Haus der aufgehenden Sonne

House of the rising sun, ein Kultklassiker vom feinsten.

Nach Durchsicht des Fikipedia-Artikels heute stelle ich neuerlich fest, dass Fiki, so kacke es für gewisse Themen ist, für gewisse andere Themen das beste ist, was es im Internetz gibt.

So sauber belegte Recherchen findet man sonst eigentlich nirgendwo mehr im dt-sprachigen Schwurbelnetz.

Warum ich den Kurzartikel raushau? Thema Zensur war hier schon seit langem Kernthema.

Die Animals hatten den derben Originaltext entschärft…

Ist nicht ganz richtig, denn schon Bob Dylan hatte den Originaltext zensiert – und offenbar – vor ihm – schon andere.

Dave van Ronk spielte den Song mit einer geänderten Akkordfolge. In der Dokumentation No Direction Home – Bob Dylan berichtet er, dass Bob Dylan diese Version von ihm übernommen hätte, die am 20. November 1961 in den Columbia Studios New York aufgenommen wurde und auf der LP Bob Dylan am 19. März 1962 auf den Markt kam.

Die Lyrics im Original von der Bob Dylan LP sind weitgehend identisch mit dem Animals-Release. Habe ich überprüft.

Daher hier abschliessend die unzensierte Original-Fassung:

There is a house in New Orleans,
They call the Rising Sun.
It’s been the ruin of many poor girl,
And me, O God, for one.

If I had listened what Mamma said,
I’d been at home today.
Being so young and foolish, poor boy,
Let a rambler lead me astray.

Go tell my baby sister
Never do like I have done
To shun that house in New Orleans
They call the Rising Sun.

My mother she’s a tailor;
She sold those new blue jeans.
My sweetheart, he’s a drunkard, Lord,
Drinks down in New Orleans.

The only thing a drunkard needs,
Is a suitcase and a trunk.
The only time he’s satisfied,
Is when he’s on a drunk.

Fills his glasses to the brim,
Passes them around.
Only pleasure he gets out of life,
Is hoboin‘ from town to town.

One foot is on the platform,
And the other one on the train.
I’m going back to New Orleans,
To wear that ball and chain.

Going back to New Orleans,
My race is almost run.
Going back to spend the rest of my life,
Beneath that Rising Sun.

(Übersetzung kann ich in Auftrag gerne machen. Kostenpunkt: 40 Franken/Euro)

Abschliessend empfehle ich den Artikel bei Fiki in Gänze:
https://de.wikipedia.org/wiki/The_House_of_the_Rising_Sun

Ps. Meine Lieblingsversion ist übrigens die folgende…


Leseempfehlungen:


Nachtrag kurz nach Publikation: Wie ich jetzt Freudisch draufkam, den Titel (siehe Link) ursprünglich untergehend zu nennen, weiss ich selber nicht so recht, zumal ich ja weiss was rising heisst… wer mich besser kennt, kanns vermutlich nachvollziehen….

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Freiheit, Menschen, Schönes

4 Antworten zu “Haus der aufgehenden Sonne

  1. Hey Dude, wo du schon mal Hendrix bringst…

    Mitte der Achtziger stand ich als pickeliger Teenager in der Plattenabteilung des Kaufhofs. Das Taschengeld reichte nicht mehr für eine normale LP, und so stöberte ich bei den Sonderangeboten. Da war haufenweise billig produzierter, offensichtlicher Schrott dabei. Bis ich ein schwarzes Cover herauszog, auf der nicht viel mehr war als eine rote brennende Gitarre.

    Jimi plays Monterey

    Wer war Jimi? Was war Monterey? Das wusste ich damals alles nicht. Irgendwie hatte ich aber gleich das starke Gefühl, es handelte sich nicht um irgendein Hardrock-Geschrubbe.

    Und tatsächlich ist es auch heute noch eins meiner Lieblingsalben. (Inzwischen weiß ich auch, dass die brennende Gitarre nicht nur eine Metapher war)

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  2. Köstlich! 🙂

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  3. Jochen

    Mal was über mich. Wir waren eine arme Familie. So etwas wie ein monatliches Taschengeld gab es bei uns nicht. Popmusik kannte ich nur aus dem Radio, später bekam ich einen Kassettenrecorder. Irgendwann, da war ich schon mindestens 15 Jahre alt, sollten alle Schüler unserer Klasse sich gegenseitig beschenken. Ich bekam eine Single geschenkt und zwar Uriah Heep – Lady In Black. Da ich keinen Plattenspieler hatte, verschenkte ich die Single weiter an meinen Vetter, denn der besaß so ein Ding. Etwas später bekam ich von dem Freund einer Cousine von mir eine LP geschenkt, die er selbst auf einem Marktplatz in die Hand gedrückt bekommen hatte, und zwar diese hier:

    Diese Platte besitze ich heute noch, richtig gehört habe ich sie wohl nur ein bis zweimal.
    Wie oben unser Freund vom der-5-minuten-blog.de stöberte ich gelegentlich mal durch den Kaufhof in der nächstgelegenen Stadt. Auch zog es mich dabei in die Schallplattenabteilung. Dabei fiel mir eine LP auf von den Wings, der Titel Band On The Run in gelben Vinyl. Daß es gelbes Vinyl war sah ich erst, als die Verkäuferin die Platte beim Bezahlen aus der Hülle zog und sie dann wieder in diese fallen ließ. Es gab wohl andere Leute, die steckten Platten zusammen, um so Geld zu sparen. Stehlen nennt man das ja. Nun das war meine erste eigenständig erworbene LP. Einen eigenen Plattenspieler besaß ich zu der Zeit immer noch nicht. Ich fuhr mit der LP gleich zu meiner Cousine, die auch so freundlich war sie für mich auf ihrem Plattenspieler laufen zu lassen. Die Klänge, die mir dabei zu Ohren kamen schienen mir zu gefallen. Meiner Cousine aber weniger.
    Mit der Zeit kamen ca. 350 LP’s bei bei zusammen, auch eine Reihe Singles, soundmäßig quer durch die Rock- und Popgeschichte, ein paar klassische LP’s sind dabei, und ein Faible für Filmmusiken habe ich auch. Von Jimmy Hendrix habe ich die LP Jimi Hendrix Experience – Live At Monterey. Ja, die hat was. So was wie die Punk-Rock-Band Cramps gefällt mir aber auch. Ich mag überdies überhaupt Sachen, die sagen wir mal, etwas aus der Reihe fallen.

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