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„ISIS“: Die USA haben beliebt…

Nachfolgend erscheint der vorerst letzte Artikel hier bei Dudeweblog, gehostet auf WordPress. Die Gründe dafür – und alles weitere zum Thema – entnehmt ihr bitte hier: ‘Beep Beep Boop’-Update verunstaltet WordPress zum Kindergarten!

Der folgende Gastartikel erreichte uns gestern per Ebrief mit der Bitte zur zeitnahen Publikation, und erscheint hier in unbearbeiteter Fassung nur, weil er wichtig ist, und asap (so schnell wie möglich) raus muss. Und nicht zuletzt aus Respekt gegenüber dem Schaffen von Autor Magnus Göller, dem hiemit herzlichst dafür gedankt sei.


„ISIS“: Die USA haben beliebt…

Die Sache könnte, wenn nicht noch absurder, kaum gespenstischer sein. Kaum ja in den letzten Jahren hatte ich derart den Eindruck, wie in Zusammenhang mit ISIS nun, jenen Kalifatserrichtern, dass die Pläne diverser teilweise untereinander unterschiedlich Verbündeter und Verfeindeter so gar schiefgingen und jetzt vollends wirr aufeinanderschlagen.

Man hat, man, das ist „der Westen“, zudem die Türkei und Saudi-Arabien und Qatar (Israels Rolle ist im Kontext besonders unklar), in Syrien zum Sturze des Bösen Assad, die ärgsten radikalislamischen Mordbrenner des Planeten mit Geld, Rückzugsräumen, Logistik und modernsten Waffen ausgestattet, sie teils auch noch ausgebildet, deren Massaker an Christen in Syrien, die Vertreibungen etc. so lange als lässlich hingenommen, bis dass jene Kräfte mit Furor in den Nordirak einfielen, Mossul (3 Millionen Einwohner!) praktisch kampflos zu überrennen vermochten, daselbst, wie es heißt, nicht nur eine Menge Bargeldes (die Rede war von Milliarden Dollar) sondern auch noch das zweitgrößte Militärdepot des Landes, masse an neuesten amerikanischen Waffen, leichthin zu erbeuten. Vorgeblich nur ein paar tausend Mann, auf Pritschenwägen unterwegs.

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Nach brutaler Zwangsausschaffung: Bericht über unser unfreiwilliges Leben in Beirut (Libanon)

Kein Schritt alleine ausserhalb der Wohnung

Die Zustände für uns, im Besonderen für mich als Ausländerin/Schweizerin, sind hier generell unhaltbar. Damit meine ich z.B., dass ich unsere Wohnung nie alleine verlassen kann. Die Kidnappinggefahr ist für mich, als auf den ersten Blick erkennbare Europäerin (auch wenn mich 90% aller Libanesen für eine Russin halten), schlicht zu gross – und auch ausserhalb Beiruts ist dies nicht anders.

Es gibt zudem viele Gebiete in Beirut, wo man als Frau ohnehin nicht alleine hingehen sollte. Es sind dies Gebiete wo Salafisten und ähnliche Gruppierungen angesiedelt sind. Alleine dieser Umstand ermöglicht uns auch auf lange Sicht keine realistisch lebbare Situation – von „Verhältnismässigkeit“ der Umstände für uns/mich im Libanon wie es das Migrationsamt nannte, kann also keine Rede sein.

Wer weiss, allenfalls meinten die Beamten mit „Verhältnismässigkeit“ ja die Tatsache, dass ich immerhin kein Kopftuch tragen muss, da ca. 40% aller Frauen in Libanon dies nicht tun?

Autobomben werden täglich aufgespürt

Ebenso ist die Gefahr von detonierenden Autobomben täglich real – bei jedem Schritt den wir ausserhalb unserer Wohnung hier machen.

Was auch ich lange nicht wusste: Es werden quasi täglich (!) Autobomben vor der Zündung an den unzähligen „Checkpoints“ des Militärs aufgespürt und entschärft. Mittlerweile habe ich mich fast an die Beamten in Militärkleidung gewöhnt, welche jeweils ca. zu fünft mit schussbereiten Maschinenpistolen in der Hand an diesen Checkpoints stehen und jeden Autofahrer (per Blick, selten auch mit langer Autountersuchung) genau prüfen und dann durchwinken. Auch die Panzer, die überall mitten in der Stadt zu sehen sind fallen mir nicht mehr ganz so direkt auf wie zu Beginn.

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