Warum komme ich mir nur vor, als lebte ich in einer grossen Truman Show

Danke Eva, für den Input. Warum also? Zum einen sollten wir die Gabe besitzen, zu unterscheiden. Was ist in seiner Klarheit natürlich, und was ist von Menschen gemachte Ablenkung vom Wesen des Seins.

Für Kinoresistente, in der Truman Show wird ein Einzelner, schon als Kleinkind der medischen (Wortschöpfung meinerseits, konträr zur vedischen Philosophie) Welt überreicht und er ist fortan, seiner Bekanntheit keineswegs bewusst, das Opfer und der Star einer global laufenden Dokumentation seines Lebens. Egal, was er tut. Wann er es tut. Wie er es tut. Sein Handeln wird aufgezeichnet, wird präsentiert, wird allen Zuschauern, allen Beobachtern vor Augen geführt.

Was mich unmittelbar an eine Frage ermahnt, die mir seit Wochen auf der Seele brennt: «Wohin kann ich gehen, wo Du nicht bist?»

Oftmals fürchten wir uns sehr vor der totalen Überwachung. Wir sind uns sicher, wenn diese totale Sicherheit kommt, so gibt es keine Freiheit mehr. Manch einer ist überzeugt, dass diese letzte Transparenz uns jenen ausliefert, welche die Kontrolle haben. Doch wer hat die Kontrolle? Haben jene, die sich mit hinterhältigen Machenschaften und viel Geld in eine einflussreiche Position brachten, haben sie Macht? Oder liegt die eigentliche Macht andernorts…

Wenn das göttliche Bewusstsein allgegenwärtig ist, und davon müssen wir zumindest ausgehen, wenn wir es ernst meinen, mit der individuellen Einheit in der Vielfalt, so ist es einigermassen unmöglich, sich gänzlich davon abzuwenden. Wir können sterben, und oh… auch im Totenreich ist ewige Liebe. Wir können leben, zügellos, masslos, ohne Tugenden – dann ganz unerwartet ereilt uns die Erkenntnis: auch in unseren dunkelsten Stunden, war da immer ein Licht, das uns am Leben hielt. Das darauf wartete, das wir zur Besinnung kamen. Das uns annahm, wie wir sind, wo wir uns selbst nicht sahen. Wenn wir das Licht in uns verdeckten, aus Angst es nicht zu verdienen.

Wir können noch so sehr darauf bedacht sein, uns stets „richtig“ zu verhalten, stets „ehrenhaft“, stets „aufrecht“. Wir können noch so viele Illusionen um uns herum herbeizaubern. Wir können noch so viele unserer Masken aufsetzen. Wir können uns vor allen und allem verstecken. Dennoch sieht uns zumindest einer: wir selbst. Ein individueller Teil des Ganzen. Dieser Teil ist verbunden, verliert diese Verbindung nicht, so sehr wir uns auch bemühen.

Böse ausgedrückt: wir sind ständig überwacht, auch ohne Kameras und Gesetze, die das Recht des Stärkeren verstärken. Wir erleben all das mit, was wir in Bewusstheit tun, aber auch was wir tun, wenn wir nicht bewusst sind. Wir kennen uns selbst. Doch die meisten ziehen es natürlich vor, sich selbst nicht zu erkennen. Wenn wir sterben, haben wir dann wirklich die Gnade alles zu vergessen, einfach zu gehen, alles hinter uns zu lassen, was wir je bereuten? Möglicherweise ja. Es wäre ein hoffnungsvoller Gedanke.

Doch solange wir leben – mögen wir auch noch so sehr danach trachten uns zu verstecken – irgendwann sind wir gezwungen, uns selbst so zu sehen, wie wir wurden. Wie wir geworden sind, aus dieser Angst heraus, zu viel Preis zu geben, aus Angst vor Verfolgung, aus Angst vor Spott. Diese Angst gilt es nun abzuschütteln. In dem alles umfassenden Bewusstsein, dass wir so oder so beobachtet werden, dass wir uns selbst immerzu beobachten.

Wenn dieser Punkt erreicht ist, sollten wir endlich anfangen uns selbst anzunehmen, wie wir sind. Wie wollen wir denn eine neue, gerechtere, schönere Welt erstellen, worin das Leid von Millionen überwunden worden sein wird, wenn wir uns selbst nicht in den Spiegel sehen können?  Was diese Welt neben vielen anderen Dingen eben auch noch ist oder beinhaltet. Spiegel wollen uns nichts zuleide tun. Sie sind nicht da, um uns zu quälen, sondern um uns zu erinnern, wer wir wirklich sind. Das wir mehr sind, als wir zu scheinen vermögen.

Keine Kamera auf dieser Welt kann etwas daran ändern, wie ich bin. Nur ich selbst kann das. Keine Kamera zeichnet mein ganzes Leben so sehr auf, wie die Kameras in dem Film Die Truman Show den Protagonisten aufzeichnen, abgesehen von meiner eigenen Wahrnehmung und Erinnerung. Wer von euch kennt ihn nicht, diesen einen Moment, den einen Satz, das eine Glück, das eine Leid, könnte es jetzt hier benennen, was euer Sein am meisten durcheinander brachte. Alle könnten es. Nicht alle würden es wollen.

Was durchaus verständlich ist. Verstehe Dich selbst – erkenne Dich selbst! Du bist nicht zufällig hier gelandet, kein Opfer Deines Schicksals, sondern Du wähltest, hast Dich entschieden, wurdest, was Du bist, weil Du wissen wolltest, wer Du sein wirst. Was grundsätzlich völlig okay ist. Denn all das, was Du – als Beobachter Deiner selbst – wahrgenommen hast, womit Du haderst, was Du nicht wolltest – all das ist vergangen.

Wenn der temporale Quantencomputer einen Vorteil hat, dann diesen: was gewesen ist, war. Es ist vorbei. Selbst wenn es gerade stattfindet, dann wird es vorbei sein. Kein Leid ist endlos. Auch wenn es manchen mitunter so vorkommen mag. Versuche die Erklärung Deines Verhaltens durch ein anderes Verhalten zu ergänzen, dann musst Du Dich auch nicht davor fürchten, ähnlich wie Truman sein Leben lang beobachtet wurde, von Dir selbst beobachtet zu werden. Denn was Du siehst, das ist gut, so wie es ist. Zumindest jetzt gerade.

Also fürchte Dich nicht davor, dass Du nirgendwo hin kannst, wo Du nicht verbunden bist. Geradezu dämonische Gestalten versuchen alles, schrecken vor keiner Boshaftigkeit zurück, um endlich frei zu sein, von dieser Verbindung. Weil sie so viel Angst davor haben. Angst davor erlöst zu werden – Angst davor gerichtet zu werden. Sie verstricken sich immer tiefer in der Dunkelheit, weil sie das Licht scheuen, das ihnen aufzeigen könnte, dass sie nicht verloren sind, und es nie waren. Jedes Wesen – ob Dämon, Engel, Mensch oder Tier – hat jederzeit die Möglichkeit sich für das Licht oder für die Dunkelheit zu entscheiden.

Niemand hat die Verantwortung für diese Entscheidung, ausser wir selbst. Kein Beobachter kann uns daran hindern uns zu entscheiden. Keine Kamera ist dafür verantwortlich, wie wir uns entscheiden. Ob wir uns für die Freiheit der Verbundenheit entscheiden, oder für die Freiheit der Flucht. Die keine sein wird, sondern eine Illusion. Geschaffen, um uns in Sicherheit zu wiegen.

Doch es gibt diese Sicherheit nicht, es gibt keine Ausweichemöglichkeit vor dem Leben – wir sind hier, und wir entscheiden uns fortlaufend. Jede Entscheidung hat eine Konsequenz. Nicht irgendwann: unmittelbar, im hier und jetzt. Jedes Gefühl will uns das lehren. Nur hören wir so selten auf unser Herz. Weil wir glauben, es sei verstummt. Dabei sind wir nur taub geworden, gegenüber seinem Flehen: mittels bewusst fokussierter Schaffenskraft, endlich einmal das Licht zu sein, das wir sehen wollen in dieser Welt.

Nicht dass ihr mich falsch versteht, ich bin durchaus der Ansicht, dass die totale Überwachung abzulehnen ist. Doch selbst wenn sie nie kommt, selbst wenn wir sie erfolgreich abwehren: sind wir bereit für die Freiheit, die das mit sich bringt, für die Verantwortung für uns selbst, die damit einhergeht? Schaffen wir es, den Zustand der Selbstbeobachtung abzuschütteln, schaffen wir es, in uns selbst die Überwachung auszuschalten, und stattdessen demütig-vertrauend, das zu tun, was richtig, notwendig oder auch einfach schön und liebevoll ist. Ganz egal, was irgendwer – seien es auch wir selbst! – darüber denkt?

Truman hat gegen Ende des Films die Überwachung durchschaut. Ich kann mich gerade nicht an Details erinnern, doch er sagte: «you had never a camera in my mind». Der Beobachter nicht. Doch Truman selbst durchaus. Er kannte sich. Egal wie irreal alles war, was er erlebt hat, für ihn war es die Wirklichkeit. Doch er erkannte, dass er diese Scheinwelt nicht länger braucht, sondern frei davon sein kann, echt sein kann. Was er dann auch tat. Er befreite sich selbst! Kein Gott. Kein Retter. Er selbst.

Was ich mit diesem Beitrag zum Ausdruck bringen möchte: wir müssen uns nicht zu sehr vor dem Äusseren fürchten, sondern wir dürfen erkennen, dass wir immerzu die Freiheit haben, uns dafür zu entscheiden, uns selbst so zu sehen, wie wir sind, und das zu lieben. Ungeachtet all dessen, was einmal war. Ungeachtet aller Beobachtung. Was auch immer geschieht, Bewusstsein ist stärker. Liebe ist stärker. Stärker als jede von Menschen gemachte Fessel. Selbst wenn wir im finstersten Tal wandern, besteht Grund zur Zuversicht. Weil das Licht, einmal entzündet, auch den dunkelsten Raum erhellt. Es zu entzünden, ist nicht schwer. Alles was es dazu braucht, ist eine bewusste, von Liebe getragene Entscheidung.

Entscheide Dich.

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20 Kommentare

Eingeordnet unter Bewusstsein, Freiheit, Gottvatermutter, LiebeLicht, Menschen, NWO, Philosophie, Quantencomputer, Weisheit

20 Antworten zu “Warum komme ich mir nur vor, als lebte ich in einer grossen Truman Show

  1. Eva

    Damit Microsoft auch ganz sicher sein kann, dass keine Lizenzvergehen geduldet werden, funktioniert die neue One gar nicht ohne Kinect, man kann es nicht abstellen – ausser man zieht den Netzstecker.

    uff zum Glück hab ich die PS3, da ist die EyeCam nicht an die KOnsole gebunden. Aber ich habe seit über 1 Jahr keine Spiele mehr gekauft und ob man die brandneuen Spiele noch ohne Cam oder sonstige Bedingungen spielen kann ….keine Ahnung, glaub aber schon. Ne neue Konsole werd ich mir sowieso nicht kaufen.

    Jegliche Konsumation in Form von Elektronik wird immer mehr ins Privatleben und Überwachungsprocedere eingeflochten, da hilft wohl nur eins:

    Der totale Verzicht dessen.

    …oder man halt noch die alten Teile mit denen man frei spielen kann.

    aber angesichts dessen

    Die Massen gewöhnen sich immer mehr daran, dass Überwachung einfach dazu gehört, dass es gar keine Privatsphäre mehr gibt.

    XBox One. Die neue Konsole aus dem Hause Microsoft kann ja so vieles, so hochauflösendes, so cooles. Man muss sie doch fast haben, sonst ist man nicht in.

    werden minderbemittelte Alphawellengewöhnte kaum in der Lage sein, darüber sachlich nachdenken zu können

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  2. @Eva

    Du hast absolut recht, genau das ist der einzig gangbare Weg… genau wie bei den Handies… konsequenter Verzicht. Da ich eh keine Zeit zum gamen noch Geld für Techno-Ablenkungen hätte, fällt mir das sogar sehr leicht. *grins*

    Und ja, die gezielte Angewöhnung durch ‚praktische Köder‘ ist etwas vom Fatalsten. Dazu sollte ich eigentlich mal nen Artikel verfassen! Hoffe ich finde Zeit dazu, denn das ist eminent.

    Lieben Gruss und ein gemütliches WE mit etwas mehr Sonnenschein wie die letzte Zeit.

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  3. Pingback: Überwachungs- & Kontrollwahn: Der Liberalismus als Wegbereiter des modernen Totalitarismus – Freiheit ist uncool! | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  4. SEHR schöner „Ideen-Wecker“ und interessante Darstellung !
    – und mir auch nicht zu hektisch 😉 –
    DANKE Dir und Euch !
    So gesehen ist vielleicht das, was uns seit Jahren gerade als anerkannte „Kunst“ verkauft werden soll nur ein Spiegel der ALLgemeinen um sich greifenden Ver-(W)Irrt-heit … oder ein „Weg-Weiser“ dahin …
    Spieglein, Spieglein an der Wand … sag mir doch … noch mehr ! 😀

    „Kunst-An-Erkennung“
    (Rezipienten-Erfordernis=> Zensur von sehr Betuchten/ihrer-seits Anerkennungs-Bedürftigen … ?!?)
    mutiert zu Hirn-los ferngesteuerter „Gold-Kalb-Konkurrenz“ …
    Neeee, nicht mehr mit mir.
    An-Betung, wem Anbetung gebührt . PUNKT .

    Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom … 😀
    Wie sollten sie das auch „um-gehen“ können ?!? 😉 oder neues Schwimm-Ver-Halten in sich er-schaffen können ?!?
    Ver-geudete Mühe an Leb-los-Objekten ?!?
    – Vielleicht haben sich diese Schein-Toten ja auch nur den Bauch viel zu vollgeschlagen mit un-verdaulichem Geröll und sind deshalb zZ nicht so be-WEG-ungs-freudig … oder einfach ÜBER-fressen ?
    – wie der Wolf bei Rot-Käppchen, als er meinte, die Groß-Mutter
    – oder waren es nicht doch sogar die 7 Geislein ? –
    als er dann meinte, alles „im Schlaf“ verdauen zu können… –
    „Kunst“ geht anders.
    „KUNST !“ löse Dich endlich von Deinen Ver-Führern !
    Erhebe Dich aus Deinem Wohl-Fühl-Bett und sei nicht weiter mehr nur dumm und nett !
    „Kunst“ hat eine heiße Funken-sprühende Licht-Aufgabe !
    „Kunst“ und *Liebe* wandern Hand-in-Hand durch ein leer-gelutschtes Land.
    Noch gähnen Tränen ihrem Weg entgegen ohne sich dabei zu regen.
    Aber tief im Innern tragen sie – keiner weiß wie – Licht-und Liebe-Samen.
    „Tränen“ , WACHT auf !
    Kostbar seid Ihr ! un-bezahlbar schön !
    – Ich will Euer Glitzern endlich wieder sehn ! –
    *Glück-Auf !*
    😉

    Ps.:
    „Ausländische Studenten hätten festgestellt -nach einer Studie- daß wir hier in D die „beste“ Demokratie hätten.“ hörte ich gestern einen Gast sagen.
    Bitte, WO findet man mehr darüber ?

    Ist das nicht ein interessanter GeH-Sehen-!-Punkt ?!?
    und :
    -Wie wandelt man den in *KUNST* um ? 😉

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