Generelles Feuerverbot in der Schweiz? Überflüssige Panik beim Feuermeister

Auf meinem ausgiebigen Waldspaziergang diesen Nachmittag traf ich an einem mir gut bekannten, idyllischen Platz auf einen kaltwasserspendenden Brunnen, in welchem eine ganze Ladung Bier kühl gehalten ward. Nebenan zwei junge Menschen, die einen freudigen Grillplausch vorbereiteten und gerade am einheizen waren.

Nach ausgiebiger Erfrischung des gesamten Kopfes unter dem kalten Strahl des Brunnenwassers und einigen grossen Schlücken ging ich flugs zu den beiden Jungs hin, und fragte, ob sie mir eines ihrer Biere verkaufen würden.

Zunächst wussten sie nicht, ob sie mir diesen Gefallen tun wollten, doch nach kurzer Überlegung kam die Frage, was ich denn anböte, woraufhin ich gegenfragte, was oder wieviel Stützli sie denn dafür wollten.

Nach weiterem kurzem Bedenk meinten sie dann dankenswerterweise, ich könne mir einfach eins nehmen.

Auf meinen aufrechten Dank hin entwickelte sich ein kurzes Gespräch, in welchem sie mich darauf hinwiesen (bisher hatte ich, helvetische Schafsmedien seit langem radikal und konsequent boykottierend, rein gar nichts davon mitbekommen), dass schweizweit ein generelles Feuerverbot geplant sei, und dieses bereits in mehreren Kantonen gültig sei, während für den Kanton Zureich eine definitive Entscheidung nächste Woche kommen solle.

Als langjähriger Feuermeister, der in regelmässigen Abständen, sowohl im Sommer als auch Winter, grosse Feuerchen im Walde geniesst, meinte ich zunächst mich knutsche ein Elch, mich lause ein Affe und mich überfahre ein Zug – gleichzeitig!

Wollen die jetzt tatsächlich – nachdem das z.B. im grossen Kanton ja schon längst gesetzlich fixiert ist – ihren faschistoiden Naziwahn des Verbotsirrsinns und der Bevormundung noch weiter auf die Spitze treiben? Es würde mich ja nicht mal überraschen, da ich den bürokrattischen Terror-Volksvertreträtern, nicht erst seit dem dummen Rauchverbot, bisweilen an sich alles zutraue.‘

Mir war von Beginn weg glasklar, dass, wenn die das tatsächlich beschliessen sollten, ich mich um keinen Preis und mit 100%iger Garantie nicht daran halten würde, auch wenn sie mich mit Bussen zuknallen und mit Umwandlung in Gefängnisstrafen (im Gegensatz zum grossen Kanton gibt es hier ja ’nur‘ Bussenumwandlung und keine Erzwingungshaft – noch) drohen und terrorisieren würden – und das gilt auch weiterhin, solange ich noch in dieser helvetischen Terrordiktatur weile (mein Abgang ist bereits in Planung).

Schliesslich predige ich nicht nur noch und nöcher den radikalen und konsequenten Widerstand und zivilen Ungehorsam gegen die Terrordiktaturen der Welt, sondern lebe ihn auch radikal und konsequent seit vielen Jahren vor (natürlich mit allen Konsequenzen – den Bürokratten teile ich jeweils mit, dass sie mir, sollte ich mich um ihren Terror kümmern sollen müssen, gern 500 Franken in Bar zusammen mit dem Bürokrattiemist in ein Couvert legen können, so sie erwarten, dass ich mich überhaupt damit befasse; sie würden für die Terrorisierung und Gängelei freier Menschen ja schliesslich auch entsprechend entgolten. 🙂 ).

Die kühle Blonde genüsslich getrunken habend, fragte ich die beiden Jungs beim Abschiede noch, ob ich ihnen – so sie es noch ein letztes mal ausnützen wollten, legal ein richtiges Höllenfeuer für ihren Grillplausch aufzuschichten -, als Entgelt für das nette blonde Presentchen, vielleicht noch einige grosse, dicke, fette ‚Prügel‘ auf Platz anschleppen solle (auf dem Platz neben der Feuerstelle ist weitrum nur Kies und zudem hatte es gestern und heute morgen ziemlich ausgiebig geregnet in der Gegend), was sie jedoch dankend ablehnten.

Also bedankte ich mich erneut, wünschte einen freudenvollen Grillplausch mit allem drum und dran, wies nebenher noch kurz auf DWB hin, indem ich ihnen versicherte, dass ich hiezu – nach entsprechender Recherche – einen weiteren Tacheles-Artikel, der sich gewaschen hat und einige obrigkeitshörige Weichspülerhirne mal so richtig durchputzen sollte, publizieren würde.

Entwarnung

Dies erübrigt sich nach meiner kurzen Netzrecherche allerdings, da die beiden netten Jungs vergassen, mir klar zu machen, dass es sich bloss um ein temporäres Feuerverbot – und nicht ein generelles bis in die Unendlichkeit (oder bis dieses Verbrecherpack in der Regierung gestürzt ist) – handelt, wie diversen Portalen zu entnehmen.

Z.B. bei den Behörden des Kantons:

Vorsicht beim Feuern im Freien

Wegen der aussergewöhnlichen Trockenheit ist Vorsicht beim Feuern im Freien geboten. Ein Feuerverbot ist im Kanton Zürich vorderhand nicht vorgesehen.
[…]

https://www.zh.ch/internet/de/aktuell/news/medienmitteilungen/2015/vorsicht_beim_feuern.html

Eine entsprechende Warnung halte ich für durchaus angebracht, da die wenigsten Stadtmenschen auch nur ansatzweise wissen, wie mit Feuer vernünftig umzugehen ist, wenn ein Prachtssommer wie dieser, im Gegensatz zum Letzten, kaum Niederschläge bringt; aber auch generell keinen Plan von Feuern im Freien haben.

Ausserdem ist für in der Schweiz weilende Individuen wichtig anzumerken, dass tatsächlich schon in diversen Kantonen ein temporäres Feuerverbot gilt, und generell achtsam und bewusst mit Feuern unter freiem Himmel umgegangen werden sollte (von Feuerwerk-Bullshit rate ich aus Prinzip generell ab; beobachtet lieber ein schönes, heftiges Gewitterspektakel dessen statt, bei welchem eh keine noch so gut choreographierte künstliche Feuerwerks-Show mithalten kann. Die Natur gewinnt einmal mehr… ;-p).
https://dudeweblog.files.wordpress.com/2015/07/brandgefahr.jpg?w=600&h=292

(Aktualisiert am: 18.07.2015, 21:18 – Printscreen-Quelle und aktuelle Daten sind hier zu finden.)

Mich als langjährigen Feuermeister kümmern solcherlei temporären Verbote natürlich nicht die Bohne, da ich sehr viel Erfahrung als auch Augen und Hirn im Kopf habe, und – in höchster Achtung der Natur – selbstverständlich vernünftig einheize im Falle langanhaltender Trockenheit. Es gab diesbezüglich bei mir auch noch nie Probleme mit der Staatsgewalt des Blutgeldmolochs.

Abschliessend bleibt mir nun also nur noch, allen in der Schweiz lebenden Wald-Grillfreunden deutlichst klarzumachen, dass, wenn sie einheizen wollen – unabhängig ob ein temporäres Verbot ausgesprochen sei oder nicht, aber v.a. wenn eines ausgesprochen ist – sie die nötige Vorsicht walten lassen sollen, indem sie brennbares Kleinmaterial um die Feuerstelle behutsam mit einem blattbehangenen Ast wegräumen, wenn immer möglich das Feuer gut mit Steinen einzäunen, und v.a. nicht zu viel des Guten an Holz auflegen dürfen, während das Feuer selbstverständlich dauerhaft und ununterbrochen im Auge behalten werden muss, damit jederzeit sofort eingegriffen werden könnte.

Meine Wenigkeit jedenfalls ist heilfroh, dass ich nicht bei noch einem Verbotswahn den radikalen Widerstand knallhart durchziehen muss. 🙂

In diesem Sinne: Gut Grill!

wünscht euer Feuermeister Dude. 🙂

Ps.

(Das passende Lied ist auch als kleines Presentchen für die geschätzte fini09 gedacht. 🙂 )


Lesetip für Grillfreunde -> http://karfreitagsgrill-weckdienst.org/

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bilder, Bildung, Freiheit, Medien, Menschen, Musik, Natur, Recht, Schönes, Schweiz, Sinn

8 Antworten zu “Generelles Feuerverbot in der Schweiz? Überflüssige Panik beim Feuermeister

  1. MURAT O.

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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  2. thomram

    Lieber Dude,

    ich halte mich auch für einen guten Feurer. Ich mache jedoch dich und alle guten Feurer dringendst darauf aufmerksam: Man muss die Gegend KENNEN.
    Ich machte mal auf einer griechischen Insel an einem mir ab so lut sicher scheinenden Plätzchen, inmitten von, wie ich doch so klar sah, nur Gestein, ein miiiiinikleines Feuerchen. Mit knapper Not konnte ich das sich ausbreitende Element löschen.
    Ein zweites Mal passierte mir das in Norddeutschland. Ich hätte um ein Haar einen ganzen Wald in Brand gesteckt. Der Boden war doch nass. Die Bäume waren doch grün. Nix da. Das Auge, welches die Situation in der Schweiz nördlich der Alpen genau einzuschätzen weiss, dieses Auge ist nicht geschult für andere Gegenden!

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  3. @Ram

    Danke für die ergänzenden Hinweise, die ich allerdings besser an die Null-Plan-Feurer bis zu den fortgeschrittenen Feuergesellen hin richtete.

    Denn ich versichere Dir, dass ein wahrer Feuermeister, nach vielen Hunderten von – teils sehr sehr grossen – Feuern an verschiedensten Orten, noch nicht einmal auch nur ansatzweise in Gefahr lief, einen ernsthaften Brand auszulösen.
    Einmal erst begab es sich überhaupt, dass sich etwas sich ausweitendes anbahnte, das kurzerhand, bevor es sich Bahn machen konnte, im Keim erstickt ward.

    Vorausschauendes Feuern ist genauso wichtig wie vorausschauendes Fahren – dessen ist sich der Feuermeister Gewiss. 🙂

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  4. thomram

    Meine Botschaft ist nicht angekommen. Sei’s drum.

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  5. Wie kommst Du drauf?

    Und meine? 😉

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  6. fini09

    @Dude „Danke fuer den Song von Jim, hat mich gerade zeitlich wunderbar zurueckversetzt in die 60’ziger…;-) Thank’s a lot!

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  7. B'eltan'e

    @ Dude

    Der Joshua Verehrer Thom Ram wollte mit seinem Kommentar eher das mit dem „an einem mir AB SO LUT sicher“ persiflieren, wozu ich einen Kommentar erschuf, so denke ich zumindest. Er trennte das Wort dazu aber falsch. 🙂

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  8. Pingback: 1. August: Kriegszustand in der Schweiz! | Sei herzlich Willkommen beim Dude

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