Menschen …! Wie DU und ICH!

Das Einverständnis des Autors voraussetzend, wird dieser Kommentar, von mir redaktionell sanft „geglättet“, zum Artikel „erhoben“, damit man ihn auch wiederfinden kann: er ist es jedenfalls wert! – LH
– – – – – – –

Menschen …! Wie DU und ICH!

Autor: heinzheidtmannDezember 31, 2016 um 01:12

Ein kurzes Vorwort zum anschließenden Beitrag.

Es geht mir in diesem Beitrag nicht darum zu richten, Menschen zu verteufeln, Menschen niederzumachen, mich über sie zu stellen, oder Besserwisserei zu betreiben, sondern darum, einfache Fragen zu stellen: war das … oder ist das auch heute noch gerechtfertigt, was Menschen in Kriegen getan haben oder noch tun werden.

Ich rede unter anderem vom letzten großen Weltkrieg, der mittlerweile 71 Jahre her ist. Aber, auch von all den anderen Kriegen, die danach noch folgten oder noch folgen werden.
– –

Sind Soldaten,
die in einen Krieg ziehen, weil es ihr Land bzw. ihre Regierung verlangt und für richtig hält – aus welchen Gründen auch immer! -, schuldig, oder nur bedingt schuldig für das, was sie in so einem Krieg tun.
Oder zählt das Motto, bzw. Ausrede: Ich hatte keine andere Wahl!
Oder: weil die meisten es für richtig hielten, hielt auch ich es für richtig und machte mit. Egal, ob gezwungen oder freiwillig!

Eine nicht einfache Frage, die sich hier stellt, z.B.: Ist ein Soldat, der es als seine Pflicht ansieht, für sein Land in den Krieg zu ziehen – warum auch immer -, ein potenzieller Mörder, oder ist das nur als Totschlag zu bewerten, oder nichts von beiden!
Besonders, wenn er gezwungen wurde. Oder wie gesagt, war er einer von jenen, der glaubte im Recht zu sein und sich sogar freiwillig dafür gemeldet hat. Wie so unendlich viele in all den Kriegen.

Es wurde bestimmt schon viel über diese Thematik im Laufe der Jahrzehnte diskutiert. Oft, heiße Diskussionen. Und auch ich habe diesbezüglich schon an solchen teilgenommen.

Was in diesem Zusammenhang die Aussage: „potenzieller Mörder“ angeht, so glaube ich zu wissen, daß es in Deutschland sogar ein Gesetz gibt, daß diese Aussage in Bezug auf Soldaten unter Strafe verboten ist.

Ja … aber, was ist der Soldat wirklich! Nur ein ausführendes Organ, mit der Rechtfertigung, ich musste, oder ich war überzeugt, das dies sein musste!

Ich habe, was dieses Thema angeht, schon mit vielen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen der damaligenden Zeit in den letzten Jahren gesprochen, mit jenen also, die im 2. Weltkrieg gedient haben! Habe aber, niemanden getroffen, der sich nicht irgendwie versuchte herauszureden.
Da kamen dann so Sätze wie: Es wurde ja von mir verlangt!

Hätte ich es nicht getan, hätte man mich wahrscheinlich erschossen.
O.K., das ist natürlich im ersten Augenblick keine schlechte Argumentation, zumindest eine gute Ausrede, um … eventuell sein Gewissen zu beruhigen! Mit so einer Aussage lässt sich in bezug auf das eigene Seelenleben jedenfalls besser leben.

Oder die Antwort: Ich fand das damals einfach richtig! Es musste ja etwas gegen „die Bösen“ getan werden! usw. usw. An Argumenten, wenn es ans wirkliche Eingemachte geht, sind die Menschen diesbezüglich oft sehr erfinderisch. Alle waren dann schuld, nur man selbst nicht!

Wie am Anfang schon gesagt, ich maße mir nicht an, über jene zu richten, egal welchen Grund sie auch aufführen würden!
Denn – wenn man ehrlich zu sich selbst sein will, muss man sich auch einmal selbst die Frage stellen: was hättest DU damals gemacht, oder …, was würdest DU heute machen, wenn man dich auffordern würde, Farbe zu bekennen? Ich weiß, das ist allerdings eine rein hypothetische Frage … und verdammt schlecht zu beantworten.

Ich weiß nicht, wie stark man sein muß, in so einem Fall, aus Überzeugung NEIN zu sagen.
Nehmen wir nur mal das Beispiel an: Ein Erschießungskommando, das einen Fahnenflüchtigen erschießen muß! Oder auch Zivilisten, die man als Partisanen deklariert hat, oder damals die Juden!
Da NEIN zu sagen …, dass wäre wirkliches Heldentum! Wahrscheinlich würden auch manche sagen …, Dummheit oder Selbstmörder!

Oh ja, da ist schon mehr als nur ein wenig Mut gefragt, als Mensch gesehen, NEIN zu sagen …!
Und trotzdem, die Geschichte zeigt es immer wieder, gibt es genug Beispiele, wo Menschen NEIN gesagt haben. Trotz der zu erwarteten Konsequenz. Die oft tödlich endete.

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, wie hätte ICH mich entschieden? Oder würde mich heute entscheiden! Zu urteilen ist immer leicht, wenn es einen nicht selbst betrifft, man selbst also vor so einem Dilemma bisher nicht stand!

Des weiteren habe ich mich ebenfalls gefragt, was später in solchen Menschen vorgeht, die – mal egal wie viele – Menschen selbst ausgelöscht haben.
Wie finden solche Menschen jemals ihren Frieden! Ich weiß es nicht …!
Oder vergißt man einfach, weil es so wie ein Schutzschild ist! Um ruhiger leben zu können!

Dabei fällt mir ein Beispiel ein, das jetzt schon einige Jahre her ist. Es handelte sich um eine bestimmte Begegnung zweier Menschen zum 50ten Jahrestag der Invasion in der Normandie.

Als ich vor einigen Jahren diese Dokumentation im Fernsehen sah, die über die Landung der Alliierten in der Normandie berichtete, welche am 06.06.1944 im Morgengrauen stattfand, und als D-Day in die Kriegsgeschichte einging, machten mich mal wieder einige Dinge diesbezüglich sehr nachdenklich.
Nachdenklich, wieso Menschen sich solche Grausamkeiten immer wieder antun.
Egal, auf welchen Kriegsschauplätzen!
Da schossen Menschen aufeinander, die sich – wie eigentlich in allen Kriegen – noch nicht einmal gekannt haben. Menschen, wie Du und Ich.

Keiner von ihnen hatte eigentlich einen Grund, dem anderen den Schädel einzuschlagen oder eine Kugel zu verpassen oder sonst wie zu massakrieren. Man bekommt Befehle, und führt sie aus.
Machbar wurde es damals erst, durch einen Irren, der sich später die ganze Welt unter den Nagel reißen wollte. Und … ist so eine Lawine dann erst einmal losgetreten, und kommt ins rollen, ist sie kaum noch aufzuhalten. Das Ergebnis kennen wir ja alle.

Ich habe mir, als die Sendung im Fernsehen lief, nur die Dokumentation angesehen, weil diese noch der Wahrheit einigermaßen am nächsten kam. Den Spielfilm: „Der längste Tag“ habe ich mir nicht noch einmal angesehen. Grund: Einmal reichte.
Dieser Film ist im Grunde genommen zu amerikanisiert, wie viele ähnliche seiner Vorgänger. So ein Heldenepos trägt nicht gerade dazu bei, jegliche Kriege abzulehnen.

Doch jetzt zu der eigentlichen Geschichte, die mir bei einer dieser Dokumentationen auffiel.
Es war die authentische Geschichte von 2 Soldaten, die sich bei der Invasion im Frontabschnitt „Omaha Beach“ als Feinde gegenüberstanden.
Gegenüberstanden, ist eigentlich nicht die richtige Definition, weil der eine nämlich, der US Amerikaner, vom Landungsboot in Richtung Küstenbefestigung stürmte, während der andere, der Deutsche, hinter seinem MG im geschützten Betonbunker lag.
Ich will jetzt diese Geschichte nicht bis ins kleinste Detail wiedergeben, sondern mich mehr an das Wesentliche halten, also an den eigentlichen Sinn der Geschichte.

Also, der Amerikaner wurde von diesem deutschen MG-Schützen, der zu dieser Zeit gerade mal 20 Jahre alt war, verwundet.
Durch bestimmte Umstände, wie sie manchmal nur das Leben schreibt, lernten sich beide nach dem Krieg in Karlsruhe, wo dieser amerikanische Soldat in den 60 zigern Jahren stationiert war, kennen.
Der amerikanische Soldat studierte nach dem Krieg Theologie und wurde kath. Priester.

Beide wurden nach dem ersten Treffen Freunde, wenn man es mal vorsichtig ausgedrückt, oder überhaupt so nennen kann! Jedenfalls schrieben sie sich später, nachdem der Amerikaner wieder in die USA zurück gekehrt war, über Jahre hinweg Briefe. Zum 50. Jahrestag der Invasion trafen sich dann beide in der Normandie nach all diesen Jahren wieder. Soweit in etwa die Fakten.

Der amerikanische Soldat, den man einige Male in diesem Zusammenhang interviewte, sagte: Er hätte bei dem Treffen den Deutschen um Verzeihung gebeten!!!
Der Deutsche, sagte bei einem seiner Interviews: Er wäre sich keiner Schuld bewusst, er hätte nur Befehle ausgeführt.
Weiter sagte er, dass er noch geschossen habe, als seine Kameraden bereits schon aufgaben und sich nach hinten absetzten, oder in Gefangenschaft gerieten. Als er für sein MG keine Munition mehr hatte, schoss er mit seinem Karabiner weiter und tötete auf diese Weise noch etliche Angreifer.
Er hatte in dieser Zeit mit seinem MG ca. 12 – 15.000 Schuss abgefeuert! Er sagte, es war für ihn wie auf einem Schießstand. Nach eigenen Angaben hatte er mit seinem MG ca. 2 Tausend Angreifer in diesen Tagen erschossen.

Ich hatte bei diesem Interview das Gefühl, dass dieser Mann, selbst nach diesen vielen Jahren inzwischen, kaum Mitleid mit den Getöteten hatte. Wie er sagte, mußte das sein, man erwartete das damals von ihm. Und außerdem: „Wenn nicht SIE, dann wahrscheinlich er selbst!“
Selbst heute noch versuchte er wohl mit dieser Aussage sein Gewissen zu beruhigen, falls er überhaupt eins hat.

Wie kann man mit so etwas Furchtbarem all diese Jahre leben? Selbst, wenn die Zahl 2.000 übertrieben gewesen wäre.
Das gilt natürlich nicht nur für ihn, sondern auch für all jene, die an diesem oder anderen Kriegen, wo und wann auch immer, teilnahmen.

Für mich spielt es im Grunde keine Rolle, ob ich Einen, Hundert oder mehr erschieße. Für mein Seelenleben wäre das eine so schlimm wie das andere.
Für diejenigen, die erst bei 1000 Toten und mehr zusammenzucken, muß alles, was darunter liegt, wohl weniger schlimm sein.
Ich möchte hier noch mal ausdrücklich betonen, daß ich mich hier nicht als Richter aufspielen will, dazu habe ich kein Recht. Ich frage im Grunde nur, wie verarbeitet ein Mensch, der nicht alles menschliche abgelegt hat, so etwas Furchtbares?

Ich kann Gott nur immer wieder danken, dass er mir bisher erspart hat, mich je vor solche Entscheidungen gestellt zu haben.
Niemand weiß, was er unter bestimmten Umständen gemacht hätte und zu was er fähig gewesen wäre. Auch ich nicht!

Worum es mir aber immer wieder geht, ist deutlich zu machen, wie sinnlos so ein Krieg überhaupt ist. Er hinterlässt nur Zerstörung, viel Leid und ein Meer von Blut und Tränen.

Krieg bzw. überhaupt Gewalt, vergiftet nur die Seelen der Menschen.
Und nur deswegen, weil sie sich einreden lassen (!), Krieg müßte sein. Die Menschen sind oft einfach zu bequem, bestimmte Dinge im richtigen Moment zu hinterfragen und auszuloten.
Erst wenn es zu spät ist und das Kind schon in den Brunnen gefallen, fangen sie endlich an nachzudenken.
Und … machen trotzdem mit. Davon lebt nämlich die ganze Kriegsmaschinerie … und nicht wenig!

Was ist es? was die Menschen einfach nicht begreifen läßt, daß jegliche Art von Haß und Gewalt nur destruktiv ist, Gewalt nur wieder Gegengewalt, Haß nur wieder Gegenhaß erzeugt. Und Druck nur wieder Gegendruck!

Fakt ist:
Wen wundert’s! Gewalt findet ja schon in der kleinsten Einheit, der Einheit der Familie statt.
Wie will man da Kriege vermeiden, wenn der Kleinkrieg schon zu Hause in den vier Wänden stattfindet!

Einfach, ein ewiger Kreislauf ….!

– – – – – – – – – – – – –

Kommentar fini09(auf finis Wunsch entfernt)

https://dudeweblog.wordpress.com/stammtisch-plauderecke/

– – – – – – – – – – – –

Ja, soweit unser Nachdenklicher.
Nun wäre ja bei einem solch schwierigen Thema es erstmal angebracht, ein paar Begriffe zu klären.

Was ist mit „Schuld“ gemeint?
In Anbetracht des vielfältigen und heftigen Mißbrauches, der mit diesem Wort seit Jahrtausenden getrieben wird, schlage ich vor, im Geiste jedesmal „Schuld“ durch „Verantwortung“ und „schuldig“ durch „verantwortlich“ zu ersetzen – dann wird klarer, was der Autor gemeint hat.

Sodann ist der Unterschied zwischen Mord und Totschlag zu erkennen.
Juristisch wird ein Mord durch 3 Unterschiede vom Totschlag abgesetzt: Planung, Heimtücke, Brutalität, die allesamt gegeben sein müssen, damit auf Mord plädiert werden kann.
Insofern ist juristisch gesehen bei Soldaten – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – stets auf Totschlag zu erkennen.
Ob das für Offiziere auch immer gilt, und inwieweit die in der HLKO von 1907 ausdrücklich zugelassenen „Kriegslisten“ nicht doch die Kriterien „Planung“ und „Heimtücke“ erfüllen, sei den Juristen überlassen – und dem Gewissen der jeweiligen Offiziere.

Und auch der Befehlszwang ist zu hinterfragen.
Theoretisch ist der Bundeswehrsoldat heute sogar berechtigt, einen Befehl zu verweigern, wenn dieser „unmenschlich“ ist.
Da stellt sich doch gleich mal die Frage, was am Krieg überhaupt „menschlich“ sein soll.
Wem erschließt sich diese „Logik“?
Und wie soll das dann praktisch aussehen? Wie ist dieses „unmenschlich“ da zu definieren? Und durch wen?

Es bleibt der Verdacht, daß es sich bei dieser Bestimmung um das berüchtigte „Feigenblatt“ handelt, mit dem versucht wird, unsittliches oder gegenteiliges zu verstecken – was in der Regel nicht gelingt.
Daher ist auch heute davon auszugehen:
Wer im Krieg einen Befehl offen verweigert, wird standrechtlich sofort oder – sehr selten – nach einem entsprechenden Prozeß meist erschossen.

Es ist also für den Soldaten in aller Regel eine Frage des Überlebens, ALLE Befehle erstmal auszuführen.
Die einzige Option, die er hat, ist das WIE? der Ausführung, d.h. schieße ich wirklich die Leute tot oder verwunde ich sie, so daß sie mit etwas Glück dann (gemäß HLKO) „aus dem Rennen sind“, aber überleben können.

Es wurde festgestellt (aber nie groß veröffentlicht), daß über 90% der GIs in Vietnam meist zu hoch geschossen haben, um niemanden zu töten. Die natürliche Hemmung, andere Menschen zu töten, ist sehr stark in uns angelegt, und ohne direkte und unmittelbare (!) Bedrohung für das eigene Leben wird ein normaler Mensch, d.h. der nicht fanatisiert, also übermäßig indoktriniert ist, immer davor zurückschrecken, den anderen zu töten.

Nicht umsonst wird bei der Ausbildung von Soldaten – gerade in Spezialeinheiten – unbedingt darauf geachtet, daß sie bei den Trainings an Puppen auch immer fest zustechen – so soll ein „Mechanismus des Tötens“ in diesen Menschen implementiert werden, der die natürlichen Hemmungen überwindet.

Und nicht umsonst werden blutjunge Menschen mit 18 Jahren zuerst zur Armee eingezogen – sie sind noch nicht „ausgereift“ und noch leichter beeinflußbar.
Wahrscheinlich ist sogar die Senkung der Volljährigkeit – von 21 auf 18 Jahre – in Wahrheit genau dadurch „begründet“ gewesen, daß man die jüngeren leichter indoktrinieren und somit für Grausamkeiten mißbrauchen kann.

Soweit meine ergänzenden Anmerkungen – nochmals besten Dank an HeiHei für seinen sehr substantiellen Beitrag!
LH

24 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Freiheit, Gastbeiträge, Kriegstreiber, Manipulation, Menschen, Sinn

24 Antworten zu “Menschen …! Wie DU und ICH!

  1. heinzheidtmann

    LH
    Danke! für diese weitere Sichtweise zu meinem Artikel. Absolut OK.

    Man könnte weitere Bücher um Bücher schreiben, und all die aufzählen, die darüber bereits geschrieben wurden, was dieses Thema betrifft. Mit den unterschiedlichsten Sichtweiten, mit dem Zeigefinger und ohne! Aber all das, kann nicht ersetzen, was der einzelne mit seinem Seelenleben klären müsste! Da wir alle ein unterschiedliches Seelenleben haben, sind auch die Empfindungen meistens anders. Warum das so ist, hängt mit vielen Dingen zusammen. Von den Genen angefangen, über den Charakter, Erziehung, unterschiedliche Gefühle, und auch die Religion nicht zu vergessen! Im Grunde also, muss jeder mit so einer Geschichte, ob Seelenleben oder nicht, und an was er glaubt oder für richtig findet, damit allein fertig werden. Auch eventuell mit seinen Ausreden. Da gibt es keine Regel.

    Als Nichtteinehmer so einer Geschichte, kann man höchstens mutmaßen, was man eventuell gemacht hätte oder auch nicht. Und das kann im Grunde absolut falsch sein. Denn die Zeit war einfach eine andere. Und jede Zeit hat nun mal seine eigene Prägung. Die man nicht wegreden kann. Also, wäre eine Aussage nur hypotetisch! Wir können im Nachhinein nicht wissen, wie wir zu dieser Zeit gedacht, getan oder für richtig gehalten hätten. Unser Gefühlsystem oder auch Glauben, wäre wahrscheinlich nicht das gewesen, was es heute ist. Einige dieser Gründe habe ich ja aufgezählt! Also, zu sagen ich hätte!!! … können wir abhaken!

    Gruß H H.

    Gefällt mir

  2. Eierdrücker

    Ich vermisse immer den Bezug auf den Einzelnen.
    Jeder wird für sich geboren und jeder stirbt für sich, auch der Soldat.
    Bei bestimmten Themen, vor allem, wenn es mit Manipulationsabsichten geschieht, wird immer in Summenbegriffen gearbeitet.
    Es werden Kategorien geschaffen und diese dann verwendet um sie als Schubladen zu verwenden zur Ablage von Einzelnen.
    So auch Soldaten als solche, mal als Retter, mal als Mörder.
    So wie mans gerade braucht.
    Die soziologisch/psychologisch fundierte Menschenentwicklungsverhinderungsstrategie, die immer zuspitzt, vernebelt und verlogen ist.
    Karma ist immer individuell, intrapsychische Vorgänge sind da bildend.
    Bin ich also Genußkiller oder töte ich gemäß Bagavad Gita-Zeiten, ohne Hass, als unter Umständen Vollzieher göttlichen (karmischen) Wirkens.
    Bei diesen Diskussionenanschüben (z.B. sind Soldaten Mörder) bestimmter Kreise spüre ich meist unlautere Absichen, weil die wesentlichen Kräfte sich im Hintergrund die Hände reiben.
    Die Perspektive und der Fokus werden oft in verlogener Weise und mit hinterhältigen Absichen ins Leben gerufen.
    Warum soll ich meinen Blick verengen lassen – Analyse ist Teil der Arbeit bleibt jedoch ohne Synthese unbefriedigend und gefährlich.

    Gefällt 1 Person

  3. Freidavon

    Ich mag die unterschwellige Beschuldigung der Deutschen im Artikel nicht, welche ja immer Juden erschossen haben und deren Führer es auf die Weltherrschaft abgesehen hatte. Das sind Einflechtungen, welche auf ein gewaschenes Gehirn schliessen lassen.
    Der letzte große Krieg war, besonders für die Deutschen, existenziell! Die Deutschen haben um ihr Überleben gekämpft. Wer sich etwas informiert und nicht nur die Siegerlektüre liest, der weiß das heutzutage.
    Aber:
    Es gibt einen Grund reinen Gewissens das Geschäft des Soldaten zu verrichten und dieser Grund ist die Verteidigung der Heimat. Mit der Heimat ist hier nicht ein Staat gemeint, oder ein bestimmtes Gebiet, sondern es geht um die Verteidigung seiner Familie, seiner Freunde und aller sonstigen Volksgenossen, welche nicht in der Lage sind sich selbst zu verteidigen.
    Es ist also der Fall, eine ausländische Streitmacht davon abzuhalten, oben genannten ein Leid anzutun und dafür zu kämpfen, daß diese Streitmacht nicht die Grenze hierzu überschreitet. Es ist Verteidigung und diese Verteidigung kann auch auf dem Gebiet des Anderen stattfinden.
    Wenn wir den Angriff der Wehrmacht auf Russland betrachten, dann hätte dieser der eigenen Verteidigung gelten können, wenn Russland tatsächlich mit einer Angriffsarmee an der Grenze bereitstand. Es war jedoch nie ein begrenzter Schlag der Wehrmacht, sondern es war ein Angriff in die Tiefe Russlands, welcher nichts mehr mit Verteidigung zu tun hatte, sondern ein expansiver Angriff war.
    Hier ist ein klarer Unterschied zu erkennen, denn das Töten als Soldat, ist immer nur im nachvollziehbaren(!) Bedrohungsfall mit reinem Gewissen zu leisten. Hingegen in dem Fall, wo sich das Soldatsein zur Pflichtleistung, für den einzelnen Soldaten nicht nachvollziehbar, im Dienste andere Interessen ergibt, ist sein Gewissen gefragt.
    Als die Bundeswehr noch Pflicht war, konnte man den „Wehrdienst“ aus Gewissensgründen verweigern. Dabei ging es genau um diesen Unterschied, indem es geradezu zu deiner Verpflichtung wird, eine direkt erkennbare Bedrohung für deine Familie etwa abzuwenden und dafür auch notfalls zu töten, oder die Situation die du als Soldat einer Armee auf Befehl abzuleisten hast, die im Auftrag für nicht nachvollziehbare Kräfte oder Ziele missbraucht werden kann.
    Heute gibt es ja keine Wehrpflicht mehr und wer heute der Bundeswehr beitritt, der tut dies freiwillig. Alles was ich freiwillig mache, geht auch in meine Verantwortung über. Ich habe mich also vorher zu fragen, dient mein Einsatz, indem ich fremde Menschen auf fremden Boden töte, der Verteidigung meiner Heimat, Familie usw.? Oder begebe ich mich freiwillig unter die Befehlsgewalt, welche mich dann zum töten aus nicht nachvollziehbaren Gründen zwingt. Wenn ich also genauer gesagt, mich an Angriffskriegen im Ausland beteilige, dann nehme ich Schuld auf mich, da es weit über das hinausgeht, was mir durch mein Gewissen im nachvollziehbaren Verteidigungsfall erlaubt wäre. Wenn ich mich z.B, zum Kriegsdienst entscheide, weil mein Land vom Terror bedroht ist, dann muß ich mich fragen ob ich diesen Terror tatsächlich persönlich(nachvollziehbar) erlebt habe, oder ob ich nur glaube was im Fernsehen behauptet wird. Wenn ich es selber nicht erlebt habe und es auch niemand aus meiner Familie und Freundeskreis erlebt hat, dann kann ich auch keine Gewissensentscheidung aus einer Bedrohung heraus treffen.

    Der hier als gewissenloser Massenmörder dargestellte deutsche Soldat, hatte nicht diese Wahl, denn hätte er sich geweigert auf den Feind zu schiessen, so wäre er wohl selbst erschossen worden. Gewissensmäßig hätte er sich im Konflikt befunden, denn er wußte, wenn er denn Feind jetzt und hier nicht aufhält, dann wird er morgen seine Heimat verwüsten. Er hat also verteidigt. Andererseits befand er sich in Frankreich, welches nun nicht gerade seine Heimat war und er hätte sich fragen müssen: „Was habe ich hier überhaupt zu suchen“?
    Für die Deutschen war es also ganz schwierig, denn wie gesagt führten sie ja auch einen existenziellen Kampf, welchen sie auch gefühlsmäßig als einen solchen erfassten, andererseits ging ihr Einsatz zu weit über die reine Verteidigung hinaus. Da die Bedrohung von Heimat und Familie jedoch nachvollziehbar war, konnten sie sich nicht aus dieser Verpflichtung herausnehmen. Wäre Hitler und Deutschland tatsächlich offen auf expansiven Angriff ausgerichtet gewesen, dann wäre es auch eine ganz andere Sache gewesen. Wenn ich jetzt einmal vergleiche mit einem Soldat in der Armee der USA, dann muß festgestellt werden, dieser hatte nicht die geringste Bedohung seiner Heimat und Familie zu befürchten. Sein Einsatz war rein machtpolitisch basiert und er tötete gewissenlos. Der Deutsche hingegen, wurde tatsächlich durch die Welt bedroht und wir können unsere Vernichtung heutzutage schrittweise nachvollziehen. Das er selbst in dieser Situation noch als Angreifer ausgenutzt wurde und von zu jener Zeit unüberschauhbaren Kräften vernichtet und bis heute als Verbrecher verunglimpft wird(siehe Artikel oben), ging über das für sein Gewissen nachvollziehbare hinaus.
    Dennoch denke ich es erübrigte sich der Gedanke zum Widerstand für die meisten Deutschen, denn abgesehen von ihrer existenziellen Bedrohung durch die Welt, hatten sie ja auch eine existenzielle Bedrohung im eigenen Lande. Sie lebten unter Notstandgesetzen und das darf man nie vergessen. Wer den Wehrdienst verweigerte, mußte mit völliger Entrechtung rechnen, einer Einweisung ins Lager wohlmöglich, oder sogar Erschiessung wegen angeblicher Feigheit vor dem Feind. Wer also dem NS-Scheinstaat irgendetwas verweigerte, für den war der Tod ganz nah.
    Wenn sich also jemand dafür entschied, die existenzielle Bedrohung seines Volkes als überwiegend anzusehen, dann ist im daraus kein Vorwurf zu machen, denn die war gegeben. Es waren alles nur Menschen und sie mußten entscheiden wie sie ihrer Familie am besten dienten, durch die Abwehr jeglicher Feinde, oder durch ihren eigenen Tod als Widerständler. Die Familie eines Widerständlers hatte im übrigen auch nichts mehr zu lachen.

    Gefällt 2 Personen

  4. Eierdrücker

    Freidavon

    Was bleibt dem Soldaten übrig?
    Anständig sein.
    Das geht.
    Also nicht Orgien von Vergewaltigungen und Bluträuschen feiern.
    Oder Kriegsgefangene in Waggons stecken und dann ein paar Tage bei minis 30° stehen lassen;
    oder schlicht verhungern oder zu Tode arbeiten lassen.
    Zivilisten braten oder metzeln.
    Alles Karma welches nach Ausgleich ruft.
    Und die Folgegenerationen – überall die in Kriegen geboren oder Kleinkind waren.
    Da wartet ein gigantischer Ausgleich.
    Und Karma ist immer individuell.
    Was, wenn ich einmal erkoren sein sollte Karma auszugleichen?
    Eventuell in Stellvertretung?

    Gefällt 1 Person

  5. heinzheidtmann

    Freidavon
    Januar 10, 2017 um 14:27

    Nun, dann hast Du ja ein ruhiges Ruhekissen. Von mir, bekommst Du keine Absolution!

    Gefällt mir

  6. Freidavon

    „Was bleibt dem Soldaten übrig?
    Anständig sein.
    Das geht.
    Also nicht Orgien von Vergewaltigungen und Bluträuschen feiern.
    Oder Kriegsgefangene in Waggons stecken und dann ein paar Tage bei minis 30° stehen lassen;
    oder schlicht verhungern oder zu Tode arbeiten lassen.
    Zivilisten braten oder metzeln.“

    Welcher Soldat tat dies denn von sich aus? Solche Dinge werden befohlen oder angezettelt. Es sind nicht die Soldaten die von sich aus in Gewalträusche verfallen, denn töten zu müssen bedeutet nicht jeglichen Anstand zu verlieren. Und die meisten Soldaten aller Nationen sind und bleiben auch anständig.

    Gefällt 1 Person

  7. heinzheidtmann

    Der erste Weltkrieg, war schon schlimm! Der zweite hat alles übertroffen.
    Egal wer, nichts war in dieser Art wie es geschen war, von menschlicher Seite gerechtfertigt. Die Rechtfertigungen, werden wie immer aus dem Hut gezogen. Und die Aussage, wo gehobelt wird fallen Späne, liebe ich am meisten. Denn das zeigt, im Grunde wie immer, was ein Menschenleben wert ist. Ganz deutlich … einen Scheiß!

    Es waren Millionen Soldaten auf allen Seiten, an Kreultaten beteiligt. Von einem anständigen Krieg, habe ich sowieso noch nie gehört. Um all die Kreultaten aufzuzählen, brauchte man Monate! Egal von welcher Nation.
    Aber im Grunde, kann man sich das eigentlich ersparen, dass kann man, wenn man sich die Mühe macht, überall nachlesen. Sogar mit Bilder!

    Gefällt 1 Person

  8. Eierdrücker

    Freidavon

    Es gab Russen und Amis die sich so oder so verhielten.
    Eisenhower hin Schukow her.
    Im Tun von Schweinereien bin ich mit meinem Selbst dabei.
    Warum muß ich nach dem Vergewaltigen auch noch Bäuche aufschlitzen?
    Nur weil ein perverser Oberpropagandist schreit: tötet, mordet, vergewaltigt?
    Andere gaben einem Mädchen zuvor reichlich Wodka, damit es „gnädiger“ wurde und bedankten sich noch hinterher.
    Und in den Rheinwiesen konnte man die Augen zudrücken oder schießen.

    Im Kampf ist es anders, da den „Anstand“ mal verlieren ist immer möglich.
    Da möchte ich ohne genausete Kenntnis der Vorgänge nicht urteilen.

    Gefällt mir

  9. heinzheidtmann

    +Eierdrücker
    Ich hatte ja in einigen meiner Beiträge diesbezüglich schon gesagt! Ich danke Gott, dass ich nie herausfinden musste! wo ich gestanden hätte, hätte ich in jener oder welcher Epoche auch immer, vor solch einer Situation gestanden. Ich weiß es nicht!

    Gefällt mir

  10. luckyhans

    Bitte nicht falsch verstehen, aber ich finde, die Grundlagen für eure Diskussion sind absolut nicht mehr zeitgemäß.

    Zum einen betrachtet bitte die Kriege bisher: WK1 – zwischen 5 und 12% Zivilisten als Tote, WK2 – 80 – 85% zivile Opfer, Irak/Afghanistan/Syrien 95% der Opfer Zivilisten – der Krieg wird nicht mehr wegen und gegen Soldaten geführt, die HLKO ist längst nur noch ein Fetzen Papier.
    Alle „modernen“ Kriege seit WK2 werden ausdrücklich und immer stärker gegen die Zivilbevölkerung geführt. Und zwar fast ausschließlich mit Abstandswaffen, also Bomben, Raketen, Ferngeschützen, reaktiven Werfern usw.
    Die Ami-Kriege seit 1945 haben über 6 Millionen Leben gekostet, zu 90% Zivilisten!

    Zum anderen seht euch doch an, wer die „Kämpfer“ sind in Syrien, die der regulären syrischen Armee und den russischen Streitkräften gegenüberstehen – das sind doch zu 99,9% SÖLDNER!
    Leicht daran zu erkennen, daß sie sofort, als bei Daesh die „Löhne“ und Kopfgelder erhöht wurden, ein Großteil der „Kämpfer“ der „gemäßigten Opposition“ augenblicklich zum Daesh überliefen, mit allen Waffen und Munitionen!
    Leute, die FÜR GELD TÖTEN!
    DAS SIND Auftrags-MÖRDER!
    So wie auch alle Soldaten der Bundeswehr, die sich im Auslandseinsatz befinden.
    Stellt sich da die Frage nach dem Gewissen überhaupt noch?

    Gefällt 2 Personen

  11. heinzheidtmann

    LH
    Ich verstehe das schon richtig!

    Für mich ist jemand, der tötet, wenn er nicht unbedingt in Notwehr handelt, für sich oder sein Land, also direkt angegriffen wird …, ohne wenn und aber, ein Mörder! Davon gehe ich nicht ab. Der Rest, sind nur Ausreden, und im Grunde, wie schon gesagt, Söldner bzw. gedungene Mörder! Für diese Aussage, wird man zwar in diesem Mafia-Staat inzwischen bestraft, aber …, des wegen werde ich nie meine Meinung dazu ändern. Das schafft niemand. Höchstens, das ich dann Staatsfeind Nr. 1 werde. So genau nehme ich das. Ich beuge mich nicht für Auftragsgeber in Sachen Mord!

    Gefällt 2 Personen

  12. Eierdrücker

    Luckyhans

    Zeitgemäß insofern, daß wir mit unseren Argumenten mehr in der näheren Vergangenheit verhaftet waren.
    Die Entwicklung des Soldatentums schreitet weiter.
    Das Individuum entwickelt sich.
    Und dann gibt es noch die Soldatenge- oder verbraucher.
    Auch hier sind Kräfte am Werk.
    Nur kurz.
    Es gibt Berufssoldaten, die lernen das Töten. Legionäre und Söldner ebenso. Wobei Söldner früher, ich denke da an die Hessen oder Schweizer, vermietet oder verkauft wurden von ihren Herren oder eidgenössischen Departementes (sozusagen).
    Und heutzutage sind Soldaten für mich nur dann keine Mörder, wenn sie sich verteidigen.
    Bei sog. Vorneverteidigungen wird es schon schwierig.
    Im WK1, infolge der Ententeabsichten wohl erlaubt.
    Im WK2 wurden die Soldaten ja mißbraucht auf dem Altar der Kräfte, die schlachten und vernichten wollten.
    Heutzutage sind Soldaten gelegentlich in einer eigenen sittlichen Reife verhaftet, die mir nicht erlaubt sie als Mörder zu bezeichnen.
    Dafür würde ich viele in den planenden Etagen vor Gericht stellen und nach neu geltendem Recht der kompletten Offenlegung der Aktenlage aburteilen.
    Niemals Immunität und Verheimlichung.
    Die demokratisch geförderten Verheimlichungen und Nichtachtungen des hochgelobten Souveräns (z.B. Verheimlichung vor dem brit. Parlament der Unterredung von Lichnowski und Grey 1914) zeigen ja welch verdorbenes System hier lebt.
    Dieses Gesox ist verantwortlich und generell lebenslang mit anschließender Sicherheitsverwahrung wegzuschließen.
    Das Thema gänzlich nur auf den Soldaten zu beschränken wird erst dann möglich, wenn das Individuum eine entsprechende Reife hat.
    Die sehe ich z.Z. nur in sehr begrenztem Umfang.
    Und die Regierenden wollen das auch nicht.
    Soldaten sollen funktionieren – nicht denken und selbstbewußt handeln.
    Nach eigentlich noch zu schaffenden Individualrecht für Soldaten: jeder darf nach seiner Motivlage sein Werk verrichten.
    Und immer dafür bereit sein zur Rechenschft gezogen zu werden. In allen Etagen, denn wenn Krieg beginnt sind alle Beteiligten „Soldaten“.
    Nicht nur Schießer, sondern auch Frackträger in Politik und Wirtschaft.
    Die beknackte und bewußte Einengung auf den dämlichen Spruch „Soldaten sind Mörder“ ist rein manipulativ.
    Denn wir haben hier Gehilfen der Umerziehung an allen Hebeln und die werden dafür bezahlt oder haben ihren Logeneid geschworen.

    Gefällt mir

  13. Freidavon

    Es gibt Mörder welche von sich aus diese Entscheidung zum töten treffen, aus irgendwelchen persönlichen Gründen und es gibt die Mörder die von jemanden dazu beauftragt werden. Die Auftragsmörder tun dies gegen Bezahlung und fragen nicht nach den Gründen, denn das würde sie evtl. belasten.
    Einen Krieg mit Beteilung des Volkes kann es in Zeiten der Globalisierung nicht mehr geben, denn es gibt keine Soldaten mehr. Aber das System kann Teile des Volkes zu bezahlten Mordgehilfen machen, zu Söldnern, die im Auftrag und gegen Bezahlung nicht nur die Unterdrückung der Völker gewährleisten, sondern im Zweifelsfall auch wildfremde Menschen töten.
    Natürlich werden wir in allem gigantisch belogen und setzen uns deswegen für das Falsche ein. Es werden mit uns Verträge gemacht, die uns an den Verbrechen des Systems beteiligen und diese Verträge sind immer so gehalten, daß sie uns den wahren Inhalt verschweigen. Das heißt jedoch nicht, wir hätten die wahren Inhalte nicht erkennen können.
    Das die USA wie England zuvor, die Welt mit permanenten Terror überzieht und zwar seit Jahrzehnten, daß haben mittlerweile die Meisten erkannt. Wenn ich mich nun freiwillig zum Gehilfen der „Weltpolizei“ mache, dann kann ich nie behaupten ich hätte dies nicht erkennen können. Es ist vieles heutzutage so offensichtlich geworden, denn das ist gerade der Trick. Indem sich das System immer offener zeigt und die Menschen sich trotzdem dafür mißbrauchen lassen, laden die Verantwortlichen enorme Schuld auf uns ab. Wir hätten das alles sehen können und genau das werden sie uns irgendwann haarklein unter die Nase reiben. Denn je offener sie uns das auf Verbrechen basierende System zeigen, desto mehr machen wir uns zu Ihresgleichen, indem wir unbedacht ihren Aufträgen und Verträgen folgen und dies oft nur, weil wir uns für den besseren Teil der Menschheit halten und deswegen blind sein wollen, gegen alle Widersprüche.
    Ein Bundeswehrsoldat heute, kann zurecht als Helfer des Verbrechens bezeichnet werden, denn er müßte sich bei Einsätzen im Ausland immer wieder fragen, was habe ich hier zu suchen, welchen persönlichen Grund habe ich, um mich für das Eindringen in fremde Hoheitsgebiete zu entschuldigen?
    Die Lügen der Propagandamaschinerie werden immer anspruchsloser und ich kann doch nicht nur aufgrund dieses dummen Gewäschs, mein Gewissen ausschalten und freiwillig und gegen Bezahlung mich für alles benutzen lassen.
    Es gibt immer Versuchungen und man kann nicht immer allem sogleich widerstehen, aber man muß hin und wieder zur Besinnung kommen und seinen Weg überprüfen. Diese Verantwortung hat jeder Mensch und sie entscheidet darüber, ob wir uns an Verbrechen beteiligen, oder Verbrechen begünstigen.
    Dies allein ist dann auch bereits die Formel gegen das Verbrechersystem. Wenn wir aufhören uns an diesem ganzen Dreck zu beteiligen, dann lösen sich die Probleme von allein. Wenn ich mich entscheide im Auftrag sogar zu töten, dann bin ich nunmal ein Mörder, welcher sich für ein Verbrechen hat kaufen lassen, gegenüber Menschen die er nicht kennt und nicht beurteilen kann. Dies hat überhaupt nichts mehr mit Verteidigung zu tun es gibt keine Entschuldigung. Söldner und Soldaten unterscheiden sich also grundlegend und Soldaten gibt es nicht mehr.

    Gefällt 1 Person

  14. Freidavon

    „Diese Verantwortung hat jeder Mensch und sie entscheidet darüber, ob wir uns an Verbrechen beteiligen, oder Verbrechen begünstigen.“

    „ob wir uns an Verbrechen beteiligen, oder sie verhindern“ sollte es heißen.

    Gefällt mir

  15. heinzheidtmann

    +Eierdrücker
    Einige Aussagen von Dir, kann ich unterschreiben. Aber … nicht alle!

    Ich werde, wie ich schon sagte, nicht von meiner Meinung abgehen. In Notwehr töten, egal ob für mich oder mein Land, wo ich beheimatet bin, ist OK. Aber auch verständlich.
    Bei allem anderen gibt es keine Ausnahme. Egal wer mir – in welcher Richtung auch immer – etwas aufschwatzen, mich für blöd bzw. doof verkaufen will. Mich belügen, betrügen, manipulieren will. Niemals würde ich dieser Polit-Mafia oder welcher auch immer, auf den Leim gehen, wenn es um so ein ehernes Gesetz geht. Denn wenn ich erst anfange, Kompromisse zu machen, ist mein Standpunkt der aus meiner Seele kommt, diesbezüglich keinen Cent mehr wert. Es gibt da nur, ein entweder oder! Da muss ich Farbe bekennen.
    Es sei denn, ich scheiße auf Gott, jede christliche Religion, von mir aus auch auf jede andere, die das Leben absolut in den Vordergrund stellt, das eindeutig sagt, du sollst nicht Morden!

    Wenn nicht!
    Dann brauchen wir hier erst gar nicht darüber zu reden, ob und wie ich jemand, und wofür, ermorde. Es sei denn, ich mache mir meine eigenen Gesetze. Wie das ja soviele tun. Mit all ihren Ausreden und Alibis! Sowie unsere Polit-Verbrecher, die jeden Paragraphen ins Absurdum führen, wenn es ihnen in den Kram passt.

    Also, was und wer, sollte mich da noch stoppen. Im privaten Leben, vielleicht noch mein Gewissen, falls ich eines habe!
    In jedem Krieg der mir aufgezwungen wird, oder zu dem ich mich freiwillig hergebe, kann ich dann mit Alibis und mit der Lizens zu morden, meinen Lüsten frönen, denn meine selbstgebastelten Ausreden, helfen mir dabei, mein Gewissen zu Hause zu lassen. Wie gesagt, falls ich eins habe, dass mir eine Achtung vor jedem Menschenleben gegeben hat. Damit rede ich noch nicht einmal von Religion/en!
    Da kommt bei mir die Seele ins Spiel. Es sei denn, mein Seelenleben ist mir scheißegal! Oder, glaube erst gar nicht daran.

    Außerdem, jeder der den Notwehrparapraphen kennt, weiß, dass dieser eindeutig das Töten regellt. Fange ich an, daran herumzuschnitzen, brauche ich gar keinen Paragraphen. Mache mein eigenes Gesetz.
    Kein, irgendein, irgendwie oder vielleicht, könnte in bestimmten Situationen für mich eine Ausnahme machen, darum bleibe ich persönlich, bei einem eindeutigen NEIN, und kein „Wenn und Aber“. Hier geht es nämlich um Menschenleben, das höchste Gut, und nicht darum, wie ich am besten meine Ansichten und Vorteile verpacke.

    Für mich, wäre schon schlimm genug, jemand in Notwehr zu töten, also jemand, der mir ernsthaft ans Leder will! Wo ich vielleicht keine Wahl habe!
    Und selbst, unser Gesetz, kennt in so einem Fall noch eine Verhältnismäßigkeit, die beachtet werden muss bzw. sollte. Was natürlich nicht immer einfach ist!

    Ich habe nicht immer so gedacht! Aber, mit der Zeit wird man entweder weiser, einsichtiger, reifer, und auch Bewusstseins relevanter, für sich selbst, oder … man latscht weiter auf dem mittlerweile ausgetretenen Weg. Man lernt es nie, weil man es erst gar nicht will.

    Das ein Menschenleben nun mal das höchste Gut ist, was es auf diesem Globus gibt, scheint den meisten inzwischen lange abhanden gekommen zu sein. Im Grunde eigentlich nichts NEUES!
    Jene, die Menschen nur als Nummer sehen, als manipulierbares Objekt, als Dreck und dergleichen, sind es in meinen Augen nicht wert, je geboren worden zu sein.
    Leider aber, gehören sie nun mal zu unserem aller Leben, zu unserem Dualsystem, zu GUT und zu BÖSE! Gegen das, wir alle mehr oder weniger zu kämpfen haben!
    Also, jeder kann sich für die Seite entscheiden, die ihm am meisten liegt. Diese Freiheit hat er nämlich seit ewigen Zeiten! Egal, wie er sich diese Freiheit zurecht strickt.

    Zu guter letzt ist jeder seines Glückes Schmied, wie man so salop sagt …! Ich meine, Glück hat damit nichts zu tun! Darum sage ich: jeder ist seines Schicksals Schmied. Mir passt das besser in mein Weltbild bzw. Seelenleben.
    Diese Einstellung von mir, hat aber auch etwas mit Glauben zu tun!
    Aber das, ist wieder eine ganz andere Geschichte!

    Gefällt mir

Leserbrief schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s