Was kann ich alleine schon verändern?

Der Autor Hans im Glück stellt uns liebenswerterweise eine visionär-revolutionäre Idee vor, die – sowohl für jedes Individuum im einzelnen, als auch für die Weltgesellschaft als Ganzes – etliche Ansätze zu Veränderungen hin zu einem auf Natürlichkeit und Symbiose basierenden Paradies auf Erden, und somit persönlichem Wohlbefinden und Glück für alle Geschöpfe beinhaltet. Er vergisst dabei auch nicht, auf die heutigen Problemfelder einzugehen und etliche Lösungsansätze dazu anzumerken.


Was kann ich alleine schon verändern?

Von mutlos bis hoffnungsvoll schwingt diese Frage so oder ähnlich in vielen Gesprächen, in denen es um das Erkennen der wahren Vorgänge und Hintergründe in unserer jetzigen Gesellschaft, Wirtschaft, im täglichen Leben geht, offen oder versteckt mit.

Jede/r fragt sich, was ein Einzelner bewegen, ändern, ausrichten, bewirken kann.

Diese Frage hat sehr viele Facetten, und wir wollen hier mal einige davon beleuchten.

Ganz einfach ist es wohl doch nicht – schließlich kann ich nicht hergehen und sagen: “Ich – Mensch Sowieso – bin Schöpfer. Ich schaffe jetzt Frieden in der Ukraine”, o.ä. Das wird schwerlich funktionieren – selbst wenn ich eine enge Beziehung zur Ukraine habe und dort viele Menschen kenne.

Im allgemein verbreiteten, mechanistischen Teilchen-Weltbild, in dem die Materie aus Teilchen, Atomen oder deren Einzelteilen besteht, gibt es eine Analogie, die ein wenig verdeutlicht, was hier vorliegen könnte.

Nehmen wir einen kleinen Eisenklotz bei Raumtemperatur. Die Atome dieses Materials schwingen alle, jedes mit einer etwas unterschiedlichen Amplitude (Schwingungsweite), je nach der konkreten kinetischen (Bewegungs-) Energie. Den durchschnittlichen Wert dieser Wärmebewegungen aller Atome bezeichnen wir als Temperatur.

Für das einzelne Atom hat es keinen Sinn, von einer Temperatur zu reden – es schwingt einfach –, für alle Atome zusammen schon.

Und die Summe aller dieser Bewegungsenergien aller Teilchen dieses Klotzes ist dann die Wärmemenge, die dieser Klotz beinhaltet.

Das einzelne Teilchen hat mit seiner konkreten kinetischen Energie kaum Einfluß – weder auf Temperatur noch auf die Wärmemenge. Es kann seine Schwingungsweite erhöhen so viel es will – es wird zu keiner merklichen Änderung der genannten Werte führen.

Erst wenn viele Teilchen, zum Beispiel durch Energiezufuhr von außen, ihre Schwingungsweite erhöhen, dann werden Temperatur und Wärmemenge insgesamt meßbar steigen.

Nun, jeder Vergleich hinkt bekanntlich, und jede Analogie hat ihre Grenzen – es geht hier um die Illustration der Verhältnisse. Und natürlich sind wir Menschen keine schwingenden Moleküle in einem Stahlklotz – man könnte uns eher mit den “klugen” Molekülen bzw. Molekülverbänden des fließenden Wassers vergleichen. Viktor Schauberger ist dazu eine gute Adresse, wer sich in das Thema vertiefen möchte.

Kommen wir also zum konkreten Fall: Wir möchten etwas verändern, zum Beispiel, weil uns die ständige Konkurrenz zwischen den Menschen nicht gefällt, oder weil uns dieses Geldsystem mit seiner stetigen Umverteilung von “fleißig” nach “geldreich” nicht paßt, oder weil wir den Wachstumszwang als schädlich für die Natur erkannt haben oder ähnliches.

Die genauere Analyse führt uns zu den Mechanismen dieses Wirtschafts- und Geldsystems, wir landen vielleicht bei Andreas Popp und seinem Plan B, oder bei Helmut Creutz und seinen Büchern, oder bei Prof. Berger und seinen Vorträgen, oder gar bei Prof. Bernd Senf, und wir erkennen, daß die Dinge, die uns nicht passen, systematische, d.h. im System und seinen Mechanismen angelegte, Ursachen haben.

Ohne Änderung des Geldsystems (oder dessen Abschaffung) sind diese systembedingten Ursachen kaum zu überwinden. Es sind weitere tiefgreifende Veränderungen nötig, damit endlich ein menschliches Zusammenleben in Frieden, wahrer Freiheit und Gerechtigkeit aufgebaut werden kann.

Spätestens hier ist der Einzelne geneigt, entweder mutlos die Arme sinken zu lassen und zu resignieren: “Was kann ich schon dagegen tun?

Oder andere bekommen einen Haß auf “das System” und wollen kämpfen: “Wenn DIE uns so brutal unterdrücken, dann haben wir auch das Recht, mit Gewalt Veränderungen herbeizuführen!

Gemach. Denn beide Ansichten haben einen Webfehler: Sie wollen GEGEN etwas angehen. Das führt zu nichts, denn je mehr ich GEGEN etwas bin, desto mehr meiner inneren Energie fließt diesem etwas zu – genau das GEGENteil von dem, was ich erreichen möchte.

Der erste Ansatz, den jede/r verinnerlichen sollte, ist also: FÜR was bin ich?

Und was kann ich daFÜR tun?

Und hier komme ich zur zweiten Erkenntnis: “Das System” bin auch ich – ich spiele darin mit. Jeden Tag mache ich darin mit, indem ich im “System” funktioniere, meinen “Job mache”, konsumiere, Geld der Bank übereigne (ja, genau – übereigne: Denn unser Geld geben wir der Bank zum Eigentum – es ist nicht mehr unser Geld, auch wenn es auf “unserem” Konto ausgewiesen wird. Es ist nur noch eine Forderung an die Bank), etc.

“Ja aber, ich muß doch irgendwie auch überleben und die Familie ernähren!”

Logisch. Ich muß also eine Balance finden, einen Mittelweg (siehe dazu auch das Buch „Zurück zur Mitte„) zwischen der Veränderung, die ich herbeiführen möchte, und dem täglichen Leben im jetzigen System – so daß ich es immer zum jeweiligen Zeitpunkt mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Und hier tut sich ein breites Feld auf für mögliche Veränderungen, die ich in meinem Leben herbeiführen kann, OHNE daß ich dafür andere Menschen in ihrer Freiheit beeinträchtigen muß. Getreu dem Grundsatz meiner Oma:

“Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.”

Selbstverständlich ist für jeden Menschen an jedem Platz im System dieses Feld von Möglichkeiten der Veränderung ein anderes, ein persönliches. Das kann jede/r nur für sich selbst ausloten und die Veränderung leben. Dazu ein paar unterstützende Hinweise.

Die ersten und einfachsten Veränderungen sind ganz stur materieller Natur: In meiner Rolle als Verbraucher, als Konsument, als Käufer von Waren kann ich mich für diese oder jene Ware entscheiden – jeden Tag neu.

Ich kann also Waren meiden, die nicht gut für mich sind, und ich kann Schritt für Schritt zum Kauf von Waren übergehen, die meinem Streben nach Veränderung entsprechen.

Denn es gibt sie – diese Waren. Oder ich kann sie einfordern. Wenn ich also auf Waren treffe, die mit einer “geplanten Obsoleszenz” (einem im Aufbau der Ware angelegten Ausfalldatum) konstruiert und hergestellt worden sind (in der Regel wenige Monate nach Ablauf der Garantiezeit), dann muß ich halt den Händler und den Hersteller „belästigen“ mit meiner Forderung nach längerer Lebenszeit dieses Produktes.

Der Verbrauch an Natur für die Bereitstellung der Materialien, aus denen mein Produkt besteht, rechtfertigt allemal, daß alle Waren so konstruiert und gebaut werden, daß sie:

  1. Eine maximale Betriebszeit haben (Garantiezeitraum 5 Jahre oder mehr), und
  2. Für den Fall des Ausfalls eines Teils (auch durch natürlichen Verschleiß) diese Produkte auch reparaturfreundlich konstruiert sein müssen, damit eine Reparatur bezahlbar bleibt.

Der Mehraufwand für einen servicefreundlichen Aufbau ist in Zeiten des CAD-gestützten Designs minimal. Wenige Prozent mehr Entwicklungskosten – und der Einsatz von höherwertigen Bauteilen und Komponenten schlägt sich regelmäßig im Herstellpreis mit weniger als 10 % nieder. Die Herstellungszeit wird davon auch praktisch nur kaum beeinflußt.

Es könnte also für 20 % mehr Geld ein deutlich langlebigeres Produkt entstehen – wer würde nicht gern diese 20 % mehr ausgeben, wenn danach nicht 2 Jahre, sondern 5 Jahre Garantie zu Buche stehen?

Hier kann also jede/r mit wenig Aufwand – ein paar Briefe/Emails und Telefonate und etwas “dranbleiben” – eine Veränderung bewirken, die allen Menschen zugute kommen würde; und den Raubbau an der Natur ein wenig begrenzen würde.

Alles beginnt mit einer kleinen Veränderung, und jeder Weg startet mit dem ersten Schritt.

Weiterer wichtiger Punkt: Es gibt inzwischen jede Menge Netzseiten, auf denen man sich informieren kann, was alles in unseren Nahrungsmitteln (oder soll ich sagen: Magenfüllmitteln?) an mehr oder weniger schädlichen Inhaltsstoffen enthalten ist. Dies sind sowohl diverse GesundheitsSeiten, aber auch Nuoviso.tv, die Duröhre, Vimeo, Blip.tv und andere.

Da sollte sich jede/r die Mühe machen – im Interesse des eigenen Wohlergehens – und sich informieren. Es ist unglaublich, wie weitgehend der Einsatz von Chemikalien, genveränderten Bakterien und anderem in unseren Nahrungsmitteln schon “üblich” geworden ist.

Stichworte sind u.a.: Süßstoffe (Aspartam u.a.), Konservierungsstoffe, Glutamat, Geschmacksverstärker, Hefeextrakt, raffinierter Zucker, EU-Salz, Fluorid, Halogene, Aluminium (-Verpackungen), Glukosesirup, Antibiotika in Nahrung, synthetische Vitamine, etc.

Beim Einkaufen habe ich immer Brille und Lupe dabei, damit ich wenigstens die meist sehr klein gedruckten Inhaltsangaben (alles was zu mehr als 1% enthalten ist) lesen kann – und mich für oder gegen eine Ware entscheiden kann.

Leider sind in der EU weder mengenmäßig darunter liegende (aber möglicherweise durchaus wirksame) Inhaltsstoffe, noch die Verwendung von Genmais/-soja-Futtermitteln, oder von gentechnisch veränderten Bakterien und Mikroorganismen im Herstellungsprozeß kennzeichnungspflichtig.

Dieses Problem wird sich mit dem Abschluß der transatlantischen Handelsabkommen (TTIP, TISA) noch verschärfen, da in Nordamerika die gesamte Nahrungsmittelindustrie seit langem vollständig auf wirtschaftliche Effizienz ausgerichtet ist, stets zum Nachteil des “Verbrauchers” (ich sage nur “flinke Füße” – neudeutsch “Fast food”) – man sehe sich einen heutigen “gesunden” Nordamerikaner mal an.

Es ist schon erstaunlich, wieviele Regalmeter im Supermarkt nach der ersten Durchsicht der Inhalts- und Zusatzstoffe plötzlich unbeachtet “links liegen” bleiben können – eine im wahrsten Sinne des Wortes wohltuende Erkenntnis. Denn: Es wird uns nichts fehlen…

Wobei: Es gibt übrigens durchaus auch Firmen und Handelsketten, die ihre Kunden ernst nehmen und für deren Hinweise empfänglich sind – natürlich weil sie sich von einer Verbesserung der Kundenbindung Vorteile im Wettbewerb versprechen – aber genau dies sollten wir nutzen und im Gespräch mit dem Filialleiter oder auch per Email an den Vorstand Veränderungen einfordern, wenn zum Beispiel die Auswahl oder Frische der Bio-Lebensmittel zu wünschen übrig läßt, oder die Preisdifferenz zu “konventionellen” Nahrungsmitteln uns zu hoch erscheint.

Es gibt viel zu tun, und jede/r kann, entsprechend seinen Talenten und Möglichkeiten, etwas tun.

Und je mehr Leute etwas tun, desto schneller wird es auch zu großen Veränderungen kommen.

Da gibt es zum Beispiel auch die Möglichkeit, entsprechende Vereine zu gründen und die Aktivitäten auszutauschen und zu koordinieren – was könnte zum Beispiel ein “Verein der Lidl-Freunde” alles verändern in dieser Firma? Nicht wenig, davon bin ich überzeugt.

Wie wir sehen, befinden wir uns immer noch auf der Ebene des blanken Materialismus. Jeder Mensch wird spüren, was er oder sie tun kann und sollte. Die/der eine will auf die örtliche Montags-Mahnwache gehen, weil der Kontakt zu Gleichgesinnten gebraucht wird, um selbst sicherer im eigenen Streben zu werden – andere begnügen sich damit, das eigene Leben tiefgehend umzugestalten; es zur Natur und zum Leben auszurichten, und konsequent alles zu verändern, was da nicht “hineinpaßt”.

Jeder Mensch hat einen eigenen Weg zu gehen, aber wir werden alle dort ankommen, wo wir hinwollen – bei mehr Liebe, mehr Mitgefühl, mehr Freude, mehr Lebenslust, mehr Zusammenhalt, mehr Gesundheit.

Die Materie ist aber nicht alles.

Alle Materie ist vergänglich, es gibt nichts Materielles, das ewig hält – außer theoretisch die sog. Elektronen, wobei auch das nur Vorstellungen und momentaner Erkenntnisstand sind. Noch nie hat jemand ein Elektron wirklich gesehen.

Die Quantenmechanik hat uns Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit der Nase darauf gestoßen, daß die Vorgänge auf den immer kleineren Abmessungs-Ebenen mehr und mehr von Wahrscheinlichkeiten geprägt sind.

Daß ein Beobachter einen bestimmenden Einfluß auf den Zustand des beobachteten Systems ausübt, daß alle Dinge nur bis zu einem gewissen Grade bestimmt und bestimmbar sind.

Daß verschränkte Elementar”teilchen” irgendwie miteinander verbunden sind – über riesige Abstände hinweg praktisch gleichzeitig reagieren, ohne “begrenzende” Lichtgeschwindigkeit.

Suchworte zum Vertiefen sind hier die Unbestimmtheitsrelation, Heisenberg, das DoppelspaltExperiment, verschränkte “Teilchen”, u.a.

Was bedeutet es, wenn auf den untersten Ebenen alle Materie von Wahrscheinlichkeiten abhängig ist?

Das bedeutet, daß geringste Einflüsse Veränderungen herbeiführen können.

Nehmen wir jetzt noch die Erkenntnisse der Biologen Bruce Lipton und Rupert Sheldrake hinzu, daß es offensichtlich unsichtbare (morphogenetische) Felder gibt, die Informationen über große Entfernungen zeitgenau übertragen, nehmen wir die neuen Erkenntnisse des Chemikers Klaus Volkamer über die feinstofflichen Energien hinzu, und weitere Erkenntnisse der vergangenen Jahre (Stichwort: DGEIM), dann ergeben sich völlig neue Möglichkeiten.

Wir sehen, daß wir Menschen alle miteinander und mit der Natur (nicht nur mit allen Lebewesen, sondern auch mit dem Universum als GANZES) in ständiger Verbindung stehen, und zwar “in Echtzeit” – wie auch immer diese Wechselwirkungen funktionieren mögen.

Daß alles auf alles einwirkt, daß jeder Gedanke irgendwo im Universum eine Resonanz erfahren kann – bei 80.000 Gedanken, die so täglich durch unseren Denkapparat rattern, eine fast beängstigende Vorstellung.

Das beginnt auf dem Niveau unserer Zellen, die mit bestimmten Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums in Resonanz stehen und auf diesen miteinander kommunizieren – wie anders wäre es möglich, die Prozesse in Billionen von Zellen unseres Körpers so zu koordinieren, daß die gesamte Logistik (Versorgung, Entsorgung, Zellaustausch etc.) reibungsarm funktioniert?

Wobei schon hier ein Austausch zwischen verschiedenen Organismen stattfindet: Die Mitochondrien, die “Kraftwerke” unserer Zellen, verfügen über eine eigene DNS, die nicht mit der des Zellkerns übereinstimmt – sie sind somit in die Zelle integrierte “fremde” Organismen, die Informationen, Energie und Stoffe mit der Zelle austauschen.

Wer mag da noch von “Survival of the fittest” reden, wenn gegenseitige Abhängigkeit und Kooperation die bestimmenden Vorgänge in der Natur sind?

Selbiges trifft für die Darmflora und -fauna zu, ohne die unser Darm seine Aufgaben nicht erfüllen könnte. Symbiosen allerorten – die Grundlage des höheren Lebens!

Und was versucht man, uns beizubringen?

Wettbewerb, Konkurrenzkampf, “friß oder werde gefressen”… klar gibt es das AUCH in der Natur – aber es sind untergeordnete Prozesse, die zum Zwecke des Gleichgewichtes existieren.

Zurück zum Netzwerk der Natur. Von den Zellen über die Organe bis hin zu den Organismen, deren Zusammenschlüssen und Gesellschaften, von den sog. Ökosystemen über den Planeten Erde bis hin zu Galaxien und dem GANZEN – überall treffen wir auf Informations- und Energieaustausch, auf kreis-, spiral-, wirbelförmige Lebensvorgänge – alles ist Leben.

Alles ist auf diese oder jene Weise miteinander verbunden, alles wirkt auf alles ein. Und es gibt nichts Lineares.

Gedanken, Wollen, Worte, Gefühle, Taten – alles hat eine sofortige Wirkung im Universum. Sind wir uns dessen stets bewußt?

Gehen wir in Resonanz mit den “richtigen” Werten?

Wie oft ärgern wir uns über Mißerfolge oder (aus unserer Sicht) falsches Tun anderer – statt zu danken für die Lektion, für die Lehre, für die Erfahrung?

“Es ist alles eine Frage der Einstellung”

Ein sehr weiser Satz, der sehr viele Ebenen erfaßt. So wie wir uns “einstellen”, so wird uns das Leben “antworten” – in jeder Hinsicht.

Das ist wie beim Radio – wenn ich einen Free-Jazz-Sender einstelle und mich über das “sinnlose Gedudel” (Free-Jazz-Fans mögen mir bitte verzeihen) aufrege, dann ist das wenig sinnvoll. Will ich Beethoven hören, muß ich “Klassik-Radio” einstellen. [Anm. Dude: Gesetz der Resonanz!]

Wenn ich die Probleme unserer Gesellschaft um mich herum aufbaue, dann kann ich bald nirgendwo mehr eine Perspektive erblicken – kein Wunder.

Wenn ich anstelle dessen diese Probleme analysiere und mir Gedanken mache, wie was zu verändern ist und wie ich meinen persönlichen Beitrag dazu leisten kann – und dies auch tue -, dann komme ich in Resonanz mit der Zukunft. Und mit anderen Menschen, die ähnlich denken und tun.

“Wo soll ich die Zeit hernehmen für all die Recherchen, Aktionen etc.?”

Dies ist eine oft geäußerte Frage, wenn Menschen aufgefordert werden, sich selbst kundig zu machen und ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Da gibt es klare Antworten. Zunächst setzt jeder Mensch, bewußt oder unbewußt, ständig seine Prioritäten, was seine Zeitverwendung betrifft.

Wenn ich jeden Tag zwölf Stunden und mehr am Arbeitsplatz zubringe oder mich fast jeden Abend stundenlang vor den Fernseher hocke und mich berieseln lasse, dann fehlen mir diese Stunden natürlich. Und fernsehen ist nun mal das passivste Tun, was mir möglich ist: Ich lasse mich mit von anderen, vorbereiteten (meist manipulativen) “Informationen” und vor allem Bewertungen berieseln – Auge und Ohr synchron belegt. Da kann nebenbei kein Denkvorgang mehr stattfinden.

Was aber, wenn am Tage einiges sich angesammelt hat, was eine (auch unterbewußte) geistige “Bearbeitung” benötigt? Diese findet regelmäßig im Schlaf statt – schlafen wir genug?

Wir erkennen es daran, wie wir uns fühlen, wenn wir erwachen – ja, selbst erwachen, nicht vom Wecker geweckt werden… Haben wir früh noch die eine oder andere “Eingebung”, wie wir dieses oder jenes Problem lösen können? Dann ist alles in Ordnung.

Sind wir nur noch gehetzt und gestreßt, werden die Folgen – die sog. Zivilisations-Krankheiten – nicht lange auf sich warten lassen; aber dazu ein andermal.

Ich kann also meine Prioritäten zur Zeitverwendung selbst bestimmen – und das sollte ich auch tun – und keine Angst vor der Veränderung meiner Abläufe haben.

Und eine Internetrecherche kann durchaus erholsam und fesselnd sein – man muß nur lernen, die Dinge nicht allzu “verbissen” zu sehen. Humor ist wenn man trotzdem lacht, und nur der hat wirklich Humor, der auch über sich selbst lachen kann.

Genauso ist es mit den Schwierigkeiten unseres täglichen Lebens – Spaß ist nicht verboten – im Gegenteil, und mit einem Lächeln oder Lachen wird vieles einfacher und leichter zu schaffen.

Wir sind schließlich nicht hier auf Erden, um lebenslang “ein Tal der Tränen zu durchwandern”, sondern um Erfahrungen zu sammeln – das bedeutet nicht, daß diese Erfahrungen immer nur aus Fehlern kommen müssen.

Ein Fehler entsteht ja auch erst, wenn wir uns weigern, einen Irrtum zu berichtigen.

Also, weniger Aufmerksamkeit für die Dinge, die andere (angeblich) “für uns” tun – mehr Aufmerksamkeit für die Menschen, die uns wichtig sind, und für unsere eigenen Gedanken, unser Wollen, unsere Worte, Gefühle und Taten.

Nicht sich ständig “nach-richten” lassen – selber denken macht schlau.

Informationen selbst beschaffen – die dazu vorhandenen “Profis” werden momentan ihrer Verantwortung dafür nicht gerecht. Also Fernseher und Radio aus, Computer und Internet an – selbst aktiv werden, nicht fremdgesteuert.

Urteile vermeiden – keine innere Energie hineingeben. Die Dinge betrachten und das eigene Leben führen, ohne sich mit den negativen Erscheinungen zu “verbinden”.

Aber auch nicht ablehnen oder Angst haben – das bringt uns wieder in Abhängigkeit. Alles ansehen, wahrnehmen, geschehen lassen – auch die negativen Dinge haben ihre Funktion in dieser Welt; auch sie führen am Ende zu den “guten” Veränderungen, die wir alle so ersehnen.

Es kommt alles genau so, wie es kommen muß. Wenn der Apfel reif ist, fällt er von selbst vom Baum (auch wenn kein junger Newton drunter sitzt) – nicht vorher.

Haben wir Vertrauen zum Universum.

Alles lebt – wie wir.

Bitte richtig verstehen: Es wird hier weder zu Passivität, noch zu “weiter so wie bisher” noch zu “mehr von demselben” aufgerufen – diese Konzepte taugen nichts, was sich momentan gerade sehr klar erweist.

Wenn sich etwas ändern soll, dann muß ich zuerst mich selbst verändern – das ist auch das Einzige, was wirklich funktioniert.

Es ist genug Zeit für alles da – wir selbst sind die “Bestimmer” über unsere Lebenszeit.

Falls nicht, leben wir nicht, sondern wir werden gelebt – und das kann nicht unsere Aufgabe sein.

Letztlich haben wir nichts Wertvolleres als unsere begrenzte Lebenszeit zu verschenken.

Namaste

Euer luckyhans.


Der Artikel erschien hier in redaktionell lektorierter und minimalst überarbeiteter Fassung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Dudeweblog dankt Hans im Glück herzlichst für einen der besten Artikel aller Zeiten!


Nachtrag vom 10. September 2014

Zur Quantenmechanik ist folgender Vortrag von Vera F. Birkenbihl mit dem Titel: „Von Null Ahnung zu etwas Quantenphysik“ jedermann sehr zu empfehlen.

Advertisements

80 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Bildung, Dreckskapitalismus, Freiheit, Gastbeiträge, Gleichnisse, LiebeLicht, Medien, Menschen, Natur, Philosophie, Quantencomputer, Schönes, Schuldgeld, Sinn, Technik, Videos, Weisheit

80 Antworten zu “Was kann ich alleine schon verändern?

  1. Pingback: Volksfront-Ziele | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  2. Pingback: Unser Naturverbrauch | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  3. Pingback: Trumpomanie? Trumpophilie? | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  4. Pingback: Der Mechanismus des Systems | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  5. Pingback: Irrungen und Wirrungen | Sei herzlich Willkommen beim Dude

Leserbrief schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s