Neel Kashkari – Ein Zögling des Establishments

Es scheint heute Normalität zu sein, dass Menschen, welche von einem Themenfeld keine oder nur geringe Ahnung haben, ihre (zum Teil unfundierten) Ansichten präsentieren. Natürlich hat jeder ein Recht auf freie Äußerung seiner Meinung oder Ansichten. Bei einigen Menschen ist jedoch Vorsicht geboten, da ihre Meinungen/Ansichten nicht nur unfundiert, sondern auch negative Auswirkungen auf die Leben von Millionen von Menschen haben können. Und Neel Kashkari bildet ein Beispiel hierfür. 

Zunächst einmal: Wer ist Neel Kashkari?

Gemeinfrei, Wikipedia

Seine Karriere begann Kashkari nach dem Abschluss seines Ingenieurstudiums beim Raumfahrtkonzern TRW, bei welchem er an NASA-Projekten wie dem James Webb Space Telescope oder der Space Interferometer Mission mitarbeitete.

Nach Abschluss seines Master in Business Administration wechselte er zu Goldman Sachs, dem Auftragskiller innerhalb des elitären Bankenkonsortiums. Dort betreute er zunächst Unternehmen aus dem Silicon Valley und wurde Vizepräsident von Goldman Sachs in San Francisco (wobei dieser Titel automatisch an länger zeitige Mitarbeiter verliehen wird). Während dieser Zeit lernte er Henry Paulson kennen, welchen er in einem Zuge neben Mitchell Daniel (welcher 2014 Ko-Vorsitzender einer Arbeitsgruppe zu nichtübertragbaren Krankheiten des Council on Foreign Relations war) und Jeb Bush als politischen Mentor nennt.  

Paulson wird den meisten als US-Finanzminister unter George W. Bush bekannt sein. Bevor er unter Bush arbeitete, hatte er verschiedene Führungspositionen bei Goldman Sachs inne, zuletzt war er Vorsitzender und CEO. Er besitzt umfassende Beziehungen zu verschiedenen Wallstreet-Akteuren, wie beispielsweise dem Skull & Bones-Mitglied Stephen A. Schwarzman, welcher die Blackstone Group gegründet hat und diese leitet. Wie dieser ist Paulson ein Mitglied des Council on Foreign Relations.

Es ist mittlerweile Standard, dass sogenannte „Goldmännern und –frauen“ das Weiße Haus und das US-Finanzministerium mittels Drehtür betreten und verlassen (Stichwort Government Sachs). Paulson ist hierbei nur ein Beispiel. Robert Rubin bekleidete in den 1990er Jahren unter Clinton das Amt des Finanzministers. Unter Trump tut dies Steven Mnuchin. Beide wiederum verbindet mit Paulson, dass sie ebenfalls bei der Bank in leitenden Positionen tätig waren.

Kashkaris Weg führte nicht in das Weiße Haus. Er war von 2006-2007 ein „Finalist“ des White House Fellowship – einem Programm, welches 1964 von Lyndon B. Johnson eingeführt wurde, um „begabten und hoch motivierten jungen Amerikanern Erfahrungen aus erster Hand“ in Bezug auf den Regierungsprozess zu vermitteln –, wurde jedoch letztlich abgelehnt. Durch seine vertrauensvolle Beziehung zu Paulson gelangte er jedoch als Staatssekretär in das US-Finanzministerium.

In dieser Position wurde er am 6. Oktober 2008 infolge der Weltfinanzkrise zum Interims-Verwalter des 700-Milliarden-US-Dollar-Rettungsfond für die Banken ernannt, welchen er gegenüber Kritikern verteidigte, und erlangte den Spitznamen „700-Milliarden-Dollar-Mann“.

Anstelle also dem Markt die Aufgabe einer „Bereinigung“ durchnehmen und das „Unvermeidbare“ – also einen Systemzusammenbruch – einfach geschehen zu lassen, half er, Milliarden an Steuergeldern zu vernichten und den Zusammenbruch hinauszuschieben. Hätte er es nicht getan und den Zusammenbruch geschehen lassen, befänden wir uns heute in einer tatsächlichen wirtschaftlichen Erholung. (Etwas, was dem Establishment nicht nützen würde.)

Nach seiner Regierungstätigkeit kehrte er nach Kalifornien zurück und arbeitete von Dezember 2009 bis Januar 2013 als Geschäftsführer und Mitglied des Exekutivbüros für PIMCO, wo sich auch Globalisten wie Mohamed El-Erian antreffen lassen.

2014 kandidierte er als Republikaner für das Gouverneursamt von Kalifornien. Zwar konnte er sich bei den Vorwahlen gegen seinen republikanischen Gegenkandidaten Tim Donnelly durchsetzen, scheiterte jedoch in der eigentlichen Wahl gegen den Demokraten Jerry Brown. Insgesamt unterstützte er seine Kampagne mit etwa 3 Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens.

Kashkari findet sich auf der Mitgliederliste des Vorstandes des Economic Club of Minnesota (ECOMN), in welchem internationale Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Regierung und Politik zusammentreffen und sich über Wirtschaftsfragen bzgl. Minnesota und den USA austauschen können. Bekannte Sprecher auf den vom ECOMN abgehaltenen Veranstaltungen sind beispielsweise die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Kansas, Esther George, oder der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda.

Auch ist er Mitglied der Economic Strategy Group des Aspen Institute, einer elitären Denkfabrik, wo neben seinem alten Bekannten Henry Paulson auch der Vorsitzende von BlackRock, Laurence D. Fink oder die Notenbanker Ben Bernanke und Jannet Yellen Mitglieder sind.

Wie andere Noten-/Banker hat auch Kashkari ein Vermögen aufgebaut: Schätzungen reichen von 1 Million bis zu 5 Millionen US-Dollar.

Vom Notenbanker zum Gesundheitsexperten

Im November 2015 wurde er zum Präsidenten der Federal Reserve Bank of Minneapolis ernannt. Neben den Präsidenten der Fed-Regionalbanken von New York (William C. Dudley), Dallas (Robert Steven Kaplan) und Philadelphia (Patrick T. Harker) ist er der vierte „Goldmann“, welcher eine der Regionalbanken der Fed leitet. 

In der Vergangenheit ist er durch Aussagen bzgl. seiner Gegnerschaft zu den Großbanken und dem „To big to fail“ aufgefallen. Vielleicht steht er tatsächlich hinter dieser Einstellung. Vielleicht nutzt er auch lediglich die aktuellen Strömungen in der Gesellschaft, um Ansehen zu erwerben. Diese Frage soll jeder für sich selber beantworten.

Denn wie andere Notenbanker auch, vertritt er elitäre Ansichten. In einem am 21. Juni 2019 veröffentlichten Essay auf der Webseite der Fed von Minneapolis mit dem Titel A strategy to re-anchor inflation expectations behauptet er, dass die Märkte Jahre gebraucht hätten, um die Reaktionsfunktion der Fed kennenzulernen. Somit verdeckt er teilweise das Bild, dass lange Zeit die Fed den Märkten das gegeben hat, was diese verlangt haben: Billiges Geld, wodurch die größten Wirtschafts- und Finanzblasen in der bisherigen Geschichte, und ein neues Maß an Spekulationen entstanden sind. Entgegen der Ansichten Kashkaris haben die Märkte also sehr früh erkannt, wie die Reaktionsfunktion der Fed aussieht.

Und nun gelangen wir zu dem Punkt, welcher für Millionen von Menschen katastrophale Folgen haben könnte/wird.

Im August 2020 erklärte Kashkari, dass, da die US-Sparquote in die Höhe geschnellt ist, weil mehr US-Amerikaner sparen, diese besser und in größerer Anzahl den Folgen/Risiken/Problemen eines harten Lockdowns, der bis zu sechs Wochen andauern soll, fertig werden.

An dieser Stelle sollte auf einige Punkte eingegangen werden:

  1. Die Sparquote hat keine wirkliche Aussagekraft. Wenn Teile der oberen Mittelschicht oder der oberen 1% Geld beiseite legen, kann dies die Sparquote dramatisch ansteigen lassen, da sie die gesamte Bevölkerung repräsentiert und nicht bloß diese Gruppe/n.
  2. Angesichts einer Zahl von etwa 30 Millionen Arbeitslosen in den USA zu diesem Zeitpunkt ist es schwer vorstellbar, dass in der Unter- und Mittelschicht tatsächlich ein derartiges Sparpotenzial vorhanden ist.
  3. Selbst davon ausgehend, dass diese Statistik korrekt wäre, gibt es dennoch keine Begründung für derartige Maßahmen, welche das Leben vieler Menschen auf destruktive Weise beeinflussen würde. Kashkari scheint diese Leute nun dafür bestrafen und deren Ersparnisse vernichten zu wollen, weil sie sich vorbereitet haben beziehungsweise vorbereiten wollen.
  4. Kashkari ist Notenbanker, kein Gesundheitsexperte. Woher holt er das Wissen, dass ein erneuter Lockdown die Ausbreitung eines angeblichen Virus verlangsamen und Menschenleben retten würde?

Welche „kreative Mathematik und Logik“ man sich hier auch immer herangezogen hat: Sie wirkt auf Millionen von Menschen katastrophal und zerstört deren Lebensgrundlage, ohne, dass diese mitentscheiden dürfen oder in irgendeiner Weise entschädigt werden (wenn dies überhaupt möglich ist).

Conclusio

Weiß Kashkari von den Folgen der seit Jahren durchgeführten Geldpolitik der Zentralbanken? Weiß er, dass unser derzeitiges Finanzsystem auf Stimulimaßnahmen aufgebaut ist, welche nicht unendlich lange wirken werden? Weiß er, dass diese Form von Geldpolitik die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher macht? Entweder er bemerkt dies nicht oder es stört ihn nicht. Ansonsten hätte er sich bereits vor langem gegen diese Politik gestellt und würde auf diese aufmerksam machen beziehungsweise würde gar nicht erst Präsident einer der Fedschen Regionalbanken werden.

Es sei jedem Leser/jeder Leserin selber überlassen, ob er/sie Kashkari einfach als uninformiert und/oder naiv empfindet. Eventuell hat er die notwendigen Kenntnisse, um zu bestätigen, dass Lockdowns die Menschen vor dem nicht nachgewiesenen Virus schützen. Vielleicht handelt es sich bei ihm auch einfach um einen soziopathischen Banker, welcher die Interessen der Internationalisten/Globalisten/Eliten vertritt und den das Wohl der „normalen Menschen auf der Straße“ in keiner Weise kümmert. Ich tippe auf das Letztere.

In diesem Sinne: Seien Sie wachsam!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bilder, Bildung, Dreckskapitalismus, Geopolitik, Korruption, Menschen, NWO, Schuldgeld

Eine Antwort zu “Neel Kashkari – Ein Zögling des Establishments

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