Ukraine – was geht da vor?

Wer sich vom (in den alliierten Lizenzmedien weitgehend verschwiegenen) Friedensmarsch der Hunderttausende in der Ukraine etwas versprochen hatte, der sah sich schwer enttäuscht. Da waren aus dem Osten und aus dem Westen der Ukraine, später auch aus dem Norden drei Menschenkolonnen in Richtung Kiew unterwegs gewesen, um dort in der Petschorskaja Lawra, dem dortigen Sumpf-Kloster, für Frieden im Lande zu beten – die Organisatoren sprachen von über einer Million Menschen, die juntahörigen ukrainischen Medien von etwa 100.000.

Da die ukrainische rechtgläubige Kirche dieser Bewegung voranschritt, war mit tatsächlich wirksamen Gegenaktionen des Rechten Sektors oder der militanten Bataillone (Asow & Co.) eigentlich nicht zu rechnen gewesen – ein paarmal waren rechte Randalierer (mehr pro-forma) mit Beleidigungen, Drohungen und Geschrei an der Strecke aufgetaucht, aber seit die Junta-Polizei die Wanderer begleitete, kam es zu keinen Ausschreitungen mehr.

Andererseits muß man aber eingestehen, daß die Wirkung des Marsches und der Gebete nicht sonderlich groß gewesen ist, wie die Zahlen der in den Sommermonaten verübten Angriffe der Juntatruppen auf die ostukrainische Zivilbevölkerung zeigen: die UNO stellte im Juli ein Rekordhoch an diesen Morden fest. (mehr dazu hier)

Auch das Auftreten und die Rolle der OSZE-Mission, welche ja den (nicht vorhandenen) Waffenstillstand überwachen soll, läßt viele Fragen offen.
Obwohl über 80% der OSZE-Beobachter in den beiden Republiken DVR und LVR stationiert sind, gelingt es ihnen nicht, ein einigermaßen wahrheitsnahes Bild der Angriffe der Juntatruppen und deren Folgen zu erstellen. (mehr dazu hier)

Dazu kamen jüngst die Provokationen auf der Krim, wo eine ganze Reihe von ukrainischen Geheimdienst- und Armee-Kader-Offizieren (zum Teil mit Familien) plötzlich Urlaub machten.
Im Netz kursieren diverse Videos von Verhören mit den gefaßten ukrainischen Attentätern, in denen konkret Namen und Dienstgrade der SBU- und Armee-Offiziere genannt werden, welche an Planungen, Vorbereitungen und Kampf-Handlungen beteiligt waren.
Da bekanntermaßen der SBU, der Geheimdienst der Junta, vom CIA direkt gesteuert wird (inzwischen sind 2 Etagen im Gebäude des SBU-Dienstes VSA-Territorium, zu dem kein Ukrainer Zutritt hat – natürlich auch der Walzman-Po nicht), können diese Aktionen nur vom CIA direkt geleitet worden sein.
Und da von ukrainischer Seite mehrfach mit Maschinengewehren und -kanonen den fliehenden Terroristen Feuerschutz gegeben wurde, waren also auch zumindest Teile der Armeeführung involviert.
Der russische Außenminister Lawrow hat denn auch angekündigt, daß Beweise dafür vorgelegt werden, daß die Aktionen nicht – wie von den westhörigen Junta-Medien behauptet – von militanten Krim-Tataren ausgegangen sind.

Dabei spielt die CIA ganz vorsätzlich mit dem Feuer, um Rußland zum Krieg zu provozieren, denn bisher gibt es zwar massive Unterstützung von Seiten Rußlands für die beiden Republiken – von humanitären Lastwagenkolonnen mit Lebensmitteln bis hin zur Teilnahme an Manövern in Rußland für die DVR- und LVR-Truppen -, aber kein direktes Eingreifen regulärer russischer Truppenverbände.

Und wohl nicht zufällig wird in russischen Militärkreisen der Fall diskutiert, daß man die Führung der beiden Republiken vielleicht nicht mehr wird daran hindern können, daß sie anfangen, nicht nur ihr Territorium zu verteidigen…
Die ukrainische Armee ist jedenfalls nicht unbedingt motiviert, gegen ihre Landsleute zu kämpfen.

Wenn die militanten Bataillone, die in Polen, im Baltikum und in der Westukraine von Nato-„Fachleuten“ ausgebildet wurden und von der Nato bewaffnet wurden, nicht wären, dann hätte die Junta ein Problem, weil die einfachen ukrainischen jungen Männer, die in den bisherigen Mobilisierungsaktionen zum Dienst einberufen wurden, weder gut ausgebildet, noch gut bewaffnet, noch gut versorgt, wenig Lust haben, gegen ihre Landsleute  im Donbass vorzugehen.

So bleiben die meisten Kampfhandlungen an den ausländischen Söldnern, die inzwischen zu Tausenden dort (als Täter) „tätig“ sind, hängen – und an den fanatisierten Nationalisten.  (mehr dazu hier)

Es soll nochmals ganz klar gesagt sein: die überwiegende Mehrheit des ukrainischen Volkes im ganzen Land hat – da können auch die hörigen Propagandamedien nichts dran ändern – kein Interesse an einem Kampf gegen Rußland oder gegen die Russen in der Ukraine.

Warum uns das nicht bekannt ist?

Die Lage in der Ukraine ist so ähnlich wie hier in der BRiD:
– die Polit-Marionetten sind von außen installiert und folgen den Vorgaben von CIA und anderen westlichen Geheimdiensten, hinter denen die Inzis und der internationale Finanzadel stehen,
– die Armee wird auf allen Ebenen von der Nato gesteuert, die eigenen Generäle und Offiziere haben nichts zu sagen, sondern Befehle auszuführen,
– die Medien befinden sich vollständig in ausländischer Hand, das Volk wird mit Propagandalügen von „Dämo(n)kratie“ und „Freiheit“ zugemüllt,
– die soziale Lage ist katastrophal, sehr viele Leute kämpfen ums nackte Überleben, die bewaffnete Kriminalität ufert aus,
– der Ausverkauf aller materiellen Werte ans Ausland ist weitgehend abgeschlossen, der wirtschaftliche Niedergang ist nicht mehr aufzuhalten,
– eine Spaltung und Aufteilung des Landes droht ganz konkret.
Wir sollten also Verständnis haben dafür, daß die Masse der Leute dort nicht repräsentiert wird, von niemandem.

In Anbetracht der bisherigen Handlungen braucht sich auch weder unser Schreimeier noch andere alliiertenhörige Polit-Marionutten darüber echauffieren, daß die BRiD in Rußland nicht mehr ernst genommen wird… (mehr dazu hier)

– – – – – –

Update 18.8.

Weitere Details zu den Anschlägen auf der Krim:
https://deutsch.rt.com/russland/40032-anschlage-auf-krim-weitere-details/

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Geopolitik, Kriegstreiber, Manipulation, NWO

6 Antworten zu “Ukraine – was geht da vor?

  1. Pingback: [Dudeweblog] Ukraine – was geht da vor?

  2. Hawey

    Hat dies auf meinfreundhawey.com rebloggt.

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  3. heinzheidtmann

    Ich bin zwar nicht unbedingt ein Freund von Putin, aber wenn ich er wäre, würde ich mal den Natofreunden in Europa klar machen, aber so, dass es jeder mitbekommt, was passieren würde, wenn er mal ernst machen würde. Wieviel dann von Europa noch übrig bleiben würde! Mit oder ohne USA.

    Diese Europa Deppen, mit Deutschland voran, müssen Schwachmaten sein dies nicht zu begreifen.

    Würde also Putin mal Tacheles reden, mit den Selbstüberschätzer, würden auch die Bürger reagieren. Kaum ein Bürger der Euro ist an einem Krieg interessiert (außer vielleicht einige Unterbelichtete) den sie nie gewinnen können. Außer, genug Platz zu schaffen, für all die Millionen Tote die dann dran glauben müssten. Unsere Politversager, bekämen es nie hin, unsere Bürger für einen Krieg zu begeistern, nie und nimmer.

    Die Frage die sich natürlich stellt, warum macht Putin das nicht. Dieser geistig vernebelten EU würde doch die Scheiße aus den Hosenbeinen laufen, vor lauter Angst! Und Putin, der hätte bestimmt keine Angst mal richtig auf den Tisch zu hauen, dass im Bundestag und bei all den anderen Phantasten der EU die Gläser aus dem Schrank fallen. Also! warum macht Putin das nicht …! Ist doch eine interessante Frage!

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  4. fini09

    @ heinzheidtmann
    Freut mich, das Ihnen der ’saker‘ gefaellt. Moechte kurz einen Hinweis geben auf den Inhalt. Dagmar Henn uebersetzt die Russischen Artikel meist hervorragend, als auch Videos von ihr mit Deutschen Untertiteln versehen werden. Achten Sie bitte auf die Kommentar-Liste, dort ist ein expliziter Russland-Kenner namens Russophilus im thread, und dieser ist meiner Meinung nach gruendlich-er Recherche ein ‚Highlight‘ im saker.
    LG

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  5. luckyhans

    @ fini & heihei:
    Was der „Saker“ da so selbst von sich gibt, ist zu jedem Thema mit Vorsicht zu genießen, vor allem zu Themen des Ostens – diese Mentalität scheint ihm nicht sehr geläufig zu sein.
    Rußland und Ukraine: da höre man dem Kommentator russophilus zu, der hat profunde Kenntnis und guten Durchblick.

    Und nochmal für alle:
    zu den sog. „militärischen Optionen“ gibt es extrem widersprüchliche Meldungen, da von beiden Seiten inzwischen kräftig in die Propaganda-Trompeten geblasen wird.
    Wenn zum Beispiel der britische Armee-Bericht darüber, daß die russische Armee teilweise über bessere Waffensysteme (Werfer usw.) verfügt, geleakt worden ist, dann in erster Linie deshalb, weil man dort mit Gewalt eine Erhöhung der Militärausgaben will, und dazu muß eben Angst und Schrecken unter den Menschen verbreitet werden: Hilfe, wir sind nicht geschützt!
    Daß es dabei um EINIGE wenige ANGRIFFS-Waffen geht, läßt der „Normalbürge“ außer acht…

    Und nochmal deutlich:
    es gibt keine militärischen „Lösungen“ – nicht für die Ukraine, nicht für Syrien, nicht für „Revolutionen“ – das sind alles nur Machtspiele, aber keine Lösungen!
    Eine Lösung müßte ausgewogen und zukuftssicher sein, weil sie die Interessen aller Seiten maximal berücksichtigt. Und das geht nun mal nicht mit der Knarre in der Hand, sondern nur am Verhandlungstisch.
    Wir haben uns (leider) durch das Politiker-Darsteller-Schauspiel zu sehr dahingehend beeinflussen lassen, daß die Politik eh nichts zu sagen hat und nichts regeln kann.
    DAS IST FALSCH!
    Politik muß wieder „gesellschaftsfähig“ gemacht werden, weil es anders nicht geht.

    Eine Mediendiktatur der Finanzelite haben wir schon – das ist kein Leben, da werden nur immer neue „Probleme“ geschaffen, um uns in Atem zu halten.
    Damit wir nicht merken, daß alles sehr schnelle und einfach zu regeln wäre. Wenn man nur will.

    Kooperativ zusammen leben ist schöner als sich ständig gegenseitig Konkurrenz zu machen.
    Sobald das genug Menschen begriffen haben, wird sich auch was ändern.
    Weil dann keiner mehr die irrsinnigen Mechanismen bedienen wird – und die paar Streit-Hanseln, die psychopathisch nach Macht gieren, können sich dann miteinander „vergnügen“… 😉

    Gefällt 2 Personen

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