Der Idiot und seine ‚Ausweglosigkeit‘

‚idiotes“ – agr.: ‚der Unkundige, der Nicht-Fachmann, der Privatmensch‘.

Der ‚Idiot‘ ist also ein auf seinen unmittelbaren Erfahrungshorizont beschränkter Geist – der sich im Verlaufe der Entwicklung des Gebrauchs ‚Idiot‘ mehr und mehr (anstatt sich auf den Erfahrungshorizont beschränkenden Geist) zu einem überindividuell, auf mehr und mehr, bis hin zu allen Gebieten (und damit den individuell verfügbaren Horizont weit überschreitenden, meinungsbildenden bis -beherrschenden Geist emporschwingt (rein erimaginiert, versteht sich) und aus der virtuellen Höhe den Überblick sich anmasst über Dinge befinden, entscheiden zu können, die zweifelsfrei jenseits des Horizonts anzusiedeln sind, den er vorgibt durchmessen zu haben.

Ein solcher Mensch, der, aus seiner – dem Frosch auf dem Brunnenboden nicht unähnlichen – Sicht, sich berufen fühlt, die Menschheit mit seiner QUA(R)K-Perspektive zu dirigieren, darf IDIOT genannt werden.

Worum es mir geht, bei den Umgang mit Idioten, ist die Frage (und die stellt sich schon, angesichts der Vergeblichkeit von ‚Aufklärung‘):
Ist das Idiotentum unumgänglich!
Oder anders:
Strebt das GANZE hin zu einer Singularität!
Mit anderen Worten: Ist das Idiotentum zwangsläufig und schicksalsbestimmend?

Der eindimensionale Pfad Richtung ‚Singularität‘, wo das GANZE im multidimensionalen Nichts wie Abwasser im Ausguß verschwindet, ist die ausweglose Konsequenz einer ‚alternativlosen‘ Denke, die logischerweise einen ‚Gott‘ haben muss (die ‚Singularität‘ entspricht diesem) und folgerichtig dessen ‚Gebote‘ verfolgt, die in Wirklichkeit nur die verzweifelte Festschreibung von Ratlosigkeit angesichts von Mehrdeutigkeit zur Erstellung eines ‚Schirms‘ an (Pseudo)Sicherheit ist, in dessen Schatten es sich gut vor dem Licht der Erkenntnis verbergen lässt: ALLES ist unsicher!

Und damit hat man auch schon den Kern der Existenz des Idioten beschrieben;
ANGST vor allem und jeden, das sich nicht EINDEUTIG erfassen, benennen, begreifen lässt!

Was bedeutet das nun für diejenigen unter uns, denen die von den mäkeligen Idioten favorisierte Eindeutigkeit eindeutig gegen den Strich geht?

Nun, ‚Aufklärung‘ – im Sinne von an die Hand nehmen, Alternativen zeigen und beweisen, verschiedene Handlungsoptionen aufdecken etc. – kann man sich in der Regel sparen.
Begründung: s.o.

Wenn – um im Bild zu bleiben – am Boden des Brunnens sich ein Loch auftut und selbiges sein vernichtendes, allumfängliches Strudelwerk verrichtet, beachte bitte, dass vermutlich dasselbe das ganze Jahr über sich überall ereignet, wobei aber zu sagen ist, dass 99,9 der Weltbevölkerung eine temporär wie lokal sich ereignende ‚Verstrudelung‘ ÜBERLEBEN!

Und wenn man am Rand von dem Brunnen sitzt und die Beine  baumeln lässt und seinen Blick, statt wahnhaft in die Tiefe zu starren, lieber über den wahren Horizont streifen lässt und sich nach geraumer Zeit Entdeckungslust einstellt, zu erkunden, was eben noch unerfahren gewesen ist – dann mag das nicht mal für eine Randnotiz reichen.

Es scheint nur so, als wäre die Welt der Idioten auch die eigene.
Indem sich Meldungen, Meinungen und Kommentare marktschreierisch aufdrängen, die Titelzeile einer Schlagzeile vor dem eigenen Gesicht den Sichthorizont beherrscht, so dass vom ‚Rest‘ der Welt nichts mehr sichtbar ist, einem Mikroskop gleich durch das man blickt und erschrocken davor zurückfährt vor den ‚Monstrositäten‘!

Seit Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger unzweifelhaft bewiesen haben, dass es KEINE EINDEUTIGKEIT gibt – ja , mehr noch: nicht geben DARF, weil andernfalls Existenz zur Nicht-Existenz sich wandelt und das dann tatsächlich alternativlos wäre!

Lasst euch von dem dumpfen Gequake aus Niederungen diverser Schlammlochbrunnen nicht hypnotisieren – am Ende fallt ihr noch darauf rein. 😉
Wer allerdings das Gequake mit einem Sirenengesang verwechselt – naja, der hat´s wohl nicht anders verdient.

Idioten sind eindimensional und haben keine ‚Wahl‘.
Das ist nichtmal deren ‚Schuld‘ oder soetwas, es ist halt so.
Aber wir können anhand eines Papiers zeigen, dass zwei Dimensionen äußerst wahrscheinlich sind.
Und anhand eines – sagen wir: Würfels, sogar eine mindestens Sechswahrscheinlichkeit der Alternation gibt und dass es die Wahrscheinlichkeitstheorie gibt, die JEDER Zahl eine gleichgrosse Wahrscheinlichkeit gibt und dass diese innerhalb gewisser Größenordnungen auftreten müssen!
(btw: wie groß war nochmal das Universum?)

Und wer sagt, dass drei Dimensionen das Ende sind?
Komm mal zu mir in den Tesserakt…

Ich würde sagen, dass die Eindimensionalität den Eindimensionalen überlassen wird, aber dass man sich von diesen nicht begrenzen lassen darf.
Da steh ich wortwörtlich darüber. 🙂
Und bei mir gibt es keine Endzeitstimmung – im Gegenteil:
Die Aussicht, dass die Idioten sich selbst in den Orkus spülen, finde ich entspannend.
Und mitreissen können sie nur diejenigen, die vergessen haben, dass es mehr als nur eine Dimension gibt!

Wer glaubt, dass die eindimensionalen Idioten den Weltenlauf bestimmen, der starrt auch weiterhin auf eine mesopotamische Weltkarte aus Ton von 2340v.Chr., wo Mesopotamien als eine Scheibe im Weltmeer dargestellt ist und sonst nichts.
Aber hey, das sind die gleichen Idioten die im Wasser landen, weil sie mit ihrem Navi eine ‚Abkürzung‘ glauben gefunden zu haben, haha!
Oder das Parkhaus über eine U-Bahn-Eingang zu erreichen suchen!

Meine ‚Karte‘ ist vierdimensional und vor allem – weiß.

PS: der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond.
Aber die Idioten halten jede Rille auf dem Finger für einen Mondkrater.
Und von da aus arbeiten sie unermüdlich an ‚Gesetzen‘, Verbotsvorschriften und Strafen, damit keiner in den Krater läuft – wie sinnvoll kann das sein?

7 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Gedankenkontrolle, Menschen, Philosophie, Sinn

7 Antworten zu “Der Idiot und seine ‚Ausweglosigkeit‘

  1. No_NWO

    Richtig, Nick, seien wir nicht so rücksichtsvoll, den totalen moralischen und intellektuellen Verfall des modernen Menschen gnädiglich zu ignorieren. Es ist ja doch allzu simpel. Nur 1 Teil von 2381 Teilen unserer wunderschönen atmosphärischen Luft ist ein COzwei-Molekül ==> 0,042% COzwei = 42/100.000; = 1/2381. Jene große Mehrheit der eine Schule besucht und die Prozentrechnung erlernt habenden Menschheit, welche nun aber dennoch das Narrativ eines menschengemachten Klimawandels als wissenschaftlich begründet ansieht, ist alloffensichtlich moralisch und intellektuell kollabiert.

    Nietzsche hat diesen Kollaps in seinem «Jenseits von Gut und Böse» vorhergesagt. Es markiere jener Kollaps den Zusammenbruch der auf zwei radikale Verfechter der Sklaverei, nämlich auf Platon und Sokrates zurückgehenden und so nun rund 2500 Jahre alten christlich-abendländischen Kultur. Welche eine Sklavenkultur par excellence sei, so Nietzsche. Denn sie fuße auf einer Vorstellung, welche 1.) das Materielle und das Geistige in einem unauflöslichen Gegensatz stehend begreift. Und welche 2.) das Materielle der Sphäre des Teuflischen und Bösen, das Geistige aber der Sphäre des Göttlichen und Guten zurechnet. Was allgemein als „Substanzdualismus“ oder auch als „Geist-Materie-Dualismus“ bezeichnet wird. Das Christentum nun gestehe dem Menschen, da dieser ein leiblich-materielles Wesen sei, keine Göttlichkeit zu.

    Einmal salopp, aber durchaus auch zutreffend formuliert, kann solch ein Mensch nach seinem Tode von Gott begnadigt werden, nicht zur Hölle fahren zu müssen. Bestenfalls kann er in den Himmel eingelassen werden, wo er ein komfortables Exil jenseits von Gut und Böse findet, um dort eine seltsame Sonderexistenz bzw. ein glückseliges Rentnerdasein fristen zu dürfen. Er darf Gott nahe sein, aber kein Gott werden. Obwohl Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Seltsam, nicht!?

    Klar, bei solchen Aussichten wird alles einerlei und irgendwie scheißegal. Wen kümmern da schon irgendwelche Prozentzahlen. Eine teuflischere Konzeption von Gott, Mensch, Natur und Welt ist kaum vorstellbar. Es bedarf nicht langen Nachdenkens, um zu verstehen, wer sich so etwas ausgedacht haben mag, nicht!? Mit den Mitteln der Gewalt herrschen Wollende. Was zu tun den Lehren dessen zufolge, nach dem das Christentum benannt ist, eben und genau zu mißbilligen wäre!

    Wie zu sehen ist, beginnt das Kirchenchristentum bereits mit einem logischen Widerspruch. Und wie sollte es dann anders enden können, als im totalen Kollaps des moralischen und intellektuellen Vermögens des Menschen — im Kollaps seiner Göttlichkeit.

    Sowas kommt von sowas, der ganze hochherrliche Laden namens christlich-abendländische Zivilisation geht mit Krawall zu Bruch. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, der Great Reset könne funktionieren und die Menschheit könne in der von den Superreichen konzipierten Neuen Weltordnung geistig, psychisch und so denn zuletzt auch PHYSISCH überleben — kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, bei großen dauert es etwas länger! 2500 Jahre, um genau zu sein.

    Womit wir bei Karl Marx sind, dessen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise ebenfals in die substanzdualistische Kerbe schlägt: Herrschaft von Menschen über Menschen, welche sich in der Lohnarbeit manifestiert. Wird diese doch gewaltsam erpreßt mit der Maxime, wer nicht arbeite, solle auch nicht essen. Was sich übersetzt zu: Wer sich weigern sollte, seinen bösen materiellen Leib in der Fertigung und im Transport von Waren gegen Geld an andere zu verkaufen, als sei dieser Leib ein Ding, eine Sache, eine handelbare Ware, der hat kein Recht, auf der Welt zu sein. Tja, Sklaven, Sozialdemokraten, Marxisten-Leninisten und andere Christenmenschen nicken jetzt begeistert.

    Sie nicken begeistert, obwohl sie sich an drei Fingern ausrechnen können, daß dies Spiel im totalen Untergang der Menschheit enden muß. Denn eben dies wies Karl Marx mit dem tendentiellen Fall der Profitrate sauber nach. Nun Preisfrage: Aus welchem Umstand kommt der tendentielle Fall der Profitrate denn eigentlich hervor? Antwort: Aus der Lohnarbeit, aus dem Verkauf von Arbeitskraft gegen Geld, aus dem Verkauf böser materieller Leiber, welche die Träger von Arbeitskraft sind und als solche wie Dinge behandelt werden in der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Welche händische Arbeit von Menschen, und so denn auch den Menschen selbst, mit Maschinen auf die selbe Stufe stellt. Ist eine Maschine billiger, als ein Mensch… — weil zu ihrer Herstellung weniger Arbeitszeit benötigt wurde, als die von jener Maschine ersetzte händische Arbeitskraft brauchen würde… — ja, dann ist ja alles klar, nicht!? Weg mit diesem nutzlosen leiblich-materiellen Menschending!

    Womit wir zuletzt bei Rudolf Steiner sind, der unter Verweis auf Marxens Kritik der Lohnarbeit den moralischen und intellektuellen Kollaps des modernen Menschen an dessen Glauben festmachte, eine biologische Maschine zu sein, letztlich also ein geistlos‘ Ding. Steht die biologische Maschine früher oder später still für immer, dann kommt nichts mehr. Schlimmstenfalls die ewige Hitzefolter in der Hölle. Oder die kaum weniger schlimme ewige Glückseligkeitsfolter im Himmel. Und darum ist ja sowieso alles scheißegal, denkt der moderne Mensch still für sich. Warum sich über irgendeinen Scheiß ’nen Kopp machen, wa!? Überhaupt.

    Unbewußt fanatischer Anhänger der substanzdualistischen Weltreligion, schreit er im Vollgefühl des Wahns, ein moralisch guter und vollauf rationaler Mensch zu sein, in seinem allerheiligsten Durchblickerzorne: „Und jetzt komm‘ du mir bloß nicht schon wieder mit deiner blöden COzwei-Prozentrechnerei und deinen 2381 Teilen Luft, du wissenschaftsfeindlicher Vollpfosten, du!“

    Gefällt mir

  2. Pingback: Ab sofort gilt auch bei uns die IDI+OT-Regel [oder ID-iot] | Ultimative Freiheit Online

  3. Pingback: Ab sofort gilt auch bei uns die IDI+OT-Regel [oder ID-iot] – Corona Conspiranten Compendium

  4. No_NWO

    Tagesereignisse — Blickfeld — Propaganda des Tages. So spannt er sich auf, der Horizont von Deppen auf der Fahrt vom Regen in die Traufe. In die eines weltweiten Gehorsamstrainings nun — für alle, von der Wiege bis zur Bahre. Ist bereits angelaufen. Einfallstor ist die Schule. Kommt ganz unverdächtig daher und heißt SEL.

    Wenn das der Führer wüßte! Der würde neidisch staunen. Das mit Hunderten von Milliarden ausgestattete Programm «Soziales und emotionales Lernen» formiert die Arbeitskraft für die Anforderungen in der schönen neuen Welt von Klaus Schwab & Konsorten — aus unglücklichen Deppen glückliche Volldeppen machen.

    https://www.coreysdigs.com/health-science/alert-2030-psychological-agenda-obedience-training-for-prek-adults-already-global-with-billions-in-funding-for-full-control-part-9-timeline-580-players-and-conclusion/

    (Amis lieben es kurz. preK-Adults = von vor dem Kindergarten bis hinein ins Erwachsenenleben; K12 = vom Kindergarten bis zum 12. Schuljahr)

    Gefällt mir

  5. @NONWO

    Entwurf steht schon seit etwa ner Woche… kam bisher nicht zum fertig machen… sollte am 2.4. rausgehen.

    „Amis lieben es kurz. preK-Adults = von vor dem Kindergarten bis hinein ins Erwachsenenleben; K12 = vom Kindergarten bis zum 12. Schuljahr“ – nehm ich mit rein als Info – danke!

    @Nick

    Schöner Artikel, danke! Halte ihn ne Weile zuoberst auf der Startseite.

    LG

    Gefällt 1 Person

  6. No_NWO

    Der Staatsrechtler Norbert Große Hündfeld hat einen engagierten Beitrag verfaßt, mit dem er zu wissenschaftlicher Ideologiekritik aufruft. Zu Kritik an der Lehre vom menschengemachten Klimawandel. Siehe hier:

    https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2022/03/29/quatsch-von-klugen-menschen-ist-ein-untrugliches-zeichen-fur-ideologische-verblendung/

    Zitat Herr Große Hündfeld: «Carl Schmitt, der Theoretiker der „furchtbaren Juristen“ (Ingo Müller), ist noch heute für viele Juristen sakrosankt!»

    Dies aus gutem Grund. Weil Schmitt nicht sagte, wie es sein könnte, wenn es nicht so wäre, wie es ist. Sondern sagte, wie es nun einmal ist. Staatsmacht verlacht Wissenschaftler, welche aus ihrer Wissenschaft moralisch handlungsleitende Autorität herleiten. Ganz so wie alle anderen auch, haben Wissenschaftler der Staatsräson zu dienen, nicht umgekehrt. Staatsräson will den Staat UM JEDEN PREIS erhalten. Es könnte darum müßig sein, der Empfehlung des Staatsrechtlers Große Hündfeld zu folgen und „wissenschaftliche Ideologiekritik“ zu üben. Was Wissenschaftler sagen oder nicht sagen, ist vor dem Hintergrund von Staatsräson belanglos.

    In der wirklichen Wirklichkeit sind die Dinge nicht, wie sie zu sein haben, sondern wie sie wirklich wirkend sind. Worauf man sich übrigens ganz prächtig einigen kann, seitdem sich die wirklich wirkende Staatsmacht und ihre Räson mit der WHO-definierten „pandemischen Lage“ nun allhin offenbart haben — ganz ungeniert und so wie sie wirklich wirkend sind.

    Von dieser Erkenntnislage ausgehend, erscheinen die wissenschaftlichen Ideologen des Klimawandels mitnichten als verblendet. Sie wissen allerbest, daß sie Unsinn verbreiten. Sie tun dies ganz ungeniert, weil ein wohl ausgeprägtes Talent für analytisches Denken ihnen vor langem schon ermöglichte, die Staatsräson und ihre Maximen zutreffend zu erfassen und so denn im großen Spiel der Staatsräson mitzutun. Eine ganz andere Frage, ob dies klug ist. Was sich beantworten lassen sollte, so sich denn angeben ließe, was den Staat in seiner Eigenschaft als letzter Garant rechtlich geordneter Verhältnisse im einzelnen antreibt.

    Von der politischen Ökonomie her betrachtet, sieht der Staat sich von einem wirtschaftlichem GAU akut in seiner Existenz bedroht. Vor vielen Jahrzehnten bereits war absehbar, daß renditegetriebenes Wirtschaften sein historisches Verfallsdatum erreichen würde. Fortdauernden Sinken einer von unablässiger technologischer Innovation tiefer und tiefer gedrückten und vor längerem bereits ruinös niedrig gewordenen global durchschnittlichen Rendite zwingt die Wirtschaftstätigkeit nun in den Stillstand. Die wissenschaftlichen Ideologen eines COzwei-getriebenen Klimawandels handeln so denn vollauf rational, wenn sie sich angesichts dieser Lage der Staatsräson bzw. der Weltstaatsräson der UN-Agenda-2030 anschließen. Ist diese Räson mit dem Großen Neustart nun immerhin darangegangen, ein neue Art des Wirtschaftens zu erschaffen, um dem GAU zu entkommen.

    In der mit dem Great Reset eingeleiteten neuartigen, nicht mehr kapitalistischen bzw. nicht mehr auf Lohnarbeit und Rendite/Profit gegründeten politischen Ökonomie wird alle Produktion in einer KI-kommandierten Blackbox stattfinden. Womit sich jedem einzelnen die Frage stellt, ob er inner- oder außerhalb jener Blackbox leben wird. Die Machtelite und die von ihr als unverzichtbar angesehenen Wissenschaftler und Ingenieure werden selbstverständlich außerhalb der Blackbox leben. Ein Leben in der Blackbox ist tatsächlich mehr als unerfreulich. In dieser Box steuern nicht mehr der Markt und Unternehmer oder Manager die Güterproduktion und die Erbringung von Dienstleistungen, sondern eine KI tut dies. Unerfreulich zudem, weil mit dem Kapitalismus auch die kapitalistische Form von Geld endet. War die Kaufkraft kapitalistischen Geldes Äquivalent einer meßbaren physikalischen Größe (in Sekunden gemessenes Volumen von mit gesellschaftlich durchschnittlicher Arbeitsintensität erbrachter unmittelbar händischer Arbeit in Warenfertigung und Warentransport), so wird der Kaufkraft des kommenden Geldes eine andere physikalische Größe zugrunde gelegt sein, nämlich kg COzwei. Eben jenes COzwei, das ein Unternehmen im Zuge seiner wirtschaftlichen Aktivität nicht (mehr) in die Atmosphäre abgibt oder der Atmosphäre zu entziehen vermag. Für solche Unternehmen hat die Wallstreet soeben eine neue Klasse von Wertpapieren eingeführt namens Natural Asset Companies, NAC (siehe Norbert Haering). In der Übergangszeit, während derer das alte Geld sich mehr schlecht als recht noch am Leben erhalten läßt, werden NAC-Unternehmen für ihre Leistungen aus dem alten Geld entschädigt, welches dem Staat aus der Besteuerung von COzwei zufließt. Wobei als Leistungen hier zu nennen sind, der Atmosphäre COzwei entzogen oder in der Warenproduktion COzwei abgefangen und dann endgelagert zu haben; oder dieses COzwei zwecks Verarbeitung zu Kraftstoffen und sonstigen Produkten weitergegeben zu haben. Interessant noch als Hinweis, hängen die Einnahmen von NAC-Unternehmen zu einem Teil von der Differenz aus jeweils aktuellem COzwei-Ausstoß zu einem in der Vergangenheit liegenden und also politisch bestimmten Vergleichswert ab. Weswegen die Höhe dieser Einnahmen willkürlich bestimmt ist. Doch ohnehin fehlt dem „COzwei-Geld“ jener genuine physikalische Zusammenhang zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen, wie das kapitalistische Geld ihn mit jener hier weiter oben definierten Arbeitszeit vollauf kennt. Letztlich aber ist die Frage nach dem Geld ganz müßig. Denn da die Machtelite der KI die Produktionsziele vorgeben wird, wird diese Elite, ob nun mit oder ohne jedwelches Geld, über alle Produkte verfügen, welche die Blackbox nach außen verlassen bzw. welche nicht von den in ihr Werktätigen konsumiert werden. Über den Konsum von Werktätigen entscheidet die KI für einen jeden individuell. Mit der Blackbox liegt – und darauf allein kommt es der Staatsräson an – eine flexibel und annähernd in Echtzeit gesteuerte Plan- und Zwangswirtschaft vor, deren Funktionstüchtigkeit auf Geld nicht angewiesen ist. In der Blackbox lebende benôtigen kein Geld, werden sie doch ganz und gar von einer KI-Maschine beherrscht. Politisch-ökonomisch nüchtern gesehen, sind sie nicht mehr kapitalistische Lohnarbeiter, sondern Sklaven, Sklaven der KI. Sklaven werden nicht bezahlt, sie erhalten Naturalleistungen. KI kann dies bewerkstelligen.

    Die Werktätigen werden kommandiert, überwacht und gegebenenfalls auch diszipliniert bzw. belohnt oder bestraft werden von der KI-Maschine. Nicht die Arbeitsleistung bestimmt das Entgelt bzw. den Zugang zu Konsumgut. „Arbeitslohn“ wird letztendlich changieren zwischen entweder Zuteilung von mehr Konsumgütern, oder – salopp gesagt – wenigeren Schlägen. All dies entscheidet die Maschine, ohne daß Geld benötigt würde.

    Ist es klug, sich der Weltstaatsräson anzuschließen? Nun, ein Leben in der Blackbox wird sicherlich wenig erfreulich. Hingegen wird die Welt der die Maschine befehligenden Machtelite eine der großen Freiheit sein, eine des Luxus und der Vergnügungen aller Art. Gibt die Elite ihre Bedarfe doch der KI bekannt, welche dafür sorgen wird, daß die Blackbox wunschgemäß produziert. In einem solchen Schlaraffenland, in dem der Elite aus sozialen oder politischen Gegebenheiten herkommende Lebensanforderungen fehlen, wird sich entsetzliche Langeweile einstellen. Welche die Elitenwelt mehr und mehr in ein Irrenhaus verwandeln wird. Was aber nun ist das höchste zu Hoffende für jene außerhalb der Blackbox lebende Nichtelite, z.B. für das Hauspersonal der Machtelite oder eben auch für die von der Elite weiterhin unabkömmlichen Akademiker? Nun, es könnte die Elite ihren akademischen Kulis eine Art Whitebox einrichten, eine Art Akademgorods mit voller Reisefreiheit und anspruchsvollerem Konsum. Immerhin besser als Warten auf Godot. Vielleicht jedoch schlimmer als die Blackbox, wer weiß. Doch sind dies alles müßige Überlegungen. Die schöne neue Welt ist viel zu sehr Kopfgeburt, als daß sie lange halten könnte. Sei es innerhalb oder außerhalb der Blackbox.

    Gefällt mir

  7. Apropos NAC – kleiner Auszug aus dem gewaltigen Aktuell-Entwurf seit letztem Juli:

    https://axelkra.us/alles-an-sich-reissen-der-diebstahl-der-globalen-gemeingueter-teil-2-iain-davis/ – Auszug: „[…]
    Sofern wir nicht handeln. Wenn wir einfach zulassen, dass die Marionetten in unseren so genannten Regierungen ihre GPPP-Positionen beibehalten, dann werden die BIZ, die Zentralbanken und andere „geschätzte Interessenvertreter“ alles auf dieser Erde an sich reißen. Wir werden ihnen die Ressourcen überlassen, von denen „alles Leben abhängt“.
    .
    Wenn wir das zulassen, dann werden wir alle zu Sklaven, genau wie die vergessenen Seelen, die der Brutalität der Kobaltminen ausgeliefert sind.“

    https://axelkra.us/die-uebernahme-der-natur-durch-die-wall-street-schreitet-mit-der-einfuehrung-einer-neuen-anlageklasse-voran-whitney-webb/ – siehe dazu auch https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/nac-natural-asset-companies/

    https://journal-neo.org/2021/11/23/wall-street-s-diabolical-plan-to-financialize-all-nature/ – Auszüge: „Man nennt es Natural Asset Company. Damit hat die New Yorker Börse den bisher radikalsten und potenziell zerstörerischsten Plan vorgestellt, buchstäblich Billionen von Dollar mit etwas zu verdienen, das das natürliche Recht und Erbe der gesamten Menschheit ist – die Natur selbst, die gesamte Natur, von der Luft, dem Süßwasser über die Regenwälder bis hin zu Ackerland. Es wird als Anreiz für die Erhaltung der Natur angepriesen. In Wirklichkeit handelt es sich um einen teuflischen Plan, der darauf abzielt, potenziell Billionen von Dollar in die Natur zu investieren, um einer globalistischen Finanzelite die Kontrolle über diese Natur zu ermöglichen.
    […]
    Die New Yorker Börse und ihr Projekt mit der Rockefeller Foundation versprechen keinen Nutzen für die Menschheit oder die Natur, sondern nur für den Geldfonds.“ – https://uncutnews.ch/der-teuflische-plan-der-wall-street-zur-finanzialisierung-der-natur/

    Gefällt 1 Person