Coronawache zu Berlin: am Spind

Polizist 1: Was für eine Scheißendrecksdemo schon wieder!

Polizist 2: Die blanke Pest. Und diese Arschlöcher machen noch nicht einmal was verreckt.

Polizist 3: Am schlimmsten sind die keifenden Weiber über fünfzig. Die stellen sich kackendreist vor uns hin und schimpfen wie die Rohrspatzen. Und der Rest johlt dazu.

Polizist 1: Und genau die dürfen wir wenn sie sonst nichts machen nicht rausziehen. Was für eine Scheiße.

Polizist 2: Noch schlimmer, dass man die echten Staatsfeinde kaum sicher von den Schaulustigen unterscheiden kann.

Polizist 3: Man sollte das ganze Demogesindel auf gelbe Armbinden verpflichten. Wer ohne demonstriert, latzt einen Tausender oder besser zwei.

Polizist 1: Alle kassieren. Das hält doch keine Sau mehr aus.

Polizist 2: Heute hat mich ein alter Opa, kaum noch zu Fuß, einen Tagdieb geschumpfen. Dann einen erbärmlichen Missratenen. Danach einen Hundsfott. Und endlich auch noch einen kleinen Wichser… Da lobe ich mir noch die Antifa. Denen fällt sowas gar nicht ein. Außerdem machen die wenigstens was verreckt. Lieber ein paar Beulen von denen als dieses grellbunte Geschmeiß ertragen.

Polizist 3: Dauernd blaffen sie einen an. Und verwickeln dann wieder unerfahrene Kollegen in Gespräche. Drücken dann noch auf die Kindertränendrüse. Die Psych vom Sonderdezernat schiebt schon Überstunden ohne Ende.

Polizist 1: Und wir hier in der Hauptstadt dürfen die Rübe hinhalten, während die in Stuttgart sich einen gemütlichen Lenz machen. Sauschwaben.

Polizist 2: Wie lange soll das noch so weitergehen? Meine Alte klagt schon über den Gestank, den ich von der Demo heimbrächte. Und lässt mich mindestens zweimal duschen. Pervers das alles.

Polizist 3: Wenn sich nichts ändert, geht das ewig so weiter. Und im Sommer wird es noch viel schlimmer. Da könnt ihr Gift drauf nehmen.

Polizist 1: Was soll sich denn ändern? Die Fachleute sagen, der Virus ist inzwischen emdenisch, das heißt, der geht nie mehr weg.

Polizist 2: Irgendwann drehe ich noch durch. Gebe so einem Wichser voll eine aufs Maul. Wenigstens ein Mal. Bis er kaum noch winselt.

Polizist 3: Diese Arschlöcher haben Bier und Joints dabei ohne Ende, frech wie Graf Rotz, und wir schwitzen mit Maske unter unserer Montur und dürfen zugucken… Mir graut schon vor dem Sommer.

Polizist 1: Die ganzen Ansammlungen in den Parks. Die ganzen Besoffenen und Bekifften bei Nacht. Dann die ganzen Arabs in Neukölln. Dagegen war das heute noch ein Zuckerschlecken.

Polizist 2: Ohne härtere Gesetze sind wir bald im Arsch.

Polizist 3: Wir sind so oder so bald im Arsch. Bald werdet ihr sehen, wie Kollegen eingekesselt werden, bis womöglich einer schießt. Und dann… Ihr habt doch gesehen, wie oft es schon wie knapp war für fünf oder acht Leute, die reingingen. In München hat man die Kollegen schon durch den Englischen Garten gejagt und dazu fröhlich ausgelacht. Das ist wie bestellt.

Polizist 1: Du meinst, wir sollten in kleinen Gruppen gar nicht mehr reingehen?

Polizist 2: Hey, geht’s noch? Wir müssen da jetzt erst recht reingehen wie Bülcher!

Polizist 3: Scheißvirus. Drecksvirus. Hundsscheißendrecksvirus.


Am Abend besoffen sich alle ordnungsgemäß beim Junggesellen Polizisten 1.

Was da an bei weitem nicht mehr jugendfreien Flüchen, Verwünschungen und Tiraden fiel, wird wohl auch manches zarte Damenohr lieber gar nicht gehört haben wollen, weswegen wir das allenfalls unter Warnhin- und Altersnachweis hinter einer Bezahlschranke zugänglich machen werden.


Zusatzhinweis: Es sind ein paar Buchstabendreher drin, die sind Absicht.


Autor & ©: Magnus Wolf Göller, http://magnuswolfgoeller.de/
Mehr vom Autor -> https://dudeweblog.wordpress.com/tag/magnus-goller/

*DWB dankt! Wir haben uns köstlich amüsiert (ganz egal, dass es eigentlich überhaupt gar nicht lustig ist – aber das Lachen lassen wir uns nicht rauben)!

30 Kommentare

Eingeordnet unter Freiheit, Gastbeiträge, Kriegstreiber, Lustiges, Menschen, Recht, Schönes, Sinn

30 Antworten zu “Coronawache zu Berlin: am Spind

  1. Magnus Wolf Göller

    @ Dude

    …heißt das nicht…dass man nicht kann.

    Könnte man mit den richtigen Leuten schon können.

    Ich will erstmal mal sehen, wo das geht. Ohne, dass einer erstmal Millionen einbringt.

    Kannst Du es? Kann nick.mott es? Macht Ihr es?

    Ich kann immerhin außer Schwätzen eine Menge Handwerkliches, Gartenbau, Kochen, vielerlei zeigen und Lehren und manches andere.

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  2. Das Problem ist, dass dieses sog. „Rechts“-Staats-Konstrukt uns ‚legal‘ unterjocht. Daher ist das schwer. Und wir haben es leider mit einem hypnotisierten, getriggerten, genudgeten,… KalbtanzKonsumismus-Geschmeiss in grosser Zahl zu tun.

    Wären wir den Staat los, hätten wir unser von aller „Rechts“-Staatlichkeit befreites Refugium, wo wir schalten und walten können wie wir es am sinnvollsten erachten, tja, dann können wir es…

    Und ja, es gibt solche Kommunen wo das tatsächlich mehr oder weniger real umgesetzt ist. Da gibt es ein Bergdorf – Name vergessen – auf der mexikanischen Hochebene (ca. 2300müm) mit ca. 20000 Einwohnern, davon einige Immigranten aus US/Europa, die verwalten sich unter anarchistischen Grundsätzen weitestgehend autonom. Haben Polizei quasi abgeschafft und so gut wie NULL Kriminalitätsrate. Sind auch einige Libertäre dabei, aber mit denen kann man sich bis zu einem gewissen Grade gut arrangieren.
    Und es gibt noch andere Bsp. auf der Welt.

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  3. Magnus Wolf Göller

    @ Dude

    Na denn. Es gibt auch noch die Tschuktschen in Nordsibirien. Nordkanadische Indianer, Amazonasindianer, jene auf den Andamanen und in Bergtälern Papua-Neuguineas. Die kommen schon ewig ganz ohne große Infrastrukturprojekte aus. Allerdings haben die alle einen Häuptling oder sowas. Und ohne Fleisch und Fisch geht gar nichts. Also nichts für Vegetarier.

    Aber macht mal gerne. Ich komme dann auf eigene Kosten mal vorbei und schaue mir das an. Bringe mehr mit, als ich in den paar Tagen verzehre.

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  4. Magnus Wolf Göller

    @ Dude

    Diesmal habe ich eine Weile gewartet und ein paar Male neu geladen. Meine Antwort auf Deinen letzten Kommentar wurde sichtbar prozessiert, kam aber nicht durch.
    Vielleicht kannst Du ihm noch aufhelfen.
    Ansonsten sei es eben gut so.

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  5. „vor 21 Minuten – Comment was caught by wp_check_comment_disallowed_list.“

    Ich kann leider nichts machen, ausser so schnell wie möglich fischen.
    Details hier -> https://dudeweblog.wordpress.com/2020/04/17/wichtige-mitteilung-fuer-kommentatoren-wordpiss-verfrachtet-leider-fast-alle-kommentare-in-den-papierkorb-und-wir-muessen-sie-da-rausfischen/

    ___

    Die im mexikanischen Dorf haben eine für Südamerika-Verhältnisse sehr sehr gute Infrastruktur.
    Einen Häutpling braucht man nicht zwingend, aber, sofern er ehrenhaft aufrecht als absolute Prämisse der Freiheit jedes Einzelnen verpflichtet ist und entsprechend agiert, kann er nix schaden, sondern allfällig sogar nützen.
    Wer als Anarchist Vegi sein will, soll das – wer nicht will, soll das nicht. So einfach ist das. 🙂

    „Aber macht mal gerne.“

    Haha, ja! Auf welchem Refugium abseits sog. „Rechts“-Staatlichkeit?? Und falls das Refugium nur über weitere Strecken, gar interkontinental erreichbar wäre, wie käme ich da hin ohne Maskenball-Initiationsritus und Stäbchen-ins-Hirn-schieben-lassen etc. pp. NWO-Satanistenrituale??? ^^
    Und auf die wilde Taiga hab ich btw. rein temperaturtechnisch keinen grossen Bock, genausowenig wie mitten in der Wüste Gobi… das Refugium müsste schon brauchbar sein…

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  6. nick.mott

    @Magnus Wolf Göller

    Wäre ich tatsächlich Nihilist würde ich gar nichts schreiben – weder Artikel noch Kommentare – weil…es ja eh nix bringt 😉
    Es gäbe dann auch keinerlei Rettungsimpetus oder auch nur die Idee von einem ‚Danach‘.
    Deshalb ruht z.B. auch mein Artikel über Selbstorganisation, weil es offensichtlich so zu sein scheint, dass zuwenige sich überhaupt für solche Themen interessieren (die zwar abstrakt daher kommen, aber aus meiner Sicht durchaus unverzichtbar sind, um die Bedingungen so verstehen zu können, dass man aus ihnen tatsächlich einen verwertbaren Nutzen ziehen kann!), aber das ‚Überleben‘ der aktuell sich anbahnenden Katastrophe auf reines Robinson-Crusoe-Niveau reduzieren oder Bunker-Hamstern oder Mad-Max-Szenarien u.ä. – was man halt so von McGuyver, Rambo und Zombiefilmen kennen gelernt hat 🙂 – aber das hier ist nicht Armageddon.
    Das hier ist schlicht ein Paradigmenwechsel, der hohe Opfer kosten wird, aber der sich wieder auf einem Niveau einpendeln wird, wo ‚LEBEN‘ weiter existieren kann und wird und der Mensch halt da irgendwo seine eigene Existenznische finden muss, wo ein dauerhaftes und für ihn auskömmliches Dasein möglich ist (zweifellos aber von einer ganz neuen Bescheidenheit geprägt 😉 )
    Ich werde hier aber keinen Survival-Guide schreiben, weil das mind-set aus meiner Betrachtungsweise die dominante Rolle spielt:
    Die auf 100 Jahre mit allem ausgestattete und bevorrateten DUMBs (Deep Underground Military Basis) nützen dir nämlich gar nichts, wenn du mit Ultradefizitären zusammen gepfercht mit denen auskommen musst – was früher oder später schlicht unmöglich sein wird – mein Wort darauf!?
    Ein selbstgeschnitzter Bogen, Schlammschminke und ein Leathertool werden es allerdings auch nicht bringen.
    Eine ‚Fluchtoase‘ a la Oliver Janich, Wolfgang Eggert, oder Amische, Hutterer oder ‚Survive with Bear Grylls!‘ u.ä. ist aber auch nicht die Lösung – zumindest vorerst nicht.
    Das sind alles keine ‚dummen Ideen‘, aber sie funktionieren nicht als vermeintliche Insellösungen!
    Die Re-Organisation nach Katastrophen z.B. in der (Prä-)Antike wurden auch nicht mit dem Pfadfinderhandbuch von Fähnlein Fieselschweif (Tick, Trick, Track – you know?) gemeistert, oder?! – think about it 😉
    Man wird auf jeden Fall sehr viel mehr geistige Beweglichkeit brauchen als bisher üblich und vor allem überhaupt nicht gelernt von den meisten!!!
    Die meisten werden daran zugrunde gehen, – nicht weil sie nicht genug Dosen finden oder zu blöde sind um Wasser zu kochen -, sie werden sterben, weil sie keinerlei Gespür für Verhältnisse, deren Bedingungen und die nötigen Entsprechbarkeiten aufweisen.
    Und weil sie keinerlei Befähigung erworben haben das Alte vollständig loszulassen und sich kompromisslos dem Neuen, Anderen, Fremden zu überlassen.
    An anderer Stelle habe ich dazu geschrieben: HUG THE MESS! – aber das muss man eben GELERNT haben, das ist keinesfalls eine Augenblicksentscheidung mit Instant-Erfolg a la ‚Geschüttelt-gerührt-genossen‘!

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  7. No_NWO

    Im Grunde ist immer alles simpel: Ich bringe jemand in eine Lage, daß er Geld braucht, weil er sonst keine Waren zur Verfügung hat. Und dann muß er tun, was ich ihm sage, weil er sonst kein Geld von mir bekommt. Also muß ich das Geld kontrollieren. Ganz einfach. Das ist das eine. Dann muß ich verhindern, daß ich entmachtet werde. Das ist das andere. Dazu muß ich die Leut verarmen und schwächen.

    Karl Polanyi beschreibt in The Great Transformation, wie das alles anfing mit den „Einfriedungen“ von kollektiv genutztem Weideland in England. MIT BRUTALER GEWALT. Es reichten 50 gut Bewaffnete auf Pferden um sich gegen die wenigen Bewohner eines Dorfes durchzusetzen. So wurden diese verarmt und abhängig.

    Heute brauchts keine 50 Bewaffneten auf Pferden mehr. Heute geht es, indem 5000 Leute auf einem km² leben, die jeder völlig abgeschirmt für sich sind. Jeder sozusagen ein Ein-Mann-Dorf, grob gesagt. Dörfer, wohin man blickt und dicht aneinandergedrängt, aber niemand kennt den anderen. Alles Einzelmonaden.

    Um es dahin zu bringen, brauchte es zuerst vor allem die Schule. Da wird das geübt: Zusammensein, ohne miteinander zu tun zu haben. Und sogar in Konkurrenz zueinander. Dann kam das TV, das war noch perfekter. Zumal weil keine Feierabend-Straßenkultur mehr ==> Matrix, jedem Narziß seine Badewanne, in der er dann seinen esoterischen Spinnereien nachhängen kann.

    Vielen dieser Badewannen-Narzisse ist das Bewußtsein ganz verloren gegangen für ihre Situation. Die sind schlicht unfähig geworden, mit ein paar wenigen einfachen Strichen ihre Situation zu skizzieren, so wie ich das gerade hier tue. Völlig wirklichkeitsfremd und lebensuntauglich spinnen sie an ihren Phantasien herum. Sagen wir es so: Die Welt ist ein Irrenhaus geworden. Jeder kann es jederzeit verlassen, indem er sich klar wird, wie es ist.

    Im Grunde müßte es irgendwie gelingen, die Badewannen-Narzisse dazu zu verführen, mit dem Rumspinnen aufzuhören. Erst dann, wenn eine gewisse Anzahl das esoterische Rumphantasieren aufgibt und geistig wieder in die wirkliche Wirklichkeit zurückgekehrt ist, lassen sich gemeinsam die nächsten Schritte beraten.

    So nun erster praktischer Vorschlag, jedem, der rumspinnt, Prügel anzudrohen. Hat eventuell jemand Lust, wenigstens eine Liste mit den Hauptpunkten zusammenzustellen, was fortan als esoterisches Herumspinnen gelten soll, bitte? Dude hat hierzu ja schon einiges angeführt.

    Mein erster Vorschlag: Politiker ernstnehmen und Wählen ist esoterisches Rumspinnen. Zu 100 %! Fein, dann hätten wir ja gleich schon die erste Schlägerei!😁😁😁

    Gefällt 2 Personen

  8. Magnus Wolf Göller

    @ Dude

    Es scheint, Du hast den verschwundenen Kommentar wieder ausgegraben, aber nicht veröffentlicht. Oder konntest Du ihn nur in Wortfetzen wiederfinden?
    Denn Deine letzte Antwort enthält mit „Häuptling“, „Vegie“ und „wilde Taiga“ drei von mir angesprochene Dinge, auf die Du in Kombi wohl nur mit einer Wahrscheinlichkeit von unter eins zu einer Million oder durch Hellsehen oder durch einen Zugriff auf meinen Rechner gekommen sein kannst.
    Ein sehr merkwürdiges Gebaren, das.

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  9. Magnus Wolf Göller

    @ Dude

    Oh, jetzt ist er doch da. Asche auf mein Haupt. Übersehen? Oder kam er jetzt erst? Egal.
    ____

    Anm. Admin: Ich hatte ihn gestern nach meinem letzten Kommentar gleich freigeschalten. Die von No_NWO mussten warten, weil meine Kiste erst jetzt wieder läuft. 😉

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  10. Magnus Wolf Göller

    @ nick.mott

    Ich stimme Dir dahingehend zu, dass die Konzepte Janichs und Eggerts usw. wenig gangbar erscheinen.
    Du gehst offenkundig von einer großen, unabwendbaren Katastrophe aus. Ich tue das nicht, halte sie aber durchaus für möglich.
    Von diesem Ausgangspunkt her ergibt Deine Rede dann durchaus Sinn.
    Ich nehme an, Du bist gut vorbereitet, weißt, wie man in jeder Lage, wo immer was Brennbares zu finden, ein gutes dauerhaftes Feuer macht. Du schaffst Dir selbst ohne Zelt in kürzester Zeit eine Notunterkunft. Du kennst Dich mit Kräutern und Wurzeln und Beeren aus, kochst mit allem, was Du findest wie ein Chef. Du kannst mit allen elemtaren Handwerkszeugen, ja auch elektrischen gut und sicher umgehen. Du hältst allerlei Ausrüstung – selbst für hartes Frostwetter – vor. Du kannst Leute einteilen, ihnen sehr schnell erklären, was sie zu tun haben. Du verstehst Dich auf erste Hilfe, kleine Operationen, Desinfektion und Nachbehandlung. Du bist körperlich fit, zäh und ausdauernd.
    Das alles wünsche ich nicht nur Dir. Ich kann das alles, nur bin ich mit 57 halt nicht mehr 27.
    Und nehme ich das mit dem Nihilisten hiermit zurück. Denn Du bist keiner. Allerdings einer, der fest von einer kommenden Katastrophenlage ausgeht, was zwar sehr pessimistisch ist, meines Erachtens sogar übers Maß, aber eben, indem Du Zukunftschancen siehst und Dich wohl auch auf entsprechende Szenarien vorbereitest, nicht nihilistisch.

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  11. nick.mott

    @Magnus Wolf Göller

    DAS ist der Unterschied:
    Du sprichst z.B. von einem ‚worst-case-scenario‘, wohingegen das aus meiner Sicht bereits ein ‚best-case-scenario‘ wäre!? 😉
    Worst case wäre für mich, wenn irgendein halbgarer Reset die aktuellen (Un)Verhältnisse festschreiben würde auf unbestimmte Zeit.
    Der WEF hat ja die ‚gaaanz tolle‘ Idee eine Vollschrottimmobilie anstatt abzureißen (besser noch: das Prinzip Sesshaftigkeit ganz aufzugeben) nun komplett zu entkernen und daraus ein Techno-Gadget-Casino zu basteln!?
    Die von dir avisierte ‚Totalkatastrophe‘ ist bei mir ein Paradigmenwechsel, der das Alte auf den Kopf stellt, weswegen nicht wenige den Boden unter den Füßen verlieren werden, solange sie auf diesem Paradigma bestehen wollen – das bedeutet: wenn man bei dem Topsyturvy-Spektakel mithalten können will, muss man sich selbst ebenfalls auf den Kopf stellen, um so wieder ‚festen‘ Boden unter den eigenen Füßen zu bekommen.
    Für mich ist das keine ‚Katastrophe‘, für die meisten schon (Ich erinnere mich an eine Elternversammlung des damaligen Kindergartens meiner Kinder bezüglich der ungeheuren Problematik in welcher Farbe denn der Zaun neu gestrichen werden sollte…“Der war schon immer rot!“-„Ja, genau, der MUSS rot bleiben!“-„Sonst denkt ja noch jemand das sei nicht derselbe Kindergarten?!“-„Man muss auch an die Anwohner denken: was sollen die denn denken, wenn wir einfach hier alles auf den Kopf stellen?!“ … HA!!!).
    Neue Farben, frischer Wind und endlich kann man wieder auf Entdeckungsreise gehen! Prima. Für mich. Ich finds gut und deshalb sozusagen ein Fan des WEF von der falschen Seite für diesen – ich setze auf ein frühzeitiges Scheitern des WEF und baldmöglichstes Koppheistaheissa! 😉
    Erinnere mich auch an ‚Conan-der Barbar‘ : im letzten Band der Buchreihe war Conan endlich König geworden und – langweilte sich direkt. Seine Geschichte endete mit dem Bau neuer Schiffe, dem Segelsetzen und dem Wellenritt ab in unbekannte Gewässer zum Rand der Welt und darüber hinaus – die Krone ließ er übrigens auf dem verlassenen Thron liegen. Sollte sich darum kloppen wer wollte, ihn interessierte das nicht mehr.
    Kommt mir bekannt vor…

    PS: wir sind in derselben Altersriege. Was aber der Körper an Geschmeidigkeit nicht mehr so bieten kann, weiß er sich zu erleichtern durch geistige Geschmeidigkeit 😉

    Gefällt 1 Person

  12. Magnus Wolf Göller

    @ nick.mott

    Offenkundig habe ich Dich nochmals misssverstanden, jedenfalls im Sinne einer ganz großen Menschheitskatastrophe (mit Milliarden Toten).
    Ja, wir werden sehen, was der „Great Reset“ noch alles anrichten wird, denn wir sind mit den grausen Größenwahnsinnigen des WEF, die uns jetzt auch noch Anniluna Bohrbäck beschert haben, noch lange nicht durch.
    Ich schrieb vor einiger Zeit: https://magnuswolfgoeller.de/2020/12/klaus-schwab-und-genossen-sind-schlimmer-als-stalin-und-mao/
    Ich habe keine Ahnung, wie dieser Kehraus vonstatten gehen wird, ob wir ihn überhaupt hinbekommen, denn die zetteln womöglich eher noch einen Dritten Weltkrieg an oder lassen ein echtes Killervirus los (was sehr schwierig, aber nicht unbedingt unmöglich, zumal das Panikbett gut bereitet), als dass sie beidrehten.
    Es liegt auf jeden Fall noch ein steiniger Weg vor uns. Drei Monate Händchen halten und Beten werden es nicht richten.

    „Was aber der Körper an Geschmeidigkeit nicht mehr so bieten kann, weiß er sich zu erleichtern durch geistige Geschmeidigkeit“

    Schön gesagt. Setzen wir darauf, dass das für möglichst viele gelte.

    Gefällt 2 Personen

  13. ladybug

    Zitat von Dude
    “Wer als Anarchist Vegi sein will, soll das – wer nicht will, soll das nicht. So einfach ist das.“

    Mmmh. Konsequent weitergedacht, können Anarchisten keine Vegetarier sein, wenn die eigene Freiheitsliebe auch allen anderen Tieren zugestanden wird. Wen sonst würde eine wilde Kuh oder Ziege u.a. wohl stillen wollen außer ihre eigenen Kinder? Und würde ein Anarchist die Freiheit der wilden Muttertiere achten und wenn nötig verteidigen? Wie könnte er dann mit Vegetariern zusammen leben? Toleranz ist doch kein absoluter Wert, oder?

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  14. „Konsequent weitergedacht, können Anarchisten keine Vegetarier sein, wenn die eigene Freiheitsliebe auch allen anderen Tieren zugestanden wird.“

    Können sie sehr wohl. Wölfe, Bären, Hunde, Katzen,… essen auch Fleisch, und brauchen weder Staat noch Obrigkeiten; sind also frei. Und bis die erlegte Beute verspiesen wird, hatten diese Lebewesen ja ein freies Leben.

    „Und würde ein Anarchist die Freiheit der wilden Muttertiere achten und wenn nötig verteidigen?“

    Das ist eine sehr gute Frage, danke. Ich (noch sonst ein Anarchist) kann niemandem vorschreiben wie Anarchie gestaltet sein sollte (denn dann wäre es keine Anarchie mehr), aber ich selber würde einem Muttertier sicher Schutz zukommen lassen, zumindest solange deren Junge ihre Mutter brauchen.

    Ich sehe keinen Hinderungsgrund mit einem anarchistischen Vegi an einem Abendmahl zu sitzen und zu palavern – solang er mir nicht vorschreiben will, dass ich keine Tiere mehr essen soll – und umgekehrt. Wenn der Vegi ein Problem damit hat, ist das seines, nicht meines 🙂

    Und nope, Toleranz hat Grenzen.

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  15. ladybug

    Ja, auch Marienkäfer essen Läuse … Aber Moment, ich redete nicht vom Fleisch essen, sondern von der “Tierhaltung“ und Tiermilchprodukten.

    Das Neusprech hat dafür keine Kategorie wie Veganer oder Vegetarier, wenn jemand Fleisch isst, aber keine Milchprodukte., allenfalls “Paläoaner“. Aber da, zumindest bei einiger diesbezüglicher Literatur, wurden wiederum der Fleischkonsum und moderne aber dubiose “Speiseöle“ so in den Vordergrund gestellt, dass ich das auch schon wieder für fraglich halte.

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