Interview mit Professor Otto E. Rössler über die Gefahren am CERN LHC

Betreff:
Über die Gefahr stabile Schwarze Löcher am CERN Large Hardon Collider (LHC) in Meyrin, Genf, Schweiz

Interviewte Person:
Professor Dr. Otto E. Rössler, CERN LHC Kritiker und Gründer der Chaos-Theorie, der Theorie des Lächeln und Cryodynamics, Tübingen, Deutschland

Interviewer:
Armin Albarracin, Senior Investigative Journalist bei notepad.agency, Brighton, Großbritannien


Transcript in Deutsch (Teil I)

Armin Albarracin:
Ich begrüße Professor Dr. Otto E. Rössler zu diesem neuen Interview über die Gefahren am CERN LHC, dem Large Hardon Collider in Genf. Willkommen, Otto.

Otto Rössler:
Willkommen, Armin.

Armin Albarracin:
Ein paar Jahre vor diesem  Interview am genau gleichen Ort hatten wir das erste Interview, an der Universität Tübingen in Deutschland, und in den Jahren zwischen den beiden Interviews sind durchaus ein paar interessant Dinge passiert. So möchten wir diese und ein paar neue Dinge diskutieren und sowie die neusten Entwicklungen am CERN LHC. Schon vor einigen Jahren haben Wagner und Sancho – Sancho ist dieser Wissenschaftler und Wagner auch, in den USA – eine Beschwerde gegen den CERN LHC gemacht an ein Gericht in Hawaii, um den LHC stoppen. Sie verloren. Einige Jahre später ging Gabriele Schröter bis auf das höchste Deutsche  Gericht, um den CERN LHC stoppen – und sie verlor. Dann wurde eine Klage an die UNO Menschenrechtskommission gerichtet in Genf und scheiterte. Das CERN LHC scheint unantastbar. Stimmen Sie dem zu, Professor?

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Otto Rössler:
Ja. Das ist das Phänomen und ja: Es ist beeindruckend – natürlich. Nichts imponiert mehr als unimponiert zu sein.

Armin Albarracin:
Ich erinnere mich, als Luis Sancho und Walter Wagner in den USA diese Beschwerde eingaben waren wir in Kontakt und sie baten mich, eine Person zu finden – in den USA gibt es diese Fachleute, ich weiß ich nicht mehr, was sie genannt werden, aber sie bringen Gerichts-Papiere an ein Unternehmen, um sie zu informieren, dass eine Beschwerde gegen sie eingegeben wurde – und  in Genf fand ich diese ähnliche Person wie die USA – ein „Hussier wird er in Genf genannt – es ist eine Art von speziellen  Anwalt mit einer speziellen Zertifizierung durch den Staat, und er kann das tun, theoretisch. Ich war sehr beeindruckt. Ich  gab ihm 500 Franken und er sagte: „Ja, ich weiß es, ich weiß es, ist es interessant“ und er fand es wirklich interessant  das zu machen und dann,  nachdem er dort war hatten wir eine letzte Sitzung und es war ziemlich seltsam. Er war sehr überrascht, denn in der Regel wird ihm ein kleines  Bischen Respekt in seiner Arbeit entgegengebracht, aber als er zu dem CERN kam mit dem Papier, sagten sie: Nein, wir müssen nicht Sie nicht hinein lassen, wir brauchen nicht hinaus zu kommen, und wir müssen diese Papiere nicht nehmen. Auf Wiedersehen, Sir. Und irgendwie denke ich, ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie unantastbar sie sind.

Otto Rössler:
Sie sind ein Staat für sich.

Armin Albarracin:
Ja. Ich glaube, sie nennen es Supranational.

Otto Rössler:
Es ist auf der gleichen Ebene wie die UN. Und beide sind sehr eng verflochten … sie mögen sich gegenseitig, um es so zu sagen.

Armin Albarracin:
Warum mögen sie sich gegenseitig? Weil beides internationale Organisationen sind?

Otto Rössler:
Und es ist ein automatischer Prozess. Es ist so ein kleiner Kreis von hochrangigen Personen; sie haben sich gegenseitig gern. Warum nicht?

Armin Albarracin:
Und könnte dies ein Teil der Anziehungskraft der des LHC sein, des CERN, dass er so international so global ist; es geht um friedliche, wissenschaftliche Experimente?

Otto Rössler:
Ja. Und die schönste Wissenschaft von allen ist die Physik und die Menschen in der Physik sind sehr gut ausgebildet und sehr bescheiden in der Regel und sie haben gute Manieren und so die ganze Sache etwas sehr, sehr positiv.

Armin Albarracin:
Und Sie sind nicht genauso positiv zu dieser Sache eingestellt. Warum?

Otto Rössler:
Nein, ich würde sagen, dass die Wissenschaft wunderbar ist und es ist toll, wenn man eine Chance hat, etwas zu tun und dabei unterstützt zu werden. CERN hat das Glück, diesen Status haben. Und solange sie wissenschaftlichen Prinzipien folgen, ist alles in Ordnung. Nur wenn sie sich über die für die Wissenschaft geltenden Standesregeln hinwegsetzen, eine von ihnen ist die Offenheit und die andere wäre die Ehrlichkeit, wenn man nicht beschliesst, die üblichen Standards der Wissenschaft einzuhalten, dann wird das Ganze ein wenig schwer zu unterstützen, um es so zu sagen. Zum Beispiel, wenn Sie eine Brücke bauen in einem der Länder des Westens oder des Ostens müssen Sie, um die nötigen Bewilligungen zu erhalten, beweisen, dass dies sicher ist, was Sie tun. Und das ist sehr seltsam, das CERN – und das ist in Etwa das einzige, was ich an ihnen kritisiere – ihren bereits sieben Jahre alten Sicherheits Bericht nie erneuert.

Armin Albarracin:
Während sogar der sieben Jahre alte Sicherheitsbericht durch ihre eigenen Mitarbeiter erstellt wurde, was sehr interessant ist. Ich meine, wenn ich eine Firma besitze und ich möchte die Sicherheit zu beurteilen, werde ich in der Regel eine externe Firm damit beauftragen, die unabhängig die Sicherheit beurteilt.

Otto Rössler:
Dies wäre natürlich möglich, aber es wurde nicht vorgenommen. Aber es ist immer noch besser, einen Sicherheits-Bericht zu haben, als keinen Sicherheitsbericht zu haben. Und jetzt ist dieser Sicherheitsbericht sieben Jahre alt und sie wollen ihre Energie verdoppeln sehr bald, vielleicht am 8. Mai, wie ich diesen Morgen informiert wurde. Und in diesem Fall müssen sie vor dem 8. Mai, erwarte ich sehr demütig – nach internationalen Standards sind sie gezwungen zu sein, wäre es zu erwarten, dass ein neue Sicherheits Bericht präsentiert würde, welcher neue Ergebnisse berücksichtigt, die vor sieben Jahren noch nicht vorlagen. Der Bau der Atombombe dauerte weniger als sechs Jahren zwischen dem Brief von Einstein an den amerikanischen Präsidenten und dem Endergebnis, dass Einstein zum Weinen brachte. Das waren nur sechs Jahre. So, jetzt haben wir sieben Jahre, in der wissenschaftliche Fortschritt wird vom CERN nicht im Rahmen ihres neuen Experiment betrachtet. Das ist etwas sehr seltsame in dieser Welt. Und das ist im Wesentlichen meine einzige Nachricht. Das würde ich gerne sehen, ein schriftlicher Sicherheitsbericht, in dem CERN das Risiko der Gefahren, die wissenschaftlich in wissenschaftlichen Publikationen in der Zwischenzeit präsentiert worden, ausschliessen kann.

Armin Albarracin:
Aber dieser Bericht müsste wieder veröffentlicht und von Peer-Wissenschaftlern überprüft werden. Richtig?

Otto Rössler:
Ok. Ja. Aber, sehen Sie, die Angst selbst einen nicht ganz sauberen Bericht zu präsentieren ist noch schlimmer, als ein nicht ganz sauberer Bericht.

Armin Albarracin:
Ich verstehe – ja. Auf der anderen Seite, wenn ich einer dieser zehn Tausenden von Wissenschaftlern bin, gut bezahlt, fahre mit meinem Fahrrad durch Genf und mache das, was ich am meisten liebe zu tun, wissenschaftliche Experimente, würde ich vielleicht auch  geneigt sein zu sagen, gut, wenn es etwas gibt, das uns möglicherweise gefährlich wird, dann werden wir nicht diesen Weg wegen…

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Otto Rössler:
Nicht, wenn Sie ein Dokument, dass Sie den Mund zu halten zwingt unterzeichnet haben.

Armin Albarracin:
Sie denken, sie haben?

Otto Rössler:
Ich meine, sogar deutschen Professoren haben solche Dokumente zu unterzeichnen. Warum sollten die CERN Mitarbeiter diese Dokumente nicht unterschreiben?

Armin Albarracin:
Hatten Sie ein solches Dokument zu unterschreiben?

Otto Rössler:
Ich habe nie, aber das war mein Problem.

Armin Albarracin:
Wirklich? Es war das Problem, das Sie nicht ein Dokument unterschreiben wollten?

Otto Rössler:
Es war wurde mir nicht einmal gezeigt. Vielleicht hätte ich es unterzeichnet, wenn sie dieses Maß an Fairness gehabt haetten. Also vielleicht ist der CERN in dieser Hinsicht fortschrittlicher.

Armin Albarracin:
Es stimmt, dass ich mich im Laufe der Jahre, in denen ich mich fuer dieses Thema interessiert habe und zu diesem Thema gearbeitet habe, ich habe immer beeindruckt war von der Tatsache, wie so viele Wissenschaftler an einem Projekt arbeiten und nicht einer von ihnen zeigt Offenheit gegenüber Kritik oder den Gefahren gegenüber, die möglich sind. Sie scheinen wie eine homogene Gruppe von Menschen zu sein, die alle die gleiche Sprache, den gleichen Ideen und der gleichen Position folgen.

Otto Rössler:
Es ist ein sehr interessantes soziologisches Phänomen.

Armin Albarracin:
Etwas Anderes, etwas das ich sah, auch ein kontroverses Thema, aber ich würde das jetzt gerne kurz aufnehmen.
Beispielsweise, Informanten wie Edward Snowden oder Julian Assange gibt es nicht am CERN. Es gibt da keinen Whistleblower neben ihnen. Sie sind einer der wenigen Whistleblower in einer gewissen Weise. Denn Sie sind auch Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Otto Rössler:
Ich nenne mich den Schiffsjungen auf dem großen Schiff. Wie war der Name, das sehr Grosse, Sie wissen, die Titanic.

Armin Albarracin:
Sie sind die erste Schiffsjunge, der auch Mitbegründer der Chaos Theorie ist. Normalerweise gruenden Schiffsjungen keine Chaostheorien.

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Otto Rössler:
Ja. Aber man spricht nicht von jüngeren Kindern, die manchmal Heilige geworden sind in der katholischen Kirche. Selbst Jugendliche können auf einem sehr hohen Niveau sein. Irgendwie war das nicht der richtige Weg, um es zu beschreiben…

Armin Albarracin:
Ich verstehe. Ich verstehe. Meine nächste Frage wäre: Haben Sie immer noch die Gleiche Meinung, wie als ich das letzte Interview mit Ihnen fuerte, vielleicht muss ich ein bisschen zurückspulen, ich hatte ziemlich viel Aufmerksamkeit in den Medien wegen dieses Interviews und sie wurden auch zu, so glaube ich, 3 weiteren Interviews eingeladen danach, eines mit RT, und es gab eine interessante langen Artikel in „The Register, eine Online-Publikation in Großbritannien. Ich glaube mit dem Titel „Das CERN LHC wird die Sonne  explodieren und den Mond“ und Sie werden in diesem Interview zitiert, weil Sie zu mir sagten, das sei eine Option, die ich empfehlen wuerde, den CERN LHC auf dem Mond zu bauen.

Otto Rössler:
Ja. Das waere sehr teuer natürlich.

Armin Albarracin:
Eigentlich war es interessant, weil es tatsächlich in einigen Foren zwischen einigen Wissenschaftlern diskutiert wurde und sie sagten, es ist keine schlechte Wahl, aber es ist zu teuer. Wuerden Sie immer noch in Erwägung ziehen, den CERN LHC auf dem  Mond sei eine praktikable Alternative?

Otto Rössler:
Ja. Auch wenn es teuer ist und es das Experiment um einige Jahre verschieben wuerde. Das ist der Preis, der bezahlt werdenmuesste, um es so zu sagen.

Armin Albarracin:
Und waeren Sie immer noch der Ansicht, dass diese Alternative auch eine sichere Alternative, basierend auf dem Know-how das Sie haben, ist?

Otto Rössler:
Ja. Das Risiko wäre so viel kleiner, wahrscheinlich, wenn wäre eine Abstimmung über den Planeten waere ueber den Planet wuerde die Menschheit ja sagen, diesen Weg zu beschreiten. Wir tun es gemeinsam. Wir schultern es.

Armin Albarracin:
Stephen Hawking, eine sehr intelligente Person, wie wir alle wissen, …

Otto Rössler:
… Wir sahen den Film …

Armin Albarracin:
… Anscheinend denkt er jetzt auch, dass der LHC gefährlich ist, aber nur, wenn er die Größe der Erde hat. Hat diese Aussage einen Sinn für Sie?

Otto Rössler:
Ja. Es fördert CERN im öffentlichen Bewusstsein des Planeten.

Armin Albarracin:
Ok. Es ist eine Art der Werbung des CERN. Denn interessanterweise haben einige Medien, habe ich einige Artikel, die das sagen gelesen, Hawking sagt, dass der CERN gefährlich ist, er könnte das Universum zerstören und dann, wenn Sie den ganzen Artikel lesen, aber nur, wenn der CERN LHC die Größe der Erde hat. Das ist sehr interessant.

Otto Rössler:
Es ist eine geniale Strategie, um es so zu sagen, wenn Sie absolut sicher sind, dass es keine Gefahr wie auch immer gibt. Es ist schoen das so zu sehen, wenn sie so sicher sind.

Armin Albarracin:
An unserem letzten Interview, Otto, haben Sie  gesagt, dass Sie interessiert sind, die eine Diskussion direkt mit Stephen Hawking zu fuehren. Sind Sie immer noch daran interessiert?

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Otto Rössler:
Sehr gern. Ich bewundere Stephen Hawking sehr und er ist zufällig ein Freund von einer Person, deren Freund in der Wissenschaft ich bin und ich kenne mehrere Personen, die ganz seiner Nähe um ihn sind und ich habe einen sehr tiefen Respekt für ihn. Er spielt die Rolle eines Heiligen heute und jeder muss sagen, dass er es verdient hat. Ich meine, er ist einer der wenigen Menschen, die bewiesen haben, dass ihre Widerstandsfähigkeit und mentale Stärke und wohl auch übermenschliche Güte hoechst ueberdurchschnittlich sind.

Armin Albarracin:
Ich stimme Dir zu, Otto. Das einzige, was ich sagen würde: Er hat die Wissenschaft in seinen Bereichen  viel populärer fuer viele Menschen gemacht,  auch ueber Bücher, die er schrieb und die Interviews und mittles seinen oeffentlichen Konferenzen. Die Frage ist nur, ist er zu optimistisch, zu positiv und interessiert er sich  nicht viel fuer die Gefahren. Ich kann  das verstehen. Es gibt es zum Beispiel diese Mars One Mission, wo anscheinend diese 10.000 Menschen sich eingeschrieben haben, um an einer einfachen Fahrt zum Mars teilnehmen zu koennen, von welcher würde sie nie in der Lage sein wuerden, wieder zurueck zu kommen, weil die Technologie noch nicht reif dafür ist. Und  sie sind grundsätzlich bereit dazu zu akzeptieren, diese Erde zu verlassen und zu sterben irgendwo zwischen Erde und Mars, nehme ich an – weil ich nicht denke, dass sie jemals dorthin gelangen werden. Doch sie wollen es immer noch tun. Sie sind sehr daran interessiert, es zu tun.

Otto Rössler:
Sie sind Helden.

Armin Albarracin:
Also das Denken, ein Held zu sein und Entdeckungen zu machen erinnert mich ein wenig an die alten Zeiten mit dem Schiff, als sie Amerika entdeckte, Christopher Columbus. Das alles klingt sehr abenteuerlich, spannend, lohnend – ist das vielleicht ein Grund warum jemand wie Stephen Hawking nicht die Gefahr sieht, welche die Wissenschaft auch darstellt?

Otto Rössler:
Nein, ich bin mir da nicht sicher. Er könnte so tief in den wissenschaftlichen Techniken versunken sein, in denen er ein Meister ist, dass er nicht  daran denkt, dass seine Theorien nicht stimmen koennten. Es ist die allgemeine Relativitätstheorie. Das ist vielleicht die schwierigste mathematische Version der  theoretischen Physik. Nur sehr wenige Menschen bestehen die Pruefungen gut genug, um eine Karriere in diesem Bereich zu haben. Sie haben ein sehr hohes Niveau in der Wissenschaft und muessen Genies in zwei Bereichen sein, um in diesem Gebiet akzeptiert zu werden. Diese Gemeinschaft sieht sich als heilig. Und es ist deshalb sehr schwierig, einen Konsensus zu verhindern.

Armin Albarracin:
Aber Sie stimmen zu, dass zum Beispiel die Atombombe, um nur ein Beispiel zu nennen, eine wissenschaftliche Entdeckung war, an sich weder gut noch schlecht, aber dann  für das Schlechte verwendet wurde.

Otto Rössler:
Ja. Und Einstein dachte, man würde es als Abschreckung brauchen, und dann wurde es plötzlich gegen seinen Willen benutzt und er fühlte sich nicht nur betrogen, sondern auch verantwortlich, denn es war sein Geisteskind, so dass er das erste Opfer neben den Menschen war, die durch die Bombe getötet wurden.

Armin Albarracin:
Aber Ihre Haupttheorie, Otto, Ihre Theorie über den CERN LHC, ist dass ein stabiles Schwarzes Loch entstehen  werde.

Otto-Rössler
Otto Rössler:
Nein, das ist nicht meine Idee. Das ist der CERN Anspruch. Ja. Und ich kann bestätigen, dass das klingt vernünftig.

Armin Albarracin:
Sie sagen, sie würden sie produzieren. Aber dass sie werde nicht stabil sein werden.

Otto Rössler:
Ja. So dass sie denken, es wäre wunderbar, sie zu produzieren, weil sie sofort Hawking strahlen, wie der Begriff, weil er diese Strahlung erfunden hat – und diese Gleichung ist der wirkliche Todesschutz oder die wirkliche Garantie, die CERN hat mit einer Unterschrift, dass dies nicht gefährlich. Es steht sogar im CERN Sicherheitsbericht, dass, wuerde man davon ausgehen, dass es die Hawking-Strahlung nicht gäbe, ob dann eine gewisse Gefahr wäre. Das klingt sehr fair, aber jeder wusste, mit seinem Hintergrund, in seinem Geist, natürlich ist diese Strahlung vorhanden, also sind wir sicher.

Armin Albarracin:
Ok. Das klingt für mich, als würde ich an Feen glauben und ich würde beschleunigen mit meinem Ferrari bis 350 Stundenkilometer und ich bin  absolut sicher, dass, wenn die Wand kommt, dass es einen Schutzengel, eine Fee kommt und sie mich retten wird. Es klingt ein  bisschen so.

Otto Rössler:
Genau. Ja, es ist ein mittelalterliches Phänomen. Aber gleichzeitig ist es eine Art Konsens Phänomen wie in einer Wissenschaft genannt Soziologie, die sich mit solchen Phänomene beschäftigt. Es ist sehr leicht zu erklären, dass, wenn sehr viele, viele Leute einen Konsens hergestellt haben, es sehr, sehr schwer ist, gegen diesen Konsens zu denken. Selbst wenn Sie harte Beweise haben, wird es Jahre dauern. Max Plank sagte, bis die alte Generation von Wissenschaftlern stirbt, kann die neue Wahrheit nicht akzeptiert werden, auch wenn es 30 Jahre dauert.

Armin Albarracin:
Glauben Sie, dass die Menschheit die 30 Jahre ueberlebt?

Otto Rössler:
Ich hoffe es, ja. Ich meine, einige Leute denken, es ist weniger, auch Stephen Hawking spricht manchmal düster über die Zukunft der Menschheit. Er ist einer der Ersten, die tatsächlich ernsthaft vorgeschlagen, Raumkolonien zu schaffen – nicht nur für den Spaß, aber da dies ein Weg sei, um das Überleben der Menschheit zu gewährleisten. So ist er sehr tiefgruendig. Er ist mein Verbündeter dort. Es gibt zwei Stephen Hawking sozusagen. Einer ist mein engster Freund und Verbündeter und der andere ist CERN Verbündeter. Und diese beiden passen irgendwie in einen Geist. Es wäre toll, wenn wir zusammenreden wuerden darueber in einem Gespräch in der Atmosphäre der Freundschaft.

Armin Albarracin:
Aber diese Idee, in der Lage zu sein, um das Universum zu besiedeln; wenn ich mir die neuesten Abenteuer von einigen Unternehmen, die nur versucht haben, aus der Erdatmosphäre nicht einmal zum Mond zu gehen, die sind einfach explodiert. Ist die Technologie bereit um das Universum bevölkern?

Otto Rössler:
Im Prinzip ja, und wenn man wirklich viel darauf setzen würde in eine solche Anstrengung wäre da auch so viel Begeisterung, dass es zu schaffen waere – es wuerde sich finanzieren, sozusagen. So wäre es nicht auf Kosten der armen Bewohner unseres Planeten, denn das ist die Mehrheit.

Armin Albarracin:
Wir haben also zwei Möglichkeiten, Otto, eine ist, den LHC auf dem Mond zu bauen und eine ist, dass die ganze Menschheit die Erde verlaesst und wir machen weiter.

Otto Rössler:
Ja. Leider werden nicht die gesamte Menschheit werden ein Teil davon sein. Es würden nur wenige Auserwählte, die gewählt würden, die Erde verlassen und es wäre nicht fuer so viele viele Leute wirklich ein Gewinn.

Armin Albarracin:
Ich bin nicht so sicher, dass Sie und ich dazu gehören würde.

Otto Rössler:
Nicht sehr wahrscheinlich. Aber alles ist besser als gar nichts, dass ein altes Sprichwort, Sie sehen, es waere, wenn die nicht die ganze Menschheit sterben würde jeder glücklicher, wenn er weiß, dass die Tradition nicht ganz verloren ist. Es sind die Eltern, die wissen, dass die Kinder nicht sterben müssen, aber dass man weiterleben kann. So könnte der Planet schon Kinder haben in der Zukunft. Dies ist sehr, sehr wichtig.

Fortsetzung in Englisch… (Anm. Juli 2016: Link tot; Ersatz siehe untenstehenden Redaktionskommentar)


Details:
Typ: inter.doc (Kombination aus Interview und Dokumentarfilm)
Datum: 25. März 2015
Ort: Tübingen, Deutschland
Dauer: 1 Stunde 43 Minuten
Sprache: Englisch
Originaltranscript in voller Länge (33 Seiten):
http://notepad.agency/transcript.pdf (Anm. Juli 2016: Link tot; Ersatz siehe untenstehenden Redaktionskommentar)
Sub-Titel: Ja
Übersetzung: Notepad Publishing
ProRes 422 HQ-Version: Ja
Qualität: 4K Broadcast-Qualität
Youtube URL 1080P: https://www.youtube.com/watch?v=Kwme54OSVlk
Youtube URL 4K:  https://www.youtube.com/watch?v=Kwme54OSVlk

Copyright-Hinweis:
Copyright by notepad publishing (notepad.agency) 2015. Alle Rechte vorbehalten. Jede Veröffentlichung ohne vorherige Genehmigung, zu kopieren, Download, Upload, Vertrieb, Verkauf oder Weiterverkauf der vollen oder Teile dieser Produktion ist verboten.

Bitte kontaktieren Sie aa@notepad.agency für weitere Informationen oder um Genehmigung für die Veröffentlichung zu verlangen.


Wichtige Anmerkung der DWB-Redaktion vom 06.07.2016

Die Seite von notepad agency ist leider verschwunden. Damit auch das Transcript.
Hier Ersatz -> https://dudeweblog.files.wordpress.com/2016/07/interview-rc3b6ssler-2015-transcript.pdf

Ps. Zur Zeit kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass auch der Interviewer (und Registrar von notepad.agency) verschwunden gelassen wurde. Es verwunderte nicht im geringsten…

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50 Kommentare

Eingeordnet unter Dokus und Vorträge, Menschen, Schweiz, Sinn, Technik, Wissenschaft

50 Antworten zu “Interview mit Professor Otto E. Rössler über die Gefahren am CERN LHC

  1. Genau Döselanam, ich zensiere. Darum wurde Dein neuerlicher bescheuerter OT-Kommentar ja auch umgehend freigeschaltet ohne mein Zutun.
    Fuck You!

    Ps. Offensichtlich hast du mein ‚vielleicht‘ überlesen, und checkst zudem nicht, dass es nix mit Spam zu tun hat, sondern damit, dass ich nur wegen einem Trottel der alles auf den Kopf stellt, nicht allen die automatische Freischaltung verbocken will…. wäre technisch leider nicht anders umsetzbar als Eintrag im manuellen Spam-Block.
    Pps. Kommt noch ein OT-Kommentar von Dir hier, lösch ich den aber, denn ich habe keinen Bock mehr auf Deine Kindergartenspiele, und. v.a. gerade wichtigeres zu tun. Gehst Du also am besten an den Stammtisch um das zu vermeiden….

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  2. TheKId

    Oh man, soviele Assoziale , mit so vielen assozialen Kommentaren…
    Selbst wenn die Welt in Frieden leben würde, wären einige von euch hier nicht zufrieden, bis es wieder rummst…

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  3. Pingback: UFO’s stören die CERN / Gott sei’s getrommelt und gepfiffen « bumi bahagia - glückliche Erde

  4. pauli

    Seit wann gilt Rössler als der „Gründer der Chaos-Theorie“?

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  5. @pauli

    Musst Du den Autor fragen. Ist hier schon länger entschwunden. Evtl. findest Du ihn über seine Site.

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