Wirtschaftswachstum ohne Geld

Klingt erstmal sonderbar, nicht? Wie soll das gehen?
Sind wir doch alle voll darauf konditioniert, daß ohne Geld gar nichts geht…

Aber lassen wir doch die Vorurteile und „Überzeugungen“ einen kurze Weile beiseite und lesen mal weiter.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 29.12.2016
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Die geniale Erfindung der stalinschen Ökonomen könnte uns zugutekommen

23. Dezember 2016

Eine geniale Erfindung der stalinschen Ökonomen

Seht euch an, wie paradox die kapitalistische Ökonomie ist: im Lande X gibt es Ziegelsteine, Beton, Sand, Arbeiterhände, kluge Köpfe, mit einem Wort, alles um viele viele Wohnhäuser zu bauen, welche die Bevölkerung benötigt.
Trotzdem werden keine Häuser gebaut.
Wenn ihr fragt: Warum? – Dann antwortet man euch: Weil kein Investor da ist.

Jungs, um ein Haus zu bauen braucht man nicht Geld, sondern Ziegel. Wenn ihr Ziegel habt und die benötigten Häuser werden nicht gebaut, dann ist „etwas faul im Staate X“.

Aber wie soll das gehen ohne Marktinvestitionen? fragt ihr.

Die Antwort auf diese Frage findet ihr in unserer Geschichte.
Zu Stalins Zeiten wurde die Industrialisierung bei praktisch vollständigem Fehlen eines Marktinvestments durchgeführt.
Die inneren Möglichkeiten einer Marktfinanzierung waren sehr schmal und das Ausland hatte uns nicht sehr eilig, uns zu helfen.
Wie A. Swerjew im Buch „Die Notizen des Ministers“ (der Finanzen) schrieb:
„Die Kommunistische Partei hatte den Erhalt von Ausländischen Anleihen zu räuberischen Konditionen abgelehnt, und zu ‚menschlichen‘ wollten uns die Kapitalisten nichts geben.“
Nach unterschiedlichen Bewertungen stellten westliche Kredite nur etwa 3 – 4% der Investitionen während des ersten Fünfjahrplanes dar (und später waren sie gar nicht mehr nötig), so daß sie keine besondere Rolle gespielt haben.

Wobei die Industrialisierung in phantastischem Tempo vorankam.

Die Marktinvestitionen, welche der Staat durch das Getreidemonopol bekam, betrugen in der Zeit der Industrualisierung: erster Fünfjahrplan, erstes Jahr = 38%, zweites Jahr = 18%, drittes Jahr und folgende = 0%!
Das Industriewachstum betrug: im ersten Fünfjahrplan +1500 neue Betriebe und Unternehmen, im zweiten Fünfjahrplan +4000 neue Betriebe und Unternehmen.

Das ist sozusagen der Alptraum für liberale Markt-Ökonomen: die Investitionen fallen auf Null, und die Wirtschaft wächst und wächst.

Wie hat nun dabei das Finanzsystem funktioniert, wie ist es den Finanzleuten gelungen, ein System ohne den „allmächtigen Investor“ aufzubauen?

Während der Kreditreform in den Jahren 1929-30 war in der Sowjetunion ein Zweikreis-Geldsystem aufgebaut worden. Buchgeld und Bargeld waren gegenseitig nicht konvertierbar.

Das Buchgeld gewährleistete das Funktionieren der Bautätigkeit, der Industrie und der Landwirtschaft unabhängig von Markt und Angebot/Nachfrage.
Das Bargeld sorgte für die Marktvorgänge.
Im Wesen war das eine Wirtschaft mit zwei verschiedenen Geld-Typen, deren Funktionen unterschiedlich waren.
Das Bargeld konnte alle üblichen Funktionen des Geldes innerhalb des Landes erfüllen, aber die Verwendbarkeit dieses Geldes war faktisch auf den Einzelhandel beschränkt.

Die Funktionen des Buchgeldes waren begrenzt – ihm war die Funktion der Akkumulation und der Schaffung von Schätzen genommen.
Unter den Bedingungen der sozialistischen Ökonomie, welche nicht den Gewinn zum (alleinigen) Ziel hat, waren diese Funktionen einfach schädlich.
Das solcherart funktional eingeschränkte Buchgeld konnte nur im sozialistischen Segment der Wirtschaft arbeiten.
Außerhalb dieses Segments gab es einfach kein Buchgeld. Es war auch sinnlos, davon etwas zu stehlen, denn es konnte nicht auf dem Markt ausgegeben werden. Aus demselben Grunde konnte es nicht für Bestechungen verwendet werden.
Dieses Geld konnte nur zu seinem direkten Zweck eingesetzt werden – für die Gewährleistung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Unternehmen.

Und genau deshalb, weil die für das Industriegeld (Buchgeld) und das Marktgeld (Bargeld) zuständigen Geldumläufe voneinander isoliert waren, konnte das Land in die eigene Entwicklung soviel investieren, wie nötig war und wie physisch umsetzbar war.
Das Buchgeld wurde einfach in die Wirtschaft gepumpt, wenn es gebraucht wurde, und es wurde wieder herausgezogen, wenn die Notwendigkeit nicht mehr gegeben war.

Dabei konnte es ganz prinzipiell keinerlei Inflation und keinerlei Preissteigerungen geben, weil das Buchgeld nicht in den Marktumlauf hinüberfließen konnte, wo nur Bargeld benutzt wurde.

Witali Kokorin

Quelle: Источник

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Ja, so einfach kann es sein, wenn man die ideologische Brille abnimmt und mal außerhalb der gewohnten Kategorien beginnt zu denken.
Könnte so ähnlich ein künftiges Modell der geregelten Wirtschaft auch im Einzelhandel funktionieren?
Indem einfach zwei getrennte Währungen geschaffen werden, die einfach getrennt voneinander umlaufen und nicht gegenseitig konvertierbar sind?
Wobei sogar beide Währungen als Buchgeld und als Bargeld auftreten könnten, solange sie nicht gegenseitig einwechselbar sind?
Das wäre mal gut zu durchdenken, wie sowas praktisch umgesetzt werden könnte…

Später könnte man dann diese Währungen dann nur noch als Verrechnungseinheiten laufen lassen – solange, bis die Menschen sich daran gewöhnt haben, daß sie „Geld“ eigentlich gar nicht mehr benötigen.
Denn wenn jeder Mensch aus freien Stücken gibt, wird stets mehr da sein als benötigt, denn der Mensch ist ein Lebewesen, das viel mehr Arbeit leisten kann, als es dazu an sichtbarer Energie verbraucht.

Weil der ausgewachsene menschliche Körper ab einem bestimmten Grad der spirituellen Entwickelung in der Lage ist, sich die Neutrino-Energie (oder Nullpunkt-Energie) direkt nutzbar zu machen.
Dies geschieht in geringem Maße auch heute schon in jeder unserer Zellen in den Mitochondrien; es kann aber bis zur vollen Energieversorgung aus dem Feld gehen – heute in Ansätzen als „Lichtnahrung“ bekannt. Aber dazu ein andermal…

LH

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Bildung, Dreckskapitalismus, Kriegstreiber, Landwirtschaft, Natur, Schuldgeld, Wissenschaft

2 Antworten zu “Wirtschaftswachstum ohne Geld

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