Zauberinsel Bali Teil III

Nachdem im zweiten Teil der Fokus auf die Licht- & Schattenseiten des Tourismus gerichtet war, folgt ab diesem dritten Teil nunmehr allerhand Wissenswertes, sowie einige Hintergrundinfos und Geheimtips für all jene, welche die Zauberhaftigkeit dieses sagenhaften Vulkaneilands auf dem pazifischen Feuerring Selbst erfahren möchten.

An dieser Stelle sei einleitend jedoch erneut auf die Quintessenz aus Teil II verwiesen:

So Du in Erwägung ziehst, die Zauberinsel Bali zu besuchen, buche keinesfalls ein All-Inclusive-Angebot, halte Dich von den vom Tourismus überschwemmten Gebieten – so gut es geht – fern, meide Hotelkomplexe und Resorts generell und v.a. achte darauf, dass Dein Reisebudget möglichst direkt und in Gänze der einheimischen Bevölkerung zu Gute kommt.

Anreise, Einreise & Ankunft

Wer sich dazu entscheidet, den Zauber Balis Selbst zu erleben, sollte mindestens einen Monat dafür einplanen, nicht zuletzt weil zwei bis sieben Tage allein schon zur Akklimatisation und Verarbeitung des Jetlags benötigt werden.

https://dudeweblog.files.wordpress.com/2014/06/dsc00111.jpg?w=604&h=806

Musterbeispiel des balinesischen Zaubers:
Gitgit-Wasserfall (~35m) an der zentralen Nordflanke Balis

Da es aus Europa keine Direktflüge zum (von Zureich) knapp 12’000km entfernten Ngurah Rai Airport (benannt nach einem balinesischen Freiheitskämpfer) südwestlich von Denpasar gibt, empfielt sich ein Transferflug über Singapur, wobei es mitnichten unangenehm ist, wenn man eine etwas längere Wartezeit am Changi Airport zu überbrücken hat, da dieser Flughafen nicht zufällig schon viele international vergebene Preise für den besten Flughafen abgesahnt hat.

Nebst Internet, Kino, Meditations- & Gebetsräumen aller Art, bequemen Liegen, einer Sightseeing-Tour durch Singapur und weiteren Gratisangeboten bieten sich auch etliche Lounges und ein Swimmingpool auf dem Dach an. Es empfielt sich jedoch vor allem die sechs Gartenanlagen im Transitbereich (alle Terminals sind diesem angeschlossen) anzusehen: Seien es Schmetterlinge, fleischfressende Pflanzen, Bambus, Farn, Sonnenblumen oder Orchideen – das Angebot von tropischer Natur am Changi ist äusserst vielfältig.

Mein persönlicher Geheimtip ist der Aussenbereich (Raucherareal) des Kaktusgartens (Terminal 1), in welchem man auf nicht unbequemen Bänken gemütlich entspannen und – aus der trockenen und kalten Luft von Mitteleuropa her kommend – das Tropenklima geniessen kann, während man seinen Blick (und v.a. das Gemüt) an der Schönheit der ca. 400 verschiedenen Kaktus-Arten labt.

Obschon einen zweieinhalb Flugstunden weiter südöstlich die Zauberinsel erst erwartet, wähnt man sich in dieser Gartenanlage in Singapur schon beinah im Paradies – wäre da nicht die flächendeckende Kameraüberwachung.

Wer den Hochgenuss noch mit einem kühlen Blonden perfektionieren möchte, muss bei der dortigen Bar leider tief in die Tasche greifen, denn für ein grosses Tiger-Bier werden einem sage und schreibe 16 Singapur $ aus der Tasche gezogen. Konsumzwang gibt es jedoch keinen.

Wer Flugreisen auch so verabscheut wie meine Wenigkeit, wird sich jedenfalls – nach den gut 12 Stunden eingepfercht auf dem engen Sitz im Flieger; noch immer fern der Enddestination – in diesem Kaktusgarten bereits fast wie im Paradies wähnen.

Sicherheitskontrollen gibt es – solange man den Transferbereich, der alle Terminals verbindet, nicht verlässt – lediglich vor dem Betreten des Weiterflugs, doch – was angesichts der Gesetze über die idiotischen, grössenwahnsinnig-paranoiden Flüssigkeitsbeschränkungen hoch zu loben ist – im Wartebereich nach dieser Sicherheitskontrolle bieten sich sogar Trinkwasserspender an, bei denen man die mitgenommenen leeren Flaschen auffüllen kann!

Weitere nützliche Informationen zum Changi Airport findet man in Mathias Peers Bericht: „14 Stunden Wartezeit? In Singapur ein Traum!

https://dudeweblog.files.wordpress.com/2014/07/denpasar-kuta-ngurah-rai.png?w=499&h=339

Die Ankunft am südlich von Denpasar gelegenen Flughafen ‚Ngurah Rai‘ ist – solange man einen bis mindestens sechs Monate über das Ausreisedatum hinweg gültigen Pass vorweisen kann – unproblematisch und es erfolgt idR. eine schnelle Standard-Abfertigung, in welcher man auch für 25 US $, die man bestenfalls in bar dabei hat, ein einmonatiges Touristenvisum ausgestellt bekommt, welches nach Ablauf bei der ‚Immigrasi‘  für einen weiteren Monat verlängert werden kann. Für eine Verlängerung sind drei Besuche auf der Immigration (z.B. in Kuta) nötig, und die Kosten dafür betragen 250’000 Rupiah (März 2014). Längere Aufenthalte werden teuer und aufwändig, womit es meist kostengünstiger und einfacher ist, kurz nach Singapur auszureisen, um dort umzudrehen, damit das Standard-Visa-Prozedere von vorn beginnen kann – aber psst. 😉

Im Idealfall sucht man sich schon vor der Reise im Netz ein dem Flughafen nahegelegenes, privat geführtes „Homestay“/“Losmen“ für zwei bis drei Tage bzw. Nächte, um die langen Reisestrapazen und den Jetlag zu überwinden, sowie sich ans balinesische Leben zu akklimatisieren. Von dort aus lässt sich dann auch gut – per direkter Interaktion mit den Balinesen (nicht wenige dieser idR. sehr offenen, freundlichen und lebensfrohen Individuen sprechen neben „bahasa indonesia“ auch englisch) und im Netz – nach einer angenehmen (natürlich auch privat geführten) Bleibe ausserhalb der Touristenzentren für einen längeren Aufenthalt bzw. als Ausgangspunkt für Reisen auf der Insel suchen (es gibt etliche Angebote ausserhalb: Wer sucht, der findet!), oder – je nach Präferenz – eine gesamte Rundreise planen (lohnenswerte Etappenziele dafür werden in den Folgeteilen noch en Detail erwähnt).

Der nächste Teil der Serie wird sich um’s Thema Mobilität drehen, und was man dazu wissen sollte, um den Aufenthalt möglichst unabhängig und Selbst-bestimmt gestalten zu können.



Eine Volltext-Übernahme dieser Artikelserie ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Dudeweblog-Redaktion erlaubt.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Bilder, Bildung, Kurzclips, Menschen, Natur, Schönes

4 Antworten zu “Zauberinsel Bali Teil III

  1. thomram

    @Redaktion Dude Weblog
    Ich erbitte die Erlaubnis, den Text zu kopieren und in bumi bahagia zu stellen.
    Du hast diese eigentlich eher trockene Materie sehr süffig hingelegt, Junge. Prima!

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  2. @thomram

    Du darfst den Artikel gerne anmodieren, inkl. Auszug und Verweis zum exklusiven Originalartikel hier.

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  3. Pingback: Erfahrungsbericht: Über einen zielführenden und sinnvollen Umgang mit Systemlakaien, Bürokratten und Behörden | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  4. fini09

    @ island in the sun…
    @dude: you read it and you like it: ‚Excellent report of Bali‘.
    ‚Gonna buy me a ticket to the tropics‘..;))

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