Pablo de Sarasate – Zigeunerweisen Opus 20

Zigeunerweisen ist eine der eindrücklichsten, wenn nicht sogar die eindrücklichste aller Kompositionen für Violine und Orchester, die je geschrieben wurden. Der Spanier Sarasate, Sohn eines Militärkapellmeisters, studierte im 19. Jahrhundert in Paris und erlangte bereits mit 13 Jahren Meisterschaft als Geigenvirtuose. Er hielt sich Zeit seines Lebens streng an einen klassischen Stil.

Die hier nachfolgend dargereichte Interpretation von Anne-Sophie Mutter, die – zusammen mit den Wiener Philharmonikern nach der Fuchtel des Dirigenten James Levine 😉 – das Meisterwerk in atemberaubender Qualität interpretierte, hätte wohl sogar den Meister selber beinahe vom Stuhl gehauen!

Viel mehr Gefühl kann man wohl über eine Geige nicht mehr vermitteln.

Einfach himmlisch – göttlich!

Hier zum Vergleich – man achte auf die kleinen, feinen Unterschiede…

Welten!

14 Kommentare

Eingeordnet unter Bilder, Bildung, Menschen, Musik, Schönes

14 Antworten zu “Pablo de Sarasate – Zigeunerweisen Opus 20

  1. Eva

    Dude, wie kommst bloss immer du auf diese Komponisten? 🙂 Thx

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  2. Eva

    Herzerwärmend, Gefühl in Form von Musik!

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  3. Exklusiv für Dich verrate ich hier diesen Geheimtip. Radio Swissclassic! Hab da mal ne weile mit ‚Streamripper‘ aufgenommen, und dann etwas aussortiert. Momentan liegen über 10 GB feinste Klassik als mp3 in meinem Archiv. Von vielen Komponisten da haben noch die wenigstens überhaupt je gehört. Mozart und Co. kann jeder bringen. 😉

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  4. Eva

    ich hab ja noch nen USB-Stix von mir bei Dir 😉 vielleicht könntest Du das Technogedudel dort rausschmeissen und dafür etwas Klassik reinladen bei Gelegenheit. Und falls es soch wieder mal ei Fuego geben sollte 😉

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  5. Eva

    menschmeier…deutsch für Du…. ne Änderungs/Korrektur-Option wär nicht schlecht.

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  6. @Eva

    Ja, lässt sich machen (erinner mich nochmal dran, wenn die Ankündigung zum Fuego kommt). Kannst aber auch selber per Winamp und Streamripper ein eigenes Archiv erstellen. 🙂

    Und ja, die fehlende Edit-Funktion stört (lässt sich leider nichts machen, ist so von WP vorgegeben). Als Tip. Einfach nochmal durchlesen vor dem Absenden. 😉

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  8. Ja, die Anne-Sophie. Eine Klasse für sich.
    Es gibt noch andere in der Liga, eine Komposition lässt sich so oder so oder so spielen. Der Musiker entscheidet sich hundertstelsekündlich (haha, das ist natürlich keine Kopfarbeit, obschon sogar auch der Kopf beteiligt ist) und spielt so oder so oder so, je nach Moment und gefärbt durch seine Persönlichkeit.
    Für den einen Hörer ist dann des Einen oder des Anderen Interpretation näher.

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  9. @Ram

    Im Prinzip trifft Deine Aussage natürlich voll ins Schwarze, doch was Mutter und Chang bei den Zigeunerweisen anlangt, gibt es nix zu diskutieren.

    Ps. Ich kenne übrigens noch etliche weitere Interpretationen, aber Mutter topt sie hier alle um Längen.

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  10. Pingback: Edouard Lalo – Symphonie espagnole | Sei herzlich Willkommen beim Dude

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    Von Friedrich Nietzsches Übermensch und Erich Neumanns neuer Ethik

    Friedrich Nietzsche und Erich Neumann sahen uns Heutige vor einem epochalen Sprung stehen und haben diesbezüglich analoge Überlegungen entwickelt.

    Nietzsche (1844-1900) tat dies von der antiken Literatur herkommend und als der von allen Untertanengeistern mit Inbrunst gehaßte radikale Kritiker von Ideologie und organisierter Religion (insbesondere des Christentums); der Mediziner und Psychologe Erich Neumann (1905-1960) kam von der kulturhistorisch fundierten Archetypenlehre von C.G.Jung her. Als kulturhistorisch orientierte Denker haben Nietzsche und Neumann beide einen sich über Jahrtausende spannenden Bogen zusammenhängender kultureller Entwicklung gespannt.

    Nietzsche läßt unsere aktuelle und in seiner Sicht pointiert geist-materie-dualistische Epoche bei bereits Sokrates/Plato beginnen und unterteilt diese Epoche in eine erste Phase, eine religiöse, die er die des „Menschen“ nennt, und in eine zweite, welche mit der Moderne hervorgekommen ist und die Nietzsche – vielsagend, aber mitnichten den Untergang beschwörend – als die des nun atheistischen „letzten Menschen“ bezeichnet, mit dessen Gottlosigkeit der Geist-Materie-Dualismus erst zu seiner völligen Entgrenzung gelange. Das Kirchenchristentum, „Sklavenreligion par excellence“, betrachtete Nietzsche als durch und durch geist-materie-dualistisch, was ihn zu dem keineswegs paradoxen Schluß führte, die Moderne sei zwar atheistisch, aber eben deshalb zugleich „höchste Blüte des Christentums“! Jener Menschentypus, der die mit dem Geist-Materie-Dualismus gegebene Geringschätzung des Materiellen UND SO ZUGLEICH DIE DES MENSCHEN GEGENÜBER SICH SELBST überwinden würde, ist Nietzsches bei allen Untertanen übel beleumundeter „Übermensch“. Dieser kennt keine religiös oder ideologisch konstruierten Liebesgebote mehr; sich selbst nicht mehr ablehnend, sieht der Übermensch sein Eigeninteresse ganz selbstverständlich mit dem aller seiner Mitmenschen verbunden. Nietzsches Denken führt ohne weiteres zu der Erkenntnis, Solidarität sei der Way of life der „Starken“, der „großen Jasager“, all derer, die Ja zu sich, zum Menschen überhaupt und zur Welt sagen.

    Neumann, jüdischen Glaubens, lehnte Nietzsche wegen dessen vorgeblicher (siehe dazu Mazzino Montinari) Judenfeindlichkeit zwar vehement ab, Neumanns Denkansatz bezüglich des Geist-Materie-Dualismus‘ aber glich dem von Nietzsche wie ein Zwilling. Doch da, wo Nietzsche mit geradezu poetischer Sprachmacht dem Bewußtsein jenen besonderen, alles Weltgeschehen über mehr als zwei Jahrtausende bereits prägenden Dualismus nur vor die Augen rückte, entdeckte Neumann die Funktion jenes Dualismus‘ FÜR DIE ENTWICKLUNG DES BEWUSSTSEINS vom menschheitsfrühen Kollektiv-Ich aus hin zu einer „stabilen Bewußtseinstätigkeit“ als der notwendigen Voraussetzung für ein in eigener ethischer Verantwortung handelndes „individuiertes Ich“, negativ formuliert sozusagen für den Nichtuntertanen. Die ethische Entgrenztheit des modernen Menschen sah er wie Nietzsche, jedoch lediglich als eine Überspitzung der Hochschätzung des Geistes, als „BewußtseinsKULT“. Jene Überspitzung sei unter widrigen politischen Verhältnissen – die wir übrigens derzeit wieder zu konstatieren haben – Ursache von „Rekollektivierung“, eines plötzlichen Umschlagens des bereits individuierten Ich zurück in ein archaisches Kollektiv-Ich, wie dies im Nationalsozialismus beispielhaft sichtbar geworden sei (siehe «Tiefenpsychologie und neue Ethik») und was in selbstzerstörerisches kollektives Handeln führe — siehe aktuell das ökonomische Projekt zur Reduzierung von CO2-Emissionen! Regelmäßig würden dann zur Kaschierung des Rückfalls des Bewußtseins in das Archaische der blutorgiastischen Fruchtbarkeitskulte menschheitsfrüher Ackerbauern Ideologien der „Reinerhaltung“ aufkommen — Reinerhaltung „der Rasse“ oder, wie derzeit, der Erdatmosphäre bzw. „der Umwelt“. Wobei Neumann Bewußtsein als solches durchweg positiv und als Fähigkeit des Menschen versteht, Energie zu mobilisieren für zielgerichtetes Denken und Handeln. Und dabei helfe selbstverständlich – im Sinne einer Krücke – die Geringschätzung des Materiellen und Leiblichen!

    Das sich entlang kulturhistorischer Artefakte aller Art entfaltende analytische Instrumentarium der archetypischen Psychologie stellt die Individuierung des Menschen als zentralen Motor der Menschheitsentwicklung vor. Hatte Neumann jene Entwicklung zunächst dem „Abendland“ exklusiv zugesprochen, rückte er später von dieser kulturelitaristischen Vorstellung ab (siehe Appendix B in «Ursprungsgeschichte des Bewußtseins»). Neumanns Konzept einer „neuen Ethik“ korrespondiert vollauf mit Nietzsches Übermenschen.

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