Die bösen Armen

Da fragt sich auch so mancher, für den die heutigen Vorgänge weitgehend „in Ordnung“ sind, warum die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden.
Das muß doch wohl an den Armen liegen, daß diese nicht fleißig genug sind, oder?
Denn „ich habe es ja auch geschafft“…

Nun, „Kapitalismus ist wie Lotto – da kann JEDER Millionär werden – aber doch nicht ALLE…“ (V. Pispers) – und vieles hängt eben von den „Eingangsvoraussetzungen“ eines jeden ab – und dazu gibt es schöne statistische Nachweise der Demontage der „sozialen Fahrstühle“…
Im Folgenden nun eine Ansicht aus einem anderen Blickwinkel heraus.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 12.12.004
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Warum die bösen Armen nicht reicher werden wollen –
ungeachtet aller Aufrufe von Dimitri Medwedjew?

Veröffentlicht von Denis Gratschow – 4. Dezember 2016


Plakataufschrift: „Ich fordere eine Erhöhung der Gaben um 30%“

Das Geld aus dem Staatshaushalt ist weg, Chancen für eine Verbesserung nur wenige…
Als der Boden des Staatsschiffes mit Namen „Rußland“ offensichtlich begann, auf dem Meeresgrund zu schleifen, wurde anstelle eines Wechsels bei der Schiffsführung beschlossen, Ladung und Passagiere über Bord zu werfen, auf daß die Erleichterung es „anhebe“….

Die mehrjährige sinnlose Arbeit auf dem Steuergebiet hat dazu geführt, daß bei einem flachen Steuerverlauf die fiskalische Belastung, die direkten und verpflichtenden Zahlungen und die Abgaben in die Außerbudget-Fonds, für physische Personen schon das Niveau von 43 – 48 % der Einnahmen erreicht hat. Das wird dann noch ergänzt durch indirekte Abgaben: Steuern für Immobilien, Akzisen, Zahlungen für Staatsdienstleistungen…

Das heißt, fast 50% des Geldes bekommt der Mensch nicht – er darf sie „kurz mal halten“. Und dabei geht die Diskussion, wie man das Steuersystem „vervollkommnen kann“, noch immer weiter. Zum größten Teil zeigt sie, daß die Mehrzahl der Teilnehmer keine Vorstellung davon hat, weder von den Feinheiten der ökonomischen Wissenschaft, noch von deren Grundlagen.
(dazu gäbe es schon mal einiges zu sagen, aber besser weisen wir auf unsere hiesige Artikelserie „Wirtschaftswitze“ hin – und auf unseren Lösungvorschlag – d.Ü.)

Vor allem wird die Steuer von den Diskussionsteilnehmern (und darunter befinden sich auch die Abgeordneten der Staatsduma der RF, und Senatoren, und Vizepremier Olga Golodez, und der Finanzminister Anton Siluanow, und wohl auch Oreschkin wird da hinzukommen) nicht als ein System der Regelung von Beziehungen angesehen, sondern als ein System zur Versorgung des Staates.

Es wird ein Geheimnis des Reichtums vorausgesetzt, welcher unbekannt wo und unbekannt wie gebildet wird, und der sich in den Händen von Privatpersonen befindet. Und diese Privatpersonen teilen (oder auch nicht ) dann mit dem Staat, der in diesem Schema als „Parasit in der Passivform“ auftritt.

Aber in Wirklichkeit (und das ist doch offensichtlich!) ist alles nicht so – es ist sogar umgekehrt! Denn nicht die Leute geben ihre Reichtümer dem Staat, sondern der Staat gibt die Reichtümer den Leuten! Nicht die Bürger bezahlen dem Land ein Gehalt, sondern das Land den Bürgern! Nicht wir entscheiden, wieviel der Präsident bekommt, sondern der Präsident entscheidet, wieviel wir bekommen werden…
(ja, der „von Natur aus“ reiche Staat, der „allmächtige“ Präsident usw. – da ist es wieder – das totale Unverständnis dessen, was uns heute als „Ökonomie“ oder sogar als Wirtschafts“wissenschaft“ vorgespielt wird – und auch das Unverständnis für die politischen Abhängigkeiten, und zwar auf beiden Seiten, beim sehr liberal klingenden Autor wie auch bei den angeblich so „Mächtigen“ – aber lesen wir weiter – d.Ü.)

Wie das, fragt ihr? Genau so: indem den Bürgern die geschützte Ressourcen- und Infrastruktur-Grundlage seines Territoriums zur Verfügung gestellt wird (oder auch nicht), die Arbeit zur Verarbeitung der Rohstoffe und der Austausch der Verarbeitungsprodukte organisiert wird.

Wenn das nicht geschieht, dann geschieht gar nichts. Wenn die Oberen von den Unteren Geld erwarten (in Form von Steuern), dann erwarten auch die Unteren von den Oberen Geld in Form materieller Unterstützung – und dann verbleibt nur, zu warten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Dies vorausgesetzte Steuer-Schema ist ähnlich dem, daß der Bauer von der Kartoffelpflanze Steuern in Form eines Teils der Knollen erwartet, ohne daß er gepflanzt, gegossen, gedüngt oder geerntet hätte! Das heißt der Bauer würde wie ein Urmensch agieren, als Jäger und Sammler Kartoffeln „holen“ statt sie zu kultivieren…

Das ministerielle und Abgeordneten-Korps sollte endlich eine Grundwahrheit der Ökonomie verstehen: ein reicher Mensch ist nicht reich, weil man ihm wenig abgenommen hat, sondern weil man ihm viel gegeben hat.
Das ist eine völlig offensichtliche und so grundlegende Wahrheit, daß man den Armen nur wenig abnehmen kann, oder gar nichts, denn er bleibt dabei arm wie er war. Wenn man von Null 1% nimmt oder 99%, so ist das ganz egal, es bleibt immer Null.
(bitte? nach dieser „Logik“ kann man dem Armen also auch alles nehmen, egal ob er dann noch leben kann oder nicht? sonderbare Denkweise – d.Ü.)

Deshalb sind all die Überlegungen zu den Steuern, ob progressiv oder nicht progressiv – für die Analphabeten. Im Leben ist es nicht so, daß der reiche Onkel 100% seines Reichtums mit seinen Händen macht, und dann 70% den Faulen abgibt.
Im Leben ist es so: er schnappt sich alles, die anderen bekommen nichts. Und jene, die anfangs nichts bekommen haben, die kriegen was vom Staat, vermittels des reichen Onkels, der sich selbst vor Angst mit einem Progressiven Verlauf belegt hat…
(schon die Wortwahl „Reichtum ‚machen’“ weist auf die geistigen Quellen hin, die klar im angelsächsischen Raum zu suchen sind; und daß mit eigener Hände Arbeit noch NIE jemand wirklich richtig geldreich geworden ist, das sollte sich inzwischen auch herumgesprochen haben – ohne Ausbeutung anderer geht das nicht – d.Ü.)

Das heißt, wenn man Reichtum verteilen will, dann muß man erstmal wenigstens ganz allgemein kapieren, woher er kommt. Unsere Ökonomen, als Zöglinge Gajdars, meinen, daß reiche Leute ihre überhohen Bezüge unmittelbar aus sich selbst heraus entnehmen, aus dem Hinterausgang oder einer anderen Körperöffnung.
Das heißt, die Reichen – im Verständnis der Wirtschaftswissenschaft der Gajdar und Kudrin – kacken Geld. Und die Armen können das nicht. Und sie wollen das auch nicht lernen, und das ist ihre historische Schuld vor der Heimat, den liberalen Reformen und den eigenen Nachkommen.

Wie oft haben diese Klüglinge, bis Medwedjew einschließlich, die Armen belehrt: man muß seine eigene Firma gründen, den Arbeitsplatz wechseln zu einem besser bezahlten, man muß einfach gut verdienen!
Aber die bösen Armen – wahrscheinlich nur um dem liberalen Block in der Regierung der RF die Suppe zu versalzen – wollen ganz stur nicht reicher werden. Sie eröffnen keine blühenden Familienunternehmen, sie halten sich an ihren schlechtbezahlten Arbeitsplätzen fest, bis hin zum Hungerstreik – statt einfach wegzugehen und eine „gute Arbeit“ zu finden!
Ich weiß auch nicht, wer sich mit einem solchen Weltbild in den Hirnen der liberalen Minister befassen sollte – ein Ökonom oder gleich ein Psychiater…

Denn es ist doch für alle offensichtlich – zuerst gehört all unser Reichtum dem Staat, der führenden Gruppe, der/n Macht(habern). Dann beginnen diese, das auszuteilen: der eine bekommt mehr, und er wird reich, der andere weniger – er bleibt arm, der dritte kriegt gar nichts – er wird obdachlos, usw.
(welch ein „bequemes“ Weltbild des Autors, nicht wahr? der „allmächtige“ Staat… – an allem sind immer „die anderen schuld“ – Verantwortung scheint es für den Autor nicht zu geben, und erst recht keine Eigenverantwortung – d.Ü.)

Die Vorstellung davon, daß die Leute gezielt nicht „viel verdienen“ wollen, sie künstlich ihre Armut konservieren, böswillig keine großen Käufe machen, ist wohl aus einem alternativen Universum gekommen.
Mit Ausnahme seltener pathologischer Persönlichkeiten ist der Mensch nicht auf eigenen Wunsch arm, sondern durch das Fehlen der Möglichkeit. Er hat nichts abbekommen – so ist er arm. Dem anderen wurde gegeben – so ist er reich geworden. Hätte er nichts bekommen, wäre er genauso arm wir alle Armen…

Deshalb ist die Schlüsselfrage nicht, ob von den Reichen viel oder wenig Steuern genommen werden. Die Frage ist, woher deren Reichtum denn kommt, die Frage ist, warum sie soviel bekommen haben?
Wieviel man ihnen nehmen soll – 13% oder 70%, ist erst die zehnte Frage. Die erste lautet: womit erklärt sich die Stellung der Favoriten, die in einem ärmlichen (?) Land solche persönlichen Höchsteinkommen zuläßt, welche sie natürlich nicht selbst erarbeitet haben, sondern welche ihnen die Macht(haber), welche mit ihnen verflochten sind, gegeben haben.

Ich habe nichts gegen reiche Leute. (ich auch nicht, denn wenn ich etwas hätte, dann würde ich es bestimmt auch einsetzen – denn mir ist KEIN EINZIGER richtig Geldreicher bekannt, der NICHT durch Ausbeutung anderer geldreich geworden wäre, von Reichtums-Erben abgesehen – und ich rede jetzt nicht vom fleißigen Handwerksmeister oder Kleinunternehmer – d.Ü.)
Ich bin gegen diejenigen, die von Staat und Macht ein Maximum an Ressourcen bekommen und diese dumpf und egoistisch verfressen, dabei das ihnen von der Macht übertragene Geschäft nicht entwickeln und sich nicht um das Wachstum der ihnen gegebenen Quellen jeglicher materieller Reichtümer sorgen.
(da haben wir es wieder: der Staat als Eigentümer der Naturreichtümer – ein völliger Fehlschluß! das Volk, die Menschen sind von Natur aus die Eigentümer des Planeten, wenn sie sich als Teil der Natur, die ihr Milieu und ihre Lebensgrundlage ist, begreifen…
auch sehr aufschlußreich: der anonyme (!) Begriff „Macht“ wird im Russischen sowohl für die konkreten Machthaber als auch allgemein für das System der Mächtigen verwendet – und hinter diesem anonymen Begriff finden bequem alle diejenigen Platz, welche die Nutznießer des kapitalistischen Systems in Rußland sind: reiche Oligarchen, Beamte, Abgeordnete, Gouverneure, Funktionäre usw. …
es darf bitte nicht vergessen werden, daß man den Leuten dort jahrzehntelang eingebleut hat, sie selbst, genauer: „ihr Staat“ wäre der wahre Eigentümer der Natur-Reichtümer ihres Landes – d.Ü.)

Der Staat jedoch, gelenkt von solchen Verwirrten, meint, daß diese verantwortungslosen Parasiten nicht seine Gaben frech ausnutzen, sondern daß diese selbst, aus dem eigenen Hinterausgang, die materiellen Reichtümer herausbringen.

Und statt bei den Leuten, die Werte bekommen haben, streng nachzufragen, beginnt der Staat, bei ihnen um Steuern zu betteln, wie ein Bettler, was nicht nur beschämend, sondern auch unsinnig und lächerlich ist.
Ein primitives Hirn gibt stets ein verzerrtes Bild von der ökonomischen Realität wider, in der anstelle der Produktion von Reichtümern diese aufgeteilt werden, als wären es Meteoriten, die vom Himmel fallen. Das ergibt ein „Werk ohne Werkhallen“, das nur aus der Buchhaltung besteht. Oder eine Agroholding ohne Land, die nur mit Lagern und Speichern operiert…

Ich denke, daß ein Schüler, sogar ein Kind versteht, daß wenn ein Werk nur aus der Buchhaltung besteht, daß dann im Stahlschrank dieser Buchhaltung immer weniger Geld vorhanden sein wird, bis es dann ganz zu Ende geht.
Und diese Ende kommt nicht deshalb, weil das Geld „nicht richtig“ auf die „Mitarbeiter“ aufgeteilt wurde, sondern in erster Linie wegen des Fehlens der Werkhallen.
(diese Erkenntnis ist sehr zu begrüßen – nämlich daß ohne materielle Produktion kein „Mehrwert“ geschaffen werden kann, sondern nur umverteilt wird – auch über die Dienstleistungen wird nur umverteilt, so „nötig“ diese teilweise auch sein mögen – andererseits muß aber auch die Verteilung des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums „stimmen“, dessen private Aneignung zu begrenzen ist – d.Ü.)

Teilen kann man wie man will – mit einem flachen oder progressiven Verlauf der Steuerkurve – aber erstmal muß man kapieren, woher das Aufzuteilende kommt, woraus die Einnahmen bestehen, die dann mit Steuern nach diesem oder jenem Verlauf belegt werden.
Denn es ist immer vorteilhafter, von einer Million 90% zu nehmen als 1% vom Pfennig – da kommt keiner drumherum. Und deshalb ist nicht der Steueranteil wichtig, sondern die Größe der ursprünglichen Einnahmen des Menschen.

Und diese Einnahmen kann dieser Mensch nicht „herauspumpen“, egal womit man ihm von Seiten des Kleinunternehmerfreundes Medwedjew droht – diese Einnahmen kann dem Menschen nur der Staat, die Macht, welche die Ströme der wertschaffenden Ressourcen auf ihrem Territorium lenkt, geben (oder nicht)!
(der typische Standpunkt eines unselbständigen Menschen – „der Staat soll…, die Macht soll…“ – da frage man sich doch bitte mal, wer denn diese „Macht“ ist, und wer dieser Macht denn diese angebliche Verfügungsgewalt über die Naturressourcen gegeben haben soll: der bisherige Verlauf der „Geschichte“? – d.Ü.)

Der Reichtum unserer Reichen ist in vielem (wenn nicht in allem) verbunden mit der nicht vorhandenen Strenge, mit der Anspruchslosigkeit von Seiten der Macht ihnen gegenüber.
Wenn man für das Sinken der Produktionskennzahlen das Eigentum konfiszieren würde, dann würden sie viel mehr in Werkzeugmaschinen investieren und viel weniger in Yachten und Fußballclubs.
Wenn sie real verhaftet würden für die Nichteinhaltung des Mindestlohnes, und dieser Mindestlohn würde 50 Tausend Rubel (z.Z. gut 700 Euro) im Monat sein, dann würden sich deren Höchsteinkommen verflüchtigen – in die Bezahlung der Arbeit des für das Geschäft notwendigen Personals.
(nanu? auch dem Autor fällt nichts anderes ein, als wieder umzuverteilen oder damit zu drohen? 😉 natürlich muß der Staat die richtigen Randbedingungen setzen, und die müssen aus „Zuckerbrot und Peitsche“ bestehen, was anderes versteht der homo kapitaliensis nicht, aber das Ganze muß doch lebenswert bleiben – für alle! – d.Ü.)

Noch gründet sich ihr Reichtum auf der vom Staat erlaubten und vom Staat begünstigten Armut der Massen. Der Reichtum wird aus der umgebenden Armut generiert, wie der Dampf aus dem erwärmten Wasser.
Er steht auf einem Mindestlohn, der 2x geringer ist als das Überlebensminimum und sogar in dieser Höhe nicht immer ausgezahlt wird.
Er steht auf der Bereitschaft der Leute, die vom Staat der Willkür des Schicksals überlassen wurden, für ein paar Groschen viel zu arbeiten, und manchmal sogar in hoher Qualität – für eine geringe und lächerliche Bezahlung.

Man sollte kapieren, daß ein reicher Mensch nicht der Esel aus dem Märchen ist, der Gold kackt. Ein reicher Mensch ist ein Chauffeur, der Fahrer eines Ressourcen-Infrastruktur-Fahrzeuges, der die Bewegung der „Werke, Zeitungen und Dampfer“ lenkt.
Und das erfolgt nicht einfach so: sondern ohne das Recht, irgendwo anzuecken, vom Fahrplan abzukommen, das Leben und die Gesundheit der Passagiere zu riskieren usw.

Unsere historische Tragödie ist es, daß die Limousine mit Namen „Rußland“ in die Hände des Alkoholikers Jelzin gefallen war. Als Alkoholiker hat er auf der Rückbank gepennt, und die von ihm ans Steuer gesetzten Fahrer (die reichen Leute) haben gelenkt, wohin sie wollten, haben das Auto als ihr eigenes benutzt, aber es nicht vor Beulen und Pannen bewahrt, vergessend daß es ein staatliches ist…

Diese Tradition wird auch heute fortgesetzt. Der Staat flacht ab zu einer wilden Verbindung von Reichtum und Verantwortungslosigkeit: das Dreijahresbudget des Landes ist hart aufgestellt, am Rande des Möglichen, und dabei gibt es keine Überzeugheit, daß alle Einnahmenparameter erfüllt werden.
Alles ist an das Erdöl gebunden – als ob es in unserem Lande nichts außer Rohren gäbe, und vor allem: als ob hier alle ohne Hände rumlaufen würden!

Und man rechnet damit, daß die Einführung einer 30%igen Steuer auf diejenigen 5% der Mitbürger, deren offizielle (jährliche) Einkünfte über 100 Millionen Rubel (z.Z. ca. 1,5 Mio Euro – d.Ü.) liegen, im Jahr der Staatskasse nicht weniger als 200 Milliarden Rubel bringen werden.
Und was würde die vollständige Enteignung dieser 5% bringen? Hat man das mal probeweise berechnet?
Das verwandelt alle Gespräche über die Auffüllung des Budgets in eine unverständliches und absurdes Gequatsche: denn es wird das Fell eines nicht erlegten Bären aufgeteilt, man will Geld in fertiger Form einnehmen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, woher es eigentlich kommt.

Das Steuersystem soll Beziehungen regeln – die Übergabe von Ressourcen aus ineffektiven Händen in effektive, das ist dessen Sinn.
Es soll Druck ausüben auf die toten Renteneinnahmen und umgekehrt die lebendigen unternehmerischen Einnahmen belohnen, und damit die Anziehungskraft des lebendigen aktiven Geschäfts erhöhen, gegenüber dem toten Kuponschneiden vom deponierten Kapital.
Die Steuern geben dem Staat die Möglichkeit, seine Vollmachten (Geld) aus Händen, die für seine Entwicklung schädlich sind, in Hände zu übergeben, die für seine Entwicklung nützlich sind.
(ein interessanter Ansatz, wie er in der westlichen Wirtschaftswelt recht selten auftaucht – die Frage ist allerdings, ob (und welche) Steuern für diesen Zweck das geeignete Mittel sind – d.Ü.)

Denn der Hauptsinn des Geldes mit dem Staatswappen ist doch, mit fertigen Werten zu helfen beim Prozeß der Erschaffung neuer Werte, und mit dem schon gebackenen Brot diejenigen zu füttern, die das Korn für die nächste Ernte säen!

Man versucht doch ständig uns glauben zu machen, daß das Hauptziel des Staates wäre, von der Bevölkerung jene Papierchen einzusammeln, welche dieser selbst, ebenjener Staat gedruckt hat und davor an diese Bevölkerung ausgegeben hat!
(oha – da ist beim Schreiber nicht mal das Verständnis dafür da, daß die Währung des Landes eben nicht vom Staat ausgegeben wird, sondern von einer (privaten) „staatsunabhägigen“ Einrichtung: der sog. „Zentralbank“ – d.Ü.)

Das ist dasselbe, wie wenn ich nach meiner eigenen Unterschrift unterwegs wäre, mit einer von mir selbst unterzeichneten Vollmacht und diese dann ablehnen würde…

Bei einer solchen Schizophrenie wird der Staat niemals Geld haben – ob er es mit einem flachen oder progressiven Verlauf einsammeln, die Steuerlast schwer oder leicht machen würde – das wäre gleich.
Der Staat muß seine eigenen Einkünfte selbst organisieren, wie auch die Familienbudgets seiner Bürger, wobei er da mit verschiedenen Werkzeugen arbeiten kann, einschließlich der Steuerabgaben.

Wenn man im Staat ein System sieht, das dümmlich die Bürger schröpft, die vorher auf rätselhafte und unverständliche Weise eigenständig diese Werte erhalten haben (wie? außerhalb des Territoriums? außerhalb der Gesetzlichkeit?), dann verlieren wir den Staat. Wie übrigens auch alles andere…

Wasgen Awagjan
Quelle: http://publizist.ru/blogs/33/15967/-

– – – – – – – – – – – – – – –

Ja, was soll man dazu sagen.

Man sieht an diesem Artikel deutlich, wie die Pseudo-Lehre der sog. Bürgerlichen Ökonomie die Hirne nicht unintelligenter Menschen in jeder Richtung verdrehen kann, indem die Grundlage aus lebensfremden Postulaten erschaffen und die wesentlichen Zusammenhänge einfach nicht benannt werden.
Vor allem wenn dann noch ein gerüttelt Maß an ideologischer Vorgespanntheit und Kampfrhetorik hinzukommen.
Deshalb ist das Studium der (zwar umfangreichen, aber im Vergleich mit einem BWL-Lehrbuch extrem kompakten) Serie der „
Wirtschaftswitze“ sehr zu empfehlen: man kann nur hinzulernen. 😉

8 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Manipulation, NWO, Schuldgeld

8 Antworten zu “Die bösen Armen

  1. Meine grobe Schätzung geht dahin, dass man mindestens 500’000 Euronen / Monat einsacken muss, um auf der Seite derer zu stehen, deren materieller Reichtum sich vergrössert.

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  2. heinzheidtmann

    Das warum und wieso, das so ist, liegt nicht im Komplizierten! Man kann es sehr einfach auf den Nenner bringen.

    Fangen wir beim Grundübel an! Es ist wie ich schon hundertfach sagte, und da geht auch kein Weg daran vorbei, der krankhafte Egoismus den wir seit unserer Geburt in unserem Gepäck bzw. Rucksack mit uns lebenslang herumschleppen. Und nichts, wie es scheint, kann das wohl ändern. Ein Tiefstgläubiger würde sagen, es ist die Erbsünde die uns Gott aufgebürdet hat.
    Also, diese Tatsache allein, verhindert wahrscheinlich schon 90% jemals aus diesem Erbe sich zu befreien. Da kann man zurückgehen bis zu den ersten Zweibeinern.
    Ich meine diesbezüglich allerdings nicht, den EGO auf Null zufahren, denn ohne ihn, wären wir Lichtjahre davon entfernt, auf unserer heutigen Stufe zu stehen! Wahrscheinlich würden wir noch nicht mal mit dem Knüppel durch die Gegend laufen.
    Wovon ich immer wieder rede, ist der krankhafte EGO. Der fängt da an, wo die Schattenlinie überschritten wird. Wo all die Dinge dann auftauchen, wo das Menschsein mit all seinen positiven Atributen, auf einmal dem Gegenteil seinen Platz überlässt. Und diese Spirale des Un-Menschsein, entwickelt sich seit tausenden von Jahren, unablässig weiter ins Nirgendwo. Und nicht hält es auf. Das ist ein Selbstläufer geworden!

    Und jene, die als Fettaugen ganz oben schwimmen, die Zampanos und Fädenzieher, und all ihrer Helfershelfer, haben schon lange erkannt, wie man das auch beibehalten kann. Und es funktioniert sogar.
    Warum! Das ist im Grunde ganz einfach! Ihren wichtigen Mitbewohner auf diesem Globus, die braucht man ja, immer einen Schritt voraus zu sein. Ich müsste ganze Seiten hier aufführen, mit welchen oft einfachen Tricks das möglich ist. Das wichtigste dazu ist, die Bürger eines Landes für dumm zu halten bzw. Dumm zu machen. Einfach cleverer zu sein. Die Bürger haufenweise mit allen Dingen zu betäuben, die diese für sooo wichtig halten. Sie erst gar nicht zum Nachdenken kommen zulasse. Lieber noch deren Stumpfsinnigkeit in alle Richtungen zu fördern. Nur mit einem Dummen und uninteressierten Menschen, kann man machen, was man will. Natürlich funkioniert diese Masche, nur dann, wenn man diese Dummen glauben macht, ihnen ginge es gut, und der Staat würde auch alles für sie diesbezüglich tun. Die wenigen Aufmucker hält man im Auge und versteht es auch bei diesen, sie im richtigen Augenblick, wenn es angebracht ist, mundtot zu machen, einzuschüchtern.

    Wenn ich mir jene Generation von heute ansehe, die einmal unsere Geschicke leiten sollen, kann man das Grausen bekommen.
    Uninteressierter an Politik, wie jene, kann man kaum noch sein. Lernen … ist nur noch, na ja, irgendwie muss man ja über die Runden kommen, und die Eltern oder Förderer, so weit wie möglich diese können, was das helfen betrifft, diese leben ja auch nicht ewig!

    Viel wichtiger sind doch, für die von ihnen für schön gehaltenen Dinge. Koste es, was es wolle. Und so eine Party- und Konsum Gesellschaft auf unterstem Nivou, soll mal unsere Geschicke lenken.

    Das dieses natürlich nicht für alle gilt, sagt schon der Satz aus, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Und diese sind jene, die man später an hochgelobten Posten in der Wirtschaft und in der Politik antrifft. Wenn wir mal bei der Politik bleiben, diese achtet sehr genau darauf, wen sie fördert und für sich später zu Nutze machen kann. Diese Auserlesenen, schwimmen schon sehr früh in deren Kielwasser mit. Das gleiche gilt für die Wirtschaft.
    Während andere also aus ihrer Partyversion mit all seinen Betäubungsmitteln nicht mehr herauskommen, und bei manchen die Dummheit sich wie eine Seuche weiterverbreitet, wird alles von „oben“ daran getan, dass sich das auch nicht ändern wird.
    Diese ewig Dummen, sind zu vergleichen, mit dem Esel der einer Mohrrübe nach läuft, die er nie erreichen kann. Weil sie an einem Stiel befestigt ist, und der wiederum, an ihm befestigt ist. Und er läuft und läuft ….

    Wenn es überhaupt noch eine Chance geben soll, geht das nur über Wissen, aber gepaart mit Menschlichkeit, mit dem Erkennen, dass jeder den anderen braucht, und sein Schicksal, keinem egal sein darf. Das gilt in allen Bereichen. Nur, wenn auch der letzte begreift, dass wir menschliche Zahnräder in einem großem Uhrwerk sind, wo keines unwichtig ist, nur dann, haben wir eine Chance, dass alle Menschen mal ein menschenwürdiges Leben führen können.

    So leid mir es auch tut, ich glaube nicht, das dennoch dieser Traum vieler, mal Realität werden wird! Ich erinnere an das Päckchen, was jeder mitbekommen hat. Dieses Päckchen klebt wie angegossen an uns, und all die Versuche sich dessen zu erledigen … schlugen immer wieder fehl. Selbst ein Jesus, sollte es ihn gegeben haben, ist daran gescheitert, den Menschen klar zu machen, wie es sein könnte bzw. soll. Und viele Propheten seiner Zeit als auch unserer Zeit, sind daran gescheitert.

    Was also tun! Das ist und war schon immer die Gretchenfrage! Es geht eigentlich nur … wenn der Mensch bereit ist, sich zu ändern. Das gilt für die Zampanos und Fädenzieher bis hinunter zur Putzfrau. Und daran zweifle ich! Und ich glaube, berechtigt!

    Es gibt oft viele gute Ansätze von Menschen, die schon lange begriffen haben, dass es so nicht funktionieren kann wie derzeit, im Grunde auch nie mit anderen Ideen funktioniert hat.

    Und jene, die sich nur auf Gott verlassen, sind in den Allerwertesten gekniffen, denn … der wird ihnen einen Husten, und das zu recht. Er hat keine Bringschuld, und wenn schon, dann haben wir diese …!

    Das Schlimme ist, wie ich schon mehrfach sagte, dass die Dummheit sich weiter wie eine Seuche verbreitet.
    Doch wie heißt es so schön! „Gegen Dummheit kämpften schon die Götter vergebens!“

    Also! Krankhafter EGO, gepaart mit jeder Menge Dummheit, ist einfach nicht zu schlagen!
    Und selbst, für die zum Schluss nach bleibende Hoffnung, auch für sie sehe ich schwarz, Leider …!

    Aber! was mich dennoch nicht aufhält, weiter für eine bessere Welt so weit es mir möglich ist, meinen Beitrag zu leisten.

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  3. luckyhans

    zu heihei um 12:39
    Lieber Freund,
    vielen Dank für Deine Antwort – darf ich an wenigen Stellen Widerspruch zu Deinem Kommentar anmelden? Danke.

    Das Grundübel ist NICHT der krankhafte Egoismus – der ist die Methode, mit der man uns auf dem falschen Wege hält.
    Das Grundübel ist die Trennung von Mensch und Natur – die hirnrissige Behauptung, daß HIER der Mensch und DORT die „Umwelt“ sei, und daß der Mensch als „Krone der Schöpfung“ sich „die Natur untertan machen“ solle.
    DAS ist das Grundübel.
    Denn wenn der Mensch wieder „wüßte“, daß er ein Teil der Natur – ein wichtiger Bestandteil, mit einer besonderen Verantwortung! – ist und die Natur sein Lebensraum, sein Milieu, ohne das er nicht existieren kann, dann kämen viele andere Methoden gar nicht an den Menschen heran – sie würden von ihm abprallen, wegen der eben genannten Überzeugung.

    „cleverer sein“ – das heißt in dieser Gesellschaft vor allem: betrügen, andere ausnutzen und übervorteilen, sich auf Kosten anderer bereichern, andere ausbeuten. Mit eigener Arbeit kann man in diesem System nicht wirklich geldreich werden – ausgeschlossen. Stimmt’s? 😉

    „die Auserlesenen“ – oder „die Eliten“ – dazu hatte ich unlängst folgendes geschrieben:
    Was immer wieder erstaunt: wie leicht allen Leuten dieses Wort „Eliten“ von den Lippen geht – für diese Schauspieler-Nullen! Warum verleiht man ihnen diesen „Ehrentitel“?
    Elite kommt lt. Duden vom frz. elire = auslesen, es soll sich also um „eine Auslese darstellende Gruppe von Menschen mit besonderer Befähigung, besonderen Qualitäten; die Besten, Führenden“ handeln – hallo?
    Die meisten von den heutigen selbsternannten „Eliten“ sind entweder durch Geburt oder durch konsequentes Schleimen an ihre Position gekommen – besondere Befähigungen brauchen sie nur in der Schauspielerei, wobei auch die schlimmsten Fehltritte falls nötig von den steuernden Propaganda-Medien zugebügelt werden, und im kompromißlosen Durchsetzen von Vorgaben – das sprichwörtliche „Über-Leichen-gehen“.
    Und um sich berechtigt „Auswahl“ nennen zu dürfen, gehört dazu erstmal, daß man ein Bestandteil dessen ist, was man da zu führen beansprucht.
    Nun sind aber alle mir bekannten „Elitären“ – von den Marionetten mal abgesehen – strikte Menschenfeinde, denn die Menschen sind für sie nur Verfügungs-Masse, bestenfalls „Verbraucher“ oder „Humanrohstoff“.
    Die Selbsternannten können also gar nicht wirklich „Elite“ sein…

    Und:
    Daß nun schon ein „extravaganter“ Typ wie Trump in die „erste Reihe“ auf der Bühne gelangt, sollte uns zu denken geben…
    Seit dem Amtsende des alten Strauch, äh, Busch ist das „drüben“ schon so, daß kein adäquater Kandidat mehr zu finden ist – nun haben sie einen „Paradiesvogel“ aus den eigenen Kreisen auf die Bühne gezaubert, weil alle „Alternativen“ direkt in den Bürgerkrieg zu führen drohten.
    Denn die „bald getrennten Staaten“ sind innerlich sozial und rassisch so zerrissen, daß längst alles zu spät ist…

    Auch daß Aniela „nochmal antreten will“, vor allem mangels eines brauchbaren „Alternativ-Kandidaten“, läßt doch tief blicken:
    SIE SIND AM ENDE!
    Sie haben kein Personal mehr, was einigermaßen respektabel wäre. Ihre systematische Negativ-Auswahl durch das Parteiensystem bringt nur noch unfähige Trottel hervor, die nichtmal eine Gruppe Reinmachfrauen führen könnten, und wo auch die ganze Propagandamacht nicht mehr hilft, deren tumbe Blödheit zu verstecken…

    Und abschließend:
    „schwarz sehen“ und „dennoch weitermachen“ beißt sich irgendwie – entweder ich sehe wirklich „schwarz“, dann gibt es kein „morgen“ mehr, oder ich habe eine Hoffnung, sehe einen Lichtschein oder ähnliches, denn nur dann hat „weitermachen“ überhaupt Sinn… 😉

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  4. Eierdrücker

    Luckyhans

    „Das Grundübel ist NICHT der krankhafte Egoismus – der ist die Methode, mit der man uns auf dem falschen Wege hält.
    Das Grundübel ist die Trennung von Mensch und Natur – die hirnrissige Behauptung, daß HIER der Mensch und DORT die „Umwelt“ sei, und daß der Mensch als „Krone der Schöpfung“ sich „die Natur untertan machen“ solle.“

    Das Grundübel existiert nicht, das wird uns als wohlfeiles Placebo angedreht, von Kirchen, Politik, „Experten“ jedweder Couleur.
    Ich kann doch schlecht sagen, daß der Mensch in seiner Existenz das Grundübel sei.
    Er ist es nicht.
    Er hat nur noch nicht verstanden, daß er Gott werden sollte.
    Sollte, nicht soll.
    Sollte schließt die Wahl ein.
    Soll nicht.
    Hier wird deutlich, daß es kein Grundübel gibt,
    Sondern nur die Frage nach der Entscheidung auf welchen Weg ich mich begebe.
    Diese Entscheidung wird von den o.g. Institutionen oder „Experten“ in ihrer existentiellen Wirksamkeit kleingeredet oder vernebelt.
    Stelle ich mich dieser Entscheidung und wähle eine Richtung, dann habe ich einen inneren Auftrag.
    Dieser führt mich dann in diese oder diese Richtung.
    Die Indifferenten beleben durch ihre Indifferenz den Alltag solcherart, daß um sie gerungen wird, welchen Weg schwerden sie einschlagen.
    Einschlagrn aus welchem Grund?
    Weil sie getrieben, geführt werden oder weil sie ihn aus Überzeugung gehen.
    Unsere Obliegenheit ist es Überzeugungen entstehen zu lassen.
    Freilassend.
    Und warum ist es nicht auch Egoismus um des eigenen Karmas willen ein Opfer zu bringen und einen Elenden, jetzt nicht im Sinne Viktor Hugos, sondern einen moralisch Elenden zu beseitigen?
    Einen richtigen Menschenschinder – als Vollzieher, also völlig ohne Hass und Instinkte, eines Auftrages zu beseitigen – und sei es in einem Duell?
    Der Ausgleich dieser Tat wird mein Ich beschäftigen, darum ist es auch ein Opfer.
    Zeigt uns nicht die grichische Tragödie, daß die Wege des Menschen vielfältig und schwer sein können?
    Was in diesem Leben aufgebaut wurde, ermöglicht im nächsten auch eine Fülle von Lebbarem für eine Anzahl von Menschen, die ausgleichen, vergeben und Liebe entwickeln oder leben wollen.

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  5. Jesuit

    Ich habe kein Problem mit der Bezeichnung „Eliten“, denn es sind ja nicht unsere Eliten gemeint. Es sind heutzutage die Überbleibsel einer Elite von Kreaturen, welche von der Menschheit nicht als Ihresgleichen anerkannt wurden und deswegen über Jahrhunderte einen „harten Kern“ bildeten. Dieser harte Kern arbeitete eine Strategie aus, wie man die menschlichen Strukturen unterwandert, aufbricht und zerstört. Dieser Plan wurde weiter verfeinert und von Generation zu Generation weiter gegeben. Da dieser Plan erfolgreich war und ist, stellt er die geballte Intelligenz dieses harten Kerns dar und man kann zurecht von der Elite reden. Wir haben diesen Plan lange Zeit nicht durchblickt und genau genommen, durchblickt ihn auch heute noch kaum jemand. Das bedeutet, es gibt also Kreaturen, welche den Menschen weit voraus sind, weil sie sich nicht nur gigantische Strategien zur Zerstörung menschlicher Strukturen erdenken, sondern viel wichtiger, diese auch mit aller Konsequenz umsetzen. Dies tun sie in einem Bereich, von dem sich die Menschen nicht einmal vorstellen können, daß dies die Realität ist.
    Das ist auf jeden Fall eine enorme Leistung, wenn man sämtliche Strukturen der Menschheit in dem Maße erfasst hat, daß man in der Lage ist mit diesen Strukturen nach belieben zu spielen, als sein sie ein Musikinstrument.

    Dennoch haben sie wohl mittlerweile ihren Zenit bereits überschritten, denn sie sind, wie sie es Merkel immer verkünden lassen, alternativlos. Wohl können sie den Plan menschliche Strukturen zu zerstören endlos und offenbar ungehindert weiterführen. Jedoch entgegen unserer Annahme, es handelt sich dabei um einen Beherrschungsplan, ist es tatsächlich lediglich ein Zerstörungsplan. Sie können die Herrschaft nicht offen übernehmen, denn abgesehen vom fehlenden Konzept(ihren König auf den Thron zu rufen ist kein Konzept, denn er existiert in der Realität nicht!), fehlt ihnen jegliche Sympathie der Menschen. Gerade aufgrund dieses Mangels sind ihre Zerstörungpläne ja erst entstanden. Sie erreichen diese ihre Grenze jedoch immer wieder und selbst wenn sie alles zerstört haben, werden sie diese notwendige Sympathie der Menschheit nie gewinnen können. Deswegen existieren in ihren Köpfen nur schrecklicher Gebilde einer irgendwann erreichbaren, vollständigen Unterdrückung menschlicher Strukturen. Aber auch das ist kein realistisches Konzept, denn dazu bräuchte es auch einen gewissen Anteil an Sympathie für sie, da auf der Basis der reinen Gewalt keine Beherrschung möglich ist.
    Deswegen ist dieser Endpunkt, nach der Zerstörung jeglicher menschlicher Strukturen, dann wie Phönix aus der Asche emporzusteigen und letztlich von den Menschen für ihr Angebot geliebt zu werden, fest in ihrem Plan verankert. Jedoch ist diese Hoffnung für sie bereits zur Illusion geworden, da sie es tatsächlich schon immer war und sie müßten schon die Menschheit umbringen, damit keine Kritiker verbleiben. Hier verschwimmt dann allerdings die Grenze, denn sie sind ja ebenfalls eine Gattung der Menschen. Sie wissen, sie werden die Herrschaft nie offen übernehmen können und sie werden am Ende genau dort landen wo sie begannen, weil sie nicht den Weg der Anpassung an die Menschen gehen konnten.

    Was wir also heute sehen, ist ihr krampfartiges Festhalten an ihren Zerstörungsplänen und die ständige Neuauflage ihrer begrenzten Mittel. Es ist zu einem Wiederholungsprogramm verkommen, da sie auch degeneriert sind und nicht an die Intelligenz ihrer Vorfahren anknüpfen können, um sich neue, angepasste Strategien zu erdenken. Nicht das sie deswegen nun zu unterschätzen sind, nein, sie haben noch genug Potenzial. Allerdings können sie keine Hoffnung mehr auf ihre offene Herrschaft haben, denn die wird es nie geben. Alles was sie uns an Herrschaft bereits anzubieten hatten, lief nur über nunmehr angeblich menschliche Strukturen mit ihnen an den Hebeln, aber die stellen sich nun immer mehr als jämmerliche Beherrschungsversuche heraus.
    Das ihnen nun in der Tat das glaubwürdige Personal ausgeht, ist somit als Vorgeschmack dessen zu sehen, was sie uns tatsächlich zu bieten haben. Es ist die Degeneration!
    Unser menschlichen Strukturen sind immer nach vorn gerichtet und haben ihr unterbewußtes Ziel in der Ethik. Nur darauf lassen sich beständige Strukturen aufbauen. Was sie uns allerdings bieten ist destruktiv und ohne Ethik und deswegen werden sie letzlich versagen.

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  6. heinzheidtmann

    zu Luckyhans vom 12.12 – 22:09 Uhr

    Nun mein Freund,
    aber natürlich, darfst Du mir widersprechen. Das ist doch noch (lach) unsere Freiheit die wir haben. Außerdem, sage ich ja auch nicht, dass meine Meinungen zu den verschiedensten Dingen, auch das Maß aller Dinge ist.
    Ich lese gerne Deine Beiträge und glaube auch, dass man gegenseitig oder von einem zum anderen, immer noch etwas lernen kann, oder … mindestens zum Nachdenken kommen kann.

    OK, dann mal zu Mensch und Natur. Ich gebe Dir im Grunde recht, dass es dort keinen Einklang mehr gibt. Die letzten waren wohl, um mal ein Beispiel zu nennen, wohl die Indianer … die begriffen hatten, dass der große Geist, die Natur und der Mensch, eine Einheit bilden.

    Dazu ein paar Aussagen!
    Überall wo der weiße Mann die Erde berührt ist sie wund.
    (Indianische Weisheit)
    ——————————————————————————-

    Der Jäger spricht den Hirschen an, den er erlegt hat …
    Es tut mir leid, dass ich dich töten musste, kleiner Bruder, aber ich brauche dein Fleisch, denn meine Kinder hungern. Ich will deinen Mut, deine Kraft und deine Schönheit ehren – sieh her! ich hänge dein Geweih an diesen Baum, jedes Mal, wenn ich vorüberkomme, werde ich an dich denken und deinem Geist Ehre erweisen.
    Es tut mir leid, dass ich dich töten musste, vergib mir kleiner Bruder, sieh her, dir zum Gedenken rauche ich die Pfeife, verbrenne den Tabak …
    (Jimalee Burton)
    —————————————————————————————
    Mit Hilfe der Sonne wurde die Erde geschaffen. Die Erde und ich wir sind eins. Der Eine der das Recht hat über das Land zu verfügen, ist der Eine, der es geschaffen hat.
    (Chief Joseph – Nez Perce –)
    ————————————————————————————–
    WIR! BRAUCHEN DIE ERDE; DIE NATUR … aber, sie uns nicht!
    ————————————————————————————-

    OK, es gibt noch viele solcher Aussagen, von denen die Menschen lernen könnten! Was sie aber nicht tun. Seit dem neuen Industriezeitalter vor ca. 200 Jahren, wird Raubbau mit der Natur pausenlos betrieben. Und diese wenigen Klimmzüge, dies einzudämmen, ist doch im Grunde nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Doch warum ist das so!
    Ich sprach vom krankhaften EGO in meinem Beitrag! Dieser EGO, ist doch im Grunde die Basis für all diese negativen Ergebnisse. All diese Machenschaften, die dazu führen, sind doch des wegen entstanden, weil der EGO den Menschen immer wieder ruhelos vorwärts treibt. Die Antriebsfeder ist fast immer die gleiche! Gier und Macht, nach allem zu trachten, was dem Menschen für sich wichtig erscheint, und diese Macht zu nutzen, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen. Ohne wenn und aber. Die Natur auszubeuten, aus reiner Profitgier und Selbstbereicherung, ist für den Menschen normal geworden. Null Gewissensbisse! Und dazu, braucht man den krankhaften EGO, auch um diesen Apparat überhaupt erst mal ins Laufen zu bringen. Mit Absicht ein destruktives Werk zu schaffen, um sich dessen dann zu bedienen. Die Frage die sich natürlich immer stellt ist, wo fängt die diese EGO – Krankheit an! Das ist manchmal gar nicht so einfach zu beantworten, wo der Schaden im eigentlichen beginnt, seine Anfang hat. Da gibt es vielerlei Gründe für, aber …, wo das auch immer ein mag, dieser übertriebene EGO ist immer der Anstifter bzw. die Triebfeder. Und doch, gibt es eine Antwort die das regeln könnte. Bei soviel Erfahrungen müsste der Mensch inzwischen wohl wissen, wo er den Hebel ansetzen müsste!

    Doch damit, sind wir schon wieder am Anfang, beim krankhaften EGO angelangt. Hier schließt sich wieder der Kreis!
    Jetzt sind wir wieder bei jenem angelangt …, zuerst komme ich, und noch mal ich, koste es was es wolle.

    Das Bewusstsein für Recht und Ordnung, das Erkennen, dass die Natur im Grunde unsere Lebensader ist, zu unserem Leben unabdingbar dazu gehört, wird doch erst durch diesen krankhaften EGO getrennt. Diese ICH – Sucht kommt doch nicht von ungefähr!

    Dieses ICH ICH, wie ich oft schon sagte, ist nun mal ein Mitbringsel seit unserer Geburt. Und liegt schon verankert in unserer DNA! Selbst ein sich am entwickelnder Fötus im Leib der Mutter, hat also schon von Anfang an diese ICH ICH Form schon einprogrammiert. Ich will das jetzt …, ich brauche das jetzt, weil ich es a zum überleben brauche, oder, weil es mir gut tut! Ich will!
    Aber, dieses Verhalten kann man noch unter einem gesundem EGO ablegen, der ja im Grunde verständlich, das weitere Fortleben des Zweibeiners sichert. Erst später dann, entwickelt sich dann dieser krankhafte EGO, der keine Grenzen mehr kennt. Im Gegenteil, nur noch immer weiter egoistischer wird, und immer weiter brüllt, ich will das, ich will das, und zwar um jeden Preis. Es gibt dann bei vielen Zweibeinern, bei zu vielen, nun so gut wie keine Grenzen mehr.
    Das ICH – Bewusstsein, liegt einfach bei vielen im Leben im absoluten Vordergrund! Beim dem einen mehr, beim anderen weniger.

    Die mittlerweile ungezügelte Zerstörung unserer Natur, man könnte den Menschen eigentlich noch dazu nehmen, letztendlich auch unser Untergang einmal sein kann, bzw. wahrscheinlich sogar wird, Dies schiebt man wie einen unliebsamen Gegenstand immer wieder vor sich her. Nach dem Motto! Sollen sich doch unsere Nachfahren damit befassen.

    Und, sollte das endlich aber mal von allen begriffen werden, und dann ernsthaft das Entsprechende dagegen unternommen werden (ich rede hier von in Zukunft, nicht vom zögerlichen Jetzt!) bevor unsere Erde vor die Hunde geht, was schon lange vorher getan hätte werden müssen, aber jetzt mit Glück noch einmal gutgegangen ist, heißt das aber noch lange nicht, dass diese Erkenntnis dann auch so bleiben wird. Ist nämlich alles soweit wieder in trockenen Tüchern, wird garantiert irgendwann wieder die Zeit kommen, wo der unbelehrbare Zweibeiner sich wieder in Richtung Glatteis bewegt. Im Grunde, ein ewiger Kreislauf!
    Nun, der allerdings auch mal schief gehen könnte. Was der Untergang einiger Kulturen in unserer Geschichte schon bewiesen hat. Und … Lerneffekt allerdings = Null!

    Wir haben keinen Anspruch auf unseren Globus, unsere Erde. Im Grunde, sind wir nur für eine bestimmte Zeit zu Gast hier. Aber das, schert den Menschen wenig!

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