Unbekanntes Wasser

Manche sagen, Wasser sei einfach Ha zwei Oh – andere nennen dieses einfache Wasserstoff-Oxyd sonderbarerweise „Wasser-Asche“ – Viktor Schauberger nennt das natürliche Wasser „das Blut der Erde“.
Wir hatten hier schonmal etwas zum Wasser gesagt – hier nun ein Artikel aus russischer „Quelle“. 😉
Bitte beim Lesen sauber trennen  zwischen Experiment und Theorie.
© für die Übersetzung Luckyhans, 7. März 2017.
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Was wissen wir tatsächlich über das Wasser

09. Mai 2016

Obwohl die Menschheit das Wasser schon viele Jahrhunderte untersucht, ist es gerade das Wasser, das sich faktisch gar nicht den offiziell üblichen „Gesetzen der Physik“ unterwerfen will.
Es hat seine eigenen Gesetze, von der Natur wohl extra dafür geschaffen.
Wasser zieht sich bei Abkühlung unter +4°C nicht mehr zusammen, sondern dehnt sich aus. Wasser ist in festem Zustand nicht schwerer als im flüssigen, wie alle anderen Körper, sondern – umgekehrt – leichter.

Keine anderen Gase außer Wasserstoff und Sauerstoff bilden bei Reaktion miteinander eine Flüssigkeit.
Jedes beliebige Wasservolumen ist ein einziges gigantisches Dipol-Molekül.

Wasser unterscheidet sich von anderen Flüssigkeiten dadurch, daß es ein Zwei-Phasen-System darstellt – eine kristalline Flüssigkeit mit intensiven Kristallbildungsprozessen, starken intermolekularen Verbindungen (Wasserstoff-Brücken) mit Bildung von Konglomeraten aus Hunderten Molekülen und einer unendlichen Anzahl möglicher Formen der flüssigkristallinen Phase im Wasser, was als komplexe Gitterstruktur bezeichnet wird.

Die Besonderheiten der physikalischen Eigenschaften des Wassers und die vielfältigen kurzlebigen Wasserstoff-Bindungen zwischen den benachbarten Atomen des Wasserstoffs und des Sauerstoffs im Wassermolekül schaffen günstige Voraussetzungen für die Bildung besonderer Struktur-Assoziate (cluster – gesprochen Klaster, und so auch im weiteren geschrieben – d.Ü.), welche die unterschiedlichsten Informationen aufnehmen, speichern und übermitteln können.
Wasser, das aus einer Vielzahl von Klastern unterschiedliche Typen besteht, bildet eine hierarchische räumliche flüssigkristalline Struktur aus, welche große Informationsmengen aufnehmen und speichern kann.

Im Jahre 2002 ist es der Gruppe von Dr. Head-Gordon mit der Methode der Röntgenstrukturanalyse mit Hilfe der Hochleistungs-Röntgenquelle Advanced Light Source (ALS) gelungen zu zeigen, daß die Wassermoleküle in der Lage sind, über die Wasserstoffbindungen Strukturen zu bilden – „wahrliche Bausteine“ des Wassers, die aus topologischen Ketten und Ringen mit einer Vielzahl von Molekülen bestehen.

Eine andere Forschergruppe Nilssons aus dem Synchrotron-Labor derselben Stanford University interpretierte die erhaltenen Experimentalergebnisse als vorhandene Struktur-Ketten und -Ringe und hält sie für ausreichend langlebige Strukturelemente.

Das Modell des strukturierten Wassers bestimmt fast alle „anomalen“ Eigenschaften, die enorme praktische Bedeutung haben – Wasser ist der „anomalste“ bekannte Naturstoff (so lustig das auch klingen mag).
Der Durchmesser der H2O-Wassermoleküle beträgt 2,8 Angström (1 Angström = 10 hoch minus 10 Meter).
Wenn man Wasser als einfache Gesamtheit von H2O-Molekülen ansieht, dann zeigt sich, daß das spezifische Gewicht 1,84 Gramm pro Kubikzentimeter betragen müßte, und die Siedetemperatur müßte gleich 63,5°C sein.
Wie bekannt ist jedoch bei Normaltemperatur und Normaldruck das spezifische Gewicht des Wassers genau 1 Gramm pro Kubikzentimeter, und Wasser siedet bei 100°C.
Davon ausgehend ist zu vermuten, daß innerhalb des Wasser sich „Leerräume“ befinden müssen, wo keine H2O-Moleküle sind, das heißt: ihm muß eine besondere Struktur eigen sein.
Diese prinzipielle Entdeckung wurde vom englischen Physiker Bernal gemacht. Seitdem ist auf diesen Gebiet eine Vielzahl von Forschungen durchgeführt worden, aber völlige Klarheit in dieser Frage gibt es noch nicht.

Die Fähigkeit des Wassermoleküls, bestimmte Strukturen zu bilden, gründet sich auf das Vorhandensein sog. Wasserstoff-Bindungen. Diese zerfallen leicht und stellen sich schnell wieder her, was die Struktur des Wassers ausschließlich veränderbar macht. Gerade dank diesen Bindungen entstehen in den Mikrovolumina des Wassers ununterbrochen eigenartige Assoziate des Wassers, dessen Strukturelemente. Die Bindung in diesen Assoziaten nennt sich Wasserstoff-Bindung.

Interessant ist, daß freie, nicht in Assoziaten gebundene Wassermoleküle im Wasser nur in sehr geringer Anzahl vorkommen. In der Hauptsache ist das Wasser eine Gesamtheit ungeordneter Assoziate und „Wasserkristalle“, wo die Anzahl der gebundenen Wasserstoffbindungen der Moleküle Hunderte oder sogar Tausende Einheiten erreichen kann.

Die „Wasserkristalle“ können die unterschiedlichesten Formen annehmen, sowohl räumliche als auch zweidimensionale (als Ringstrukturen). Grundlegend ist in allem das Tetraeder (die einfachste viereckige gleichseitige Pyramide) vorhanden. Genau solche Form haben die verteilten positiven und negativen Ladungen in den Wassermolekülen.

Beim Grupieren bilden die Tetraeder des Wassermoleküle verschiedenartige räumliche und ebene Strukturen. Aus all der Strukturen-Vielfalt ist in der Natur anscheinend (eine bis jetzt noch nicht genau bewiesene Vermutung) die Hauptstruktur eine hexagonale (sechseckige), wenn sechs Wassermoleküle (Tetraeder) sich zu einem Ring vereinen.

Solch ein Strukturtyp ist charakteristisch für Eis, Schnee, geschmolzenes Wasser und das Zellwasser aller lebenden Wesen.

Jedes Wassermolekül nimmt an der Kristallstrutur des Eises mit vier Wasserstoffbrücken teil, die in die Ecken des Tetraeders ausgerichtet sind. In der Mitte dieses Tetraeders befindet sich das Sauerstoffatom, in den beiden Spitzen je ein Wasserstoffatom, dessen Elektronen an der Bildung einer kovalenten Bindung mit dem Sauerstoff teilhaben. Die beiden anderen Spitzen werden von den Paaren der Valenzelektronen des Sauerstoffs besetzt, welche nicht an der Bildung der innermolekularen Bindungen teilnehmen.
Bei der Wechselwirkung eines Protons des einen Moleküls mit einem Paar ungeteilter Elektronen des Sauerstoffs eines anderen Moleküls entsteht eine Wasserstoff-Bindung, die schwächer ist als die innermolekulare Bindung, aber ausreichend stark, um die benachbarten Wassermoleküle festzuhalten.

Jedes Molekül kann gleichzeitig vier Wasserstoff-Bindungen mit anderen Molekülen bilden, unter streng definierten Winkeln, die gleich 109°28‘ sind und die zu den Spitzen eines Tetraeders gerichtet sind und die es beim Einfrieren nicht zulassen, daß eine dichte Struktur entsteht (dabei ist in den Eisstrukturen dieses Tetraeder ein gleichseitiges).

Wenn das Eis schmilzt, zerfällt dessen tetragonale Struktur und es bildet sich ein Gemisch aus Tri-, Tetra-, Penta- und Hexameren des Wassers und freien Wassermolekülen.

Im Wasser zerfallen die Klaster periodisch und bilden sich neu. Die Zeit eines solchen Übersprungs beträgt Zehn hoch minus 12 Sekunden.

Wasser-Klaster

Es hat sich als hinreichend schwierig erwiesen, den Aufbau dieser sich bildenden Wasser-Polymere zu erforschen, da das Gemisch unterschiedlicher Klaster sich untereinander in einem Gleichgewichtszustand befindet. Beim Zusammenstoß miteinander gehen sie ineinander über, zerfallen und bilden sich neu.

Dieses Gemisch in einzelne Komponenten aufzuteilen ist praktisch auch unmöglich. Erst im Jahre 1993 dechiffrierte eine Forschergruppe der Kalifornischen Universität Berkley (VSA) unter Leitung von Dr. P.J.Sicully den Aufbau eines Wasser-Trimers, im Jahre 1996 eines Tetramers und eines Pentamers, und danach auch eines Hexamers des Wassers.
Bis dahin war schon festgestellt worden, daß flüssiges Wasser aus polymeren Assoziaten (Klastern) besteht, die bis zu sechs Wassermoleküle enthalten.


Der Aufbau der Tri-, Tetra-, Penta- und Hexamere des Wassers wurde erforscht. Sie sind alle zyklisch, d.h. sie bilden hinreichend stabile „Ringe“.

Als komplizierter erwies sich der Aufbau der Hexamere. Die einfachste Struktur – sechs Moleküle Wasser in den Ecken eines Sechsecks – hat sich als nicht so stabil erwiesen wie die Zellstruktur.
Mehr noch, die Struktur eines Prismas, eines offenen Buches oder eines Bootes erwiesen sich auch als nicht so stabil.
In einem Sechseck können nur sechs Wasserstoffbrücken entstehen, aber die Experimentalergebnisse sprachen für die Anwesenheit von acht. Dies bedeutet, daß vier Wassermoleküle überkreuz mit Wasserstoffbrücken verbunden sind.

Im Jahre 1999 hat Stanislaw Senin gemeinsam mit B. Polanwer (jetzt in den VSA) im GNII für Genetik (Staatliches Wissenschaftliches Forschungsinstitut für Genetik in Moskau) eine Forschungsarbeit durchgeführt, die interessante Ergebnisse zeitigte. Unter Verwendung von modernen Analysemethoden, wie Refraktrometrie, Protonenresonanz und Flüssigkeits-Chromatografie gelang es den Forschern, die Polyassoziate – die Wasser-“Quanten“ – zu beobachten.

Gemäß der Hypothese des S.W. Senin stellt das Wasser eine hierarchische gleichmäßige Volumenstruktur von Assoziaten (clathrates) dar, in deren Basis ein kristallähnliches „Wasser-Quant“ liegt, welches aus 57 Molekülen besteht, die miteinander durch die freien Wasserstoff-Bindungen wechselwirken. Dabei bilden die 57 Wassermoleküle (Quanten) eine Struktur, welche an ein Tetraeder erinnert. Das Tetraeder seinerseits besteht aus 4 Dodekaedern (gleichseitige 12-Fächer). 16 Quanten bilden ein Strukturelement, das aus 912 Wassermolekülen besteht. Das Wasser besteht zu 80% aus solchen Elementen, zu 15% aus Tetraeder-Quanten und zu 3% aus klassischen HazweiOh-Molekülen. Dieserart ist die Wasserstruktur mit den sog. Platonischen Körpern (Tetraeder, Dodekaeder) verbunden, deren Form mit dem „Goldenen Schnitt“ assoziiert ist. Der Kern des Sauerstoff hat ebenfalls die Form eines Platonischen Körpers (Tetraeders).

Dabei verbleibt jedem Wassermolekül in den einfachen Tetraedern die Fähigkeit, Wasserstoff-Bindungen zu bilden. Durch diese können die einfachen Tetraeder sich an Spitzen, Kanten und Flächen vereinen und verschiedene Klaster mit komplizierter Struktur bilden, zum Beispiel Dodekaeder.

Auf diese Weise entstehen im Wasser stabile Klaster, welche in sich sehr große Energien und Informationen mit extrem hoher Dichte enthalten.
Die Ordnungszahl solcher Wasserstrukturen ist auch sehr hoch, wie auch die Ordnungszahl der Kristalle (die Struktur mit maximal hoher Ordnung, die uns bekannt ist), daher werden sie auch „flüssige Kristalle“ oder „kristallines Wasser“ genannt.
Eine solche Struktur ist energetisch sehr vorteilhaft und zerfällt unter Freiwerdung freier Wassermoleküle in hochkonzentrierten Alkoholen und ihnen ähnlichen Lösungsmitteln [Senin, 1994].

Die „Wasser-Quanten“ können miteinander über die freien Wasserstoffbindungen, welche außen aus den Spitzen des „Quants“ mit ihren Kanten herausragen, in Wechselwirkung treten. Dabei ist die Bildung von zwei Strukturvarianten zweiter Ordnung möglich.
Die Wechelwirkung untereinander führt zur Entstehung von Strukturen höherer Ordnung.
Letztere bestehen aus 912 Wassermolekülen, die nach dem Senin-Modell praktisch nicht fähig sind zur Wechselwirkung über die Bildung von Wasserstoffbindungen.
Damit wird zum Beispiel die Fließfähigkeit der Flüssigkeit erklärt, die aus riesigen Klastern besteht. Auf diese Weise stellt das Wassermilieu ein hierarchisch organisiertes Flüssigkristall dar.

Die Veränderung der Lage eines Strkturelements in diesem Kristall unter Einwirkung eines beliebigen äußeren Faktors oder die Änderung der Orientierung der umliegenden Elemente unter dem Einfluß zuzusetzender Stoffe gewährleistet, gemäß der Senin-Hypothese, die hohe Empfindlichkeit des Informationssystems Wasser.
Wenn das Erregungsniveau der Strukturelemente nicht ausreichend ist für den Umbau der ganzen Wasserstruktur im gegebenen Volumen, dann wird das System nach Wegnahme der Erregung nach 30 – 40 Minuten in den Ausgangszustand zurückkehren.
Wenn jedoch eine Umcodierung, d.h. ein Übergang zu einer anderen gegenseitigen Anordnung der Strukturelemente des Wassers sich als energetisch vorteilhaft erwiesen hat, dann wird im neuen Zustand sich die Codierungswirkung des den Umbau hervorrufenden Stoffes widerspiegeln [Senin, 1994].
Ein solches Modell erlaubt es Senin, das „Gedächtnis des Wassers“ und seine Informationseigenschaften zu erklären.

In destilliertem Wasser sind die Klaster praktisch elektroneutral. Allerdings hat Senin beobachtet, daß man deren elektrische Leitfähigkeit verändern kann. Wenn man mit einem Magnetstab umrührt, werden die Bindungen zwischen den Elementen der Klaster zerstört und das Wasser verwandelt sich in eine tote, ungeordnete Pampe.

Wenn man in das Wasser eine extrem kleine Menge anderen Stoffes einbringt (und sei es auch nur ein Molekül), beginnen die Klaster dessen elektromagnetische Eigenschaften zu „übernehmen“. Diese Eigenschaft erklärt den außerordentlich labilen, beweglichen Charakter von deren Wechselwirkung.
Es erfolgt der Aufbau von Strukturelementen des Wassers in Zellen (Klatrate) mit der Größe 0,5 – 1 Mikrometer (1 Mikrometer = 10 hoch minus sechs Meter – d.Ü.).

Der strukturierte Zustand des Wasser hat sich als ein empfindlicher Sensor für verschiedene Felder erwiesen.
S. Senin meint, daß das Gehirn, das selbst zu 90% aus Wasser besteht, vielleicht auch dessen Struktur verändern kann. Gestützt auf ähnliche Vorstellungen von der Struktur des Wassers, klären die Wissenschaftler interessante Details.

Unlängst haben die russischen Forscher Wysozkij und Kornilowa unter Entwicklung der Ideen von Ju.I.Naberuchin eine Berechnung der energetischen Erfordernisse für den Übergang eines freien Wassermoleküls aus dem ungebundenen Zustand in den Spalt eines Klatrates und umgekehrt durchgeführt.

Mit Hilfe dieser Berechnungen haben sie gezeigt, daß man die Struktur des Wassers – die Anzahl der freien Wassermoleküle in den Spalten der Klatrate und außerhalb derselben – mit Hilfe von Druck, Temperatur, Magnetfeldern u.a. beeinflussen kann.

Unter natürlichen Bedingungen können sich die Spalten in den Klatraten mit Molekülen natürlicher Gase füllen und Kristallohydrate bilden.
Das am weitesten verbreitete Kristallohydrat, das im ewigen Frostboden und auf dem Grund von Meeren und Ozeanen vorkommt, ist das Kristallohydrat des Kohlenwasserstoffgases Methan. Es stellt eine Masse dar, die nassem Schnee ähnlich ist.
Solche Kristallohydrate können im Prinzip als alternativer Brennstoff zu Erdöl und Gas genutzt werden, aber sie können auch gleichzeitig eine große Gefahr für das Leben auf der Erde darstellen.

Das Modell des Klaster-Aufbaus des Wassers hat viele strittige zu diskutierende Momente, aber es abzulehnen ist völlig ungerecht. Zum Beispiel meint Senin, daß das Grundelement der Wasserstruktur ein Klaster aus 57 Molekülen sei, gebildet durch das Verschmelzen von vier Dodekaedern. Sie haben gemeinsame Flächen und ihre Zentren bilden ein gleichseitiges Tetraeder.

Daß Wassermoleküle sich in den Ecken eines pentagonalen Dodekaeders anordnen können, ist seit langem bekannt; ein solcher Dodekaeder ist die Grundlage der Gashydrate.

Deshalb ist nichts verwunderliches an der Vorstellung über die Existenz solcher Strukturen im Wasser, obwohl schon gesagt wurde, daß es keine konkrete Struktur als vorherrschend und längervorhanden geben kann.
Deshalb ist es sonderbar, daß dieses Element als wichtigstes vorausgesetzt wird und daß dazu genau 57 Moleküle gehören. Zum Beispiel kann man aus Kugeln genausolche Strukturen aufbauen, die aus aneinanderliegenden Dodakaedern bestehen und 200 Moleküle enhalten. Senin dagegen meint, daß der Prozeß der dreidimensionalen Polymerisation bei 57 Molekülen stoppt. Größere Assoziate soll es nach seiner Meinung nicht geben.
Allerdings könnten sich dann aus dem Wasserdampf keine Kristalle hexagonalen Eises entstehen, die eine riesige Anzahl von Molekülen enthalten, welche über Wasserstoffbindungen vereinigt sind. Es ist absolut unklar, warum das Klasterwachstum bei Senin bei 57 Molekülen aufgehört hat.

Um von den Widersprüchen wegzukommen, packt Senin die Klaster in größere komplexere Gebilde – Rhomboeder – aus fast eintausend Molekülen, wobei die Ausgangs-Klaster untereinander keine Wasserstoffbindungen ausbilden. Es stellt sich die Frage: warum?
Nach Meinung Senins gewährleistet gerade das Muster/die Zeichnung der Hydroxylgruppen auf der Oberfläche der Rhomboeder die Informationseigenschaften des Wassers. Folglich sind die Wassermoleküle in diesen großen Komplexen fest fixiert, und diese Komplexe selbst stellen Festkörper dar.

Solches Wasser wird nicht fließen, und seine Schmelztemperatur, die mit der Molekülmasse verbunden ist, müßte recht hoch sein. Da die Basis des Modells aus Tetraeder-Aufbauten besteht, kann man es in dieser oder jener Form mit den Daten aus der Difraktion der Röntgenstrahlen und Neutronen abstimmen.
Und obwohl das Senin-Modell die Verringerung der Dichte beim Schmelzen erklären kann – die Packungen der Dodekaeder sind enger als beim Eis -, ist das Modell schwieriger mit den dynamischen Eigenschaften des Wassers zu vereinbaren: der Fließfähigkeit, dem großen Eigendiffusions-Koeffizienten, der geringen Korrelationszeit und dielektrischen Relaxationszeit, welche in Pikosekunden gemessen werden.

Es ist festzustellen, daß es gegenwärtig auch andere Wassermodelle gibt, die dessen anomale Eigenschaften erklären. So hat Prof. Martin Chaplin von der Londoner Universität (Martin Chaplin, Professor of Applied Science Water and Aqueous Systems Research of the London South Bank University) eine andere Wasserstruktur berechnet und vorgeschlagen, in dessen Basis Ikosaeder (ein Körper, der von 20 gleichseitigen Dreiecken begrenzt ist – d.Ü.) liegen.

Gemäß diesem Modell besteht Wasser aus 1820 Molekülen – das ist doppelt soviel wie im Modell Senins.
Der gigantische Ikosaeder seinerseits besteht aus 13 kleineren Strukturelementen. Wobei, wie bei Senin, die Struktur des gigantischen Assoziates auf kleineren Aufbauten basiert.

Vor kurzem haben Dr. Angelos Michaelides vom Zentrum für Nanotechnologie in London und Prof. Karina Morgenstern von der Leibnitz-Universität in Hannover im Journal „Materials“ eine Arbeit veröffentlicht, die der Erforschung der Eigenschaften kristallinen Wassers auf dem Nanoniveau gewidmet ist.

Die Gelehrten haben Wasserdampf über der Oberfläche einer Metallplatte, die eine Temperatur von 5 Grad Kelvin hatte, abgekühlt. Bald konnte man mit Hilfe eines Scanner-Tunnelmikroskops auf der Platte ein Hexamer (sechs miteinander verbundene Wassermoleküle) beobachten – eine Miniatur-Schneeflocke. Das ist der kleinste mögliche Eis-Klaster. Die Gelehrten haben auch Klaster mit sieben, acht und neun Molekülen beobachtet.

Im Unterschied zum kristallinen Eis, wo zwischen allen Wassermolekülen die Bindungsenergie dieselbe ist, gibt es in den Nanoklastern einen Wechsel von starken und schwachen Bindungen (und der entsprechenden Abstände) zwischen den einzelnen Molekülen. Ebenso wurden wichtig Ergebnisse zur Fähigkeit der Wassermoleküle auf Verteilung der Wasserstoffbindungen und deren Bindung an die Metalloberfläche gewonnen.

(nach Unterlagen von O.W. Mosin)

Quelle: webnovosti.info/n/31540

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„Ketzerische“ Anmerkung LH:

Was mich nach wie vor verwundert ist die Tatsache, daß alle diese Informationen immernoch nicht dazu führen, daß die auch von mir hochgeschätzten fortschrittlichen Hirnforscher, wie die Professores Hüther und Spitzer, endlich das Wasser im Gehirn als DAS Speichermedium erkennen…

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17 Kommentare

Eingeordnet unter Bildung, Manipulation, Natur, Wissenschaft

17 Antworten zu “Unbekanntes Wasser

  1. luckyhans

    zu gart-o um 22:09
    Lieber BG,
    selbstverständlich werden „gute“ Begriffe mit der Zeit zielgerichtet mit falschen Inhalten gefüllt – bestes Beispiel ist das schöne deutsche Wort „gemein“, das bekanntlich früher (und in der Botanik bis heute) die Bedeutung „einfach“ hatte.
    Letztliches Ziel dieser „Sinneswandlung“ sind aber die Gemeinschaft, die Gemeinsamkeit und der Gemeinsinn, die man damit langsam aber sicher aus dem „normalen“ Sprachschatz verdrängen will. So wird sehr langatmig an der Sprache herumgeformt – heutzutage mehr noch per Anglisierung, „Fachsprache“ und gekünsteltem Fremdwortgebrauch… siehe auch hier https://dudeweblog.wordpress.com/2014/12/20/sprache-als-machtinstrument/
    Und deshalb auch mein tätiges Bemühen in meinen Artikeln um präzisen deutschen Ausdruck… 😉

    Gefällt 3 Personen

  2. luckyhans

    zu jwp-e um 06:14
    … dann hätte ich sicher an „fraktal“ Anstoß genommen – eine ganze Kunstkategorie, die ohne Digitalisierung und darauffolgende Computerisierung uns erspart gebleiben wäre – daß die Natur fraktal sei, erscheint mir genauso unsinnig, weil Fraktale erst durch die Computer „entdeckt“ wurden.
    Und zum Wasser sei auf meine eingangs im Artikel verlinkten „älteren“ Beiträge verwiesen – einschließlich Viktor Schauberger natürlich, der auch zur Hydro“wissenschaft“ einiges gesagt hat – leider wird bis heute davon nichts berücksichtigt, bis auf wenige kleine Feigenblatt-„Bach-Renaturierungen“. Gerade gestern habe ich mich wieder mit einem solchen Hydrolügner auseinanderghesetzt, der fleißig das Ufer unseres örtlichen Flüßchens von allen Bäumchen und Büschen freisägte, damit die Sonne schön auf das Wasser scheinen könne – nicht genug, daß das Flüßchen schon weitgehend in einer Betonrinne fließen muß…

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