr gehen.

Was zur Zeit geschieht, ist bloss eine Entladung von sehr lange angestauter Wut.

Diese Entladung kann man zur Zeit in Kolumbien und auch Paraguay sehr gut beobachten mit eindrücklichen Bildern.

In Paraguay bspw. wurde dieses Wochenende der Kongress gestürmt und angezündet. Es gab 211 Verhaftungen von einer Sondereinheit der Polizei. Und auch Tote. Diverse Sitze von Parteien wurden gestürmt. Die Polizei wendet zum Schutze der neoliberalen Verbrecher an der Regierungspitze Gewalt in unsäglichem Masse an. Und mehr (eine Ausführliche Abhandlung dazu schreibe ich gern gegen Bezahlung meines normalen Satzes von 50 CHF/$ pro Stunde Arbeit).

Aber auch in Kolumbien brodelts es:

Während dieses Wochenende in Ecuador die Stichwahl zwischen dem neoliberalen Gauner Lasso und dem mehr fürs Volk politisierenden Moreno stattfindet. Ich habe dazu unter Aktuell schon seit ner Weile kurz berichtet.

Es ist leider Fakt, dass Cartes in Paraguay, genauso wie der seit zwei Jahren in Argentinien amtierende Präsident, und auch jener in Brasilien, der die linke Regierung von Dilma geputscht hatte letzten Sommer, und genauso wie der neue Präsident von Uruguay, welcher den ehrenwerten Jose Mujica abgelöst hatte, wie auch der langjährige Präsident von Kolumbien hochkorrupte, neoliberale Schwerverbrecher sind, die nichts für ihr Volk machen, sondern nur an Macht interessiert sind, damit sie ihren reichen Familienclans Sonderprivilegien/rechte und noch viel mehr Geld als sie schon haben generieren können. Cartes z.B. ergaunert für sich und seinen Clan jeden Monat Millionen von Dollars seit er Präsident ist!

Es ist insofern nicht verwunderlich, dass es irgendwann mal zur Rebellion kommen musste, weil die Leute, von denen die meisten eher arm sind und von der Hand in den Mund leben, die Schnauze gestrichen voll haben von ihren Politkasten, die sich einen Dreck darum scheren, wie es dem Volk geht.

Verwunderlich daran ist eher, dass es erst jetzt zu grösseren Protesten, Randalen, Gewalt und Demonstrationen kommt, und die Leute so lange stillgehalten haben.

Was in den europäischen und weltweiten Schafsmedien berichtet wird ist meistens – wie beim meisten anderen auch, halbgarer Propagandaquatsch, auf den man nicht allzu viel geben sollte.

In Kolumbien sind die allgemeinen Zustände aktuell nur marginal anders als im Normalzustand, und in Paraguay bekommt man ausserhalb des Molochs Asuncion von dem ganzen Rebellionschaos kaum etwas mit.

Es ist davon auszugehen, dass der Rabauz, die Rebellion und das Chaos übers ganze Wochenende weitergehen, und es könnte auch in Ecuador – je nach Ausgang der Stichwahl vom Sonntag zu Ausschreitungen kommen.

Jedoch ist stark zu bezweifeln, dass all dies am Montag auch noch weiter andauert, zumal die Menschen ja von der Hand in den Mund leben, und deshalb Geld brauchen um ihre Familien zu unterstützen, weshalb also viele dann wieder zur Arbeit werden erscheinen müssen.

Natürlich brodelt es weiter, wenn wie z.B. in Venezuela Wirtschafskriege von Seiten neoliberalem Hegemon im Norden wüten, in Paraguay mit illegalen Methoden die Verfassung ausgehebelt und entgegen einer Entscheidung des obersten Gerichts – diktatorisch – Gesetzesänderungen gemacht werden, die faktisch illegal sind, jedoch wird all das nicht zu landesweiten radikalen Veränderungen führen, und es ist auch davon auszugehen, dass das für die Probleme verantwortliche Verbrecherpack auch dieses Mal nicht zur Rechenschaft und zur Verantwortung gezogen wird.


Leseempfehlung:


Nachtrag vom 2. April 2017

Habe heute von einem Bekannten, der im Zentrum von Asuncion lebt, erfahren, dass sich die Situation da bereits wieder beruhigt hat.

© by Dude, https://dudeweblog.wordpress.com/

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bilder, Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Geopolitik, Korruption, Kriegstreiber, Kurzclips, Medien, Menschen, Recht, Schuldgeld

3 Antworten zu “Chaos, Unruhen und Randale in Südamerika

  1. Pingback: Aktuelles vom 3.4.2017 – mikeondoor-news

  2. Venezuela driftet – wie Schweden – auch immer mehr in Richtung ausuferndem Bürgerkrieg…
    https://amerika21.de/2017/06/179116/angriffe-militaer-proteste

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  3. fini09

    Empire Files: Abby Martin in Venezuela – Supermarkets to Black Markets

    Abby Martin spricht mit Einheimischen auf den Strassen von Caracas und recherchiert zu Behauptungen der zensierten Presse und der Lebensmittel in Supermaerkten. (Juli 2017)

    Gefällt 1 Person

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