„Seht ihr den Tsunami denn nicht kommen?“, fragte der Weise das Menschenvolk.
„NEIN!“, riefen sie fast einhellig!
„Es bedarf keiner Vorkehrungen, denn ich sehe weit und breit kein Wasser“, meinte einer, woraufhin die meisten jubelnd zustimmten.
„Hört hin Leute, ich kunde von fernen Landen, und es begab sich, dass ich sah und hörte, wie schon unzählige wundervolle Gärten von der Welle verschlungen wurden, also bauet doch bitte zusammen Dämme, um eure eigenen Gärten, und die eurer Nächsten vor der grossen Flut zu schützen!“, erwiderte der Weise.
„Wozu sollten wir denn Dämme bauen, wenn der Wasserpegel kontinuierlich zurückgeht? Du bist ein Spinner! Hast Du denn keine Augen im Kopf?“, meinte einer entrüstet.
Und ein anderer merkte – durch die Blüten der Lilien seines eigenen kleinen Gärtlis – an, dass es ihn einen Dreck schere, was mit Gärten in fernen Landen passiere, solange nur sein eigener Garten, und der seiner Nachbarn, schön gepflegt und einladend sei, und dieser, in seiner Pracht, ohnehin noch jedem immaginären Tsunami standhalte, woraufhin der Jubel der Massen über die Bretterzäune zu tosendem Gedröhne anschwoll.
Der Weise aber hatte genug gesehen und hörte nunmehr die Welle in der Ferne bereits nahen, bedankte sich also, drehte sich um und begab sich von der Ebene hin zu fernen Hügeln.
Kurz bevor er ging, flüsterte er im Umdrehen lediglich noch „Wer nicht hören will…“, und marschierte los – auf zu seiner Höhle in den abgelegenen Bergen, während seine hellhörigen Ohren das näherkommende Rauschen bereits erheblich ausgeprägter wahrnahmen.
Wie er später – nachdem alles vorbei war – erfuhr, hatten einige – meist die nicht jubelnden – seine warnenden Worte doch noch bedacht, und sind ihm in höchste Höhen gefolgt…
Die anderen indes sind – erbärmlich leidend – leider ertrunken in der Welle der Bosheit; denn dem Menschen geschieht letztlich immer gemäss seinem Willen und Unwillen…
Die Überlebenden indes fanden sich, so sie sich einmal aus den Höhlen der Berge hinaus wagten ins weite Land, in einer kargen Wüste wieder, in welcher leibhaftige Dämonen ihnen nachstellten, um sie auch noch zu vernichten und sich an ihrem Blute zu laben.
Wie lange die Berge – selbst für die Vorsichtigsten – noch Schutz bieten mögen ist ungewiss…










Hoi Dude,
Sehr gute Doku. Habe sie mir gerade angeschaut. Berlusconi führt die faschistischen Endziele der P2 weiter. Der Fernsehunternehmer, der keine Frequenz bekommt, da Berlusconi einfach weitersendet, auch nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs, dieser lächelnde Gründer der P2, der auf die „Frage“: Alle Banken, die Berlusconi seine Medienmacht finanziert haben, haben P2 Direktoren“ lächelnd antwortet: „Kann sein.“
P2/Berlusconi ist wirklich ein orwellsches Beispiel für einen faschistischen Modellstaat. Der private Fernsehunternehmer: „Dem Italiener haben sie (Mediaset etc.) einen Teil seines Hirns weggepustet, dass kann man nicht mehr zurückholen“ (sinngemäss)…
Faszinierend…
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Hola Armin 🙂
Ja, da ich selber zeitlich begrenzt bin, was ausführliche Dokus angeht, stelle ich mir vor, dass es noch manchem so ergeht, deshalb ist die Auswahl der hier publizierten sehr streng.
„dieser lächelnde Gründer der P2“
Allein schon sein Auftritt ganz am Anfang in Uniform mit der ganzen Symbolik, und dann das schelmische Grinsen: „Pah, fickt euch, ich hau euch hier auch ein paar Tatsachen vor Kamera um die Ohren die mich eigentlich massiv belasten, aber pah, macht mal, wir haben es voll unter Kontrolle, und sind nun mal gleicher als ihr – seht das ein, darum verrat ich’s euch *hämischgrins*“
Ähnlich Siegessicher sind ja auch die neuen russischen Oligarchen – dazu kommt auch mal noch ne Doku demnächst.
Faszinierend? Bedenklich!
Ps. Wir sind aber hier glaub im Strang verrutscht, hoffe also das Tsunamigleichnis habe Dir auch gefallen. 😉
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Schöne Geschichte Dude :), aber der Schluss gefällt mir nicht so oder ich verstehe nicht was du damit meinst.
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Ist mehr ein Gleichnis als eine Geschichte, aber danke. 🙂
Was gefällt Dir nicht am Schluss bzw. wie verstehst Du ihn?
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Na warum kommen am Schluss die Dämonen und vernichten die Überlebenden. Worauf willst du hinaus? Offenbarung? Ich habe halt lieber Happy Ends 😉
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Vielleicht weil die Dämonen nicht wollen, dass die verbliebenen Individuen aus den wüsten Landen mit der Zeit wieder eine Oase machen?
Mit der Offenbarung hat es nichts zu tun… eher noch mit dem dunklen Turm 😉 Aber als mir dies Gleichnis kam, dachte ich nicht daran…
Ps. Dito@Happy Ends… das entscheidet aber das Kollektivbewusstsein und die entsprechende(n) Handlung(en)…
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JAAAA…
Danke für den „Tsunami“ … – DEN sehe ich auch. Der scheint aber mE irgendwie noch zu warten…
– Von dem „Kollektivbewusstsein“ halte/erwarte ich zZ NICHTS mehr:
Es ist krank, mißhandelt, gedemütigt, verwirrt, Chem-verseucht und Denk-Versteift.
– Mindestens.-
Aber : Es liegt an Dir und mir und uns, das „WIR“ zu diesen Zwecken
wi(e)der aufzuwecken !
Wozu sonst läuft unser Ge(H)-Fühl und unser Ver-Stand zZ Ammok ??? … !!!
Also : LOS !
*Glück-Auf !*
–
Genug der (noch leeren ?) Worte !
Ich weiß um MEINE Gabe, meinen Auf-Trag.
😉
ach, könnte schon wieder ein Gedücht schreiben … 😉
von der Liebe 😀
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@mahnred
au ja!
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@mahnred
Mindestens alfasolis und meine Wenigkeit freuen sich schon drauf! 🙂
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@Dude
…sie fanden einen anderen Ausgang, der sie in das Land von Milch und Honig führte. Die Dämonen mussten sich von nun an wieder mit sich selbst beschäftigen.
Sie verwandelten die karge Wüste zurück in die Hölle, mit der Verbesserung, dass sie ihren Zynismus aufgaben.
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Hallo Dude!
„“Es bedarf keiner Vorkehrungen, denn ich sehe weit und breit kein Wasser”, meinte einer, woraufhin die meisten jubelnd zustimmten.“
Das ist doch die alte Geschichte von Noah, der (Ver)Ar(s)che und der Sintflut, nur etwas anders erzählt.
„Die Überlebenden indes fanden sich, so sie sich einmal aus den Höhlen der Berge hinaus wagten ins weite Land, in einer kargen Wüste wieder, in welcher leibhaftige Dämonen ihnen nachstellten, um sie auch noch zu vernichten und sich an ihrem Blute zu laben.“
Tja, der alte Noah ließ sich überlisten. Waren doch viele Wesen, von denen er meinte es wären Tiere, Dämonen, die in Gestalt von Tieren die Sintflut überlebten. So gibt es denn heute drei Arten auf der Welt, einmal die echten Menschen und einmal die echten Tiere und dazu dann die falschen Menschen und die falschen Tiere, die in Wahrheit Dämonen sind, als die dritte Art. Und die dritte Art will immerzu Blut sehen!
Grüße, J.
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Jochen, Bravo!
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