Das Desinteresse gegenüber der Freiheit

Ein schlechter Weihnachts-Witz.

So schauen die aktuellen (Stand siehe Publikationszeitpunkt) Leserzahlen auf einen Artikel aus, der eigentlich von Hundertausenden gelesen, verstanden und im täglichen Leben realisiert werden sollte…

Ein schlechter Witz, der uns darin bestärkt, den Redaktionskommentar zur demnächst erscheinenden Publikation „Rezension von Asimovs die gute Erde stirbt“ (an dem wir schon seit fast einem Monat rumknobeln) so rauszuhauen wie wir ihn angedacht hatten.

Spoiler: Ihr kommt schlecht dabei weg.

Merry Xmas und so…

7 Kommentare

Eingeordnet unter Bilder, Freiheit

7 Antworten zu “Das Desinteresse gegenüber der Freiheit

  1. Ist doch klar: Das wollen die Sklaven nicht lesen.

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  2. Charly Nimianu

    „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.“

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  3. Charly Nimianu

    „Wenn Freiheit überhaupt irgendeine Bedeutung hat, dann bedeutet es das Recht, Politikern das zu sagen was sie nicht hören wollen“

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  4. Etwas sagen zu können, ist keine Freiheit.
    Etwas tun zu können, das ist Freiheit. Das zu tun, was man will, das ist Freiheit (vorausgesetzt es schadet nicht den anderen).

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  5. Pingback: Rezension von Isaac Asimovs „Die gute Erde stirbt“ – Eugenikphantasterei in Reinkultur | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  6. Nick Mott

    Hatte diesen Kommentar bereits unter meinen Gastartikel gepostet (obwohl er da eigentlich auch hinpasst), wollte ihn aber ursprünglich HIER posten – also doppelt gemoppelt (kann den auch nicht löschen), aber was soll’s:

    von lateinisch: inter = zwischen und esse = sein. Im Mittellateinischen wurde das Verb substantiviert und im 15. Jh. ins Deutsche entlehnt, wo es anfangs ein anderes Bedeutungsspektrum besaß (entgangener Nutzen, durch Versäumnis erwachsener Schaden; Zinsen, Vorteil).
    (https://de.wiktionary.org/wiki/Interesse)

    ‚Interesse‘ bedeutet ursprünglich: Vorteilsversäumnis – das sich aktualisiert in sein Gegenteil gewandelt hat: Wunsch der Vorteilsteilnahme.
    ‚Des-Interesse‘ bedeutet folgerichtig ursprünglich: Vorteilswahrnehmung (dank fehlenden Versäumnisses) und aktualisiert: Vorteilsverwahrlosung -also mögliche Vorteilsnahme verkommen, vergehen zu lassen.

    Die Verkehrung der ursprünglichen Bedeutungen basiert auf einem Paradigmenwechsel zum Zeitpunkt des Bedeutungswechsels: dem beginnenden Industriezeitalter.
    Denn das Industriezeitalter erzeugte bis dahin beispiellose Konkurrenz in Umfang wie Reichweite!
    Nie zuvor wurde man schneller ‚überflüssig‘, ersetzbar als zum Zeitpunkt der Industrialisierung und Automatisierung.
    Wer also da nicht auf seinen Vorteil maximal bedacht war, fand sich schnell im Abseits – er war also selbst nicht von Interesse für Arbeitgeber, weil er keinen vergleichbaren ‚Zins‘ einbrachte wie etwa eine Maschine und zudem beliebiges ‚Angebot‘ an Menschen’material‘ vorhanden war!

    Man kann also nur ‚Interesse‘ an der Freiheit haben, wenn man SEINE ‚Freiheit‘ höher einschätzt als ’seine‘ Arbeit (arbeitslos = nicht mehr dabei sein also nicht mehr ‚inter-esse‘ sein!) z.B. und wenn man den Vorteil von dieser Freiheit
    a) erkennt
    b) nutzen möchte und
    c) zu erwerben befähigt ist/wurde.

    Das vermeintliche Desinteresse an der Freiheit könnte sich also sehr gut daraus erklären lassen, dass
    – die meisten gar keine echte Vorstellbarkeit von ‚Freiheit‘ aufzuweisen haben (lediglich diese diffusen Antidefinitionen von dumpf gefühlten Anspruchsbefindlichkeiten – so ähnlich wie bei Begrifflichkeiten wie ‚Demokratie‘, ‚Gerechtigkeit‘ u.ä.).
    – aufgrund mangelnder Definition aka Präzision der Vorstellung auch keine wirklich konkreten Vorteile zu benennen wissen und von daher wiederum keinen Impetus dazu entwickeln
    -man dazu eben befähigt sein/werden muss und gerade das Gegenteil davon systematisch bereits in der Kita beginnend über Schule, Studium, Beruf, Religion sabotiert wird (völlig egal ob dieses vorsätzlich geschieht oder nicht), weil all diese Bestandteile der erzieherischen Realität darauf basieren, dass sie nur über den RSN-Komplex funktionieren!?

    RSN-Komplex:
    – Regeln, Riten, Rituale, Routinen und deren Repititionen
    – Schablonen, Standards, Schemata
    – Normierung, Nivellierung, Neurotisierung

    So wird sozusagen aufgrund von unendlich vielen Linearisierungen (Wegweiser, Pfeile, Trendkorridore, Zwangsjacken u.ä. = ‚da geht’s lang!‘) ein ‚Knast-Kubus‘ für die geistige Beweglichkeit, Deviation, Neugier etc. erstellt und jeder erstmal da rein ge’pfercht‘ (für die ‚Herden‘-Immunität gegen alternatives oder gar inventives Gedankengut).

    Auf diese perfide Weise wird dem Geist sozusagen die ‚freie Beweglichkeit‘ abtrainiert (siehe Takuan Soho: „Fehlerlosigkeit liegt allein in der freien Beweglichkeit!“ – „One does not divine this by impressions or knowledge. What this means is that no matter how much you try to figure or calculate by means of impressions or knowledge, it will not prove the least bit useful. Therefore, separate yourself from the discrimination of figuring things out.“) und eine Scheuklappen-Denke etabliert, die die Pferdchen schön in eine gewollte Richtung traben lässt, damit die Eliten-Kutsche auch schön deren Ziele ansteuert und nicht durch durchgehende, freiheitsliebende Pferde in einen Abgrund oder gegen den nächsten Felsen manövriert wird und zerschellt.

    Diese ‚Linientreue‘ wird natürlich erzwungen – vor allem durch Gewalt und Angst.
    Gewalt in Form eines Zwanges durch das Regel-Regime (oder ‚Gesetz‘/‘the LAW‘) und Angst durch Stigmatisierung, Verfolgung, Demütigung, Bestrafung, Auslöschung.
    Sowohl ‚Zwang‘ wie ‚Angst‘ sind Ableitungen von dem Wort ‚Enge‘.
    Auf diese Weise also installiert man Tunnelblick, schränkt Handlungs- wie Denkspielräume drastisch ein, verengt jeglichen geistigen Horizont auf die diktatorische Singularität des jeweiligen Systems, denn nur das System allein weiß ja, was allein ‚richtig‘ ist, weil es ausge-richtet (berichtigt) wurde an dem Maßsystem mit seinen Linien, den Koordinaten der Orientierung.

    Wahre Freiheit wäre demnach also ‚Angstfreiheit‘, Befreiung von der Umklammerung des jeweiligen Würgeschlangensystems, um seine geistige Beweglichkeit, Neugier und Experimentierfreude wieder zurück zu gewinnen und sich so neue Handlungsspielräume zu erobern, die viel mehr Möglichkeiten und Antworten zur Verfügung stellen als es je irgendein ‚System‘ sich und Anderen erlauben darf.

    Damit ist auch klar, wo die Lösung für das Dilemma des ‚Desinteresses‘ zu finden ist:
    Den oben skizzierten RSN-Komplex ablegen.
    Das ist sehr schwer, weil von klein auf andoktriniert, ankonditioniert und mit vielen Risiken behaftet, die man nicht umsonst grundsätzlich respektieren muss.
    Aber es ist der derzeit einzige Weg, um für sich selbst das einzige Fundament auf das man seine Zukunft bauen darf und können sollte zu erstellen – das Vertrauen in die eigenen Befähigungen wie Kreativität, Flexibilität, Variabilität, Gleichgewichtsvermögen, Unerschütterlichkeit (Ataraxie), Unkaputtbarkeit (Anti-Fragilität), unter Druck stärker zu werden (Auxetik) – so wie auch Pflanzen am Widerstand wachsen, sich entfalten und nicht in der Schwerelosigkeit.

    ‚Am Widerstand wachsen‘ bedeutet auch Friktionen nicht zaghaft zu vermeiden, sondern als Messlatte für de eigenen Fortschritt zu deuten.
    Umgekehrt ist das Abnehmen von Friktionen bei dem Ausprobieren von Alternativen auch ein Wegweiser, inwieweit man in die richtige Richtung geht, weil das ‚Ganze‘ auf einer möglichst verhältnismäßigen Wechselwirkung der beteiligten Faktoren wie Vektoren beruht, die keineswegs beliebig ist oder auch nur ‚alternativlos‘ sein kann!
    Und die ‚Friktiometrie‘, das Erleben und Ermessen von Friktionen also Widerstandsmomenten immer geringere Werte an Widerstandsmomenten (innerhalb des Feedbacks der Handlungsbezogenheit selbst, ganz sicher nicht in Bezug auf das Umfeld oder gar das ‚System‘!) liefert, wenn das eigen Handeln gegen das Ideal der bestmöglichen Verhältnismäßigkeit tendiert.

    Ob ‚bewiesen‘ oder nicht – ich bleibe dabei: Klugheit = Kugelheit = Fehlerlosigkeit liegt in der freien Beweglichkeit – wobei ‚Fehlerlosigkeit bedeutet: Ohne Fehl und Tadel ist die Form der Kugelei aka Klügelei, weil sie unbeschrankt erkundet anstatt sich auf Schienen zu bewegen, die möglicherweise ins Nirgendwo führen oder einen nur im Kreis fahren lassen und so ‚Fortschritt‘ simulieren, der natürlich so keiner sein kann!

    Die meisten menschlichen Geiste sind wie Holzklötze aka Würfel – stramm auf Linie gebracht durch linear-logisches ‚Denken‘ (eigentlich ist das ja kein Denken, wenn der Geist erstarrt, kristallisiert und disfluid bleibt!).
    Um diese ankonditionierte Unart zu beenden, muss man Anstoß nehmen und selbst erregen, sich Ecken und Kanten abschleifen durch Aufreiben am Widerstand, überall die gleichmäßige Distanz zum Umfeld mit seinen RSN-Komplexen herstellen – andernfalls verrutscht der Schwerpunkt, erzeugt Anhaftungen und damit Hebel gegen sich selbst!
    Dazu sind die meisten aber zu ‚dumm‘ (← ‚dumm‘ kommt etymologisch von ‚taub‘ aka empfindungslos), denkfaul, veränderungsunwillig, konfliktscheu, karrieregeil etc. und logisch folgerichtig dadurch ‘linientreu‘ – untertänigst ergeben in ein Schicksal, das völlig Fremde und Verantwortungslose für sie definieren und arrangieren aka manipulieren, instrumentalisieren und ausbeuten.

    ‚Freiheit‘ bedeutet also jede Menge Unannehmlichkeiten während des Erwerbs ihrer.
    Um Menschen dafür belastbar zu machen, muss ihnen also das Selbst-Vertrauen zurück gegeben werden, dass diese extreme Vormundschaft geraubt, verboten und vernichtet hat.
    Vielleicht ist es dieserhalben hilfreich die ‚Ängstlichen‘ darüber aufzuklären, dass es NIE eine Lösung sein KANN, sich zu einem Rädchen der Profit-Lokomotive weniger ‚Auserwählter‘ (aka ‚Eisenbahn-Barone‘) degradieren zu lassen?!
    Denn das Ende sieht immer gleich aus: nach vielen vielen Kilometern der Rädelei/Rödelei auf maximaler öder Eingleisigkeit wird man ausnahmslos ausrangiert, problemlos ersetzt und landet auf einem gigantischen Haufen Schrott, den diese Railroad-Tycoons hinterlassen haben, während sie sich von dem Menschen‘material‘ bequem chauffieren und es sich dabei luxuriös gut gehen lassen?!

    Das völlig verblödete Erillusionieren durch die Propaganda der ‚System‘-Gaukler dazu muss entlarvt werden und zwar so, dass KEINE Zweifel an der Verlogenheit dieser (Sal)Bader ihres ‚Schlangenöls‘ zu haben unmöglich ist.
    Gleichzeitig aber muss man, während man das eine Hoffnungtürchen schließt, ein neues eröffnen und einladend bewusst werden lassen.

    In jedem Falle wird das Kommende (egal, wie dieses sich im Detail entfalten und präsentieren wird) einen nur überstehen lassen, wenn man sich traut auf sich und ggf. Gleichgesonnene (cave: nicht Gleichgesinnte, da der Gleichgesonnene derselben Bewusstseinstufe wie man selbst angehört, wohingegen der Gleichgesinnte nur dasselbe Ziel hat, aber dazu auf u.U. völlig verschiedene Mittel und Methoden wie Dispositionen zugreift, die nicht selbstverständlich kompatibel sind mit den eigenen!) zu vertrauen.
    Das Ver-Trauen entstammt dem SICH trauen, also des Wagens, Riskierens angesichts des eigen erlebten Vermögens zum Bestand-haben auch unter Unwägbarkeitsbedingungen.
    Wer also nichts wagen, riskieren mag, kann, der kann auch sonst niemandem trauen, wenn er denn noch nicht mal sich selbst vertrauen kann!?
    Wer also die ‚garantierte‘ Sicherheit erst sucht und die auch noch unter der Ägide Fremder wird jede Zwangsjacke als wohliges Gefühl, unter die Fittiche eines Systems genommen zu sein, willkommen heißen und unter dem Verbleiben innerhalb dieser Fittiche selber nie fliegen lernen können.
    Und ‚flügge‘ zu sein ist die einzige probate Lösung gegen das Abstürzen 😉
    Wenn das nicht reicht um zu überzeugen, dann ist dem Kücken (kucken: verwirrt, verdutzt glotzen) auch nicht mehr zu helfen…

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  7. Ich hielt ihn für eine saugute Ergänzung und habs eben nachgetragen im Gastartikel. Kann hier gern aber auch doppelt gemoppelt stehen, denn es passt perfekt zum Thema. 🙂

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