Cannabis: Finanzielle Goldgrube

Im folgenden ein Artikel von Klaus Engel, der uns per Epost erreichte.


In mehreren Bundesstaaten der USA wurde in den letzten Jahren der Konsum und Besitz von Cannabis legalisiert, und zwar alles: die Cannabis Samen, die Pflanzen, die Joints. In weiteren 23 Bundesstaaten ist der Konsum von medizinischem Marihuana auf Rezept erlaubt. Ein großes Argument für die Legalisierung und weitreichende Liberalisierung der Droge liegt vor allem im Geld, denn in einem offiziellen Markt liegen viele Steuergelder versteckt.

Bisher kann von der Produktion und dem Verkauf von Cannabis nur die organisierte Kriminalität profitieren. Der Schwarzmarkt blüht und gedeiht, während die Steuerzahler viel Geld für die Bekämpfung eben jenes Marktes hergeben müssen. Tatsächlich könnte eine bundesweite Legalisierung der Droge, wie eine aktuelle Analyse ergab, den USA jährlich mehr als 3 Milliarden US-Dollar zusätzlich bescheren. Das ist eine beachtliche Summe, sie rechnet aber nur die zusätzlichen Steuereinnahmen hinzu. Marginale Kostenpunkte wie Freiheitsstrafen für Verurteilte und Prozesskosten, sowie Fahndungen, Polizeiarbeit und mehr ersparen den Staaten noch mal einiges an Geld.

Mit dem gesparten Geld könnte weitaus mehr in die Prävention von Sucht und in eine bessere Aufklärung bezüglich der Wirkungen und Nebenwirkung investiert werden. Das gilt nicht nur für Marihuana, sondern auch für andere Drogen. Der amerikanische War on Drugs hat im Eifer der letzten Jahre seine Zähne verloren, und immer mehr Umfragen ergeben, dass die Bürger sich Ruhe und eine langsame Entspannung wünschen um sich auf wesentlichere Dinge zu konzentrieren. Zudem könnte auch die Medizin von einer lockereren Umgangsart mit Cannabis profitieren: Forschungsgelder könnten den Markt in Zukunft antreiben und noch mehr Profite herausschlagen.

Nerdwallet, die Verantwortlichen für die Stueereinkommensanalyse, haben sowohl die Häufigkeit der Verwendung von Marihuana (25 Jahre und älter), den Umfang des Cannabismarktes und die anwendbaren Steuersätze bei ihren Berechnungen genutzt. Dabei gewinnen einzelne Bundesstaaten mehr als andere, was am föderalen Steuersystem der USA liegt.

Die Berechnungen von NerdWallet sind nicht zwingend vollständig, doch sie weisen auf Opportunitäten hin, die auch in Deutschland und Europa insgesamt interessant sein könnten. Marihuana als Genussmittel wie Zigaretten und Alkohol zu behandeln ist, selbst wenn man die Kalkulation der Steuern weg lässt, generell eine Methode, einen neuen wirtschaftlichen Markt und einen damit einhergehenden Aufschwung zu ermöglichen. In den Bundesstaaten, die bereits Cannabis legalisiert haben, namentlich Alaska, Colorado, Washington und Oregon, wird sich zeigen, wie hoch die Profite tatsächlich sind.


Bei allfälligem Übernahmeinteresse, wendet euch für eine Erlaubnis bitte an uns zwecks Weiterleitung an den Autor.

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Gastbeiträge, Geopolitik, Natur, Recht, Schuldgeld, Sinn

8 Antworten zu “Cannabis: Finanzielle Goldgrube

  1. luckyhans

    Bitte auch bei diesem Thema nicht vergessen, daß der Hanf – und darum handelt es sich bei dieser Pflanze – eine der besten, ertragreichesten und am wenigsten von Schädlingen aller Art heimgesuchten Nutzpflanzen ist, die hier in Europa wachsen.

    Eine Legalisierung des Anbaus (!) würde eine wahre Umwälzung in der Wirtschaft auslösen – in der Textilindustrie (es gibt keine Faser, die so strapazierfähig und dauerhaft ist wie die Hanffaser), in der Papierindustrie (Hanfpapier ist das einzige Papier, das jahrhundertelang nicht zerfällt, weil es nicht mit Chemikalien gebleicht und behandelt werden muß – und die Fasern sind viel leichter zu verarbeiten als die Holzfasern, die heutzutage für die Papierherstellung verwendet werden), in der Verpackungsindustrie (es wäre kein Problem mehr, strapazierfähige UND naturfreundliche kompostierbare Verpackungen in großen Mengen bereitzustellen) und vieles andere mehr.

    Darauf folgend könnten die Wälder in Europa geschont und wieder ausgedehnt werden, sie müßten auch nicht mehr „zwangsbewirtschaftet“ werden – und unsere Ernährung könnte wieder zu ihren natürlichen Grundlagen zurückkehren: wir könnten wieder mehr Nüsse (Hasel-, Walnüssen, Mandeln) oder Bucheckern, Pinienkerne und Samen von Zirbelkiefern essen (es gibt kaum etwas gesünderes als Nüsse und diese Samen für den Menschen!), wir könnten wieder Eichel- und Kastanienmehl in das Brot mischen und vieles andere mehr.
    Ja, ein Hektar gesunder Mischwald kann genausoviel zur Ernährung der Menschen beitragen wie ein Hektar Ackerland – und viel gesünder.

    All das „nur“ durch die vollständige Wiederzulassung des Anbaus von Hanf…

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  2. Allerliebherzlichtesten Dank für diesen gehaltvollen, essentiellen Kommentar!

    Unterschreibe ich 1-1.

    Ergänze noch zu:

    „und die Fasern sind viel leichter zu verarbeiten als die Holzfasern, die heutzutage für die Papierherstellung verwendet werden“

    …und zusätzlich kann das sinnlose Baumgemorde im mindesten gemindert werden!

    Wobei ich jetzt grad erst sehe, dass die Ergänzung überflüssig wär:

    „könnten die Wälder in Europa geschont und wieder ausgedehnt werden, sie müßten auch nicht mehr “zwangsbewirtschaftet” werden“

    Genau! ❤

    Ps. Hattest Du nicht schon Artikel zum so wichtigen, und oft kaum beachteten Thema Wald verfasst? 😉

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  3. Noch eine Egänzung von Fakten, die vielleicht noch nicht bekannt sind:
    http://hanfverband.de/nachrichten/news/colorado-zieht-bilanz-zahlen-und-fakten-nach-zwei-jahren-re-legalisierung
    Man fragt sich: bei allen anderen Sachen kann es nicht schnell genug gehen, jeden Schei… aus den VSA zu kopieren – warum nicht auch hier?
    😉

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  4. Gravitant

    Eine Legalisierung einer der ältesten Kulturpflanze verbessert die Böden und reinigt die Luft.Es macht aber auch Konzerne und Ärzte arbeitslos.Warum dürfen in den Massenmedien immer noch Lügen verbreitet werden?
    Z.B. Hanf wäre gefährlicher als Alkohol,das Gegenteil ist der Fall.
    Von Alkohol kann man körperlich Abhängig werden.
    Von einer der ältesten Kulturpflanze Niemanden.
    Aber den Konzernen ist es wichtiger Regenwald abzuholzen.

    Gefällt 2 Personen

  5. Gravitant

    ❤ INTARSUS ERUS ENTOS ALBI
    COMOH DAH ❤

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  6. Gravitant

    Hanf wurde nicht trotz,sondern wegen seiner vorzüglichen Eigenschaften verboten.
    In einer alten arabischen Fabel kommen die Herren Opium,Haschisch und Wein
    zu einer Stadt,deren Tore verschlossen
    sind.Der Alkohol beginnt zu schreien
    und gegen das Tor zu poltern,
    das Opium sagt:>> ,laß uns doch hier
    unter dem Baum schlafen bis morgen früh <> Was
    regt ihr euch auf,wir gehen einfach
    durchs Schlüsselloch! <<
    Die Königin der Nutzpflanzen benötigt keine Chemie und verbessert die Böden
    für alle Pflanzen.
    Drogen -Schwerter Waffen
    zu Hanf-Pflugscharen!

    Gefällt 1 Person

  7. @Gravitant

    Herzlichen Dank für Deine Ergänzungen!

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  8. Gravitant

    @Dude
    Herzlichen Dank auch Dir.Bei deinem Namen denke ich an einen Spruch:
    Jodude und Zeder!

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