Ukrainekonflikt: Verschollene Soldaten und der Protest russischer Mütter

Mein geschätzter, in Bali lebender Freund Gabriel, der Initiator der Friedensaktion „Wir zeigen weisse Flagge“, stellt uns dankenswerterweise folgenden Gastartikel bereit.


Ein Freund, der in Moskau lebt und der sich eher auf Putins Seite positioniert (und auf gar keinen Fall US-nahe Position bezieht) informierte mich gerade vorhin darüber, dass sich in Russland Mütter von Soldaten zu einer grossen Plattform zusammengeschlossen haben.

Angeblich sei der Kontakt zu etwa 15.000 Soldaten – viele von ihnen erst 18 Jahre jung – abgebrochen, die in den letzten Wochen ziemlich übereilt von allen Teilen Russlands in ukrainische Grenzgebiete verlegt wurden. Angeblich, um an Manövern teilzunehmen. Diese Soldaten mussten ihre mobilen Telefone abgeben und den Kontakt zu ihren Familien sofort abbrechen. Seitdem herrscht da absolute Funkstille und die Muetter haben nichts mehr von ihren Söhnen gehört (was bei Manövern gar nicht so unüblich ist).

Die protestierenden Mütter wollen ihre Söhne jedoch jetzt zurück haben und machen entsprechend Wind. Sie wittern möglicherweise, dass da bereits mehr im Busch ist, als blosse Manöver. Mehr weiss ich darüber selbst noch nicht. Russische Medien berichten wahrscheinlich ohnedies schon darüber (oder auch nicht).

Putin, der gewiss irgendetwas unternehmen muss und die Ukraine den Westmächten nicht „einfach so“ überlassen wird, muss handeln, allein schon, um sein Gesicht im eigenen Land zu wahren. Putin kann diese ungeheuerliche Provokation Washingtons, mit der NATO nun auch auf ukrainisches Territorium vorzurücken nicht ignorieren.

Was Washington sich da erlaubt, gilt für mich als Beweis, dass man einen Krieg mit Russland anpeilt. Selbstverstaendlich keinen Krieg USA gegen Russland, denn klugerweise schickt man sich gerade an, die europäischen NATO-Verbuendeten ins Feuer zu schicken, was billiger ist und eigene Opfer (aus US-Sicht) sparen hilft. Für Washington ein „sauberer Krieg“ sozusagen, den man selbst weder führen, noch finanzieren muss. Dafür hat man ja Verbündete.

Wenn wir Bürger in den europäischen Ländern diese Taktik der USA nicht bald durchschauen und Merkel & Co. nicht schleunigst zurückpfeifen, wird dieses wachsende Feuer eine Grösse erreicht haben, die keiner mehr kontrollieren oder das Feuer dann noch löschen kann.

Ob wir noch rechtzeitig aufwachen werden? Viel Zeit scheint nicht mehr zu bleiben…

Solltest Du diese Info brauchen können, verwende sie. Vielleicht kann sie dazu dienen, dass mehr Menschen in Europa aufwachen und die Hetze gegen Russland als Kriegshetze erkennen, die ganz allein US-Interessen dient, allen anderen jedoch schadet…


Sollte jemand bestätigende bzw. ergänzende Informationen zu Gabriels Ausführungen haben, bitten wir um Info. Herzlichen Dank vorab.

Ergänzend dazu noch eine von von AntikriegTV übersetzte Stellungnahme von Vitali Tschurkin, dem Vertreter Russlands bei der UNO-Generalversammlung, über die „Eskalation der Lage in der Ukraine“.

Weiteres zum Thema auch hier.


Wichtiger Nachtrag von 14:20

Der österreichische Standard bestätigt obige Meldung mit den 15’000 verschollenen russischen Soldaten, beruft sich dabei auf die NGO (da bekomm ich meist Zweifel, zumal ich mir wohl bewusst bin, wem bzw. was die meisten sogenannten NGO’s dienen!) „Komitee der Soldatenmütter Russlands und Menschenrechtsaktivistin Walentina Melnikowa“, sowie den mir nicht bekannten „oppositionsnahen TV-Sender Doschd“, und hängt am Ende ihres Berichts die Aussagen des NWO-Terror-Oligarchen Michail Chodorkowski an. Die Nachricht ist also mit äusserster Vorsicht und Bedacht zu betrachten!

Bei den neuen Deutschen Wirtschaftsnachrichten steht allerdings unter dem Titel: „Ukraine: Poroschenko meldet russische Soldaten auf ukrainischem Territorium„:

 […]
Die ukrainische Führung hat erklärt, dass der Einmarsch der Russen im Osten des Landes begonnen habe. Die Russen dementieren nicht mehr, dass russische Soldaten auf ukrainischem Territorium agieren. Offenbar haben die Russen und die Rebellen die ukrainische Armee im Donbass so weit zurückgedrängt, dass Moskau nun mit weniger Widerstand rechnet (hier die strategische Lage vor dem angeblichen Einmarsch der Russen). Die Erklärung kann allerdings auch eine Finte der Ukraine sein, um den Westen dazu zu bewegen, aktiv in den Krieg einzutreten.
[…]

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/28/ukraine-poroschenko-meldet-russische-invasion/

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Freiheit, Gastbeiträge, Geopolitik, Kriegstreiber, Kurzclips, Medien, Menschen, Recht, Schuldgeld, Sinn

3 Antworten zu “Ukrainekonflikt: Verschollene Soldaten und der Protest russischer Mütter

  1. jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו

    „verschollene Soldaten“ – das ist nun wirklich wieder gezielte Propaganda des Westens. Ob nun im Manöver oder im Krieg, „verschollen“ ist ein Soldat, wenn er nach der Übung oder der Kampfhandlung als vermisst gilt und sein weiterer Verbleib auch künftig ungeklärt bleibt.
    Aber – wie auch am Standard festzustellen – es wird bereits die Sprache des Krieges gesprochen. „Die Würfel sind also bereits gefallen.“

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  2. @jauhuchanam

    Daher auch der Nachtrag. War etwas in Eile heute… 😉

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  3. Kolibri


    „verschollene Soldaten?“
    Vielleicht bringt dieses Video etwas Klarheit!

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