Die Agonie des Westens

Man mag die Sicht im nachfolgenden Artikel als engstirnig betrachten, man mag andere Fakten für wichtiger erachten, man mag vieles anders bewerten – alles in Ordnung.
Aber man kann die Grundeinschätzungen nicht einfach beiseitelassen.
Lassen wir uns also von den Gedanken anregen, auf daß unser Gesichtskreis sich weite…
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 28.12.2016
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Die Agonie der Westlichen Welt als Folge ihrer Russophobie

24.12.2016, 19:18


Foto: Politonline.ru

Der bösartige Mord am russischen Botschafter in Ankara, der sinnlose Terrorakt in Berlin, die marginalen Meetings in Warschau, das russophobe Geschwätz des Obama und sonstige schizophrene Aktivitäten, die wir in den letzten Tagen in Europa und den VSA beobachten, sind nicht nur einfach Ereignisse.
Es ist die Gesamtheit der Systemausfälle, die sich zu einem einheitlichen trüben Strom anwachsender Dekonstruktion und Deviationen vereint.
So erscheinen im Sprachgebrauch der Analysten, welche die im Westen vor sich gehenden Prozesse beobachten, immer öfter solche Ausdrücke wie „globale Wirren“, „Endzeit-Logik“, „Apokalypse“, „Zivilisationskatastrophe“ usw.
Die westliche Welt versinkt in einer Epoche der Selbstzerstörung, weil sich in ihr dafür alle Voraussetzungen herausgebildet haben.

Die erste Voraussetzung besteht darin, daß die Mehrzahl der westlichen Länder, einschließlich der VSA, ihre Souveränität verloren haben und in die Abhängigkeit von globalen Projekten und transnationalen Strukturen gefallen sind.
Und dabei treffen diese Länder auf eine immer größere Zahl von äußeren Herausforderungen und Bedrohungen.

Zum zweiten wurde im gesamten Westen, aber auch in den von ihm abhängigen nichtwestlichen Ländern ein Prozeß der Zerstörung der staatlichen Strukturen und des Rechtssystems angeschoben.
Die Staatlichkeit wurde als Belastung der „Demokratie“ verkündet, und deshalb muß sie abgeschafft oder nivelliert werden.
Zu wessen Nutzen?
Offensichtlich zum Nutzen der globalen Oligarchie.
(zur Erinnerung: Oligarchie = die Herrschaft weniger – d.Ü.)

Zur dritten Voraussetzung wurde der Fakt, daß der transnationalen (globalen) Oligarchie es gelungen ist, die sozialen Strukturen der Länder des Westens zu zerstören.
Das Einbringen der Viren einer neuen Gender-Politik, des Multikulturalismus (besser: des Multi-Kulti-Wahns? – d.Ü,), der Migrations-“Innovationen“ und des „Gesellschaftsvertrages“ hat es fast geschafft, die gesunde Familie, die jahrhundertealten Munizipal-Gemeinden, die Gewerkschaften, die kooperativen Formen der Landwirtschaft und andere grundlegende Formate der Selbstorganisation der Bevölkerung zu zerstören.
Anstelle des Systems der Selbstorganisation wurde in der Mehrheit der westlichen Gesellschaft das Phantom der „Bürgergesellschaft“ (in Wirklichkeit: Ochlokratie = Beherrschung der Massen – d.Ü.) untergeschoben, die aus von den Oligarchen gefütterten Nichtkommerziellen Organisationen (NCOs) und den keine Fragen stellenden Zombie-Volontären besteht.

Die Technologie der Globalisierung hat die Lokkeschen politischen Systeme und die Torquellsche Demokratie „auf links“ gedreht.
Die realen Führer der Volksmehrheiten sind dem Ostrakismus verfallen und wurden durch zeitweilige Politiker-Darsteller von Marionetten-Typ ersetzt.
Die Autorität der repräsentativen Machtorgane (Parlamente) strebt gegen Null, und das Institut der Wahlen ist zu einer formalen Legitimierung der ohne die Teilhabe der Massen getroffenen Entscheidungen verkommen.
Die sog. Realpolitik ist zu Clan-Auseinandersetzungen verkümmert, zu öffentlichen Auftritten eines bezahlten Ochlos und zur direkten Manipulationen der Menge mit Hilfe der Massenmedien, bis hin zur einfachen Bestechung und Erpressung.

Die politischen Parteien vertreten schon lange nicht mehr die konkreten sozialen Gruppen, sie wurden in Maschinen zur Umsetzung der Wählerstimmen in korruptionsträchtige Pöstchen für zahlungsfähige Kunden verwandelt.

Der westliche Mensch ist in seiner Masse des Eigentums beraubt und zum „Freelancer“ herabgewürdigt, im Wesen zu einem arbeitslosen und rechtlosen Made des globalen Marktes, überzeugt davon, daß deren Nichtbenötigtheit eben jene Freiheit sei.

Das euro-amerikanische Individuum ist sogar des christlichen Glaubens beraubt und damit der immanenten Wertestütze und kulturellen Ganzheit.

De-strukturiert ist in der Westlichen Welt auch das Feld der Ideologie. Es gibt darin schon lange keine klassischen Linken und Rechten mehr.
Den Platz der Mehrheiten haben im westlichen Politikum die Minderheiten eingenommen: die „Transhumanisten“ (die Unterstützer von Hillary Clinton und die „Bankster“) auf der einen Seite, und die Rassisten (Parteigänger von John McCain und der westlichen Geheimdienste) auf der anderen.
Bei unterschiedlichen Werten, sind die Radikalen sich alle einig im Kampf gegen die traditionelle Gesellschaft, verantwortungsvolle Politik und effektiven Staat, denn das Verhaltensmodell dieser wie jener besteht in der Selbstbestätigung durch Zerstörung, nicht durch Schaffung.

Heute sind zu diesen beiden Gruppen der euroamerikanischen Radikalen noch die quasi-islamischen Extremisten aus dem Kreis der Migranten hinzugekommen.
Als Ergebnis verbreiten sich in der westlichen Gesellschaft destruktive Technologien des permanenten Herabwürdigens staatlicher Strukturen – unter dem Deckmantel von Revolutionen und Protestaktionen – und deviante Verhaltensmodelle, die mit dem Erhalt von Befriedigung durch Eintauchen in das Extrem von Gewalt und Lüge verbunden sind.

Die abscheulichsten Taten, einschließlich öffentlicher Hinrichtung von Geiseln und Gefangenen, der Ermordung von Diplomaten und der Vernichtung der Zivilbevölkerung, werden als Heldenmut verkündet, wenn diese Taten bezüglich des ernannten Feindes vollzogen werden.

Und wie kann es auch anders sein, wenn in den Zentren von Dale Carnegie und tausenden anderer westlicher „Gurus“ die Individuen auf „Erfolg“ getrimmt werden, den sie mit Hilfe der Manipulation der Menschen erreichen, und auf Überleben in einem immer destruktiveren Umfeld auf Kosten des Nächsten?

Übrigens nimmt der mainstreamige Westen das Anwachsen der Deviantität nicht als eigenes Problem wahr, sondern als äußere Herausforderung.
Von wem her?
Na von den „russischen Barbaren“, von wem wohl sonst?

Die westlichen Eliten haben einen Vorwand erdacht, um sowas wie Einigkeit in Situationen wie einem sogenannten „Weltkrieg“ (ein Krieg aller gegen alle) herzustellen: die „existentielle“ Angst vor der anwachsenden äußeren Bedrohung.
Versteht sich, daß als solche nicht etwa der internationale Terrorismus angesehen wird, weil er ein unabdingbares Element des Globalismus und ein Werkzeug der westlichen Außenpolitik ist.
(denn auch wenn es dem westlichen „Bürger“ nicht gesagt wird: die sog. „Eliten“ wissen sehr genau, daß ihre Geheimdienste die Führer und Organisatoren dieses „Terrorismus“ sind – leicht zu erkennen an den stets sonderbaren Attentaten im Westen, die mehr Fragen aufwerfen als sie Antworten geben – d.Ü.)
Zum Hauptfeind des Westens ist nun mal Rußland ernannt – denn genau dies tritt für eine multipolare Welt ein.

Zum Glück beginnt in den VSA jetzt das Brechen dieses Stereotyps. Dieser Tage haben die Berater Trumps Rußland von der Liste der Bedrohungen der VSA gestrichen.
Die Frage ist: wann wird endlich Europa aufstehen und die Parasiten in Form der Beamten der EU und der Politiker-Marionetten wie Angela Merkel abschütteln?

Dies ist keine müßige Frage. Das Problem ist, daß Westeuropa als Hervorbringer des Kapitalismus, d.h. jener Gesellschaftsform, die auf die Ausbeutung der Menschen durch Betrug und Unterdrückung gerichtet ist, sich nicht nur als höchst human (tolerant) und vollkommen, sondern auch als gerechteste Gesellschaft dünkt. (die Zeitung New York Daily News hat zum Beispiel den Mord am russischen Botschafter in Ankara als „vollzogenes Gerechtigkeit“ gefeiert)
(das kann ich nun nicht so richtig nachvollziehen, was eine Zeitung in NY mit Westeuropa zu tun haben soll – wurde da etwas verwechselt? – d.Ü.)
Nun denn, im Ergebnis ähnlicher verzerrter Vorstellungen über Gerechtigkeit wird es zu einer außerordentliche Frustration im Bewußtsein der westlichen Eliten und zu nachfolgenden Ausfällen im Programm der zivilisierten Entwicklung des Westens kommen.

Die Deklarationen und die Selbstbeweihräucherung innerhalb der westlichen Zivilisation entfernt sich immer weiter von der realen Sachlage. Die Nachfrage nach Deviantität wächst. Schlampen, Killer und Oligarchen sind hier schon lange und dauerhaft an der Spitze der sozialen Pyramide angekommen.
Und heute sind wie nie zuvor politische Prostituierte und Killer gefragt. Es genügt, einen Blick in die moderne Ukraine zu werfen, die aufgrund einer Reihe von Umständen, im Vortrupp der neuen Moral vom Gegenteil erscheint: je mehr abscheuliches in dieser oder jener Personage ist, desto höher steigt er im Pantheon der Helden des heutigen Kiew.

Der Prozeß der Selbstzerstörung des Westens gewinnt an Dynamik. EU, PACE, OSZE, Haager Tribunal, Europäischer Gerichtshof, IOC, WADA und andere westliche Strukturen, die noch gestern als Ausdruck der Meinung der Weltgemeinschaft galten, haben sich mit russophober Paranoia gefüllt und sind offensichtliche Karrikaturen geworden.

Daher die Prognose:
im Jahre 2017 wird die ganze westliche Welt und besonders Europa von einer Welle von unwichtig-aus-welchem-Anlaß-„Volks“aufständen, Konflikten, Terrorakten und sinnlosen Tötungen überzogen.
Allerdings nur, wenn im Ergebnis der Wahlkämpfe 2017 in Frankeich, in Deutschland und in einer Reihe anderer Länder die jetzigen inadäquaten Eliten nicht hinweggefegt werden.
(nun, diese Aussage widerspricht aber wieder diametral der weiter oben geäußerten Analyse, bezüglich der Wahlen: „zu einer formalen Legitimierung der ohne die Teilhabe der Massen getroffenen Entscheidungen verkommen“, nicht wahr? wir hier in Westeuropa werden uns schon was anderes einfallen lassen müssen, „Wahlen“ sind kein geeigneter „Besen“ – d.Ü.)

Was muß Rußland in der Situation der anwachsenden Agonie an seinen westlichen Grenzen tun?
Ich meine, daß es am vernünftigsten in der jetzigen Situation wäre, einfach die anwachsende Katastrophe der Westlichen Welt abzuwarten.
(sicher ebenfalls ein Trugschluß: wie der Absturz des Flugzeuges bei Sotschi zeigt, wird „der Westen“ Rußland nicht in Ruhe lassen; sondern er wird Putin in denselben Zustand der inneren Weißglut bringen, wie er es seinerzeit mit einen anderen Führer gemacht hat, damals durch die ständigen mörderischen Übergriffe auf die eigenen Landsleute in Polen 1938/39; und wir werden sehen, ob Putin genauso dumm sein wird, sich zu einem offenen Krieg provozieren zu lassen – d.Ü.)

Autor: Waldimir Lepjochin

Quelle: politikus.ru/articles/88349-agoniya-zapadnogo-mira-kak-sledstvie-ego-rusofobii.html

6 Kommentare

Eingeordnet unter Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Geopolitik, Kriegstreiber, Manipulation, NWO

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