Hinter dem Bildschirm

Kein Anti-Technologie-Artikel

 

Dies wird kein Anti-Technologie-Artikel sein. Ganz einfach, weil ich kein Anti-Technologie-Mensch bin. Aber ich glaube, dass Erfindungen per Definition wie Babys sind, es hängt von der Pflege eines Neugeborenen ab, von den Schwerpunkten, der Umgebung, der Art und Weise, wie die Gesellschaft auf das Neue reagiert.

Und ich glaube, dass die Technologie einen Punkt erreicht hat, an dem sie nicht mehr nur den Schein verändert, die Art und Weise, wie wir reisen, produzieren, transportieren, bauen oder eine dieser anderen praktischen Umsetzungen beeinflusst.

Aber diese Technologie hat einen Punkt erreicht, an dem sie, im Wesentlichen durch die Art und Weise, wie sie die Kommunikation beeinflusst oder – leider – man kann sagen, zunehmend definiert, einen tiefgreifenden Einfluss auf die menschliche Evolution (was auch immer das bedeutet) hat.

Ein Symbol dafür ist das Gerät, das wir gewöhnlich Mobiltelefon nennen. Oder, überraschenderweise, Smartphone. Während das Gerät selbst, zumindest theoretisch, als smart definiert werden könnte, möglicherweise basierend auf den Spezifikationen und der Komplexität des Betriebssystems – ist unsere Anwendung dieser spezifischen Technologie auch smart?

A phone on the wall. No comfort, no chair - and no way of taking it with me. Not smart. Or, actually, smarter than what we use today?
Ein Telefon an der Wand. Kein Komfort, kein Stuhl – und keine Möglichkeit, es mitzunehmen. Nicht smart. Oder eigentlich smarter als das, was wir heute benutzen?

Telefon an der Wand

Bis ich aufhörte, ein Teenager zu sein, war ein schwarzes Telefon mit einer Wählscheibe, das, wie ich mich erinnere, etwas Muskelkraft und Geduld erforderte, das an einer Wand im Flur hing und vielleicht einmal pro Woche läutete, eine hartnäckige Glocke, die fast die Toten erweckte, mein einziges technisches Kommunikationsmittel.

Und sein Hauptzweck war es, ein einminütiges Gespräch zu führen, das in etwa so wie „Hallo“, „Wie geht es Dir“, „Treffen wir uns“, „Auf Wiedersehen“ lief. Das endete das unbehagliche Stehen und leitete in der Realität allermeistens ein vollwertiges Treffen ein.

Doch was ist die Realität? Facebook, Whatsapp und andere sogenannte soziale Plattformen – und wie sozial sie wirklich sind, ist Gegenstand von Diskussionen – sind heutzutage möglicherweise „realer“ geworden als persönliche Treffen, die früher einmal stattfanden. Diese Art von altmodischer Mensch-zu-Mensch-Kommunikation, bei der man sehen, berühren, riechen, beobachten, kurz gesagt, mit einer anderen Person vollständig interagieren kann, ist nicht mehr die übliche Option.

In einen Bildschirm zu schauen, zu sitzen, zu gehen, zu stehen, zu reisen, zu essen, zu warten und dabei die unwahrscheinlichsten Dinge zu tun, die man sich nur vorstellen kann, ist zur ‚Norm‘ geworden.

Ich versuche es

Ich habe ein Mobiltelefon. Ich gebe es zu. Als ich vor kurzem in der Schweiz angekommen bin – wahrscheinlich nur, um bald wieder abzureisen – habe ich mir für fast nichts ein billiges, nicht-schlaues, winziges Ding besorgt, das nur Anrufe und SMS erledigen konnte. Was für eine Offenbarung. Endlich schickte mir niemand Benachrichtigungen, Links (oft für gar nichts und um überhaupt nichts zu erklären). Aber dann sagte mir leider meine Bank, dass ich mich, um ihre Dienste nutzen zu können, an ihre Autorisierungsregel anpassen müsse (wie oft müssen wir uns tatsächlich an die Technologie anpassen und wie selten ist es, dass sich die Technologie an uns anpasst?).

Ich versuchte zu widerstehen, aber dann wurde mir in London bei dem Versuch, mein britisches Telefon zu reaktivieren, gesagt, dass ich 3G brauche und dass mein winziges Superding nicht in der Lage sei, sich anzupassen (selbst die Technologie wird umgehend obsolet). Also ging ich traurig und versklavt zu einem neuen Smartphone. Nur ist jetzt kein Whatsapp installiert, kein E-Mail-Abruf aktiviert. Ich halte das Telefon in einem erwünschten „prähistorischen“ Zustand der Begrenzung auf Abruf.

Und ich dachte darüber nach, dass die Menschen überall ihre ach so schönen Smartphones tragen. Meines bleibt einfach in der Tasche, oder aus, wenn ich nicht wirklich muss, was ich vorziehe. Ich bin mit all meinen 5 Sinnen in der Realität. Wenn ich schon die Welt nicht verändern kann, so kann ich doch zumindest mit meinem eigenen kleinen Selbst zeigen, dass ich diese Realität dem vorziehe, was ich vorziehe… warte…

Was ist die Realität?

Die Realität hinter einer Leinwand ist ebenfalls eine gewählte Realität. So wie die Realität in diesen scheinbar sehr süchtig machenden Spielen, die sogar einige Menschen durch einfaches Vergessen von Essen und Trinken oder durch einen Herzinfarkt getötet hat.

Wir nennen die Realität hinter einem Bildschirm virtuelle Realität. So einfach und bequem dies in einem strengen – möglicherweise etwas philosophischen – Sinn klingt, so virtuell oder real ist jede Realität, wie wir sie erleben. Im schamanischen Wach-Träumen werden Träume als realer angesehen als das, was wir Realität nennen. Mit allen 5 Sinnen erlebt.

Und die Realität hinter der Leinwand kann – und wurde – für manche Menschen möglicherweise auch „realer“ als die „reale“ Realität es je sein könnte. Die virtuelle Realität, auf die Spitze getrieben, kann nicht nur ein Ersatz für die Realität werden, die wir gewohnt sind, real zu nennen, sondern tatsächlich eine realistischere Darstellung des „Realen“, oder vielleicht besser eine Wichtigere.

Es geht also im Wesentlichen nicht um den objektiven Realitätswert einer bestimmten Realität, die man lebt, sondern um die subjektive Bedeutung dieser Realität, die das Individuum wahrnimmt. So sind nun Menschen, die wegen eines Spiels physisch sterben, und auch ein Teenager, der seine Eltern tötet, weil er sein Smartphone wegnimmt, schrecklich und beunruhigend, aber auf psychologischer Ebene machen sie einen traurigen – sehr traurigen – Sinn.

„ein 16-Jähriger tötete seinen Vater, weil er ihm sein Mobiltelefon weggenommen hatte, während er ein Online-Multiplayer-Shooter-Spiel spielte. Bei einem anderen Vorfall im vergangenen August in Bengaluru ermordete ein 15-jähriges Mädchen seinen Vater mit Hilfe eines männlichen Freundes, nachdem er versucht hatte, die Zeit, die sie online verbrachte, zu verkürzen“.
Quelle: Deccan Herald

Jene Menschen, die vollständig in ihre Smartphone-Welt eingetaucht sind, in die Realität hinter den Bildschirmen, welche nicht nur einige, sondern – zumindest in meiner subjektiven Erfahrung – täglich mehr und möglicherweise bald die Mehrheit sind, in Bussen, Zügen, Geschäften, auf der Straße oder sogar in Saunas, haben, so nehme ich an, zumindest in einigen Fällen, die Realität hinter ihren Bildschirmen als wesentlicher definiert als die Realität um sie herum.

Dies ist der Informations-Super-Highway, den Clinton glücklicherweise proklamiert hat, der ungefilterte Geheimdienstraum der virtuellen Realität. Die Welt hinter diesen Bildschirmen wird durch das Internet, das WWW, ein Netzwerk mit Wurzeln im Militär, ermöglicht. Möglicherweise seit den anfänglichen komparativen freien Zeiten aus genau dem Grund, den es jetzt widerspiegelt. Totale Kontrolle. Aber diese Gedanken sind eine ganz andere Geschichte. Eine andere, über die ich bald schreiben möchte.

„Denken Sie daran, der sofortige Zugang zu Informationen wird die Produktivität erhöhen, wird zur Erziehung unserer Kinder beitragen. Er wird eine bessere medizinische Versorgung ermöglichen. Er wird Arbeitsplätze schaffen. Und ich fordere den Kongress auf, noch in diesem Jahr ein Gesetz zu verabschieden, dass diese Informationsautobahn ermöglicht.“
Quelle: Bill Clinton

Herausfiltern

Diese „überlegene“ virtuelle Welt des digitalen Austauschs hat in meinen bescheidenen Augen ihre Grenzen. Aber für die vielen, die in diese Realität eingetaucht sind, scheinen die Vorteile sie zu überwiegen. Virtuelle Freunde sind besser als die physischen. Virtuelle Begegnungen schüchtern nicht ein, virtuelle Freunde riechen nicht, haben keine Viren (zumindest keine körperbasierten), virtuelle Freunde haben nichts gegen irgendwas (oder sie werden ohne Reue blockiert). Virtuelle Freunde zwingen Dich nicht, hinauszugehen, zu spazieren, sich Zeit zu nehmen. Virtuelle Freunde können leicht ausgetauscht werden, mit virtuelle Freunden kann man parallel kommunizieren, virtuelle Freunde brauchen kein Essen, müssen nicht gefragt werden, ob sie einen Kaffee möchten, virtuelle Freunde durchbrechen nicht die allgegenwärtige Barriere des magischen Smart(-Telefon)-Bildschirms.

Fortnite. Ich hatte, offen gesagt, sogar Schwierigkeiten, es zu schreiben. Ich habe keine Ahnung davon. Ich habe versucht, SIMS zu spielen (10 Min. und gelangweilt), Second Life (gleicher Effekt). Nichts für mich – für Sie?

Aber nicht nur die endlose Glückseligkeit des Internets ist Teil dieser Welt. Auch die Kommunikation selbst, selbst durch die Stimme, scheint sich grundlegend verändert zu haben. Während ich, alte Schule, private Gespräche privat halte, zeigen mir immer mehr Leute, dass sie nicht fragen, sondern entschieden wegschauen und stolz davon ausgehen, dass ihr intimstes Leben öffentlich mit mir geteilt werden muss. Familienstreitigkeiten, stundenlange Videogespräche mit der Mutter, natürlich über den Lautsprecher und mit mir im Bokeh-Hintergrund, die extremsten Auseinandersetzungen und tief traurige, tränenreiche Diskussionen über das Lebensende – alles hier in der Öffentlichkeit. Ist das klug? Ich kann nicht für andere urteilen, aber ich beobachte. Und ich, ich finde es zu traurig, zum Tränen vergießen – in der Tat.

Melancholisch träume ich von den ‚guten alten Zeiten‘, als dieses schwarze Wählscheibentelefon an der Wand mein einziges technologiebasiertes Kommunikationsmedium war. Wo sich die Leute trafen, nicht im Chat, im Wald spielten, nicht im massiven Mehrspielermodus. Einen Kaffee trinken, nicht nur Likes und Dislikes verteilen in einer neuen, glänzenden, erstaunlichen, glitzernden, unendlichen, lichtschnellen, sich ständig verändernden, ultra-immersiven, allmächtigen virtuellen Welt hinter Bildschirmen, die einen sogar zufällig töten oder sterben lassen.

Aber wenn die virtuelle Identität das einzige ist, was noch von Bedeutung ist, dann spielt das Sterben in der realen Welt vielleicht keine Rolle mehr?

Verschiebung der Realität

Wie auch immer die persönliche Neigung sein mag, dass sich für immer mehr von uns die Wahrnehmung der Realität ins Virtuelle verlagert, scheint eine Tatsache zu sein.

Nicht, dass ich nicht schon Ausnahmen von der Regel erlebt hätte. Ich habe Menschen getroffen, ja, auch junge Menschen, die sich bewusst entschieden haben, ihre Online-Realität einzuschränken. Sie sind von der virtuellen Realität wieder in die psysische gewechselt. Ich habe andere getroffen, die immer noch kein Smartphone besitzen – und nie vorhaben, ein solches zu besitzen. Und andere, die durch Leiden und mit psychologischer Hilfe aus einer Situation massiver Abhängigkeit von der Welt hinter dem Bildschirm einen Weg zurück in diese Realität gefunden haben.

Die Zukunft steht also nicht fest. Sie ist eigentlich nie festgelegt. Aber was zählt, was mir extrem wichtig erscheint, ist, dass wir kollektiv aufhören, die Technologie als ein wohlwollendes Wunder zu betrachten. Technologie ist, hat und wird unsere Realität in einem noch unbekannten Ausmaß in der Zukunft beeinflussen.

Technologie soll nicht nur ohne kritisches Denken konsumiert werden, man muss wachsam sein, um Technologie zu etwas zu machen, das der Menschheit hilft, sich zu entwickeln, und nicht zu etwas, das den Menschen versklavt.

Seit Beginn der Coronavirus-Krise ist genau dokumentiert, wo welche infizierte Person wann war. Die Beamten befragen die Patienten, welche Wege sie genommen haben und wen sie kontaktiert haben. Sie überprüfen die Überwachungskameras und vergleichen die Aufzeichnungen von Kreditkarten und Mobiltelefonen. Die Routen werden dann veröffentlicht, um eine weitere Infektion zu verhindern.
Der Deutsche Spiegel, über Süd-Korea und den Corona Virus

Diese ganze Geschichte erinnert mich an den „Zauberlehrling“ von Goethe. Ein Gedicht, das auf kluge Weise symbolisiert, was passiert, wenn man – aus Bequemlichkeit – mit Kräften spielt, die man nicht kontrollieren kann.

Ich weiß nicht wirklich, ob das lustig ist – aber da ich in der Öffentlichkeit nicht mit einem Smartphone telefoniere, habe ich Zeit, um zu beobachten. Dies sind einige der seltsamen Eindrücke, die ich bekommen habe. Typen von Smartphone-Liebhabern:

Smartphone-Liebhaber

Der Lächler
Beschreibung:
Er/sie lacht immer, normalerweise bei Videoanrufen.
Standort:
Bus, Straßenbahn, Zug, Hotellobby – überall dort, wo er/sie öffentliche Anerkennung erhält
Kommunikationsebene:
20% Kommunikation / 80% jemand Besonderes sein, damit die ganze Welt Bescheid weiß

 

Die Drama-Königin
Beschreibung:
Oder König…
Über sehr private Dinge in der Öffentlichkeit sprechen. Vorzugsweise stundenlang. Einschließlich Schreien, Weinen und Tränen. Totales Drama.
Schauplatz:
Straße und öffentliche Verkehrsmittel. Wenn er/sie in einen Bus oder Zug steigt, wird er/sie nicht einmal beim Verlassen des Verkehrsmittels mit diesen hoch emotionalen Diskussionen aufhören. Ohne Unterlass. Fremdschämen per excellence.
Kommunikationsebene:
50% / 50%? Ich weiß es wirklich nicht. Ich verstehe auch nicht, warum die ganze Welt all diese extrem privaten Angelegenheiten wissen muss.

 

Der Lautsprecher
Beschreibung:
Vorzugsweise bei Videogesprächen mit Vollpegel-Lautsprecher. Spricht oft 3 Stunden lang mit seiner Mutter. Liebt Videogespräche. Weiß nicht, dass Lautsprecher abgeschaltet werden können. Und kümmert sich definitiv nicht darum.
Standort:
Straße, Hotellobby, Restaurant, alle öffentlichen Verkehrsmittel, Wartezimmer im Krankenhaus – überall.
Kommunikationsebene:
40% / 60%. Jeder muss wissen, dass er laut ist, dass derjenige, mit dem er spricht, heilig ist (seine Mutter, wer auch immer), und dass er sich ärgert, wenn ihn jemand unterbricht. Die Welt gehört mir.

 

Der Chatter
Beschreibung:
Verzweifeltes Eintippen in Hypergeschwindigkeit auf der Softtastatur. Oft mit 10 Personen gleichzeitig. Und manchmal mit eingeschaltetem Ton: „Bling“. Nachricht. Tippen. „Bling“. Nachricht. Tippen. Endloser Chat, der nirgendwohin führt.
Ort:
Überall
Kommunikationsebene:
30% / 70% ? Bezüglich Multitasking: Extrem. In der Qualität: Ich weiß es nicht. Es macht mich einfach traurig.

 

Der Spieler
Beschreibung:
Weiblich Version höher verbreitet. Aber auch männliche. Hypnotisiert.
Standort:
Überall. Öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt. Zu Fuß kein Problem.
Kommunikationsebene:
Vielleicht durch Avatare? 10% / 90% wäre eine gute Annahme. 90% ist er/sie eine virtuelle Persönlichkeit.

 

Der Süchtige
Beschreibung:
Er/sie ist nie ohne Telefon. Immer hinter dem Bildschirm. Beim Gehen, im Supermarkt, auf der Straße, unter dem Bus. In der Sauna, beim Essen – beim Sex? Der Süchtige ist 100% und 24 Stunden mit seinem Smartphone. Sein/ihr einziger Freund?
Standort:
Absolut überall und in jeder Situation.
Kommunikationsebene:
Da dieser Typ keine andere Kommunikation mit der Außenwelt hat als über den Bildschirm, gehe ich davon aus, dass es sich um Kommunikation handelt. Aber in Wirklichkeit ist es nur eine Droge, wie Kokain oder Heroin.

 

Diese Realität hinter dem Bildschirm wird sich weiter entwickeln. „Wenn man nicht zum Spiel zurückkehrt, stirbt der Charakter. Deshalb müssen die Spieler zurückgehen“, hörte ich gestern im Bus. Verständlich. Und dasselbe könnte auch denen passieren, deren Identität und Wert von der Anzahl der Sympathiepunkte in einem sozialen Netzwerk abhängt. Und deren Realität davon abhängt, wie schnell sie auf Chat-Anfragen reagieren.

So sehen wir als Gesellschaft eine massive Verschiebung der Realitäten. Von meiner Kindheit mit dem unbequemen schwarzen Telefon, das selten an der Wand klingelt – bis hin zu einer realen virtuellen Realität mit endloser Verbundenheit – und oft endloser physischer Unverbundenheit, von den virtuellen Welten des PacMan bis hin zu virtuellen Welten, in die wir vielleicht bald noch viel tiefer eintauchen werden, als wir es bis jetzt sind.

Nur, dass im Gegensatz zum Zauberlehrling kein alter weiser Mann nach Hause kommt, um die Ordnung wiederherzustellen, um ein paar weise Worte zu sprechen, um uns zu befreien. Wir Menschen sind allein. Allein auf dieser Erde. Allein – oft – in einer Welt hinter dem Bildschirm. Und allein mit der tatsächlich realen Gefahr, verlorene Sklaven der Technologie zu werden.

Schlussfolgerung

Es gibt keine Schlussfolgerung. Dies ist wahrscheinlich einer der unschlüssigsten Artikel, den ich je geschrieben habe. Es gibt keine weisen Worte, um dieser Sexyness der Technologie, die sie so zutiefst potent und gefährlich macht, etwas entgegenzusetzen. Und es gibt hier keine Option „keine Technologie“. Technologie ist ein Zug, Technologie ist eine Waschmaschine, und Technologie war mein schwarzer Ziegelstein eines Telefons an der Wand.

Der einzige Unterschied zwischen der bekannten Technologie der Vergangenheit und der Technologie der Zukunft ist ihr Potenzial. Alle Arten von Technologie haben sich verändert und werden unsere Realität weiter verändern – im positiven wie im negativen Sinne.

Und selbst wenn wir zu dem Schluss kämen, dass die Technologie im Wesentlichen mehr Schlechtes als Gutes bewirkt hat und bewirkt, gibt es keine Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen. Virtuelle Realität, künstliche Intelligenz, Big Data, das Internet der Dinge, die Datenautobahn als globales Kommunikationsnetzwerk und als Spielfeld für die kontrollverrückten Regierungen der Welt sind hier, um zu bleiben.

Und sie laufen! Nass und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör’ mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd’ ich nun nicht los.
Der Zauberlehrling, Goethe

Wir spielen gemeinsam den Zauberlehrling, ohne dass ein alter weiser Mann nach Hause kommt. Aber wollen wir wirklich die Welt der wahren Freundschaft, der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, der wachen bewussten Erfahrungen in der realen Welt um uns herum gegen eine synthetische, keimfreie und leider auch recht verantwortungslose ‚freie‘ Welt hinter einer Leinwand austauschen? Und wollen wir wirklich das letzte Stückchen Privatsphäre leichtsinnig wegwerfen im Tausch gegen eine stumpfe Ware in Form von „smarter“ Technologie?

Am Ende wird die Technologie vielleicht immer intelligenter – und wir?

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Die Englische Originalversion finden Sie hier:
BEHIND A SCREEN
https://news.notepad.agency/behind-a-screen/

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bilder, Freiheit, Manipulation, Medien, Menschen, Philosophie, Sinn, Technik, Wissenschaft

8 Antworten zu “Hinter dem Bildschirm

  1. Ready, Player One?

    Kurzrezension:
    Sodeli… in diesem Spielberg-Schund Ready Player One übertrifft sich die Hirnfickmaschinerie Hollywoods wahrlich selber. So ziemlich jeder Trigger auf den die dem Konsumwahn frönenden Biozombies in Massen abfahren wird angewandt in einer absolut verqueren Story, die schon zu Beginn eine richtig glanzvolle Welt voller Kunst und Kultur zeigt.
    Aber man siehe selber (Printscreen aus der ersten Szene):

    Hübsch, nicht wahr?

    Die ganze Welt verloren in der digitalen Illusion. Essen, Trinken, Scheissen muss niemand mehr, und auch die Versorgungssysteme für den ganzen VR-Zirkus werden wie von Zauberhand von alleine aufrecht erhalten, ohne dass jemand etwas dazu beiträgt.

    Frohe Zukunft!

    Ps. Zukunftsforscher erwarten die Singularität um 2027, einigen gehen sogar von 2025 aus.

    Pps. https://dudeweblog.wordpress.com/2020/02/14/techno-sklaverei-anno-domini-2020/
    ___

    Nachtrag:

    Noch was… ich habe zwar auch einen Hirngrill, so ein uraltes Ding mit Tasten und einer Prepaid-SIM drin, einen Guthabenverbrauch von ca. 5 Franken im Jahr, und ich benutze es hauptsächlich – wenn ich mal einen brauche – als Wecker. Eingeschalten ist es vielleicht 20 oder 30 mal im Jahr für maximal fünf Minuten.
    Und wenn mich meine Bank dazu zwingen will, ein Schmerzphon zu verwenden, dann verzichte ich auf die Bank – was ohnehin das Vernünftigste ist angesichts der Luftgeldschöpfung aus NICHTS.

    Beste Grüsse vom Steinzeitmenschen

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  2. „eine synthetische, keimfreie und leider auch recht verantwortungslose ‚freie‘ Welt“

    Keimfrei, genau; da keimt dann nämlich gar nichts mehr, weder in der Natur, noch im Geiste.

    Allerdings muß man auch sagen: In der virtuellen Welt ist alles sauber + glattpoliert, und man kann vermittelst der Technik auch seinen Haushalt in der realen Welt sauber halten ohne sonst einen Finger zu rühren. Draußen aber, insb in den Städten sieht es allerdings anders aus. Es ist schmutziger, dreckiger, unhygienischer, verkommener, ekliger, verdorbener und abstossender geworden; Müll, Dreck, Rotz, Kot, Gestank, Geschrei, Gejaule, Geseire und Gespeie wo man nur hinblickt, hinhört und hinriecht, eine fortwährende Beleidigung der fünf Sinne, denn genauso eklig ists im Geschmack und genauso fühlt es sich auch an, von der Totalverkümmerung des sechsten bis siebenten Sinns ganz zu schweigen, das hochmoderne künstlich geliftete hygenisch saubere sterile grellleuchtende Glashaus ist im gleichen Maße zu einer abscheulichen Kloake verkommen und es sind der Ursachen insgesamt zu viele, um sie hier benennen zu können. Man kann sie aber auch so erkennen, aber wehe hier kommt jetzt wieder ein kommentierender Schwachmat gleich im Anschluss an meine Zeilen angestochen, um seine unbegründbaren Verdächtigungen gegen „die Juden“ abzusondern, wie schonmal geschehen.

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  3. notepad publishing

    @Erzketzer Jermain Foutre le Camp
    „Müll, Dreck, Rotz, Kot, Gestank, Geschrei, Gejaule, Geseire und Gespeie wo man nur hinblickt, hinhört und hinriecht, eine fortwährende Beleidigung der fünf Sinne, denn genauso eklig ists im Geschmack und genauso fühlt es sich auch an, von der Totalverkümmerung des sechsten bis siebenten Sinns ganz zu schweigen,”
    So empfinde ich das auch. Wenn wir kollektiv (in der Mehrzahl) den Fokus auf die synthetisierte virtuelle Welt richten, dann verkümmert die ‘Realität”. Es ist mir schon mehrmals passiert, dass ich einen Ohrstöpsel-Menschen, von der Sorte die militärisch geradeaus stolzieren, um den Weg gefragt habe – es jedenfalls verzweifelt versucht habe ;-/. Der ist einfach weitermarschiert, als wäre ich laue Luft. Er hätte wohl genau gleich reagiert, wenn ich mich grade mit einem Herzinfarkt auf dem Boden verrenkt hätte… (und womöglich zeitgleich einen Facebook Spendenaufruf unterstützt und eine Instragram Depressive geliked) `Wie kann man es nur wagen, mich in meiner Blase zu stören!”. Nur, diese virtuelle Realität und Identität wird zur Norm. Und die Norm bestimmt. Vielleicht wird bald der Chip im Körper zur Norm. Und dann? Dann sind die chiplosen die Verrückten, die man womöglich per FFE (Fürsorgerischem Freiheitsentzug, eine Schweizer Spezialität wie Fondue) gleich einsperren muss.

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  4. Liebreich

    An Herr Notepad,

    vielleicht bietet ihn folgendes Video für das Verhalten der Menschen so manch eine Erkärung.

    Da das Gespräch sehr lang ist, habe ich die spezifische Stellen erkenntlich gemacht.

    0:34 (Addiction is not a choice…)

    3:25 (Whats the Addict up to….)
    …“What the addict is after is that temporary change in brain status, really what it is all addictions are an attempt to regulate an unbearable emotional state internally, trying to regulate your internal state through external means
    and that`s what an addiction is.
    So temporarily you get a change of state of your brain and a change in your
    physiology, you can do thath through drugs, you can also do it through gambling, internet, sex or shopping.“

    5:14 (Addiction as a spectrum)
    „… addiction is manifested in any behaviour that a person finds temporary pelasure or relief in and therefore craves and suffers negative consequences in the long term and is unable to give it up.“

    7:19 (Root cause of addiction)
    „Once you are asking not why the addiction, but why the pain, now you have to forget that`s a choice because nobody choises to be in pain and you also have to forget the medical idea there is an inherited brain disease, you have actually to look a peoples lives…….“

    9:16 “ ..children can also be hurt, when their needs are not met.
    I just had that need for an attuned empathetic emotionelly responsive mother, she couldn`t be that, not because she didnt`t love me because she didn`t do her best, but simply she was to terrorized and depressed.

    That lack of that joyful attuned loving mother who I shouldn`t say she didn`t love me, because she loved me tremendously, but her love couldn`t be translated into responsive behaviour and that alone was enough to hurt me.

    So in other words the source of addiction is always some kind of a childhood hurt either because bad things happenend that shouldn`t have or because the good things that should have happened couldn`t happen because of the parents emotional states.

    Both of these are enought to hurt the child in a way to driving them to self soothe through addiction.“

    13:53 (The connection of mental and physical illness)

    16:19 (Destinction of blame and responsibility)
    „… you did because you are programmed to do it by your own childhood experience which in turn was programmed by your parents childhood experience, so there is nobody at fault because everybody does their best, but we do pass this unconscious patterns on and you don`t blame people for having unconscious patterns.

    You try to make them conscious of it so they can take respnsibility for it, so there is no respnsibility without consciousness [..] and I don`t blame anyone for their illness and their parents either, but I do say the unconscious patterns have been passed on and have an impact on your physiology.“

    „If you want to have an impact on your physiology, you better get concious, you have to realize what you have been doing unciously so can stop doing it or do it differently, so it`s a matter of liberating people from these ingrained patterns for which they are not to be blamed […] helping people to responsable, able to respond to their circumstance and without awareness non of us is responsable.“

    30:48 (United States Compensation of Issues)
    „… if your neighbour was always telling you how great he was and how he is the best and everybody wants to be like him, what would you think of him .. you think he he`s got a grand personality disorder and he is compensating for his little sense of defiency .. oh thats the Untied States and they have a lot to compensate for“

    31:19 (child care US)
    „…if you look at ape culture, the mothers hold their child for months, there is no seperation. The child develops by being held by the mother and human societies until very recently were organized aroudn children being around their parents really all their lives, certainly through childhood and adolescence, there was no seperation.

    36:19 (History of humans living and raising their children)
    (Comparison):“.. modern society to a zoo where ou take an animal from a natural habitat and you put them in a completly artificial restricted situation and you expect him to stay as normal as he was out there in the wild, essenttially that`s what happened to human beings in a very short space of time [..] .“

    „..when a child is crying it is not jsut benign thing, the child is crying because they are stressed, when they are stressed their brains are suffused by stress hormones… Adrenaline and Cortisol.

    Adrenaline and Cortisol interfere with your physiology, interfere with healthy brain development… so just the fact of holdign your child, which was historically and prehistorically the standard, is an essential aspect of child care, which mdoern socities have denied […]“

    39:52 (Lack of connection/ internet connection and its failure)

    Im Laufe des Gesprächs werden die Herkunft des Wortes „Addict“(Süchtiger) und andere Aspekte ausgeführt.

    50:33 „…we defend agaisnt the pain by suppressing those emotions and develop this ideology of the happy childhood and that is just another form of self denfense and given her ideology she had a happy childhood she can`t understand why she turned to an addiction…[….] .

    That belief that I was happy denies the fact I was feeling isolated and alone and I felt myself as an intrusion on my parents and now she an understand what her pain was.
    But not feelign that pain was how she survived her childhood because as child how would she survive if she believed that she wasn`t loved for who she was.
    Life would be intolerable for her, so she has to deny and suppress that [..].

    That suppression of her pain and denial of it is a completly appropiate defensive response, they are not mistake we made, these are essential survival adaptations.

    The problem is we spend the whole because we learned to how to ignore your feelings as children, now we learned to ignore them for the rest of our lives and that then creates problems for us.

    […] because it is unconscious it stays with us and now it limits our lives and we become imprisioned with our own adaptations, our childhood patterns become the patterns through which we live our lives.“

    Es ist recht lang geworden, jedoch wollte ich auch Eckpunkte für Nicht-Videoschauer festhalten.

    Allgemein kann ich nur das Buch von Gabor Mate (In the Realm of Hungry Ghosts) empfehlen.

    Ich wünsche dann alles gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Liebreich

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  5. „Der ist einfach weitermarschiert, als wäre ich laue Luft.“

    Da gibts ne sehr effektive Methode um dem Abhilfe zu schaffen…
    Schulter raus, Muskeln anspannen und geradewegs im Kampfschritt drauflos.
    Allein die verdatterten Gesichter: UNBEZAHLBAR 🙂

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  6. notepad publishing

    @Herr LIebreich ;.)
    Sehr interessanter Kommentar.
    „so it`s a matter of liberating people from these ingrained patterns for which they are not to be blamed“
    Ja, so ist das. Ich habe mich mit dem Hirn und den neuronalen Pathways recht intensiv beschäftigt, eben diesen ‚ingrained patterns‘. Also, auf Smartphones bezogen, oder auf die Sucht nach der virtuellen Welt ‚Hinter dem Bildschirm‘ kann man nicht unbedingt sagen, ‚for which they are not to be blamed‘. Ich bin kein Nicht-Sünder, kein Engel, keineswegs! Es gibt Süchte, die ich mag, zum Beispiel Tabak, und bewusst damit umgehe. So das es mir nicht weh tut. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, wo ich spielsüchtig war. Ich mochte die Euro 10000 Jetons, die schön goldigen. Damals war ich 30 Jahre jünger – und irgendwann stand ich in Baden-Baden nach einer verlustreichen Nacht beim Bahngleis und wartete auf den schicksalhaften Zug (ja, zum Drunterwerfen). Am Nächsten Tag habe ich mich in allen Spielhallen sperren lassen und war jetzt seit über 3 Jahrzehnten nie mehr in einem Casino. Ich denke, bei jeder Sucht benötigt es Erstens: Das Bewusstsein, dass diese neuronalen Autobahnen im Hirn erstellt sind, wie Trampelpfade ins Verderben. Dann ist auch ein gewisses Wissen hilfreich, wie unser Hirn funktioniert. Wissen um Techniken und Wirkungsweisen in NLP, Neurofeedback und Hypnose haben mir dabei geholfen. Aber die Aussage, dass der Süchtige nicht zu ‚blamen‘ ist, nicht daran schuld ist, ist etwas kurz gegriffen. (und letztlich auch nicht zielführend) Der Alkoholiker (zum Beispiel) muss sich zuerst einmal eingestehen, dass er Alkoholiker ist. Dann sich Wissen aneignen darüber, wie diese Sucht entstanden ist, mental, und Techniken, diese Verbindungen im Hirn, Anker und Trigger in NLP, wieder aufzulösen. Ein Experte hat kürzlich in einem Interview gesagt, dass in 5 Jahren 25% der Menschen total Smartphone süchtig sein werden (wir reden da von einem Suchtpotential wie Heroin). Das Ganze ist eine immense gesellschaftliche Tragödie mit unheimlich vielen Facetten (Mütter die Kleinkinder mit Smartphones ruhigstellen, Menschen die extremes Geltungsbedürfnis mit Smartphone Terror an der Gesellschaft kompensieren, andere die sehr, sehr unsicher und ängstlich sind und sich in dieser virtuellen Welt total verlieren. Man könnte dicke Bücher über dieses Thema schreiben. Nicht über die glitzernde Welt der Apple, Samsung und Konsorten Werbung. Über die vielen Millionen Leben die da kaputt gehen, über die totale Einsamkeit und Unwichtigkeit (ist eine Identität die 100% von Likes und Dislikes abhängig ist noch eine Lebenswerte?) in den virtuellen Welten die da sind. Aber eben, jeder ist an seinen Süchten mitschuldig. Jeder merkt oder sollte an einem gewissen Punkt merken, wo die Reise hinführt. Unser heutiges Leben – mehr noch als früher in der schwarzen Wandtelefon Zeit – ist extremen Reizen ausgesetzt. Perfekte subliminale Werbung, eine kollektive Sucht nach der Flucht ins Virtuelle, der Verlust jeglicher guten Kinderstube und damit auch der totale Verlust jeglicher Privatsphäre. Ich finde, man sollte sich der Sucht stellen, sie identifizieren, vom Hirn, vom Bewusstsein her analysieren, nicht ihr einfach ausgeliefert sein. Das Ganze ist, werter Liebreich, ein unheimlich komplexes Thema, welches ich im ‚HInter dem Bildschirm‘ Artikel wirklich nur anschneiden konnte. Und wie Dude mir oft sagt, mach die Artikel nicht so lang oder bring sie in mehreren Teilen, die Leute haben heute nicht mehr die Geduld, so lange zu lesen. Ist mir ja eigentlich egal. Die besten Erfahrungen sind oft nicht die bequemsten. Und mir ist schon klar, dass Themen wie Gefängnis, Menschenrechte oder die Gefahren am CERN LHC, um nur einige zu nennen, weder bequem noch leicht verdaulich sind. Wenn ich die Influencer sehe, die da Millionen von Followers haben mit Ihrem leicht verdaulichen Nonsense – und ich, wir, schreiben uns müde für ein paar Hundert Hits (oft, manchmal mehr, dann vielleicht ein paar Tausend, aber trotzdem, total lächerlich im Vergleich). Egal, die Wahrheit muss raus! Auf das die Welt nicht in Katzenvideos und Makeup Helden total verdumme.

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