Wirtschafts-Witze (5)

… ja, tut mir leid, daß ich die aus der Überschrift vielleicht resultierende Erwartung auf ein paar schöne Kneipenwitze nicht erfüllen kann.
Im Gegenteil: hier geht es wie bisher (Teil 1 hier, Teil 2 hier, Teil 3 hier, Teil 4 hier) ganz bierernst weiter mit den grundfalschen Grundlagen und Tricks jenes uns umgebenden Betrugssystems, das sich „bürgerliche Ökonomie“ nennt.
Aber keine Angst: spätestens nach Folge 23 (vielleicht auch schon ein wenig früher) kehre ich wieder zu „netteren“ Themen zurück – versprochen! 😉
Luckyhans, 18. März 2016
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10. Die juristische Person

Die juristische Person ist eine der trickreichsten Kreationen des Kapitalismus.
Sie verleiht einer Organisation die Rechte einer natürlichen Person, ohne von ihr die gleichen Pflichten einzufordern oder die Verantwortlichkeit auf gleichem Niveau zu garantieren.

Dadurch können im großen Stil unmenschliche Entscheidungen (Entlassungen, Naturschändungen etc.) durchgesetzt werden, ohne daß die damit verbundene Belastung des Gewissens oder ethisch-sittliche Zweifel noch irgend jemanden bewegen würden – der Manager eines solchen Konzerns kann sich jederzeit auf diese imaginäre Person („das Unternehmen“) und deren Nutzen zurückziehen und muß sich weder mit den ethischen noch mit den rechtlichen Folgen auseinandersetzen.

Aber beginnen wir doch mit den Begriffsdefinitionen.

Die Wirtschaftslehre sieht das auch schon ein klitzekleines Stückchen anders als die Rechtslehre. Und auch hier spielt wieder die Staatsangehörigkeit eine Rolle.
Zum Beispiel, wenn es um die Staatszugehörigkeit juristischer Personen geht.

Wenn es beim Menschen oder der darauf aufgesetzten „natürlichen Person“ offensichtlich schwierig ist, den Zeitpunkt des Auftauchens („mit der Vollendung der Geburt“ – wann ist die Geburt fertig? und warum kann ein Kind im Mutterleib erben, wenn es als „natürliche Person“ noch nicht existiert?) und des Verschwindens (wann sind wir tot? denn der sog. „Hirntod“ ist sehr umstritten – er ist ein künstliches Vehikel der Organ-Verpflanzungs-Industrie) „rechtsgültig“ festzustellen, so ist das bei der juristischen Person einfacher: mit der Ein- in das oder Austragung aus dem entsprechende/n Register ist deren Existenz juristisch klar definiert – und sehr einfach veränderbar – im Gegensatz zum Menschen und „seiner“ natürlichen Person – diese wird erst mit der Eintragung in das entsprechende (Geburten-)Register wirklich rechtlich existent (und „ökonomisch relevant“, da beleihbar – die Geburtsurkunde /birth certificate/ wird als Wertpapeir gehandelt).

Ganz wichtig ist der Satz: „Juristische Personen sind nicht deliktsfähig, also auch strafrechtlich nicht verantwortlich. An ihrer Stelle können ihre Organträger (Vorstand, Geschäftsführer etc.) bestraft werden (§ 14 I Nr. 1 StGB).“ –

Aber: die Bestrafung der „Organträger“ (Vorstände und Geschäftsführer) wird bei allen Firmen über eine entsprechende Klausel im Vertrag versicherungstechnisch (über Rechtsschutz und Haftpflicht – deren „Prämien“zahlung selbstverständlich das Unternehmen großzügig übernimmt bzw. „on top“ auf die eh nicht geringe Bezahlung „aufstockt“) gelöst, so daß eine ehrliche Verantwortung für Rechtsverstöße praktisch nicht besteht.

Dementsprechend „benehmen“ sich die Großkonzerne auch, denn für ihre Untaten kann real niemand zur Verantwortung gezogen werden.
Das ist sowohl bei der natürlichen Person als auch beim inhabergeführten Unternehmen ganz anders.
Nun wird sehr klar, warum die Dinge um uns herum so sind, wie sie sind:
der Mensch mit seiner natürlichen Person und der Unternehmer-Inhaber sind jederzeit in der persönlichen Verantwortung, denn auch wenn der Einzel-Unternehmer sich ebenso versichern kann, ist er immernoch persönlich da – als Mensch und Person vorhanden und „verfügbar“.

Manager in Großkonzernen sind dagegen „von Natur aus“ verantwortungslos (im Wortsinne) – sie werden im Falle rechtlicher Probleme, die zu viel Wirbel ausgelöst haben, mit einem „goldenen Handschlag“ (einer laut Vertrag „bei jeglicher vorfristiger Beendigung bedingungslos zu zahlenden“ satten „Abfindung“) verabschiedet…
Natürlich nur um nebenan in einem anderen Unternehmen sehr schnell wieder einen gleich oder besser bezahlten Posten zu bekommen – haben sie doch bewiesen, daß ihren Recht und Gesetz wurscht sind, wenn es um die Profite des Unternehmens geht.

Noch ein wesentlicher Unterschied in der Positionierung von „natürlicher Person“ und „juristischer Person“ sei genannt.
Für Firmen und deren Maschinen gibt es genau festgelegte Regelungen für die Erneuerung und den Ersatz verbrauchter materieller Güter – die Abschreibungsregeln. Es wird also sehr genau darauf geachtet, daß eine regelmäßige Erneuerung des gesamten Maschinenparks und aller langlebigen Verbrauchsgüter nach bestimmten Festlegungen erfolgt – und in den Kosten voll berücksichtigt werden darf.

Wie sieht es jedoch mit der natürlichen Person, der wichtigsten Produktivkraft Mensch, und deren Regeneration und Erneuerung aus?

Die Familie als „Erneuerungsmechanismus“ derselben ist Privatsache und der natürlichen Person selbst überlassen, die gesamte Sorge und Arbeit innerhalb derselben interessiert die Ökonomie gar nicht – zumindest nicht soweit, daß man daraus wirtschaftswissenschaftliche und praktische Schlußfolgerungen ziehen würde.

Für seine Nachkommenschaft und damit seinen langfristigen Ersatz als Arbeitskraft darf jeder Mensch allein aufkommen – Familienarbeit im Haushalt, ob für die Frau als Vollzeit- oder für beide als Teilzeitjob „ausgelegt“, werden weder bei der Rente noch bei der Entlohnung gebührend gewürdigt – über die magere steuerliche Berücksichtigung in der sog. Splittingtabelle wird ja auch schon lange diskutiert, aber mit dem Ziel, diese abzuschaffen.
Selbiges betrifft die kurzfristige Regeneration der „Ware Arbeitskraft“ – auch diese Kosten werden wohlweislich den Menschen selbst aufgebürdet, obwohl den Nutzen ja der Kapitalist oder „die Wirtschaft“ daraus zieht – jeden Tag aufs Neue…

Auch hier sehen wir wieder, wie verlogen und bewußt einseitig diese heutige „Wirtschaftswissenschaft“ zugunsten der Ausbeuter und zuungunsten von Mensch und Natur aufgebaut ist – höchste Zeit, sich davon zu verabschieden und eine wahrheitsgetreue ökonomische Lehre aufzubauen.
Reformieren wird da allerdings wenig nützen, da die Fehler derart grundlegende Dinge betreffen, daß „Kosmetik“ da wenig helfen wird.
All dies sind Folgen dieser schlauen Konstruktion der juristischen Person – daher gehört diese Institution ersatzlos abgeschafft.

Abschließend sei noch hingewiesen auf einen weiteren Aspekt der Ökonomie-Leere.

Die natürliche Person wird in der Wirtschafts-Theorie nämlich nicht immer in gleicher Weise betrachtet – mal erscheint sie als „Konsument„, mal als „Produzent“ – sie wird sozusagen anstelle einer ganzheitlichen Sichtweise in 2 halbe Personen aufgeteilt, die völlig unterschiedlich angesehen werden und agieren – theoretisch.

Über den Konsumenten („Verbraucher„) haben wir ja schon gesprochen.

Bezüglich des Produzenten gibt es auch einiges zu bemerken.
Signifikant ist die (nur theoretisch „transparente“) Preisbildung, die wir hier mal betrachten wollen.

Wieviel vom Endverbraucherpreis kommt denn wirklich beim Produzenten an?
Heute in der Regel ein Achtel bis ein Zehntel!

1. Steuern

Zwischen 19 und 25% sind Verbrauchs-Steuern (Umsatzsteuer, andere Produktsteuern wie Branntwein- oder Sektsteuer).
Einige ausgewählte Produkte sind mit einer verringerten Umsatzsteuer belegt – ziemlich willkürlich und nicht immer verständlich oder nachvollziehbar.

Mögliche Lösung für die Zukunft:
eine einheitliche Verbrauchssteuer, die alle Waren des Grundbedarfes ausnimmt, also auf „normale“ Lebensmittel, Luft, Wasser, Energie, Kommunikation und Transport nicht erhoben wird – das sorgt dafür, daß stets genug preiswerte Grundversorgung da ist, aber darüber hinaus der Naturverbrauch nicht überhand nimmt.

Weitere 30% bis 60% vom Preis sind versteckte Zinsen, d.h. das Geld landet am Ende bei den Banken.

Mögliche Lösung:
Zinsverbot, umlaufgesichertes Geld – fast alle Preise sinken automatisch um 30 – 60%!

Die vorhandene (immer weniger werdende) Arbeit kann besser auf alle Menschen aufgeteilt werden.

2. Handel

Was „nimmt sich“ der Handel aufgrund seiner Quasi-Monopolstellung einfach?
Vom Rest sind mind. 50% Handelsspanne, wobei der Einzelhändler, soweit noch vorhanden, den deutlich kleineren Teil bekommt.

Wie kann hier ein Ausgleich in den unterschiedlichen Ausgangslagen erreicht werden?
Lösung: durch Kooperation und gegenseitige Abhängigkeiten

Denn nur wenn beide, Produzent und Handel, real voneinander abhängen, wird sich ein gleichberechtigtes Miteinander entwickeln können.

.

11. Innovation und Weiterentwicklung

Die Natur des Gewinnstrebens auch des Schaffenden Kapitals erfordert eine zeitlich nicht allzuweit entfernte Refinanzierung der eingesetzten Mittel – egal ob sie nun aus Krediten bzw. kreditähnlichen Quellen oder aus dem Gewinn eines Unternehmens kommen.

Unternehmen investieren fast nur in die „Ausentwicklung“ eines neuen Produktes oder einer neuen Technologie sowie deren Umsetzung in Maschinen, Anlagen und Produktionen, also nur dann, wenn die grundlegenden Fragen nachgewiesenermaßen gelöst sind und es um die Industrialisierung (Serienreifmachung, Produktion) von Erfindungen geht.
So sind tatsächlich innovative und somit riskante (mit hoher Verlustmöglichkeit behaftete) Entwicklungen völlig neuer Technologien – gleich auf welchem Gebiet – von dieser Form der Finanzierung und Einführung ausgeschlossen, von Grundlagenforschung und freier Suche nach neuen Technologien gar nicht zu reden.

Die meisten Großunternehmen haben so ihre Forschungszentren stark „eingedampft“, und was heute dort stattfindet, verdient eigentlich die Bezeichnung „Forschung“ schon lange nicht mehr – „Vorentwicklung“ wäre einigermaßen passend.
Übrigens betrifft dieses „Finanzierungsproblem“ in der Industriegesellschaft mit ihrer Orientierung auf schnellstmögliche Umsetzung der eingesetzten Mittel auch viele andere, nicht profitbringende Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, zum Beispiel die Kultur, den Sport u.a.

Selbstverständlich ist jedem Unternehmer klar, daß ohne diese „Non-Profit“-Bereiche die Gesellschaft degradiert und auf mittlere Sicht die Profite auch in der „Profit“-Sphäre fallen werden: wenn die Menschen nicht mehr einen seelischen Ausgleich durch Musik, Theater und darstellende Kunst haben, wenn sie nicht mehr durch sportliche Betätigung ihren Körper fit erhalten, dann wird die Arbeitsproduktivität ganz folgerichtig fallen.

Daher gab es auch in früheren Jahren die schöne Tradition des Mäzenatentums, d.h. die Menschen mit „dickem Geldbeutel“ – egal ob selbsterpreßt oder ererbt – haben entsprechend ihren eigenen Interessen in Einrichtungen des Non-Profit-Bereiches der Gesellschaft investiert: ein Theater gestiftet oder unterhalten, einen Sportverein mit regelmäßigen Zuwendungen unterstützt, ein unabhängiges Forschungslabor und Versuchsreihen finanziert etc.

Dies alles wohlgemerkt nicht (wie heute oft) mit der hintergründigen Hoffnung auf künftige Profite aus der direkten „Investition“ (Werbeeffekte usw.), sondern höchstens in Rechnung auf die sekundären Effekte dieses Engagements.
Leider sind all diese Traditionen mit dem Übergang der wirtschaftlichen Macht auf die Großunternehmen verloren gegangen: der Manager des Großunternehmens ist an Quartalszahlen interessiert, eventuell noch an Jahreszahlen – mittelfristige Ergebnisse und sekundäre Effekte eines Investments interessieren ihn nicht mehr – „wer weiß, ob ich dann noch am Ruder bin“…
Hinzu kommt die grundsätzliche Problematik des Großunternehmens, der juristischen Person, die wir unlängst hier diskutiert hatten.

Investitionsentscheidungen in den Unternehmen werden nur unter kurzfristigen Gesichtspunkten getroffen – alle (angestellten) Unternehmensleitungen müssen regelmäßig gute Quartalszahlen vorlegen.
Vor einer Investentscheidung werden daher die Folgen, d.h. der nachfolgende Ertrag aus dieser Investition, in Form einer Abzinsung berechnet. Dies ist eine Art negativer Zins, mit dem das Ergebnis der Folgejahre „belastet“ wird.
Da dies auch eine Exponentialfunktion ist, spielt alles, was über einen Zehnjahreszeitraum hinausgeht, in der Berechnung praktisch keine Rolle mehr.

Die Folge davon ist, daß alle Entscheidungen, welche langfristig, d.h. nach länger als 10 Jahren, positive Effekte bringen, nicht getroffen werden, und alle Entscheidungen, welche nach mehr als 10 Jahren horrende Verluste bringen, doch getroffen werden – eben weil man die langfristige Perspektive mit dieser Berechnungsmethode nicht „in den Blick bekommt“.
(mehr dazu im Alpenparlament „Zinsknechtschaft Prof. Berger“)

Was bleibt also für „riskante“ Forschungen und Entwicklungen, d.h. für grundsätzlich neue Technologien, Verfahren und Methoden, für prinzipiell neue Entdeckungen in der Technik oder die Umsetzung einer „verrückten“ Idee?

1. das sog. Risiko-Kapital

Es ist immer wieder verblüffend, wie dieser „Markt“ für Risiko-Kapital „funktioniert“.
Da wurden jahrelang alle möglichen Internet-Startups voller Geld gepumpt, obwohl sie laut Planung noch lange nicht in die Gewinnphase kommen sollten – so geschehen Ende der 90er Jahre.
Bis die Internet-Blase platzte.
Dann wurde das Risiko-Kapital einige Jahre lang extrem zurückhaltend – man verlangte sehr kurze Umsetzungszeiträume und sehr hohe Renditen für Wagnisfinanzierungen – was für diese völlig unnatürlich und nur extrem selten erreichbar ist.

Dann kam die nächste Blase bis 2008 – es war weltweit zunehmend viel Geld auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten unterwegs, und es wurde auch wieder ein geringer Teil davon (aufgrund der immens steigenden Summen insgesamt aber in Geld immer mehr) für neue Technologien bereitgestellt – freilich ohne daß sich die allgemein bekannten Verhältnisse auf dem Risiko-Sektor (nur etwa 10% der Projekte werden irgendwann profitabel) dadurch ändern würden.

Es gibt auch einige Beispiele, wo hoffnungsvolle neue Basistechnologien nach relativ kurzer Startphase mit fadenscheinigen Begründungen nicht mehr weiterfinanziert wurden – nur die Patent-Rechte nahm man den Erfindern „als Gegenleistung für das bis dahin investierte Geld“ ab.
Die Patente verschwanden in der berühmt-berüchtigten „Schublade„, wo sie die jahrhundertealte Sammlung der innovativen, aber der etablierten Industrie nicht genehmen neuen Technologien ergänzten.

Sind aus diesem Sektor nachhaltige Impulse für Innovationen zu erwarten?
Die Antwort mag sich jede/r selbst geben…

2. die staatliche Finanzierung

Hier sind vor allem die Hochschulen gemeint, in denen es früher zur schönen Tradition der Einheit von Lehre und Forschung galt, daß junge Leute, Studenten und Doktoranden, regelmäßig an völlig neuen Aufgaben mitarbeiteten.
Die großen Entdeckungen, vor allem solche, die eine Loslösung von überkommenen Denkweisen erforderten, sind vor allem von jungen Leuten – unter Anleitung und Förderung von verständigen Könnern ihres Faches – gemacht worden.
Beste Beispiele dafür sind Wolfgang Pauli, Paul Dirac, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger und viele andere – praktisch die gesamte Quantenphysik wurde von jungen Leuten entdeckt.

Moderne Hirnforscher, wie die Professoren Hüther und Spitzer, haben oft genug darauf hingewiesen, daß große geistige Leistungen immer dann entstehen, wenn junge Menschen mit viel Freude und Hingabe an völlig neuen Aufgaben, deren Lösung noch nicht bekannt ist, arbeiten.

Und es ist auch kein Zufall, daß seit das angloamerikanische Kurzzeitdenken in Wirtschaft und Wissenschaft immer mehr um sich gegriffen hat, kaum noch solche herausragenden Leistungen junger Leute zu beobachten waren und sind – trotz des ununterbrochenen „Brain-drain„s, mit dem die VSA seit Jahrzehnten aus aller Welt die hoffnungsvollsten jungen Wissenschaftler anziehen und ihre Innovationskraft, zumindest in der großzügig über die DARPA finanzierten Wehrtechnik, so wenigstens einigermaßen aufrecht erhalten können.

Logische Folge für die „restlichen“ Staaten der Welt: eine völlig unzureichende Innovation. Allein China und begrenzt Indien haben in den vergangenen Jahren wieder eine merkliche Dynamik auf diesem Sektor hervorbringen können – vor allem dank staatlicher Investitionen in moderne (vor allem militärische) Technologien – dafür ist bezeichnenderweise in allen Ländern der Erde stets „genug“ Geld da.
Erstaunlicherweise werden dort weltweit „problemlos“ gigantische Mittel eingesetzt, um neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen – gibt uns das zu denken?

„Das ist wie mit der Bachstelze: die hat zwei gleichlange Beine – besonders das linke.“

Es kann also nicht sinnvoll sein, die staatliche Finanzierung der Grundlagenforschungen zurückzufahren und die Uni-Professoren von Lehre und Forschung abzuhalten, indem man sie zwingt, bei Unternehmen sog. Drittmittel „einzuwerben“ – das lenkt die Hochschullehrer von ihren originären Aufgaben ab und führt – siehe oben – durch die kurzfristig profitorientierte Sichtweise der Unternehmen sowieso nicht zum richtigen Ziel.

Vor allem wenn statt der überlebensnotwendigen Forschung vom Staat dann so tolle „allgemein nützliche“ Sachen wie „Banken-Rettungen“ oder Auslandseinsätze der Bundeswehr finanziert werden – Dinge, die gar keine positiven Effekte auf die Innovationsfähigkeit des Landes erbringen – auch keine langfristigen oder sekundären.

3. der Mittelstand

Dies war schon immer die Wiege der deutschen Innovation – viele „versteckte Weltmeister“ sind unter den Mittelständischen Unternehmen der BRiD – Firmen, die auf ihrem abgegrenzten Gebiet, in ihrer Nische, die unangefochtenen Chefs auf dem Weltmarkt sind.
Eben weil sie aufgrund der starken D-Mark nicht über den Preis am Weltmarkt konkurrieren konnten, sondern ausschließlich über Qualität und Innovation – eben deshalb sind sie immer bereit gewesen, auch hohe Risiken einzugehen und persönliche Verantwortung zu übernehmen – DAS erzeugt neue Technologien.

Nun ist es allerdings seit Jahren so, daß von Seiten der BRiD-Organisation, dem Verwaltungsorgan der Alliierten für einen Teil des besetzten Gebietes in Mitteleuropa, immer mehr bürokratische Hindernisse gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmern in den Weg gelegt werden.
Nicht nur, daß sie kaum noch Zugang zu Hermes-Garantien haben, mit denen sie Zahlungsausfälle seitens ausländischen Kunden abfedern könnten – es ist mit der Regelungswut der Brüsseler Bürokraten und deren willfährigen, lobbyistengesteuerten Ableger in der BRiD ein immer hirnloserer Wettstreit um die Verhinderung von Innovation und Erneuerung entbrannt.

Immer mehr vor allem ältere Menschen werden in aussichtslose Einzelunternehmen (früher „Ich-AG“s genannt) und ähnliche Konstruktionen gedrängt, um sie aus der Arbeitslosen-Statistik heraus zu bringen – auch wenn klar ist, daß die meisten „Geschäftsmodelle“ in keiner Weise mittelfristig tragfähig sein werden.
Aber der nette Helfer von der IHK schreibt ganz gern ein positives „Gutachten“ über Geschäftszweck und Aussichten – wird ja schließlich auch bezahlt.

So finden sich immer mehr Menschen in einem horrenden Zwang zur Selbstausbeutung wieder – ohne Rentenbeiträge, ohne Absicherung im Krankheitsfalle, mit horrenden umsatzunabhängigen Beiträgen zur Krankenversicherung u.a., und die meisten sind nach 1 oder 2 erfolglosen Jahren dann – oft moralisch gebrochen – doch da, wo sie auch anfänglich hätten „einsortiert“ werden müssen – beim „Hartzen“.

Oder, wenn sie noch jünger sind, dann sind sie wieder in einem Arbeitsverhältnis – aber oft deutlich schlechter bezahlt als vor der „Schein-Selbständigkeit“.
Nutzen aus diesen Vorgängen zieht, neben einzelnen Unternehmen, ausschließlich die BRiD-Organisation mit ihren Agenturen – wenigstens hier ist gleich klar, daß wir es mit Agenten (der VSA-Administration) zu tun haben.

Und es ist nicht meine Meinung, sondern eine objektive Erscheinung, daß sich die Mittelschicht nicht nur in Europa mit zunehmender Geschwindigkeit auflöst.
Woher sollen also noch junge Menschen kommen, denen die Eltern eine akademische Ausbildung finanzieren können, wenn die traditionelle Quelle versiegt?

Die selbsternannte Elite wird jedenfalls nicht in der Lage sein, die allgemeine Degeneration der geistigen Bereiche in unserer Zeit aufzuhalten – dazu ist sie einerseits zahlenmäßig viel zu klein, und andererseits wird durch die seit Jahrhunderten miteinander überkreuz und diequer verheirateten Nachkommen sowie durch die zunehmende Verschmutzung von Luft und Wasser der Genpool dieser sehr kleinen Schicht ständig weiter geschädigt.

Wir dürfen also gespannt sein, wann der Punkt erreicht wird, daß entweder diese sog. Eliten zur Einsicht kommen, daß auch sie so nicht weitermachen können, oder daß der geistige Niedergang der Menschheit zu anderen Folgen für alle führen wird.
Eine Weiterentwicklung ist jedenfalls mit der gegenwärtigen Wirtschaftswissenschaft nicht zu erwarten – ein Umdenken und ein Neuaufbau einer wirklichkeitsnahen Wirtschaftswissenschaft findet in den „elitären“ Kreisen auch nicht statt…


Nachtrag vom 25.03.2016

Teil VI ist ebenfalls publiziert und findet sich hier…


Nachtrag vom 29.03.2016

Teil VII ist ebenfalls publiziert und findet sich hier…

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11 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Korruption, Manipulation, Menschen, NWO, Recht, Sinn, Weisheit, Wissenschaft

11 Antworten zu “Wirtschafts-Witze (5)

  1. Pingback: [Dudeweblog] Wirtschafts-Witze (5)

  2. Uffa. Beeindruckend umfassend. Danke, Lücki.

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  3. gabrielbali

    Interessanter Beitrag, aber die erhofften Loesungsvorschlaege, die jeder einzelne Leser in die Tat umsetzen kann, vermisse ich…

    Kommt da noch etwas?

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  4. Sundance

    Im Moment gilt das unterste Piratenrecht (UCC), worauf auch die Börsen aufgebaut wurden.
    BRD-NGO hat nur die Admiralitätsrechte davon.(Land und Seewege)!
    Die können wir ihr damit nehmen und ihr ganzes Gesetzeskonstrukt (ihre AGB) außer Kraft setzen !

    Nur mal so als Beispiel.
    Es gibt 900 Moscheen in Deutschland, die eine Religionskörperschaft bilden und damit 3 Stufen höher als das UCC sind!
    Sie könnten defakto bestimmen, das Burka und Kopftuch in ihren Bezirken getragen werden muß, von jeder Frau die da wohnt !
    Wollt ihr es wirklich so weit kommen lassen.
    Dann beschwert euch anschließend nicht.

    Ihr könntet mit eurem Menschenrecht das noch mal 3 Stufen über einer Körperschaft steht, alles bestimmen!
    Mit 5-7 Menschen,die sich als solche erklärt haben und aus dem Personenstand der BRD-NGO austreten sind, kann man jede Gemeinde übernehmen, sogar den Gemeinderat absetzen, notfalls auch mit Polizeigewalt, denn diese steht dann laut Gesetz unter eurem Befehl !!!!!!!

    Wie man sich seine Rechte zurück holen kann !
    Befreit euch vom kanonischem Handelsrecht UCC.
    Dem Piratengesetz, der Privatisierungen (Privare= berauben!)
    Überprüft mal beim Katasteramt, wer als Eigentümer von eurem Rathaus eingetragen ist !
    Übrigens das Bodenrecht, auf dem unsere Macht beruht, soll 2017 abgeschafft werden.

    https://www.youtube.com/watch?v=Y95B677V_-4 

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  5. luckyhans

    @ Gab-i:
    Bitte etwas Geduld – zuerst muß mal möglichst vielen Menschen klar werden, daß wir hier in einem Betrugssystem leben, und daß dieses System auf falschen Grundlagen beruht und daher auch nur zu falschen „Realitäten“ führen KANN.
    Erst wenn diese Überzeugung um sich greift, wird echte Veränderung möglich – vorher werden alle versuchen, das den meisten lieb gewordene System zu „reformieren“, zu „reorganisieren“, zu „verbessern“ usw.
    Wenn aber das Fundament statt aus Beton nur aus Sand besteht, nützt keine Dachreparatur etwas – das Haus wird weiter auseinanderfallen – genau das, was momentan passiert.
    Daß dieses auf Sand gebaute Haus insgesamt nicht reparabel ist, sollte verstanden werden: ein neues Fundament einfach „drunterziehen“ geht eben nicht – es muß komplett neu aufgebaut werden – und das betrifft nicht nur die Ökonomie…
    Daß die Architekten dieses Hauses leider „vergaßen“, daß auch der oberste schmale Turm für Ihresgleichen nicht frei in der Luft schweben kann, ist schon verwunderlich…

    Was jeder Einzelnen schon mal tun kann:
    sich Gedanken machen, wie ein menschliches Wirtschaftssystem aussehen könnte – Geld oder nicht, Arbeit oder Zeit aufrechnen oder nicht, wie die Natur als Lebensgrundlage erhalten, Egoismus/Konkurrenz oder Gemeinsinn/Kooperation, usw. 😉

    Gefällt 2 Personen

  6. luckyhans

    @ sundance:
    … sehr gute Hinweise, auch wenn momentan die meisten Menschen diesen Dingen noch recht ratlos gegenüberstehen: „was der wohl damit meint?“
    Wer die sog. „Marktwirtschaft“ für die beste aller Welten hält, hat kaum Grund, an deren rechtlichen Grundlagen zu zweifeln… 😉

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